2013 In Deutschland und dem Umland

aus dem Jahr 2013 in umgekehrter Chronologie. Das heißt: Das aktuellste folgt zuerst.

 

Dezember 2013

 

22.12.2013

Renaissance der Kernenergie - Großbritannien plant 12 neue Reaktoren

Großbritannien setzt weiter auf Atomkraft und plant sogar den Bau von 12 neuen Reaktoren bis 2030.

Das erste geplante neue AKW „Hinkley Point C“, wofür schon ein Standort ausgewählt worden ist, soll dann nach Fertigstellung den Strom für 5 Mio. Haushalte liefern.

Finanziert wird das Projekt vorwiegend durch den französischen Stromkonzern EDF und der französische Atomriese Areva liefert die Technik dazu.

Proteste gegen die geplanten AKW-Neubauten sind eher gering, da die britische Bevölkerung nur sehr unzureichend über die Gefahren und Folgen der Kernenergie aufgeklärt ist und tatsächlich noch an eine klimaschonende Energiegewinnung durch AKWs glaubt. Auch in Bezug auf erneuerbaren Energien ist Großbritannien ein Entwicklungsland. Somit hat die Atomlobby leichtes Spiel und argumentiert damit, dass Windräder die Landschaft verschänden und viel Platz brauchen würden, während die AKWs wenig Platz benötigen, die Klimaziele erreicht und neue Arbeitsplätze geschaffen werden könnten.(Hintergrundinformationen dazu in „Alternativen zum Atomstrom“)

Obwohl der Bau von Hinkley Point C nach Wünschen der Investoren schon los gehen könnte, passiert noch nichts, da das Bauvorhaben und die vereinbarte Einspeisevergütung für die EDF, die sehr hoch ist, erst einmal durch die EU-Kommission überprüft wird.

 

19.13.2013

Strompreise im EU-Vergleich – Strom in Deutschland überdurchschnittlich teuer

Die immer weiter steigenden Strompreise, die von den Profiteuren stets gerne mit der Energiewende und der Abschaltung von AKWs „begründet“ werden, sind dem Bürger nun wirklich nicht mehr vermittelbar; wenn man sich die Strompreise im EU-Vergleich anschaut.

Nach einer EU-weiten Studie ist der Strom in Deutschland am teuersten und lag im ersten Halbjahr 2013 etwa 46% über den EU-Durchschnitt.

Die Abschaltung von 8 AKW-Reaktoren 2011 ist ebenfalls nicht der Grund, da die deutschen Strompreise in den Jahren zuvor schon weit über den EU-Durchschnitt gewesen sind. Zudem gibt es Länder, die überhaupt gar keinen Atomstrom produzieren und dessen Strompreise ebenfalls deutlich günstiger sind als in Deutschland.

 

09.12.2013

IAEA kontrolliert den Schwerwasserreaktor in Arak

Die IAEA führte im Rahmen ihrer Kontrollen eine Begehung am iranischen  Schwerwasserreaktor Arak durch. Die Bewertung dazu steht noch aus und wird nach der Rückkehr in Wien erarbeitet.

Erst vor zwei Wochen traf der Westen mit dem Iran in Genf neue Vereinbarungen, die das heftig umstrittene iranische Atomprogramm reduzieren soll.

Zuvor hatte der Iran die internationalen Kontrollen an seinen Atomanlagen, vor allem am Schwerwasserreaktor Arak nicht zugelassen. Der Schwerwasserreaktor sei nach Angaben der iranischen Regierung „nur“ für die kommerzielle Stromerzeugung gedacht. Er produziert allerdings reichlich Plutonium, was für den Bau von Atombomben ausreicht.

Nachfolgend ist hier ein weiterer Artikel der RP.

 

07.12.2013

Trotz Fukushima – Weltweiter Atomkraftboom

Trotz der umfangreichen Folgen durch die letzte Reaktorkatastrophe von 2011 und vielen weiteren Zwischenfällen in verschiedenen kerntechnischen Anlagen musste Ende 2012 ein ansteigender Trend im weltweiten Ausbau der Kernenergie verzeichnet werden. Nicht nur die Türkei, sondern auch viele weitere Länder sind auf den „Geschmack“ gekommen. So befanden sich Ende 2012  68 AKWs in 14 Ländern im Bau und 110 weitere AKWs waren in Planung bzw. dessen Bau schon genehmigt.

 

02.12.2013

Große Koalition behindert Energiewende – Großdemo in Berlin

Auf der Energiewende-Demo am Samstag in Berlin machten 16 000 Teilnehmer der neuen großen Koalition direkt Dampf, damit die Energiewende endlich weiter voran kommt; was momentan leider absolut nicht der Fall ist.

Die bis jetzt getätigten Beschlüsse der künftigen großen Koalition bremsen die Energiewende eher aus, anstatt diese voran zu bringen. Hier werden die Lobbyisten viel zu sehr berücksichtigt und der Endverbraucher zahlt die Rechnung.

Erfahren Sie mehr dazu im ausführlichen Artikel der Telepolis.

 

 

November 2013

 

24.11.2013

Genf: Zwischenabkommen im iranischen Atomprogramm

Bei den Verhandlungen in Genf wegen dem iranischen Atomprogramm haben sich die Uno-Vetomächte jetzt mit Teheran auf eine Zwischenlösung geeinigt. Diese soll zunächst für das kommende halbe Jahr besten bleiben. In dieser Zeit soll der Iran große Teile seines Atomprogramms auf Eis legen und weitere Verhandlungen durchgeführt werden.

Die Umsetzung der Einschränkung im iranischen Atomprogramm soll durch die IAEA vor Ort kontrolliert werden.

Im Gegenzug werden die Sanktionen gegen den Iran gelockert. Bei Nichtumsetzung der Absprachen werden die Daumenschrauben allerdings sofort wieder angezogen. Denn der Iran steht weiterhin unter Verdacht Atombomben bauen zu wollen.

 

23.11.2013

Mögliches Vorwärtskommen in den Verhandlungen mit Iran

Nach weiteren Verhandlungen der 5 + 1-Gruppe mit Vertretern der iranischen Regierung in Genf gibt es möglicher Weise ein Vorwärtskommen bezüglich dem umstrittenen Atomprogramm in Iran. Auch sogar ein baldiges Abkommen könnte möglich werden.

