2012 In Deutschland und dem Umland

von 2012 in umgekehrter Chronologie. Das heißt: Das aktuellste folgt zuerst.

 

Dezember 2012

 

31.12.2012

EU-Kommissar Oettinger will die Energiewende kippen

Nach Meinung von Oettinger kommt die Forschung bezüglich Fusionskraftwerke sehr gut voran und könne bald umgesetzt werden. Während die meisten EU-Länder generell weiter an der Kernenergie festhalten, hält Oettinger auch den Bau von Fusionskraftwerken und weiterer neuer AKWs in Deutschland für denkbar und somit die Kernenergie für weitere 40 Jahre aufrecht zu erhalten.

Das Projekt ,,schneller Brüter'' ist bereits gescheitert und auch AKW-Neubauten (EPR-Reaktoren) in Frankreich und Finnland entpuppen sich als wesentlich teurer als gedacht. Der europäische Reaktortyp (EPR) weist zu dem noch reichlich ,,Kinderkrankheiten'' auf.

Auch die vier großen Stromkonzerne kämpfen mit aller Kraft für den Erhalt ihrer AKWs und fordern Schadensersatz für die zwangsabgeschalteten Reaktoren.

 

Eon macht Druck auf Gorleben

Die AKW-eigenen Atommüllzwischenlager werden langsam voll und dessen Betriebsgenehmigung ist auch nicht endlos.

In der Endlagersuche herrscht momentan Funkstille und im Salzstock Gorleben herrscht ebenfalls bis zur nächsten Bundestagswahl ein Erkundungsstopp. Eon beruft sich jedoch auf die frühere rot-grüne Zusage, dass bis 2030 ein Endlager gefunden sei.

Da der Erkundungsstopp in Gorleben und die weitere Endlagersuche aufgrund der bevorstehenden Bundestagswahl 2013 nur politisch geprägt ist, wollen die Stromkonzerne die Zuzahlungen für die Endlagersuche möglicherweise einstellen. Tatkräftige Unterstützung erhalten die AKW-Betreiber durch das deutsche Atomforum.

 

Abgeschaltete AKWs weiterhin gefährlich

Im hessischen AKW Biblis, was seit dem Frühjahr 2011 zwangsabgeschaltet wurden ist, kam es diese Woche zu einem Störfall. Dem nach sind Leckagen im Rohrleitungssystem für die Kühlung der Brennelemente aufgetreten. Laut dem Bettreiber RWE bestand jedoch keine Gefahr für die Bevölkerung.

Auch im AKW Krümmel bei Hamburg, was schon seit längerer Zeit vom Netz ist, gab es einen Fehler in der Elektronik, so dass im Bedarfsfall die Notstromversorgung nicht angesprungen wäre. laut dem Betreiber Vattenfall wurde der Fehler jedoch schnell behoben.

 

Abgeschaltete Reaktoren immer noch im ,,Standby''

In den acht Reaktoren, die 2011 aufgrund der AKW-Katastrophe in Fukushima durch die Bundesregierung zwangsweise abgeschaltet wurden sind, befinden sich immer noch die Brennelemente. Diese hätten dort schon aus Sicherheitsgründen lange entfernt werden müssen.

Diese Gegebenheiten lassen darauf schließen, dass die jeweiligen Stromkonzerne eine Wiederinbetriebnahme dieser Reaktoren erhoffen. Auch klagen bezüglich der Energiewende laufen. So fordert z.B. Vattenfall 3,4 Mrd. Euro für die Zwangsabschaltung von Krümmel und Brockdorf, zwei AKWs, die schon in früherer Zeit durch ihre Störfälle deutlich aufgefallen sind.

 

29.12.2012

Verbraucherzentralen kritisieren die zu hohen Preise für Privathaushalte

Wie bereits in den Monaten zuvor wird das Procedere bei der Energiewende und der EEG-Umlage durch die Verbraucherzentralen stark kritisiert (antiatom-fuku berichtete). Es gibt viel zu viele Befreiungsmöglichkeiten für die Industrie, die zu Lasten der Bevölkerung gehen.

Vor allem für die nächste Bundesregierung, die im Herbst 2013 gewählt wird, fordern Verbraucherverbände drastische Änderungen der Kostenumverteilung. Auch die Einpreisung anderer Gebühren durch die jeweiligen Stromkonzerne (antiatom-fuku berichtete) sollen hiermit eingedämmt werden.

 

19.12.2012

Monitor-Bericht zur Energiewende liegt vor

Heute stellten Bundesumweltminister Altmaier (CDU) und Bundeswirtschaftsminister Rösler (FDP) ihren Monitor-Bericht zur Energiewende in Berlin vor. Laut Meinung beider Minister kommt die Energiewende gut voran und der Energieverbrauch sei rückläufig. Es gäbe auch keine Gefährdung der Versorgungssicherheit aufgrund der 8 abgeschalteten Reaktoren. Weitere 2800 km Stromleitungen, die den Windstrom von Nord nach Süd transportieren sollen, sollen nach Beschluss der Bundesregierung gebaut werden.

Es gibt jedoch massive Kritik durch unabhängige Experten. Dem nach geht die Energiewende nur schleppend voran und wird durch die Stromkonzerne behindert.

Zu dem gehen die Kosten zu sehr zu Lasten der Stromkunden, indem durch die Stromanbieter verschiedene Gebühren unter dem Vorwand, dass die Energiewende zu teuer sei, einfach erhöht wurden, obwohl der Strompreis an der Strombörse (EEX) durch den Ökostrom gesunken ist (Antiatom-fuku berichtete). Nicht nur die energieintensive Industrie, sondern auch zahlreiche andere Unternehmen, wie etwa Golfplätze, das Rote Kreuz uä erhielten eine Kostenbefreiung der EEG-Umlage.

Auch für den Fall, dass Offshore-Anlagen nicht rechtzeitig fertig werden, soll der Endverbraucher über seine Stromrechnung mit in Haftung genommen werden, damit Stromkonzerne entschädigt werden (Antiatom-fuku berichtete).

Hierzu will die Bundesregierung das Gesetz zur Förderung der Offshore-Anlagen bis März 2013 überarbeiten.

Die Aussage beider Bundesminister, das die Stromversorgung trotz 8 abgeschalteter Reaktoren weiterhin gesichert ist, ist jedenfalls korrekt und wurde auch schon belegt. Deutschland ist auch weiterhin in der Lage reichlich Strom in das Ausland exportieren.

 

11.12.2012

AKW Gundremmingen: Hochradioaktives Wasser ausgetreten

Reaktor C am AKW Gundremmingen in Bayern musste außerplanmäßig heruntergefahren werden, da Leckagen im Primärkreislauf unterhalb des Reaktors festgestellt wurden sind. Dieses Leitungssystem steht unter einen Druck von 70 Bar und das darin enthaltene Wasser ist hochradioaktiv und hat eine Temperatur von 200 °C.

Über die ausgetretene Wassermenge gibt es jedoch keine Angaben. Laut dem Betreiber RWE ist keine Radioaktivität nach außen getreten.

 

 

November 2012

  

30.11.2012

Erneuter Erkundungsstopp im Salzstock Gorleben

Bundesumweltminister Altmaier will die parteiübergreifenden Gespräche zur Standortauswahl für ein mögliches Atommüllendlager, die ins stocken geraten sind, wieder beleben und ordnete einen offiziellen Erkundungsstopp im Salzstock Gorleben an. Parteiübergreifende Gespräche, die in Oktober geführt wurden, scheiterten ergebnislos (antiatom-fuku berichtete). Rot-Grün begrüßte zwar Altmaiers Entscheidung zum vorübergehenden Erkundungsstopp, wollen den Salzstock jedoch weiterhin in der Auswahl belassen.