Im Gegenzug würden die Länder der 5 + 1-Gruppe ihre Sanktionen gegen den Iran etwas lockern. Auch Ölimporte aus Iran nach Europa könnten wieder möglich werden.

Dafür wird der sofortige Stopp des Schwerwasserreaktors in Arak und die massenhafte Anreicherung von hochprozentigem Uran gefordert.

Der iranische Ministerpräsident Hassan Ruhani beteuert zwar weiterhin, dass die Reaktoren nur für die zivile Nutzung und nicht für die Bereitstellung von Kernwaffen gedacht sind. Die massive Urananreicherung und der Schwerwasserreaktor, worin sehr rasch und reichlich  Plutonium „gebrütet“ werden kann sprechen allerdings eine ganz andere Sprache.

 

22.11.2013

Iran: Plutoniumreaktor in Arak weiterhin Tabu für internationale Inspektoren

Die Verhandlungen bezüglich den iranischen Atomprogramm zeigen momentan keine Fortschritte. Auch auf Nachfragen der IAEA gib die Regierung keine klaren Antworten, so das sich der Verdacht mehrt, dass dort waffenfähiges Plutonium bereit gestellt werden soll.

Hierzu hat die die Tageszeitung „Die Welt“ einen sehr ausführlichen und interessanten Artikelzusammengestellt.

 

17.11.2013

AKW Gundremmingen: Erneut defekte Brennelemente entdeckt

Wieder einmal wurden am AKW Gundremmingen defekte Brennelemente im Reaktor detektiert. Für den Betreiber RWE ist das jedoch kein Grund zur Beunruhigung. Es bestehe auch keine Gefahr für die Bevölkerung. RWE lässt den Reaktor sogar im Vollbetrieb weiterlaufen. Die Reaktoren sein laut RWE sogar dafür ausgelegt, dass sie mit defekten Brennelementen betrieben werden können.

Im AKW Gundremmingen, was mit Siedewasserreaktoren (SWR) betrieben wird, gab es, wie auch erst kürzlich im AKW Neckarwestheim schon öfters Probleme mit defekten Brennelementen, die sich in der letzten Zeit allerdings häufen.

Siehe dazu auch den ausführlichen Bericht der Contratom.

 

09.11.2013

Atomprogramm Iran – Gipfeltreffen in Genf

Nach dem jetzigen Gipfeltreffen in Genf scheint es bezüglich dem iranischen Atomprogramm zu einer möglichen Einigung zwischen den Großmächten und Teheran zu kommen.

Schon bei der Amtsübernahme im August versprach der neue Regierungschef Hassan Ruhani keine Kernwaffen herstellen zu wollen und mehr Transparenz in die iranischen Atomanlagen zu gewähren (antiatom-fuku berichtete).

Gefordert wurde jetzt, dass der Iran sein Atomprogramm aussetzen soll. Im Gegenzug sollen dann die wirtschaftlichen Sanktionen für den Iran gelockert werden. Dazu soll ein Abkommen unterzeichnet werden. Hierbei ist allerdings darauf zu achten, dass sich Teheran kein „Hintertürchen“ für den Fortbestand des derzeitigen Atomprogramms verschafft.

Denn Iran verfügt weiterhin über zahllose Zentrifugen für die Anreicherung von hochprozentigem Uran, einen Schwerwasserreaktor in Arak, sowie weitere Möglichkeiten um kernwaffenfähiges Material innerhalb kurzer Zeit bereit zu stellen.

Hierzu hat das News ORF.at einen sehr ausführlichen Artikel zusammen gestellt.

 

04.11.2013

AKW Neckarwestheim: Defektes Brennelement im Einsatz

Am AKW Neckarwestheim wurde Ende Oktober eine höhere Radioaktivität in der Abluft gemessen als im „Normalbetrieb“ üblich. Örtliche Umweltverbände reagierten sofort und gingen der Sache auf dem Grund. Aufgrund der ansteigenden Strahlung, kam der Verdacht auf, das sich in Reaktor 2, der Mitte Oktober nach einer Revision wieder in Betrieb gegangen ist, ein defektes Brennelement mit im Einsatz befindet.

Zum Teil erreichte die Strahlung sogar das 23fache vom Ursprungswert.

Zuerst hielt sich der Betreiber EnBW bedeckt zu diesem Vorfall, räumte dann jedoch ein, dass ein Brennelement vermutlich defekt sei und fuhr den Reaktor aus „Sicherheitsgründen“ zur weiteren Überprüfung wieder herunter.

Laut EnBW bestehe jedoch keine Gefahr für die Bevölkerung.

 

 

Oktober 2013

 

29.10.2013

Ölbrand im AKW Emsland

Am AKW Emsland in Lingen, Betreiber RWE ereignete sich am Sonntagabend ein Brand, als Öl für die Kühlanlage nachgefüllt werden sollte. Der betroffene Reaktor wurde vorsorglich vom Netz genommen.

Siehe dazu auch den ausführlichen Artikel der HAZ.

 

22.10.2013

Energiewende very british – Ausbau statt Reduktion der Kernenergie

Während Deutschland seine AKWs nach und nach stilllegen will, will Großbritannien nach endgültigen Beschlüssen der Regierung sogar zwei neue Reaktoren bauen. Dem englischen „Otto Normalverbraucher“ werden die AKWs, auch trotz der Reaktorkatastrophe in Fukushima als klimaschonend vermittelt.

Für dieses „Projekt“ gibt es auch noch EU-Subventionen!

 

20.10.2013

Über die Unwirtschaftlichkeit der Atomkraft

Nach einer Kehrtwende in der EU-Kommission, wo nach die Atomenergie entgegen den vorherigen Planungen nicht mehr so ausufernd subventioniert werden soll, steigen RWE und Eon aus den geplanten Atomdeal mit Großbritannien aus. Allerdings nicht aus Einsicht wegen der Gefahren der Kernenergie und dessen Hinterlassenschaften, sondern eher aus wirtschaftlichen Gründen, da die Bedingungen immer „schwieriger“ werden…

Hierzu ein sehr informativer Bericht vom Umweltinstitut München

 

15.10.2013

Ökostrom wird künstlich teuer gehalten

Wie schon vor einigen Monaten prognostiziert worden ist (antiatom-fuku berichtete), steigen die Abgaben für Ökostrom, also für die EEG-Umlage um etwa 1 Cent pro KW/h für den „Otto Normalverbraucher. Und die Industrie genießt weiterhin die Befreiungsmöglichkeiten von der EEG-Umlage. Diese könnte von politischer Seite deutlich reglementiert werden, was eine Ersparnis von etwa 4 Mrd. Euro pro Jahr bewirken würde.

Allerdings wird dieses Thema weder von der Regierung noch von der Opposition angegangen. Auch in den Landesregierungen, vor allem in NRW sieht man kein besonderes  Engagement in dieser Richtung.

Somit wird der Eindruck erweckt, dass der Ökostrom zu teuer und unrentabel sei und ständig höhere Förderungen benötigen würde. Das ist aber absolut nicht der Fall, zumal die Strompreise an der Börse laufend sinken. Die Stromkonzerne, Industrie und Politik (Bund und Länder!) blockieren jedoch die Energiewende.

Der Atomstrom und die Kohleenergie werden weiterhin sehr stark subventioniert. Es ist nur nicht so deutlich sichtbar, da das über die Steuergelder erfolgt und die Kosten für die Hinterlassenschaften der Kernenergie nicht erwähnt werden.

Eine ausführliche Information hat die Tagesschau zusammengestellt.

 

11.10.2013

Anstieg der Radioaktivität im Großraum Hannover

In den Messwerten der Umweltradioaktivität (ODL), die flächendeckend durch das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) durchgeführt werden, ist seit heute morgen ca. 9:00 Uhr ein drastischer Anstieg der Radioaktivität von etwa 0,070 µSv/h bis heute Nachmittag auf

0,149 µSv/h registriert worden. Die Messungen erfolgen zur Zeit in einem dichteten Zeitintervall.

Es regnete heute zwar in dieser Region, was durch ,,Auswaschung" der Luft die Umweltradioaktivität zwar ansteigen lässt, ist aber nicht typisch für einen so ausgeprägten Anstieg, der über mehrere Stunden abläuft. Anfang und Mitte der Woche regnete es ebenfalls, allerdings nur mit einem weitaus geringeren Anstieg der ODL, was für eine ,,Normale Auswaschung" der Luft (Radongase) ,,normal" ist.

Ein Störfall aus einer kerntechnischen Anlage wurde bisher nicht gemeldet.

Für weitere Infos s. auch die Rubrik ,,Strahlenwerte".

 

09.10.2013

Nordkorea: Plutoniumreaktor in Yongbyon läuft

Nach Informationen des südkoreanischen Geheimdienstes ist der Plutoniumreaktor  Yongbyon im Vollbetrieb. Schon vor einigen Wochen war aus dem Kühlturm aufsteigender Dampf auf Satellitenbilder zu sehen, die durch US-Experten bewertet wurden und den Verdacht hegten, dass der Reaktor in Betrieb gegangen sei (antiatom-fuku berichtete).

Nordkorea steht unter internationalen Verdacht weitere Atomwaffen zu produzieren. Die Atomanlage in Yongbyon ist dafür bestens geeignet.

 

06.10.2013

In Anbetracht der unlösbaren Probleme in Fukushima wächst die Sorge in Europa

Das es in Europa noch nicht zu einen weiteren Super-GAU gekommen ist, grenzt schon an ein Wunder. Denn nicht nur der Zustand im havarierten Atommülllager Asse, der sich in den letzten drei Jahren dramatisch verschlechtert hat, sondern auch die zum Teil sehr störanfälligen AKWs in Europa geben Anlass zur Sorge…

Hier ist ein sehr informativer Artikel der „Deutsche Wirtschaftsnachrichten“.

 

01.10.2013

AKW Oskarshamn: Notabschaltung wegen Quallen im Ansaugrohr

Im schwedischen AKW Oskarshamn, 350 südlich von Stockholm kam es in Reaktor 3 zu einer Notabschaltung, da ein großer Schwarm von Quallen in die Ansaugrohre für das Kühlwasser geraten ist. Möglicherweise sind einige Quallen sogar bis in das Reaktorinnere gelangt, was bei einem Siedewasserreaktor (SWR), der nur über einen statt zwei Wasserkreisläufe verfügt ohne weiteres möglich ist.

Laut dem deutschen Betreiber Eon hätte es keinerlei Gefahr für die Bevölkerung gegeben.

Einen ähnlichen Fall gab erst letztes Jahr im japanischen AKW Ōi, als es nach der Wartung wieder angefahren wurde.

 

September 2013

 

17.09.2013

Wieder defekte Brennstäbe am AKW Gundremmingen

Im Reaktor B am AKW Gundremmingen wurden Defekte an einigen Brennstäben festgestellt. Für eine genaue Analyse und Behebung der Schäden soll der Reaktor in  diese Woche noch heruntergefahren werden.

Vermutlich handelt es sich um Risse an den Hüllrohren, so dass verstärkt Radioaktivität der Uranpellets austreten kann. Laut den Betreibern RWE und Eon besteht jedoch keinerlei Gefahr für die Bevölkerung. Eine vermehrte Radioaktivität sei nicht ausgetreten.

Das ist nicht das erste Mal, dass am AKW Gundremmingen Defekte an Brennstäben, bzw. andere Probleme festgestellt wurden sind.

Das marode AKW Gundremmingen darf noch bis 2017 am Netz bleiben. Zu dem wollen die Betreiber RWE und Eon dessen Leistung erhöhen, in dem die Reaktoren „schärfer gefahren“ werden sollen (antiatom-fuku berichtete).

 

12.09.2013

Nordkorea hat stillgelegtes AKW wahrscheinlich wieder angefahren

Mit hoher Wahrscheinlichkeit hat Nordkorea, was wegen seinem Atomwaffenprogramm schon häufiger in die Kritik geraten ist, das AKW Yonbyon wieder hochgefahren. Für die Widerinbetriebnahme des AKWs sprechen US-Satellitenbilder, auf denen aufsteigender Dampf über der Anlage zu erkennen ist.