Nach der Landtagswahl in Niedersachsen, wozu auch Gorleben gehört, will Altmaier  in Februar 2013 erneute parteiübergreifende Gespräche führen, die bis zur Bundestagswahl im Herbst 2013  mit einem handfesten Ergebnis abgeschlossen sind. Somit will er weitere Verschleppung, die schon seit über 30 Jahren besteht, vermeiden.

Entscheidungen zum Atommüllendlagerstandort sind stets ein sehr unangenehmes Thema vor Bundestagswahlen und eignen sich nicht gerade als Wahlkampfthema um Wählerstimmen zu gewinnen.

 

29.11.2012

Laufzeitverlängerung für Alt-AKW Borssele, Niederlande im Gespräch

Das niederländische Wirtschaftsministerium legte jetzt einen Genehmigungsentwurf für eine Laufzeitverlängerung des AKWs Borssele um weitere 20 Jahre vor.

Eine Laufzeitverlängerung für das 39 Jahre alte und störanfällige AKW bis 2033, was ursprünglich 2013 vom Netz gehen sollte, wurde bereits im September 2012 durch den Betreiber beantragt. 

Erst kürzlich hatte das belgische Alt-AKW Tihange eine zehnjährige Laufzeitverlängerung erhalten.

Beide AKWs, die aufgrund ihrer langen Betriebsdauer schon Verschleißerscheinungen an den Reaktoren aufweisen, sind dem entsprechend auch zunehmend störanfälliger.

 

18.11.2012

Bundesparteitag der Grünen: Gorleben bleibt im Rennen

Die Grünen fordern zwar strengere Kriterien bei der Standortauswahl für ein Atommüllendlager, lehnen den umstrittenen Salzstock Gorleben, der laut unabhängigen Experten als äußerst ungeeignet gilt, nicht ab. Somit überlassen sie es den Zufall, ob Gorleben anhand der geschaffenen Kriterien ausscheidet oder nicht.

Nur die Linke lehnt ein Einschluss Gorlebens in der Endlagerauswahl ab.

 

16.11.2012

Iran hat seine 2. Urananreicherungsanlage in Fordo fertiggestellt

Wie die IAEA in seinen aktuellen Bericht nun bekannt gab, wurde die 2. Urananreicherungsanlage in Fordo, in der waffenfähiges 20%igs Uranbrennmaterial hergestellt werden kann fertigestellt.

Der Westen hat schon seit Jahren Sorge, dass dieser hochkonzentrierte Uranbrennstoff zum Bau von Atombomben verwendet werden soll, zumal für das einzige iranische AKW in Bushehr keine zwei ,,Hochleistungsuranaufbereitungsanlagen'' nötig sind.

Teheran streitet den Verdacht auf schnelle Kernwaffenproduktion zwar ab, lässt jedoch keine weiteren Kontrollen durch die IAEA zu.

 

15.11.2012

Frankreich baut Atommüllendlager in Bure, nahe der deutschen Grenze

Es ist schon beschlossene Sache und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. In Kürze sollen in Bure, Frankreich, 140 km von Trier, die Bauarbeiten für den 500 Meter tiefen Schacht, der in tongesteinhaltige Erdschichten reicht beginnen. Darin soll dann der französische Atommüll für Jahrtausende lagern. Unabhängige Experten schlagen jedoch Alarm, da das Gestein schon Risse aufweist und somit die Radioaktivität nicht ausreichend abschirmen würde. Außerdem befinden sich dort zwei unterirdische Wasserreservoire, die u.a. auch Paris versorgen. Dort würde die Radioaktivität eindringen, das Trinkwasser kontaminieren und auch in das Wasser von Mosel und Rhein gelangen.

Mit dem Bau einer teuren Festhalle durch den Endlagerbetreiber und weiterer Maßnahmen in der eher ärmeren Region wurde der Bürgermeister schon einmal milde gestimmt.

 

14.11.2012

Atommüll verbleibt in Jülich, keine Transporte nach Ahaus

Nach aktuellen Beschluss der rot-grünen NRW-Landesregierung soll der Atommüll, der im Forschungszentrum Jülich lagert nicht in das Zwischenlager Ahaus transportiert werden. Frühere Planungen der NRW-Landesregierung sahen vor, den hochradioaktiven Atommüll per LKW über die Straßen in mehreren Transporten ins Zwischenlager Ahaus transportieren zu lassen, da die Lagergenehmigung in Jülich Mitte 2013 auslaufen würde (antiatom-fuku berichtete). Die umstrittenen Transporte stießen jedoch auf große Proteste. 

Die Lösung für das Problem, was zuvor ständig auf die lange Bank geschoben wurden ist, fand man jetzt indem man die Lagerungsgenehmigung für Jülich kurzerhand bis Mitte 2016 verlängerte.

Anschließend soll der Atommüll, wie vor einigen Monaten schon geplant in sein Ursprungsland USA zurück gebracht werden.

 

 

Oktober 2012  

  

31.10.2012

USA: Kritische Phase im AKW Oyster Creek überstanden

Der Hurrikan Sandy hat nachgelassen und zieht nach Norden ab. In mehreren AKWs ist neben weiteren Störfällen eine Reaktornotabschaltung nötig gewesen. Das von Hochwasser heimgesuchte AKW Oyster Creek (antiatom-fuku berichtete gestern), ist noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Das Hochwasser, was gestern schon Schäden an den Kühlwasserpumpen verursachte, erreichte die kritische Marke nicht, so dass keine weiteren Schäden, wie etwa ein befürchteter Stromausfall der Reaktorkühlung ausblieben.

Laut der US-Atomsicherheitsbehörde NRC sind alle US-AKWs sicher gegen heftige Stürme.

 

30.10.2012

USA: Wirbelsturm ,,Sandy'', Störfälle in mehreren AKWs an der Atlantikküste

Neben zahlreichen Sturmschäden, Stromausfällen und einer Explosion in einem New Yorker Umspannwerk gab es auch zum Teil gravierende Störfälle in einigen AKWs, die durch den an der US-Ostküste wütenden Wirbelsturm ,,Sandy'' verursacht wurden.

Das älteste AKW Oyster Creek, was südlich von New York bei New Yersy an der Atlantikküste liegt, wurde vom Hochwasser heimgesucht. Die Überflutung verursachte Betriebsstörungen der Kühlwasserpumpen für die Abklingbecken. Ein weiterer Anstieg des Hochwassers könnte diese sogar außer Betrieb setzen. Derzeit fehlen nur noch 30 cm bis die kritische Marke erreicht ist. Somit wächst die Gefahr, das die Brennelemente in den Abklingbecken überhitzen und eine gefährliche Kritikalität auslösen.

Die Reaktoren wurden schon zuvor, als die ersten Sturmwarnungen gemeldet wurden prophylaktisch heruntergefahren. Im Falle eines Komplettausfalls der Pumpen könnte man sich, laut dem Betreiber noch mit den vorhandenen Wassertanks, die eigentlich für den Brandschutz gedacht sind, behelfen.

Laut der US-Atombehörde NRC und dem Kraftwerkbetreiber sei die Lage unter Kontrolle und es bestehe auch keine Gefahr für die Bevölkerung.

Das AKW Oyster Creek ist schon seit 1969 in Betrieb und soll noch bis 2019 laufen.

In weiteren AKWs gab es ebenfalls zahlreiche Störfälle, die durch den Sturm verursacht wurden sind. Im AKW Indian Point, 70 km nördlich von New York, was im Vollbetrieb lief, musste sogar eine Reaktornotabschaltung eingeleitet werden.

Laut der NRC sind alle US-AKWs in einen sicheren Zustand und gegen Hochwasser gewappnet.

 

28.10.2012

Hitachi will AKWs in Großbritannien bauen

Der japanische Konzern Hitachi legte noch vor Eon und RWE das beste Angebot für die Übernahme der britischen Firma Horizon Nuclear Power vor. Das Angebot für den Kauf liegt bei 500 Mio. Euro. Eine endgültige Entscheidung wird in den nächsten Tagen getroffen. Eine Stellungnahme zu den geplanten AKW-Neubauten in Großbritannien wollte Hitachi jedoch nicht abgeben. 