Schon in April 2013 geriet Nordkorea wegen seinem Atomprogramm in die Kritik. Damals brüstete sich die Regierung in Pjöngjang mit seinem Atomwaffenprogramm und hatte auch schon geheime Atomwaffentests durchgeführt. Und es wurde auch mit der Wiederinbetriebnahme der Nuklearanlage Yongbyon, in der sehr rasch atomwaffenfähiges Materiall bereit gestellt werden kann gedroht.

Das AKW Yongbyon wurde 2007 nach Einwirkung von  internationalem Druck abgeschaltet und 2008 eigentlich stillgelegt. (antiatom-fuku berichtete).

 

05.09.2013

82% der Deutschen für rasche Energiewende

Laut einer Umfrage, die letzte Woche von der Organisation Avaaz in Auftrag gegeben worden ist, befürworten 82% der Deutschen einen raschen Umstieg auf erneuerbare Energien.

August 2013

 

26.08.2013

Havariertes Atommülllager Asse II droht einzustürzen

Nach dem erst kürzlich ein 20 m³ großer und 40 Tonnen schwerer Gesteinsbrocken im Salzstock Asse II von der Decke gekracht ist, drohen nun weitere tonnenschwere Brocken von der Decke einiger Salzkammern und Verbindungsgänge in denen Atommüllfässer lagern herab zu stürzen.

Ursprünglich hatte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) eine Rückholung der zum Teil schon korrodierten Atommüllfässer geplant. Ein Vorhaben, was nun immer schwieriger bzw. unmöglich erscheint.

Seit vielen Jahren dringen täglich 12 000 Liter Grundwasser in die Salzkammern. Die Fässer rosten, die radioaktive Strahlung steigt und das Bergwerk wird immer instabiler. Einige Abschnitte sind bereits wegen akuter Einsturzgefahr gesperrt. Vor allem in den letzten drei Jahren hat sich der Zustand der Asse II dramatisch verschlechtert.

 

18.08.2013

Neue Regierung in Teheran Bald mehr Transparenz im iranischen Atomprogramm

Anlass zur Hoffnung im Streit mit dem Atomprogramm ist der neue Regierungschef Hassan Ruhani und der neue Chef der Atombehörde Ali Akbar, die bei den in September geplanten Atomverhandlungen mit dem Westen mehr Transparenz und Kooperation zeigen bei der Zusammenarbeit mit der IAEA zeigen wollen.

Ruhani und Akbar wollen den Atomstreit mit dem Westen so schnell wie möglich beenden, um die durch internationale Sanktionen hervorgerufene Wirtschaftskrise zu mildern.

Iran verfügt, wie sich jetzt herausstellte über 18 000! Zentrifugen zur raschen Urananreicherung. Davon sind 9700 in der Urananreicherungsanlage Fordo und Natans in Betrieb. Darunter sind 1000 Zentrifugen auf dem aller neusten Stand und benötigen somit noch weniger Zeit für eine rasch Urananreicherung.

 

17.08.2013

AKW Gundremmingen: Radioaktives Wasser tropft aus Reaktor B

Bei einem Kontrollrundgang entdeckten Arbeiter eine Undichtigkeit an Reaktor B. Dort tropfte an einer Messsonde radioaktiv verseuchtes Wasser heraus.  Das gleiche Problem trat schon im Dezember am Reaktor C auf.

Bei diesen beiden Reaktortypen handelt es sich um Siedewasserreaktoren, die schon seit 1984 in Betrieb sind.

Laut den Betreibern RWE und Eon besteht jedoch keine Gefahr für die Bevölkerung, auch wenn die Ursache noch nicht gefunden ist.

Das marode AKW Gundremmingen darf noch bis 2017 am Netz bleiben. Zu dem wollen die Betreiber RWE und Eon dessen Leistung erhöhen.

 

14.08.2013

Horrorversion für die Atomkonzerne – Solarstrompreise günstiger als Atomstrom

Was vor wenigen Jahren noch als undenkbar galt, tritt jetzt ein. Ab dem Herbst wird der Solarstrom in Mitteleuropa deutlich günstiger als der Atomstrom. Somit wird die Kernenergie immer unrentabler.

Einen ausführlichen Bericht hierzu hat das Manager Magazin zusammengestellt.

 

13.08.2013

Schweizer Politiker werden nachdenklich – wollen Atomausstieg

Eine Delegation aus der Schweiz besuchten die Präfektur Fukushima und berichteten über ihre gewonnenen Eindrücke. Der Fukushima-Besuch machte die sechs Politiker nun sehr nachdenklich.

Auch wenn man die schrecklichen Meldungen nach der AKW-Katastrophe noch im Kopf hat, sind die persönlichen Eindrücke doch ergreifender, so dass diese nun einen dringenden Handlungsbedarf für die Schweiz sehen, das heißt, einen sofortigen Atomausstieg fordern.

Einen ausführlichen Bericht über die Eindrücke der Schweizer Delegation hat der Tagesanzeiger.chzusammen gestellt.

 

12.08.2013

EEG-Umlage könnte im kommenden Jahr weiter steigen

Die EEG-Umlage wird voraussichtlich weiter steigen und könnte somit nach Schätzungen von Experten 0,7 Cent/KWh betragen. Genaueres soll jedoch erst im Oktober, also nach der Bundestagswahl bekannt gegeben werden.

Die Politik (alle Parteien im Bundestag!) könnte das allerdings verhindern, wenn sie denn wollte. So könnte man die ganzen Ausnahmeregelungen und Befreiungen für die Industrie wegnehmen, so dass diese mit an die EEG-Umlage beteiligt werden.

Siehe dazu den ausführlichen Artikel der FAZ.

 

01.08.2013

Koreanische Bürger fordern Importstopp für japanische Meeresfrüchte

Bürger und Umweltorganisationen in Südkorea demonstrierten vor der japanischen Botschaft und forderten einen sofortigen Stopp für den Import von Meeresfrüchten, die in japanischen Gewässern gefangen wurden sind. Denn die Besorgnis über eine radioaktive Kontamination durch diese Fischprodukte ist sehr groß, zumal aus dem AKW Fukushima dai ichi weiterhin tonnenweise verstrahltes Grundwasser ins Meer gelangt.