Eon und RWE hatten schon im Frühjahr jeweils für 250 Mio. Euro Grundstücke für die Errichtung der neuen AKWs gekauft, zogen sich jedoch wegen dem Druck im Rahmen der deutschen Energiewende aus dem Deal zurück.

 

18.10.2012

Atommülllager Asse, Abschlussbericht liegt vor

Der Abschlussbericht des niedersächsischen Untersuchungsausschusses zum havarierten Atommülllager Asse liegt vor. Dem nach ist das Bergwerk von vornherein nie für eine Atommüllendlagerung geeignet gewesen.

Der Salzstock wurde zu seiner Betriebszeit sehr stark ausgebeutet, so dass die verbliebenen Salzschichten um die Kammern herum generell sehr dünn und mittlerweile porös sind.

Kritische Meinungen dazu wurden zu Beginn der Atommülleinlagerung jedoch durch Politik, Atomlobby und Wissenschaft nicht beachtet. Es sollte nur eine schnelle Lösung für die Endlagerung her.

Auch die immer weiter zunehmenden Probleme und Gefahren, die von der Asse ausgehen wurden über Jahrzehnte hinweg, quer durch alle Parteien auf die lange Bank geschoben.

Im Salzstock Asse bei Wolfsbüttel lagern in 500 bis 700 Metern Tiefe 125 000 Fässer mit radioaktiv strahlenden Atommüll, die mittlerweile marode und von der Salzlauge zerfressen sind. Täglich laufen dort 10 000 Liter Wasser in die Salzkammern, die diese aufweichen.

Die Stollen und Kammern sind mittlerweile einsturzgefährdet.

Die Rückholung der Fässer ist zwar politisch beschlossen, laut Experten jedoch unmöglich.

Die für die Rückholung beauftragte Firma müsste zuerst Gänge in den Salzstock fräsen, um schweres Gerät und eine Verpackungsanlage für die radioaktiven Fässer zu installieren. Nach entsprechenden Vorbereitungsmaßnahmen könnten die ersten Fässer, laut der beauftragten Firma, erst ab 2036 geborgen werden.

Während das Bundesamt für Strahlenschutz und die Bundesregierung eine Rückholung der Fässer anstreben, warnen unabhängige Experten vor diesen Maßnahmen.

 

17.10.2012

Endlagersuchgesetz

Bundesumweltminister Altmaier strebt weiterhin einen parteiübergreifenden Konsens zum Endlagersuchgesetz an. Eine entsprechende Einladung dazu wurde Anfang Oktober zunächst durch Rot/Grün abgelehnt.

Nun legte Altmaier einen umfassenden Entwurf vor, in dem die Suche nach Standorten ergebnisoffen sein soll. Der Standort Gorleben, in dem schon reichlich investiert wurde (Antiatom-fuku berichtete), ist trotz der offensichtlichen Mängel mit einbezogen. Zudem soll die Erkundung der Bergwerke bis spätestens Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Die SPD und Grünen in Niedersachsen, wo in Kürze Landtagswahlen sind, sprechen sich gegen ein Endlager im Salzstock Gorleben aus; bieten jedoch keine Alternative. 

 

Neues Bundesamt für kerntechnische Sicherheit

Zur Koordination der Standortauswahl für ein Endlager, dessen Genehmigung und die Überwachung soll ein neues Bundesamt, das ,,Bundesamt für kerntechnische Sicherheit'' ins Leben gerufen werden. Die erste Aufgabe des neuen Amtes wird es sein, die Kriterien für die Auswahl und Eignung eines Endlagers zu erarbeiten.

 

15.10.2012

Probleme mit der Kühlwasseraufbereitung dreier Reaktoren im AKW Cattemon

Letzte Nacht, wie jetzt bekannt wurde, ereignete sich wieder einmal einen Zwischenfall im AKW Cattemon/Frankreich, nahe der deutschen Grenze. Es gab technische Schwierigkeiten bei der Kühlwasseraufbereitung, so dass drei von vier Reaktoren abgeschaltet werden mussten. Laut der Betreiberfirma EDF bestand jedoch keine Gefahr für die Bevölkerung.

Im betagten AKW Cattemon, was seit 1986 in Betrieb ist, häufen sich die Störfälle (750 seit Betriebsbeginn). Reaktoren werden ständig hoch und runter gefahren, was deren Verschleiß und somit eine Störanfälligkeit noch zusätzlich erhöht.

Generell gelten Frankreichs Reaktoren laut dem Stresstest als die gefährlichsten in der EU.

 

13.10.2012

Reaktornotabschaltung im AKW Tihange/Belgien

Wie heute bekannt wurde, kam es gestern im AKW Tihange bei Lüttich zu einem Störfall im Reaktor 3. Eine wichtige Pumpe hatte zu wenig Öl, arbeitete somit nicht mehr richtig, so dass eine Reaktornotabschaltung nötig wurde. Laut dem AKW-Bertreiber bestand jedoch keinerlei Gefahr für die Bevölkerung.

Der Reaktor 2 in Tihange wird derzeit durch die belgische Atomaufsicht auf Materialverschleiß und Risse überprüft. Ein baugleicher Reaktor am AKW Doel bei Antwerpen wurde im Juni 2012 wegen feiner Risse, die bei einer Überprüfung aufgefallen sind, stillgelegt.

 

04.10.2012

Bewertung der Stresstestergebnisse durch die EU-Kommission

Die EU-Kommission bewertet die Ergebnisse der europaweiten AKW-Stresstests als gut bis zufriedenstellend. Laut EU-Energiekommissar G. Oettinger muss auch kein AKW aus Sicherheitsgründen vom Netz genommen werden. 

Der Ergebnisbericht und die geforderten Nachbesserungen sind jedoch nur Empfehlungen, dessen Umsetzung im Ermessen der jeweiligen Länder liegt. Es gibt keine gesetzliche Verpflichtung, die europaübergreifend verbindlich ist. Die EU-Kommission sieht da jedoch Handlungsbedarf und will bis Ende des Jahres über entsprechende Maßnahmen beraten.

Schon alleine auf Frankreich, dessen Energiemix zu 80% aus Atomstrom besteht, kämen im Falle einer angemessenen Nachbesserung 40% der berechneten EU-Gesamtkosten von etwa 25 Mrd. Euro zu.

Oettinger fordert zu dem eine Haftpflichtversicherung für AKWs und will dazu bis zum Frühjahr Pläne vorlegen. Die Umsetzung der Nachrüstung soll im Sommer 2014 überprüft werden.

Unabhängige Experten stehen den Stresstests jedoch eher skeptisch gegenüber. Denn Flugzeugabstürze und Terroranschläge wurden gar nicht bewertet. 

In Deutschland wird bezüglich des Nachrüstungsbedarfs der für 2022 geplante Atomausstieg ,,berücksichtigt'', statt eine schnellere Abschaltung für

,,renovierungsbedürftige'' AKWs zu fordern. Denn gerade alte Anlagen, die kurz vor einer Stilllegung stehen, in denen nicht mehr großartig investiert wird, sind am störanfälligsten!

 

01.10.2012

EU-Stresstest: Zum Teil erhebliche Sicherheitsmängel in europäischen AKWs

Laut ersten Informationen der europaweit durchgeführten Stresstests gibt es zum Teil erhebliche Sicherheitsmängel in den AKWs. Das Uralt-AKW Triance in Belgien, nahe der deutschen Grenze, wo erst im Februar 2012 u.a. defekte Brennelemente festgestellt worden sind, wies erhebliche Sicherheitsmängel auf. In Frankreich, wo sehr stark auf Kernenergie gesetzt wird, sind ebenfalls sehr viele, teilweise gravierende Sicherheitsmängel, vor allem in älteren AKWs zu beklagen. Ob eine angemessene Nachbesserung in Frankreich erfolgen wird, ist ehr fraglich. Derzeit gibt es keine EU-weite Verpflichtung auf Nachbesserung und der Einhaltung bestimmter Standards.

Gravierende Mängel gab es auch jeweils in einem AKW in Schweden und in Finnland. 

Auch in deutschen AKWs gibt es zahlreiche Sicherheitsmängel, die auch schon in früherer Zeit moniert worden sind. 

Somit sind laut dem Bericht, der Mitte Oktober vom EU-Umweltminister Öttinger vorgestellt werden soll, Sicherheitsmängel in fast allen europäischen AKWs vorhanden. Zudem ist der Erdbebenschutz in sämtlichen Anlagen unzureichend. Die Kosten für eine Nachbesserung der EU-AKWs liegen bei etwa 25 Mrd. Euro.

EU-Umweltminister Öttinger benennt zwar den nötigen Nachbesserungsbedarf, ist aber im Großen und Ganzen recht zufrieden mit dem Ergebnis.

Ein interner Bericht soll schon am Mittwoch vorgestellt werden. Bundesumweltminister Altmaier will sich jedoch erst dazu äußern, wenn der Bericht offiziell vorgelegt wird.

 

September 2012

 

27.09.2012

AKW Fessenheim: Anwohner kämpfen für den Erhalt

Der neue französische Ministerpräsident Hollande hatte sein Wahlversprechen eingelöst und vor 2 Wochen die Stilllegung des AKW Fessenheim am Rhein, an der deutsch-französischen Grenze für 2016 beschlossen (Antiatom-fuku berichtete).

Umfragen zur Folge sind die Einwohner mit dem Beschluss jedoch nicht zufrieden und kämpfen sogar für den Erhalt des AKWs. Sie denken es sei sicher und auf dem neusten Stand der Technik. Sie fürchten wegen der bevorstehenden Schließung um ihre Arbeitsplätze.

Derzeit sind 2300 Fessenheimer, auch über Subunternehmer im AKW beschäftigt. Zudem sind die Einwohner im Glauben, dass der Atomstrom sauber, umweltfreundlich und kostengünstig sei. Die Herstellung von Solaranlagen halten sie hingegen für umweltschädlich und unwirtschaftlich.

Die Gründe für die angestrebte Stilllegung des in die Jahre gekommenen AKW Fessenheim ist die veraltete und marode Technik und die hohe Störanfälligkeit. Auch deutsche Umweltverbände warnen schon seit längerer Zeit, zumal sich dort die Störfälle in letzter Zeit häufen.

 

23.09.2012

Acht MOX-Brennelemente erreichen den Hafen Nordenham

8 der 16 MOX-Brennelemente aus der Wiederaufbereitungsanlage Shellafield sind heute im Hafen Nordenham angekommen und sollen nun zum AKW Gronde weiter transportiert werden. Seit Freitag finden sowohl am Hafen als auch am AKW Grohnde heftige Proteste gegen die Transporte der MOX-Bennelemente statt. Der umstrittene Transport wurde schon mehrfach verschoben und die genaue Route streng geheim gehalten (antiatom-fuku berichtete). Der 2. Liefertermin für die weiteren 8 MOX-Brennelemente ist noch nicht bekannt.

 

21.09.2012

Erneuter Störfall im AKW Tree Mile Island bei Harrisburg

Am gestrigen Donnerstag kam es wegen einem technischen Defekt an der Kühlpumpe, die dann ausfiel, zur automatischen Selbstabschaltung des Reaktors 1.

Laut dem Betreiber Exelon und der Atomaufsichtsbehörde sei keine Radioaktivität ausgetreten und es bestehe auch keine Gefahr für die Bevölkerung. In der Umgebung war ein lauter Knall zu hören und es trat Wasserdampf aus.

Nach der Ursache für den Störfall wird derzeit noch gesucht.

Erst im vergangenen August ereignete sich bereits ein Störfall mit nachfolgender RESA.

Der Reaktor 1 soll noch bis 2034 in Betrieb bleiben. 1979 kam es im o.g. AKW zu einer partiellen Kernschmelze in Reaktor 2.

 

MOX-Brennelemente für das AKW Grohnde

Nach dem der Liefertermin immer wieder verschoben wurden ist,(Antiatom-fuku berichtete) erreicht die strahlende Fracht, bestehend aus 16 MOX-Brennelemente aus der Wiederaufbereitungsanlage Shellafield in den nächsten Tagen das AKW Grohnde.

Das schon in die Jahre gekommene Schiff ,,Osprey'', was eigentlich schon abgewrackt werden sollte (was aus Kostengründen noch nicht geschah) und auch über keine doppelwandige Hülle verfügt, transportiert die gefährliche Fracht zum Hafen Nordenham. Von dort geht es weiter über den Landweg zum Eon-AKW Grohnde.

Weitere Transporte von MOX-Brennelemente für das AKW Grohnde sind noch in Planung.

Auch das AKW Brokdorf wartet schon auf eine Lieferung, die im kommenden Jahr erfolgen soll.

In der Wiederaufbereitungsanlage Shallerfield lagern noch 851 Tonnen hochradioaktives Schwermetall aus deutschen AKWs. Dieser Atommüll soll in den nächsten Jahren wieder nach Deutschland zurück transportiert werden.

Die EnBW erwartet noch 28 MOX-Brennelemente aus Shellafield. 

In der Wiederaufbereitungsanlage La Hague warten noch weitere 60 MOX-Brennelemente für Eon. Und auch das RWE hat noch reichlich ,,Vorräte'' in La Hague; will jedoch keine genauen Angaben darüber machen. 

 

15.09.2012

Die Großen Stromkonzerne: Forcierte Stromengpässe aus Profitgründen

Wegen dem zunehmenden Angebot an Ökostrom, wird den großen Stromanbieter der Weiterbetrieb einiger alter Gas und fossile Kraftwerke zu unrentabel. Als Folge dessen, wollen die großen Anbieter diese Kraftwerke abschalten, was jedoch zu Stromengpässen im Winter führen könnte. Das würde eine Versorgungslücke von mehreren 100 MW bedeuten.

Zudem soll der Eindruck entstehen, das die 8 abgeschalteten AKWs für die Stromversorgung eigentlich unentbehrlich sein. 

Dem will die Bundesregierung mit einer gesetzlichen Regelung zum vorübergehenden Abschaltverbot der Gas und fossilen Kraftwerke entgegenwirken. 

wissendschaftlich belegt ist auch, das die Stromengpässe nicht aufgrund der 8 abgeschalteten AKWs verursacht worden sind.  

 

05.09.2012

Explosion im AKW Fessenheim

Im französischen AKW Fessenheim am Rhein, direkt an der deutschen Grenze ereignete sich heute Nachmittag ein Störfall. Bei der Einleitung von Wasserstoffperoxyd in ein Reservoir trat Wasserstoffperoxyddampf aus, der mit Wasser reagierte und somit eine Explosion herbeiführte. Mehrere Arbeiter erlitten Brandverletzungen.

Laut dem Betreiber EDF hat es nicht gebrannt und es sei auch keine Radioaktivität ausgetreten. Der Unfall ereignete sich in einem Nebengebäude des Reaktors.

Schon in der Vergangenheit, vor allem in den letzten Monaten musste das AKW Fessenheim laufend wegen Pannen heruntergefahren werden. Die neue französische Regierung versprach, das 35 Jahre alte AKW 2017 stillzulegen.

 

August 2012

 

29.08.2012

Kostentreiberei auf Kosten des Ökostroms und der Verbraucher

Die Mehrkosten für die Förderung des Ökostroms bleiben weiterhin an den Normalbürgern hängen. Dagegen ist die Industrie von der EEG-Umlage befreit und weitere entsprechende Anträge durch Großunternehmer stapeln sich bei den zuständigen Behörden. 