Obwohl Südkorea nicht unbedingt auf Importe von Fischprodukten angewiesen ist, laufen die Geschäfte unverändert weiter und die Bürger wissen nicht genau, was sie da so „untergeschoben“ bekommen.

 

Juli 2013

 

19.07.2013

Brüssel: Der Ausbau der AKWs in der EU soll gefördert werden

Die EU-Kommission in Brüssel plant den Ausbau der Kernenergie in Europa finanziell zu fördern. Dem nach soll der Neubau eines AKWs genauso subventioniert werden wie die erneuerbare Energie.

Eine Begründung dazu laut EU-Kommissar Oettinger sei die geringe CO2-Emmission im laufenden Betrieb eines AKWs. Wie er zu den EU-Subventionen für die AKWs steht, verrät Oettinger jedoch nicht.

Die Bundesregierung lehnt zwar eine EU-Subvention für AKW-Projekte ab, was jedoch eher weniger Wirkung zeigen dürfte, da ein Großteil der EU-Länder, wie auch Großbritannien, Frankreich, Litauen und Tschechien den Ausbau sehr stark befürworten und bereits konkrete Baupläne haben. Somit wären die größten Nutznießer Frankreich und Großbritannien. Weitere Länder wie z.B. Polen sind ebenfalls sehr stark interessiert.

Ein entsprechendes EU-Gesetz zur Förderung der europaweiten Kernenergie soll bis zum Frühjahr 2014 in Brüssel beschlossen werden.

Siehe dazu auch den ausführlichen Artikel der Süddeutschen Zeitung.

 

14.07.2013

Neues AKW in Indien geht bald in Betrieb

Der erste Reaktor des unter russischer „Mithilfe“ neu errichteten AKW Kudankulum in Indien wird bald ans Netz gehen. Zur Zeit befindet sich der Reaktor noch in der Testphase, wird aber bald den ersten Strom ins Netz speisen.

Die Bauarbeiten am neuen AKW Kudankulam sind jedoch noch nicht vollständig abgeschlossen.

 

09.07.2013

Bundesumweltminister Altmaier will das Brunsbüttel-Urteil kippen

Obwohl erst kürzlich aufgrund gravierender Sicherheitsmängel die Zwischenlagerung von Atommüll per Gericht verboten worden ist (antiatom-fuku berichtete), will Bundesminister Altmaier durchsetzen, dass dort weitere Castorbehälter untergebracht werden dürfen.

Er begründet es damit, dass das Urteil noch nicht rechtskräftig sei und erst einmal weitere Überprüfungen vorgenommen werden müssten.

Siehe dazu auch den Artikel im Greenpeace-Magazin. 

 

04.07.2013

EU-Kommissar Oettinger strebt Endlagerstandort in Süddeutschland an

EU-Kommissar G. Oettinger strebt Süddeutschland aufgrund seiner Granitformationen, die vor allem in Bayern anzutreffen sind als Endlagermöglichkeit für den Atommüll an. Hier bei soll das unterirdisch angelegte Endlager, wie es auch in Finnland angestrebt wird, jeder Zeit begehbar bleiben. Somit wäre eine spätere Rückholung falls notwendig möglich.

Salzstöcke wie auch in Gorleben hält Oettinger für ungeeignet. Weitere Gesteinsformationen sollen in den nächsten zwei Jahren untersucht werden.

Am morgigen Freitag wird der Bundesrat über das Endlagersuchgesetz abstimmen, wo nach der endgültige Endlagerstandort dann bis 2031 feststehen soll.

 

Juni 2013

  

28.06.2013

Bundestag verabschiedete heute Endlagersuchgesetz

Heute wurde im Bundestag das Endlagersuchgesetz, was von CDU, FDP, SPD und Grüne gemeinsam erarbeitet worden ist verabschiedet. Dem nach soll bis 2031 ein Endlagerstandort gefunden sein. Auch der Salzstock Gorleben bleibt trotz fraglicher Eignung weiterhin eine (beliebte) Option.

Bis auf die Linken, die strengere Kriterien fordern, stimmten alle Fraktionen dem neuen Gesetz zu.

 

Übergangsregelung für Brennelementekugeln in Jülich

Für die Lagerungsgenehmigung der Brennelementekugeln am Forschungszentrum Jülich, die ursprünglich am kommenden Montag auslaufen würde, wurde nun eine Zwischenlösung geschaffen. Somit verbleiben die hochradioaktiven Kugeln bis Jahresende in Jülich und das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) wird dann entscheiden, ob die Kugeln bis 2016 in Jülich gelagert werden dürfen.

Ein späterer Transport der Kugeln in die USA, dem Herkunftsland ist vorgesehen (antiatom-fuku berichtete).

 

26.06.2013

Atommüll: Brunsbüttel-Urteil könnte Klage-Lawine auslösen

Das AKW Brunsbüttel darf seit einem Gerichtsurteil von dieser Woche keine radioaktiven Abfälle mehr auf dem AKW-Gelände zwischenlagern (antiatom-fuku berichtete). Der richterliche Entzug der Lagergenehmigung für hochradioaktive Abfälle an den AKW-Standorten könnte nun eine Klagewelle in Gang setzen. Denn die Sicherheitsmängel, die für die Richter maßgebend waren, sind auch an allen anderen AKW-Standorten anzutreffen.

Somit müsste innerhalb kurzer Zeit für den gesamten Atommüll, der an den AKWs gelagert ist ein akzeptables Zwischenlager gefunden werden. Das ist ein Unterfangen, was sich schwierig gestalten könnte, da sich Bund und Länder sich noch nicht einmal einig werden können, wo der Atommüll, der noch aus der Wiederaufbereitung zurück kommt hin soll.

 

19.06.2013

Atommüllzwischenlager am AKW Brunsbüttel war nicht rechtens

Dem 2003 genehmigten Zwischenlager für Atommüll am AKW Brunsbüttel wurde nun nach einen heutigen Gerichtsurteil die Lagergenehmigung entzogen. Die Richter begründeten ihr Urteil damit, dass gravierende Sicherheitsmängel vorliegen würden. Dem nach ist das Zwischenlager Brunsbüttel nicht ausreichend gegen Flugzeugabstürze und Terrorangriffe gesichert. Diese sicherheitstechnischen Fragen wurden damals mit dem Resultat einer unvollständigen Überprüfung wissentlich ausgeblendet. Die Genehmigung hätte somit nicht erteilt werden dürfen.