Somit könnte die EEG-Umlage pro kw/h Strom von derzeit 3,5 auf 5,0 Cent steigen. Eine gesetzliche Intervention durch die Bundesregierung wird derzeit jedoch nicht angestrebt. Auch die sinkenden Einkaufspreise auf dem Strommarkt werden nicht an den Endverbraucher weiter gegeben.

Die Begründungen für steigende Strompreise, die Bundesregierung und die großen Stromkonzerne aufgrund der Energiewende z.B. Netzausbau usw. angeben, sind laut unabhängigen Experten weiterhin nicht haltbar. Zumal die Strompreise schon vor der Energiewende seit 2000 von 14 auf derzeit 26 Cent pro kw/h gestiegen sind.

Das Ganze ist lediglich nur ein Kampf unter Lobbyisten auf dem Strommarkt. Viele neue Anbieter für Ökostrom sind entstanden und drängen auf den Strommarkt, während die großen Anbieter sich noch umstellen müssen. So kommt es ihnen sehr gelegen, das es in der Energiepolitik und somit bei der Umsetzung der Energiewende stagniert.

Laut Bundesumweltminister Altmaier ist auch ein schnellerer Atomausstieg vor 2022 angeblich nicht möglich. Das ist eine Aussage, die durch die Atomkonzerne, in der Hoffnung für erneuten Verlängerungen der AKW-Laufzeiten, sehr gerne vernommen wird.

 

26.08.2012

AKW Tihange: Leckage im Abklingbecken

Am AKW Tihange, nahe bei Lüttich wurden Mikrorisse am Abklingbecken von Reaktor 2 bestätigt. Dort tritt radioaktives Wasser aus, was laufend aufgefangen werden muss. Ein weiteres baugleiches belgisches AKW in der Nähe von Antwerpen weist feine Risse in der Reaktorhülle auf. Beide AKWs sind zur Zeit wegen Wartungsarbeiten vom Netz.

Eine endgültige Stilllegung wurde jedoch noch nicht angestrebt.

 

18.08.2012

Bundesregierung übernimmt Hermesbürgschaften für AKW-Projekte

Obwohl die Bundesregierung noch im letzten Jahr aufgrund der AKW-Katastrophe in Fukushima die Laufzeitverlängerung deutscher AKWs wieder zurück genommen hat, werden bald sog. Hermesbürgschaften für AKW-Neubauprojekte im Ausland gewährleistet.

Für 5 Projekte, auch in Erdbebengebieten, hat die Bundesregierung bereits Interesse gezeigt. Zwei weitere Anfragen liegen vor.

Demnach sollen AKW-Neubauten in Großbritannien, China, Finnland, Indien und auch in Temelin, 60 km von der bayrischen Grenze, mit einer Hermesbürgschaft unterstützt werden.

 

11.08.2012

Eon erhält 16 MOX-Brennelemente aus Sallafield für das AKW Grohnde 

Das AKW Grohnde, Betreiber Eon, erwartet eine Lieferung von 16 MOX-Brennelementen aus der Wiederaufbereitungsanlage Sellafield, Nordengland. Die Brennelemente wurden per Schiff zum Hafen Nordenham verfrachtet und sollen zwischen September und November, genauer Termin und Route werden geheim gehalten, nach Grohnde gebracht werden. Laut dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) sind die Transporte bis Grohnde schon genehmigt.

Das Land Bremen hat die Anlandung von Brennelementen in Bremerhaven mittlerweile aufgrund der Gefahren verboten, weshalb Nordenham nun als Ausweichhafen dient.

 

09.08.2012

Sicherheitstests möglicher Endlager am Computer

Eine Computersimulation, die zur Zeit von der GRS (Gesellschaft für Reaktorsicherheit) in Braunschweig entwickelt wird, soll für die Suche möglicher Atommüllendlager herangezogen werden.

In einer 3D-Simulation werden am Computer der Verlauf von eine Mio. Jahre im Zeitraffer von ein paar Sekunden wiedergegeben. Anhand dieser Kriterien soll dann die Sicherheit der Endlager bewertet werden. 

Das Projekt wurde vom Bundeswirtschaftsministerium in Auftrag gegeben und kostet 2 Mio. Euro.

Experten sind jedoch skeptisch, da der Verlauf einer Simulation am Computer auch sehr bedienerabhängig ist.

  

Juli 2012

 

26.07.2012

Billigkonkurrenz aus China, deutliche Wettbewerbsnachteile für heimische Solarfirmen

Ein Bündnis deutscher Solarfirmen klagt jetzt wegen der Billigkonkurrenz aus China, die den europäischen Markt überflutet. Chinesische Firmen bieten ihre Solaranlagen zu Dumpingpreisen an, die sogar teilweise unter den Herstellungskosten liegen. Dadurch mussten schon einige hier ansässige Firmen Insolvenz anmelden. Auch die Kürzung der Solarförderung trägt negativ dazu bei und fördert die Wettbewerbsvorteile der chinesischen Anbieter. Die EU-Kommission muss nun bis September entscheiden, ob der Klage statt gegeben werden kann.

 

24.07.2012

Energiewende: Fehlplanungen von früher verursachen nun hohe Kosten

Die NRW Landesregierung fühlt sich in Sachen EEG (Gesetz für erneuerbare Energien) gegenüber Bayern benachteiligt. Während Bayern aus den Förderungen für die Einspeisung von Ökostrom ins Stromnetz profitiert, zahlt NRW den größten Anteil an Zuschlägen, die pro KW/h Stromverbrauch erhoben werden. Nun fordert NRW eine Abänderung.

Allerdings wurden auch in der Vergangenheit die erneuerbaren Energien, vor allem Photovoltaik in Bayern sehr stark ausgebaut und somit viel Ökostrom ins Netz gespeist.

Das EEG, was 2000 von der damaligen Rot/Grünen Bundesregierung ins Leben gerufen wurde, entpuppt sich nun als teuerste Fehlentwicklung in der Energiepolitik. Nach dem EEG erhält jeder, der Ökostrom in das Netz einspeist eine Förderung. Der Stromverbraucher zahlt für jede genutzte KW/h Strom einen Zuschlag von 3,6 Cent zur Förderung der erneuerbaren Energien.

Was anfänglich als Investitionsanreiz gedacht war, entpuppt sich nun als unüberschaubarer Subventionsmotor, der durch die Stromkunden getragen werden muss. Denn mittlerweile werden ca. 17 Mrd. Euro über das EEG verteilt. Jede neu installierte Photovoltaik-Anlage hat 20 Jahre Anspruch auf diese Förderung. Auch das ist eine Kostenentwicklung, die damals nicht berücksichtigt wurden ist. 

Der Nutznießer der Solarförderung sind eher die Wohlhabenden mit Eigenheim, die sich eine Photovoltalk-Anlage auf das Dach setzen können, was in der Mietwohnung eher weniger möglich ist. Somit sind die Chancen aus der Energieförderung zu profitieren ungleich verteilt. Dafür zahlen müssen jedoch alle Stromkunden gleichermaßen; was ebenfalls im Gesetzentwurf von damals nicht berücksichtigt wurden ist.

Wenn dazu, wie bereits schon erfolgt, die Förderungen gekürzt werden und der Zuschlag im Strompreis für erneuerbare Energien wohl möglich auch noch steigt, damit das Finanzdefizit ausgeglichen werden kann, wird die Energiewende bald nicht mehr gut vermittelbar sein. Das wäre dann eine fatale Entwicklung in die verkehrte Richtung, die die erneuerbaren Energien ausbremsen würde.

 

10.07.2012 

Schweizer AKWs  erdbebensicher?

Laut einer Studie der eidgenössischen Nuklearsicherheitskommission sind alle 5 Schweitzer AKWs sicher gegen starke Erdbeben. Dadurch sei nach Angaben der Sicherheitskommission eine ,,vorzeitige'' Stilllegung der AKWs unbegründet. Die Schweiz wolle jedoch langfristig aus der Atomkraft aussteigen.

 

06.07.2012

Jülicher Atommüll soll in die USA gebracht werden

Der Atommüll aus dem Forschungsreaktor Jülich soll jetzt in die USA, seinem Ursprungsland zurück gebracht werden. Darin sind sich Bund und Länder einig und die Gespräche verliefen positiv.

Die Lagergenehmigung für hochradioaktiven Atommüll im Forschungszentrum Jülich läuft 2013 aus (antiatom-fuku berichtete).

 

Juni 2012

 

28.06.2012

Tschechien, zwei neue Reaktoren ok, mehr Sorge über Baulärm

Im tschechischen Temelin laufen weiterhin die Verhandlungen für den Neubau zweier Reaktoren. Laut einer Umfrage machen sich die Anwohner jedoch mehr Sorgen über den Baulärm und das erhöhte Verkehrsaufkommen durch die Baufahrzeuge. Die Vergrößerung des AKWs Temelin auf die doppelte Kapazität stört jedoch kaum jemanden.

 

21.06.2012

Schweden, Sprengstoff im AKW

Im schwedischen AKW Ringhals wurde in einem LKW, der nahe am Reaktor stand, Sprengstoff entdeckt. Sicherheitskräfte fanden es bei einer Routinekontrolle. Der Sprengstoff, der im LKW unter dem Feuerlöscher versteckt war, hatte jedoch noch keine Zündschnur. Die Bombe sollte vermutlich erst vor Ort montiert werden. Die LKW-Fahrer wurden bereits verhört, einen Hauptverdächtigen gibt es jedoch noch nicht.

Laut den Bertreibern Vattenfall und Eon sollen die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt werden. 

Am Montag kam es schon im AKW Ringhals zu einen Störfall mit Reaktorabschaltung, da ein Öltank am Reaktor Leckagen aufwies.

 

13.06.2012

Klage vor dem Bundesverfassungsgericht wegen Abschaltung der 8 AKWs

Die vier großen Stromkonzerne RWE, EON, Vattenfall und EnBW wollen jetzt vor dem Bundesverfassungsgericht die Bundesregierung auf Schadensersatz verklagen. Der finanzielle Verlust ist laut Stromkonzerne durch die Abschaltung der 8 AKWs und der eingeleiteten Energiewende entstanden.

Derzeit wird die Beschwerde durch den Verfassungsschutz und der Bundesregierung überprüft. Ein möglicher Gerichtsprozess könnte bis zu zwei Jahren dauern.

In der Abschaltung der 8 gefährlichsten Reaktoren ist jedoch keine Verfassungswidrigkeit erkennbar. Laut ersten Schätzungen unabhängiger Experten liegen die finanziellen Verluste jedoch niedriger als von RWE und EON angegeben wurden ist.

 

08.06.2012

Einige EU-Länder fordern Subventionen für den AKW-Ausbau

Die Bundesregierung lehnt eine EU-Subvention für die Kernenergie ab. Da es im April zur keiner Entscheidung gekommen ist, findet am 15.06.2012 ein erneutes EU-Ministertreffen bezüglich der Atomstromsubventionen statt. Vor allem die Länder Frankreich, Großbritannien, Polen und Tschechien fordern die EU-Subventionen und die Gleichstellung des Atomstroms mit den erneuerbaren Energien. Somit erhoffen sie sich auch finanzielle Unterstützung beim Neubau von AKWs, dessen Baukosten sehr hoch sind.

 

07.06.2012

Stresstests auch für andere kerntechnische Anlagen

Nach den AKW-Stresstests werden nun  auch Stresstests für die rund 20 deutschen kerntechnischen Anlagen, wie die zur Urananreicherung, Herstellung von Brennstäben, Atommüllzwischenlager etc. durchgeführt. Die Ergebnissen müssen bis Mitte August vorliegen.

 

01.06.2012

Altmaier besucht Atommülllager Asse

Bundesumweltminister Altmaier besuchte heute das marode Atommülllager Asse. Weiterhin dringen täglich 12 000 Liter Wasser in die Kammern der Atommüllfässer ein. Bis 1978 wurden dort 126 000 Atommüllfässer zur Endlagerung in den Salzstock eingelagert. Das dort Wasser eindringt, war allerdings schon sehr frühzeitig, vor Einlagerung der ersten Fässer bekannt. Diese Tatsache wurde jedoch nicht weiter beachtet bzw. verdrängt. Bundesumweltminister Altmaier plant bezüglich der Rückholung der Fässer auch Bürger und Umweltschutzverbände zu befragen und mit einzubeziehen. Ob die Fässer überhaupt zurück geholt werden können, ist derzeit noch unklar.

 

Stromexporte trotz 8 abgeschalteter Reaktoren

Bilanz: Trotz 8 abgeschalteter Reaktoren konnten 2011 noch 3,8 Terawattstunden Strom exportiert werden. Ein Polster, das weitere Abschaltungen zulässt und durch den Ausbau der erneuerbaren Energien ausgebaut werden kann.

 

Mai 2012

 

29.05.2012

Radioaktiver Schrott quer durch Deutschland

Zur Zeit ist ein Atommülltransport per Schiff quer durch Deutschland unterwegs. Die radioaktiv kontaminierten Maschinen und Anlageteile aus dem AKW Obrigheim sollen zum Zwischenlager Nord/Lubmin transportiert werden. Dort sollen diese Teile zerlegt und ,,gereinigt'' werden, bis die Strahlung unter den Grenzwert abgesunken ist. Anschließend sollen die ,,freigemessenen'' Teile den normalen Rohstoffkreislauf zugeführt werden.

Das Schiff fuhr heute durch das Ruhrgebiet, mit Zwischenstopp in Duisburg und erreicht voraussichtlich am 04.06.2012 seinen Zielhafen. Anlieger der Strecke sind nur unzureichend informiert gewesen, es badeten Kinder am Ufer und das Schiff ist nicht entsprechend als Gefahrguttransport gekennzeichnet.

 

27.05.2012

Solarenergie: Rekordwerte toppen 20 AKWs

Solaranlage bei Flensburg erreichte, wie die Strombörse EEX nun bekannt gab, an nur einen sonnigen Nachmittag eine Rekord-Stromproduktion von 20 000 MW. Das entspricht einer Leistung von 20 AKWs.

 

Kernwaffentaugliche Urananreicherung in Iran

Iran baut ab 2013 zwei neue AKWs mit je 1000 MW Leistung in Buschehr, wo schon das laufende erste AKW steht. Zudem wird in Iran weiterhin 20%iges Uran angereichert, was angeblich alles nur zur friedlichen Nutzung der Kernenergie dient. Es werden jedoch weiterhin keine Kontrollen durch die IAEA zugelassen. Von daher besteht weiterhin der Verdacht, dass das 20%ige Uran, woraus man sehr leicht Kernwaffen herstellen kann, eher für militärische Zwecke gedacht ist.

 

20.05.2012

Schon 18 meldepflichtige Störfälle dieses Jahr

Für 2012 liegen schon 18 meldepflichtige Störfälle vor, die sich in deutschen AKWs ereignet haben. Der Rekord-Monat ist der April mit 8 Störfällen.

 

17.05.2012

Merkel feuert Röttgen

Nach der herben Wahlniederlage in NRW, die der Bundesumweltminister und NRW-Ministerpräsidentenanwärter Röttgen (CDU) zu verantworten hat, traut ihm die Bundeskanzlerin auch das Amt als Bundesumweltminister nicht mehr zu. 3 Tage nach der NRW Landtagswahl folgten Konsequenzen, in dem Röttgen durch die Bundeskanzlerin gefeuert wurde. Als Alternative schlug Merkel den parlamentarischen Geschäftsführer Peter Altmaier für das Amt als Bundesumweltminister vor.