 

17.06.2013

Skandalöse Zustände in Südkoreanischen AKWs

Derzeit laufen nur 10 von 23 Reaktoren. Die genauen Gründe, warum die anderen 13 Reaktoren nicht laufen sind jedoch nicht genau bekannt. Bekannt ist nur, dass in Mai zahllose Missstände in sämtlichen südkoreanischen AKWs aufgedeckt worden sind. So wurden z.B. über Jahre hinweg bauliche und technische Maßnahmen nicht ordnungsgemäß gehandhabt minderwertige bzw. unzulässige Materialien verwendet.

Trotz allen dem ist Südkorea weiterhin auf Atomkurs und will sogar bis 2030 16 weitere Reaktoren bauen.

 

13.06.2013

Hochwasser an der Elbe: AKW Krümmel noch einmal verschont geblieben

Während verschiedene Ortschaften an der Elbe schon überflutet worden sind, ist das AKW Krümmel, was vorgestern schon seine Fluttore schließen musste, vom Hochwasser noch einmal verschont geblieben.

Eine Überflutung des Geländes durch das Hochwasser hätte durch aus zu einer gefährlichen Situation, also zu einer Kritikalität im Abklingbecken der Brennelemente, die weiterhin aktiv gekühlt werden müssen führen können.

Laut dem Betreiber Vattenfall gab es jedoch keinen Anlass zur Besorgnis und die Stromversorgung der Anlage sei auch bei Hochwasser gesichert.

 

Endlagersuchgesetz: Beschluss möglicherweise doch noch vor der Bundestagswahl

Bund und Länder haben sich heute in der Zwischenlagerfrage für die noch ausstehenden 26 Castoren, die sich noch im Ausland befinden geeinigt. Somit wurde für die Bestimmung der Zwischenlagerstandorte, worüber es bisher keine Einigung zwischen Bund und Länder gab, Zeit bis Anfang 2014 gewonnen. Gorleben wird weiterhin nicht mehr mit Castoren ,,beliefert’’ und die zu bestimmenden Zwischenlager sollen eine begrenzte Lagergenehmigung bis 2040 erhalten, damit die dortige Atommülllagerung nicht zum Dauerzustand wird. Auch darüber, dass die Kosten am Steuerzahler hängen bleiben ist man sich auch schon einig geworden.

Nach Klärung all dieser Fragen ist es nun doch wahrscheinlich, dass noch vor der Bundestagswahl ein Gesetz für die Suche eines Atommüllendlagers beschlossen wird.

Siehe dazu auch den ausführlichen Artikel der FAZ.

 

11.06.2013

Elbe-Hochwasser bedroht AKW Krümmel

Wie schon zuvor befürchtet, steigt das Wasser an der Unterelbe weiter und hat gestern schon die Lauenburger Altstadt überflutet. Heute erreichte der Hochwasserpegel schon 9,30 Meter, so dass auch die Fluttore am AKW Krümmel geschlossen werden mussten.

Auch wenn das AKW schon seit 2011 vom Netz ist, stellt es trotz dem eine Gefahr dar, da dort noch reichlich hochradioaktives Material, was gekühlt werden muss lagert.

Weiter abwärts der überfluteten Elbe befindet sich zu dem noch das AKW Brokdorf, was zur Zeit im Vollbetrieb läuft und ebenfall vor Hochwasser geschützt werden muss.

 

Atomkonzerne wolle Energiewende untergraben

RWE und Eon drohen damit, nach der Bundestagswahl im September 2013 ins Ausland abzuwandern, wenn die neue Bundesregierung, möglicherweise eine große Koalition aus CDU und SPD sich nicht auf Gespräche zur Wiederverlängerung der Laufzeiten für die AKWs einlässt.

Nach Meinung der großen Stromkonzerne und der Großindustrie laufen die Geschäfte wegen den angeblich höheren Kosten durch die Energiewende schlechter, womit Deutschland bei anhaltender Euro-Krise die Konjunktur schwächen würde. Sie erhoffen eine weitere Verlängerung von 10 Jahren.

Die Gewerkschaften ziehen wider erwarten ebenfalls mit, da sie massenhafte Entlassungen von Arbeitnehmern befürchten.

Allerdings haben die vier großen Stromkonzerne in der Vergangenheit auch nie wirklich in erneuerbare Energien investiert, da die Nukleartechnologie und der Atomstrom, der stets von sämtlichen Regierungskombinationen gefördert wurden ist.

 

09.06.2013

Japans Ministerpräsident Abe (LDP) will Polen und Tschechien erobern

Am 16.06.2013 will sich Ministerpräsident S. Abe mit osteuropäischen Regierungschefs auf einer internationalen Atomkonferenz in Warschau, Polen treffen. Hier möchte Abe japanische Atomtechnologie nach Polen, Tschechien und weiterer osteuropäische Länder vermitteln und AKW-Neubauprojekte voran bringen.

 

AKW Doel: Reaktor trotz Haarrisse wieder am Netz

Der Reaktor 3 am AKW Doel in Belgien, Betreiber Elektrobel, der wie auch die Reaktoren am AKW Tihange wegen zahlloser Haarrisse (antiatom-fuku berichtete) zwecks weiterer Überprüfungen etwa ein Jahr still stand ist diese Woche wieder ans Netz gegangen und läuft nun im Vollbetrieb. Laut der belgischen Atomaufsicht besteht keine Sicherheitsgefahr.

 

06.02.2013

Hochwasser bedroht jetzt AKW-Standorte an der Elbe

Während es am AKW Biblis, da wo auch die über die Ufer getretene Weschnitz in den Rhein mündet, sinkt der Wasserstand, so dass das AKW Biblis noch ,,verschont" wurden ist. Auch an den Donau-Standorten gab es bisher keine hochwasserbedingten Störfälle.

Zu bedauern sind allerdings die enormen Schäden in den überfluteten Ortschaften.

Jetzt steigt aber das Wasser an der Unterelbe immer weiter an. Dort befinden sich die AKWs Krümmel (Zwangsabschaltung 2011) und Brokdorf (noch in Betrieb), für die das Hochwasser ebenfalls zu einer ernsthaften Bedrohung werden könnte.

 

02.06.2013

Weiterhin Bedrohung der AKWs an Rhein und Neckar

Durch die weiter anhaltenden Regenfälle in Süddeutschland weichen die Dämme auf und die Wasserpegel steigen weiter. Somit rückt der Rheinpegel am AKW Biblis weiter in den kritischen Bereich (Antiatom-fuku berichtete).

Auch an den anderen AKW-Standorten an Rhein und Neckar ist die Lage weiterhin kritisch.

 

01.06.2013

AKW Biblis durch Hochwasser bedroht

Wegen der anhaltenden massiven Regenfälle sind schon einige Gebiete in Deutschland überflutet, bzw. kurz davor. Auch der Rheinpegel steigt immer weiter an, so dass die AKW-Standorte am Oberrhein durch Hochwasser bedroht sind.

Im südhessische Ort Biblis versucht die Feuerwehr den Damm  zu stabilisieren und aufzustocken um eine Überflutung der Ortschaft zu vermeiden. Das AKW Biblis sei laut den Behörden nicht gefährdet, obwohl das Wasser weiter steigt und schon einen Pegelstand von 6,70 Meter erreicht hat. Somit fehlt nur noch etwa ein Meter bis das AKW, dessen Schutzwall für einen Pegelstand bis zu  7,50 Meter ausgelegt ist, überflutet wird.

Auch wenn das AKW Biblis nach der AKW-Katastrophe in Fukushima zwangsabgeschaltet wurde und seit dem vom Netz ist, ist es trotz dem weiterhin gefährlich. Denn die Brennelemente im Abklingbecken müssen noch weiterhin aktiv gekühlt werden. Durch einen Ausfall der Kühlung käme die Kernreaktion sofort wieder in Gange, was eine Überhitzung und Kernschmelze im Abklingbecken, dessen Wasser sofort verdampfen würde, zur Folge hätte.

Außer Biblis sind noch weitere, auch aktive AKWs, wie z.B. Fessenheim (französische Rheinseite) von der Überflutungsgefahr durch das Hochwasser am Oberrhein betroffen.

Mai 2013

 

30.05.2013

Radioaktives Fass in Scheune am Niederrhein entdeckt

Ein Ehepaar hatte erst kürzlich einen Bauernhof am Niederrhein gekauft. Bei Aufräumarbeiten entdeckten die Eheleute im Schuppen ein Fass mit einem Radioaktivitätsteichen und verständigten die Polizei.

Sofort rückten Feuerwehr und Einsatzkräfte vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) an und nahmen Radioaktivitätsmessungen vor. Die gemessene Strahlung lag laut der anwesenden Reporter bei 1,72 µS/h. Das ist ein Wert, der schon sehr bedenklich ist.

Das Ehepaar wurde vorsorglich im Krankenhaus untersucht, konnte jedoch am selben Tag nach Hause entlassen werden.

Für die umliegende Bevölkerung besteht laut den Einsatzkräften keine Gefahr.

Wie das Fass mit der schleimigen radioaktiven Substanz in die Scheune kam ist unklar. Wahrscheinlich handelt es sich hier um eine illegale Entsorgung.

 

26.05.2013

Eventuell doch keine weitere Lagergenehmigung für die 152 Castoren in Jülich

Für die beantragte Genehmigung zur weiteren Lagerung der 152 Castoren mit den Brennelementekugeln im Forschungszentrum Jülich, fehlen, wie sich jetzt herausstellt der Nachweis, sowie Angaben und Überprüfungen zum Erdbebenschutz. Diese fehlenden Nachweise müssen durch die NRW-Landesregierung schleunigst erbracht werden, da das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) ansonsten nicht die nötige Genehmigung für eine weitere Lagerung der Brennelementekugeln in Jülich erteilen kann. Denn die jetzige Lagergenehmigung, was nicht erst seit gestern bekannt ist, läuft nächsten Monat aus.

Unter Umständen könnte somit durch das Versäumnis der rot-grünen NRW-Landesregierung das Thema ,,Transport der 152 Castoren quer durch NRW" wieder aktuell werden. Schon letztes Jahr, als die Castoren per LKW in andere Zwischenlager transportiert werden sollten, gab es wegen den Gefahren und der hohen Kosten massive Proteste aus der Bevölkerung (antiatom-fuku berichtete).

 

24.05.2013

MOX-Brennelemente sind in Brokdorf angekommen

Bereits gestern haben die 12 MOX-Brennelemente, die per LKW aus Dessel in Belgien über Hamburg zum AKW Brokdorf gebracht worden sind. Eventuelle Zwischenfälle während des Transportes sind nicht bekannt geworden.

 

21.05.2013

MOX-Transporte möglicherweise quer durch NRW

Wie am Pfingstwochenende bekannt wurde, sollen noch diese Woche 12 hochradioaktive MOX-Brennelemente per LKW von der Atomanlage Dessel in Belgien zum AKW Brokdorf (Eon) gebracht werden. Die Route könnte quer durch NRW oder auf Umwegen über Holland führen. Die genaue Route wird geheim gehalten.

Die zu transportierenden Brennelemente (12 Stück) enthalten 200 kg Plutonium, was nicht nur chemisch hochgiftig, sondern auch noch hochradioaktiv ist. Schon Kleinstmengen im Milligrammbereich  reichen aus um Krebs zu verursachen.

 

12.05.2013

Zunahme von Schilddrüsenunterfunktionen in den USA seit dem GAU in Japan

Einer aktuellen US-Studie zur Folge ist die Anzahl von Schilddrüsenunterfunktionen bei Neugeborenen seit der Atomkatastrophe in Fukushima im Vergleich zum Vorjahr in 5 westlichen US-Staaten sprunghaft angestiegen. Als mögliche Ursache kommt das von schwangeren Frauen inkorporierte radioaktive Jod131, was in den ersten Tagen nach der AKW-Katastrophe mit dem Wind über das Meer an die Westküste der USA gelangt ist mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit in Frage.