 

Baustelle Energiewende

Merkel hatte nach der Atomkatastrophe in Fukushima die Energiewende durch die Abschaltung der 8 gefährlichsten Reaktoren und der Rücknahme der Laufzeitverlängerung auf den Weg gebracht. Die begonnene Energiewende wurde jedoch durch Röttgen mehr oder weniger durchkreuzt und geriet somit ins Stocken. Nun soll der künftige Bundesumweltminister Altmaier die Baustellen, die Röttgen hinterlässt flicken. Unter anderem heißt das auch, die Suche nach einem Endlager für hochradioaktiven Atommüll, das Thema Kürzung der Solarförderung und weiterer suboptimaler Beschlüsse, die Röttgen zuvor auf den Weg  gebracht hatte.

 

Immer noch kein Vorwärtskommen in der Endlagerfrage

Bezüglich der Endlagerfrage war nach Röttgens Meinung nur noch ein Zusammenkommen mit SPD, Grüne und Länder nötig um (sich auf Gorleben?)zu einigen. Eine Herausforderung für den neuen Bundesumweltminister wird es nun sein, den umstrittenen Standort Gorleben, trotz der bereits verpulverten hohen Investitionskosten von über 1,6 Mrd. Euro neutral gegenüber anderer für möglich erklärter Standorte zu bewerten.

SPD und Grüne wollen bei der Endlagersuche nur dann mitmachen, wenn es eine wissenschaftlich fundierte Suche auf einer wirklich weißen Landkarte gibt. Unter diesen Vorwand will sich Rot/Grün wohl möglich nur einer Mitentscheidung dieser schwierigen Frage entziehen. Es sind jedoch alle Parteien dazu aufgefordert mit zu arbeiten.

Auch in der Frage, welche Wissenschaftler heran gezogen werden sollen und nach welchen Kriterien ein Endlager ausgesucht werden soll, könnte Rot/Grün ohne Weiteres ihre Vorschläge mit einbringen.

 

Kürzung der Solarförderung zu Gunsten der Kernenergie

Bundeswirtschaftsminister Rösler (FDP) hält trotz zunehmender Kritik weiter an der Kürzung der Solarförderung von 20-30% fest. Er befindet eine weitere Solarförderung als inakzeptabel, da die Stromausbeute durch Solarenergie seiner Meinung nach zu gering ist. Andere Energieformen wie Braunkohle und Kernenergie sollen laut Rösler der erneuerbaren Energie gleichgestellt werden.

Der Sinn der Förderung ist es jedoch, die Solarenergie zu forcieren, den Standort Deutschland zur Herstellung von Solartechnik zu stärken und dessen Exportchancen auszubauen.

Hierzu möchte der neue Bundesumweltminister Altmaier eine bessere Alternative finden und die Solarförderung beibehalten. Das könnte sich jedoch schwierig gestalten, da er in diesen Fragen auf die Zusammenarbeit mit Rösler, der die Energiewende zu Gunsten der Kernenergie eher ausbremst, angewiesen ist.

 

11.05.2012

Solarbranche: Billigkonkurrenz aus China gefährdet deutsche Standorte

Obwohl die Solarbranche boomt, steht sie auch wegen der angekündigten Kürzungen der Solarförderung und der massiven Billigkonkurrenz aus China in der Kriese. Denn das riesige Überangebot an Solarmodulen aus China führt zum Preisverfall und gefährdet deutsche Standorte.

Die durch Bundesumweltminister Röttgen geplanten Kürzungen wurden jedoch heute  im Bundesrat abgelehnt. Somit gibt es vorerst keine Kürzungen der Solarförderung.

 

02.05.2012

Greenpeace-Aktivist landet mit Gleitschirm auf dem AKW-Gelände

Deutscher Greenpeace-Aktivist hat heute mit einem Gleitschirm das französische AKW Bugey bei Lyon angeflogen. Im Anflug auf das AKW-Gelände warf er eine Rauchbombe ab, die auf dem Dach eines Reaktorgebäudes landete. Die herbei gerufene Polizei nahm ihm vorläufig fest. Angeblich wurde der herannahende Gleitschirm frühzeitig gesichtet. Hiermit wollte der Greenpeace-Aktivist demonstrieren, wie leicht es ist, einen Anschlag auf ein AKW aus der Luft zu verüben.

Auch andere vorausgegangene Greenpeace-Aktionen zeigen, wie leicht es ist als Unbefugter in ein französisches AKW einzudringen. 

April 2012


27.04.2012

AKW-Stresstest besteht nur aus Stichproben

Die Ergebnisse der EU-weiten Stresstests werden erst im Herbst vorliegen, statt wie geplant im Frühjahr. Die internationalen Prüfer stehen nun unter scharfer Kritik, da sie nur 38 der 147 europäischen AKWs besucht haben. Der dazu erstellte Bericht soll stellvertretend für alle 147 AKWs gelten.

In Deutschland wurde nur das AKW Grafenrheinwald als Stichprobe genauer untersucht. Von den 58 französischen Reaktoren wurden nur 4 untersucht. Dabei wurde das besonders umstrittene AKW Fessenheim und das tschechische AKW Temelin komplett ausgelassen. Die EU-Kommission ordnete darauf hin weitere Prüfungen an.

Über die Konsequenzen, bzw. mögliche Stilllegungen von AKWs, die den Stresstest nicht bestehen, entscheiden allerdings die jeweiligen Länder selber.

 

26.04.2012

Neue Schutzhülle für das AKW Tschernobyl

Am AKW Tschernobyl wird jetzt die schon lange geplante neue Schutzhülle für den 1986 explodierten Reaktor 4 gebaut und soll bis 2015 fertiggestellt sein. Da der Bau der Hülle am Reaktor, der immer noch sehr stark strahlt, zu gefährlich ist, wird sie in 200 m Entfernung gebaut und dann auf Schienen über die Reaktorruine gefahren. Die Schutzhülle soll 100 Jahre halten. Denn der alte Sarkophag strahlt mittlerweile selber und ist einsturzgefährdet.

Die Kosten für den Bau belaufen sich auf etwa 1 Mrd. Euro und werden von 40 Staaten getragen.

 

17.04.2012

EU-Förderung neuer Reaktoren

Laut EU-Beschluss soll die Atomkraft künftig über die EU subventioniert werden. Dadurch wird der Bau neuer Reaktoren in der EU finanziell gefördert.

 

Nordkoreas Atomwaffenprogramm unter internationaler Kritik

Nord Korea steht wegen seinem Atomwaffenprogramm unter scharfer internationaler Kritik. Die Langstreckenrakete, dessen Startversuch misslungen ist, sollte angeblich nur einen Satelliten ins All befördern. Die Rakete ist kurz nach dem Start explodiert und ins Meer gestürzt. Eine weitere Rakete soll gebaut werden. Es liegt der Verdacht nahe, das damit atomare Sprengköpfe transportiert werden sollen. Nord Korea hat schon in der Vergangenheit, 2006 und 2009 Atomwaffentests durchgeführt.

 

15.04.2012

Iran steht unter Verdacht Atomwaffen zu produzieren

Neue Verhandlungen des UN-Sicherheitsrates über das iranische Atomprogramm. Es besteht weiterhin große Sorge, das Iran Kernwaffen produziert. Vor allem Israel fühlt sich bedroht. In den unterirdischen Anlagen Natans und Fordo wird Uran auf 20% angereiert. Für die zivile Nutzung üblich sind 3 bis max. 6%. Der Westen fordert die Schließung beider Anlagen.

 

09.04.2012

Brandursache im AKW Penly weiterhin unklar

Die Ursache für den Schmorbrand im Reaktor 2 des AKW Penly, Nordfrankreich ist  weiter noch unklar. Der Störfall wurde mit Stufe 1 auf der INES-Skala eingestuft.

 

05.04.2012

Schmorbrand im AKW Penly, Frankreich

AKW Penly, Nordfrankreich, Schmorbrand im Kühlsystem mit starker Rauchentwicklung. Der betroffene Reaktor wurde notfallmäßig heruntergefahren. Dabei ist radioaktives Wasser in den Ärmelkanal ausgetreten.

Laut dem Betreiber EDF besteht natürlich keine Gefahr für die Bevölkerung.

 

02.04.2012

AKW Temelin soll ausgebaut werden

Tschechien will trotz massiver internationaler Kritik das AKW in Temelin, nahe der bayrischen Grenze ausbauen.

 

Ende Februar und März 2012

 

30.03.2012

Rostige Atommüllfässer im AKW Krümel

Im AKW Krümel lagern ebenfalls, wie schon im 2 anderen deutschen AKWs entdeckt worden ist, rostige Fässer mit hoch radioaktiven Abfällen.

 

AKW Brokdorf: Fehlerhafte Brennstäbe im Einsatz

Fehlerhafte Brennstäbe im AKW Brokdorf im Einsatz! Der betroffene Reaktor war nach der Neubestückung schon wieder in Betrieb, als der Fehler an den Brennstäben festgestellt wurde. Das deutet darauf hin, das diese vorher nicht überprüft worden.

 

29.03.2012

AKW-Neubauprojekt vorerst zurückgestellt

Das von RWE und Eon geplante 17 Mio. Euro teure Bauprojekt für neue AKWs in Großbritannien wurde nun vorerst auf Eis gelegt.

 

28.03.2012

AKW-Stresstest: Keine Nachbesserung der vorhandenen Mängel

Trotz deutlicher Sicherheitsmängel in den 9 noch laufenden Reaktoren erfolgte bis heute noch keine Nachbesserung durch die Betreiber. Somit bleibt der Stresstest für die AKW's quasi ohne Konsiquenz. 

 

24.03.2012

Störfall, vorerst INES 0 im ältesten AKW der Welt!

Im schweizer AKW Beznau, was seit 42 Jahren am Netz und nur 30 km nördlich von Zürich entfernt ist, kam es am Freitag zu Problemen an einer der Hauptpumpen im Reaktor 2. Der Reaktor wurde heruntergefahren und müsse nun für ein paar Tage abkühlen, bevor die Reperaturarbeiten an der defekten Pumpe beginnen können.

Der hierbei abgelassene Dampf stammt wohl nicht aus dem nuklearen Teil der Anlage. Auch für die Bevölkerung bestehe laut Betreiber keine Gefahr. Der Störfall im ältesten AKW der Welt wurde mit 0(Ereignis mit oder ohne sicherheitstechnischer Bedeutung) auf der INES-Skala eingestuft.

 

22.03.2012

Iranisches Atomprogramm

Während USA und Europa diplomatisch mit Iran wegen dessen Atomprogramm verhandeln wollen, spitzt sich die Lage zwischen Israel und Iran weiter zu.

 

18.03.2012

Atomarer Unfall: Deutscher Katastrophenschutz unzureichend

Deutschland ist laut einer Studie des Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) nicht ausreichend für den Fall einer atomaren Katastrophe gerüstet. Diese Studie wurde 2011 durch Experten des BfS erstellt und vom Bundesumweltministerium unter Verschluß gehalten.

 

17.03.2012

Vorerst keine Atommülltransporte von Jülich nach Ahaus

Vorerst keine Atommülltransporte von Jülich nach Ahaus, da die Lagerung dort aus Sicherheitsgründen nicht genehmigungsfähig ist. Die Landesregierung NRW hatte schon in ihrem Koalitionsvertrag von 2010 beschlossen, das der hoch radioaktive Atommüll so lange in Jülich verbleiben soll, bis ein Endlager gefunden ist. Es wurde jedoch bis heute noch keine Lösung erarbeitet und das die Genehmigung zur Lagerung in Jülich 06/2013 ausläuft, weiss die Landesregierung NRW auch!

 

15.03.2012

Speicherung von Sonnenenergie

Bezüglich der erneuerbaren Energien wird nach technischen Möglichkeiten gesucht, die Sonnenenergie zu speichern, was in der Vergangenheit ehr vernachlässig worden ist.

 

12.03.2012

Bundesweite Anti-Atom Demos

Bundesweite Anti-Atom Großdemo's an 4 AKW-Standorten, der Uranaufbereitungsanlage Gronau und den Zwischenlager Asse mit insgesamt 23 000 Teinehmern.

Es sind noch 9 Raktoren am Netz, wovon der Letzte erst 2022 abgeschaltet werden soll. Die Endlagerfrage ist immer noch ungeklärt und in Deutschland hergestellte Brennelemente werden weiterhin fleißg in das Auland exportiert.

Ziel der Demo's ist es den begonnenen Atomausstieg weiter zu forcieren.

 

10.03.2012

AKW Borsselle: Reaktorausbau erst einmal zurückgestellt

Der Bau des 2. Reaktors im AKW Borsselle in Holland wurde vorerst zurück gestellt. Laut Delta und RWE ist das Projekt auf Grund hoher Baukosten bei momentan eher niedrigen Strompreisen nicht wirtschaftlich. Ein Sicherheitsaspekt für die Bevölkerung wurde in der Begründung jedoch nicht benannt.

 

Super-GAU in Fukushima bleibt für Frankreich und Belgien ohne Konsiquenz

Frankreich und Belgien halten nach wie vor an der Atomkraft fest. ohne Konsiquenzen aus den Super-GAU in Fukushima zu ziehen.

 

07.03.2012

Marode Atommüllfässer im AKW Brunsbüttel entdeckt

Im AKW Brunsbüttel, was im Frühjahr durch die Bundesregierung zwangsabgeschaltet wurde, fand der TÜV Nord bei einer Routinekontrolle zahlreiche Atommüllfässer, die unsachgemäß gelagert wurden und schon stark angerostet sind. Diese Fässer dürfen nicht bewegt werden, da sonst ein Autritt hoher radioaktiver Strahlung droht. Vattenfall hatte den Zustand der Fässer die ganze Zeit über verschwiegen. Sanktionen durch die Atomaufsicht wurden angekündigt.

 

05.03.2012

Iran steht weiterhin unter Verdacht Kernwaffen zu produzieren 

Iran hält weiterhin an seinen Atomprogramm fest. Obama kündigt militärische Maßnahmen an, falls sich auf diplomatische Ebene keine Lösung der Angelegenheit finden läßt. Auch Israel hat den Verdacht, das Iran Kernwaffen produziert und droht nun militärisch zu intervenierten, falls Iran nicht einlenkt.

 

28.02.2012

Mögliche Kürzung der Solarförderung

Die Bundesregierung plant eine Kürzung der Solarförderung um 20 bis 30%.

Begründung: Die Solarenergie hat nur einen Anteil von 20% des Ökostroms, beansprucht jedoch die Helfte der staatlichen Fördergelder. Hauseigentümer sollen verpflichtet werden Altbauten zu sanieren, um eine bessere Wärmedämmung zu erzielen. Die dafür anfallenden Kosten belaufen sich auf etwa 400 Euro pro m². Die Hauseigentümer wollen sich jedoch zu Wehr setzten, da für diese Maßnahmen keine staatliche Förderung vorgesehen ist.

 

25.02.2012

Getürkter Beinahe-Blackout

Der Beinahe-Blackout von Anfang Februar wurde laut Bundesnetzagentur und verschiedener Verbraucherverbände durch die großen Stromkonzerne aus Profitgründen und um die Unverzichtbarkeit der bereits abgeschalteten AKWs zu ,,belegen'', künstlich forciert gewesen.

In Deutschland bestand zu keiner Zeit eine Stromknappheit. Es wurde sogar trotz der Kälte Strom ins Ausland exportiert.