 

08.05.2013

Erste Quartal 2013: Schon14 Störfälle in deutschen AKWs

Im vergangenen April ereigneten sich in den deutschen AKWs 7 meldepflichtige Störfälle.

Für die noch 9 laufenden Reaktoren eine ganz schön stattliche Zahl!

Im gesamten ersten Quartal wurden 14 meldepflichtige Störfälle in deutschen AKWs gemeldet. Genaue Einzelheiten finden Sie im Störfallreport der Contratom.

 

03.05.2013

Wieder einmal defekte Brennelemente am AKW Gundremmingen

Bei Revisionsarbeiten im Reaktor B am AKW Gundremmingen in Bayern wurde wieder einmal ein defektes Brennelement entdeckt. Schäden an weiteren Brennelementen sind nicht ausgeschlossen. Der Betreiber RWE versichert jedoch, dass dadurch keine erhöhte radioaktive Strahlung ausgetreten sei und auch keine Gefahr für die Bevölkerung bestehen würde.

Unabhängige Experten können die Aussagen von RWE jedoch nicht bestätigen, da diese defekten Brennelemente sehr wohl gefährlich sind und eine erhöhte Radioaktivität abgeben.

Schon im März wurde bei einem speziellen Test ein defektes Uranbrennelement detektiert.

Diese Problematik ist allerdings nicht neu. Bereits in den Jahren zuvor gab es schon solche Vorfälle.

 

 

April 2013

 

28.04.2013

Parteitag der Grüne - Kein klares ,,Nein" zu Gorleben

Im Grünen-Parteitag, der heute zu Ende ging, wurde neben der Festlegung des Wahlprogramms auch dem von Bundesumweltminister Altmaier (CDU) vorgelegtem Suchgesetz für ein Atommüllendlager zugestimmt. 

Auch wenn Niedersachsens Fraktionschef J. Trittin (GRU) beteuert, dass die Grünen kein Hintertürchen für ein mögliches Atommüllendlager im Salzstock Gorleben zulassen würden, sind diese Optionen jedoch, wie unabhängige Experten bereits festgestellt haben vorhanden.

 

26.04.2013

Tschernobyl-Katastrophe jährt sich zum 27. Mal

Heute vor 27 Jahren ereignete sich im AKW Tschernobyl aufgrund einer Verkettung menschlicher Fehler eine massive Explosion im Reaktor 4, dessen Opfer heute vielerorts bedacht wurden sind.

Noch heute sind die Folgen der nuklearen Katastrophe, bei der fast ganz Europa radioaktiv kontaminiert wurden ist, deutlich spürbar. Somit wurde auch heute wieder einmal bezüglich der gefährlichen Kernenergie gewarnt.

 

24.04.2013

Gesetz zur Atommüllendlagersuche isst beschlossen

Das neue Gesetz für die Atommüllendlagersuche wurde heute im Kabinett beschlossen. Alle Parteien sind sich einig, Bundeskanzlerin Merkel (CDU) und Bundesumweltminister Altmaier (CDU) lobten die gute parteiübergreifende Zusammenarbeit.

Es soll eine ergebnisoffene Suche im gesamten Bundesgebiet erfolgen und am Ende zwischen den beiden ,,besten" Salzstöcken entschieden werden. Dieser soll dann als Atommüllendlager ausgebaut werden.

Eine Grundlage für die Endlagersuche soll in einer dafür geschaffenen Kommission (Antiatom-fuku berichtete) bis Ende 2015 erarbeitet werden.

 

16.04.2013

Schweiz plant Atommüllendlager nahe der deutschen Grenze

An einen Berghang bei Villingen, 16 km von der deutschen Grenze soll möglicher weise ein oberirdisches Atommüllendlager entstehen.

Noch sind sechs mögliche Standorte in der Auswahl. Die eidgenössischen Behörden halten den Standort Villingen jedoch schon für sehr geeignet und streben diesen auch sehr stark an. Nach einer Vorauswahl soll dann letztendlich das Volk über den endgültigen Endlagerstandort entscheiden.

 

12.04.2013

Atommüllendlager: Bund und Länder sind sich einig

Bund und Länder haben sich geeinigt und streben nun den Neustart in der Endlagersuche an, bei der bis 2031 ein Atommüllendlager gefunden sein soll. Ein entsprechendes Gesetz dazu soll bis Juli stehen. Die Kosten, die auf etwa € 2 Mrd. geschätzt werden sollen laut Bundesumweltminister Altmaier von den Atomkonzernen getragen werden.

Schon € 1,6 Mrd. wurden in den seit Jahren heftig umstrittenen Salzstock Gorleben investiert und während unabhängige Experten warnen halten die Atomkonzerne weiter an Gorleben fest (Antiatom-fuku berichtete).  

 

07.04.2013

Iran hält weiter an seinem Atomprogramm fest

Wieder sind weitere Verhandlungen zwischen der UN und der iranischen Regierung zu keinen Ergebnis gekommen. Die Regierung in Teheran ist weiterhin nicht bereit sein Atomwaffenprogramm zu beenden bzw. offen zu legen.

Schon seit Jahren gibt es den Verdacht, dass Iran unter dem Deckmäntelchen der friedlichen Nutzung der Kernenergie eine rasche Atomwaffenbereitstellung gewährleisten will (Antiatom-fuku berichtete).

 

06.04.2013

Trickserei in der Endlagerdebatte

Bundesminister Altmaier (CDU), Minister Gabriel (SPD) und Minister Trittin (GRU) sind sich untereinander einig und drängen weiterhin auf eine schnelle Entscheidung für das Endlagersuchgesetz, was sie bereits gemeinsam entworfen haben. Sie wollen es auch entsprechend rasch im Bundestag durchbringen. Mit diesen Entwurf sind auch noch alle Optionen für den umstrittenen Salzstock in Gorleben offen.

Allerdings war ursprünglich geplant, dass die eigens dafür eingerichtete Expertenkommission in den nächsten zwei Jahren alle wichtigen Grundlagen für das Endlagersuchverfahren erarbeiten sollte.

Dem nach soll das Gesetz zum Endlagersuchverfahren schon stehen, bevor die Expertenkommission, der eh nur eine beratende aber keine entscheidende Kompetenz zugesprochen wurden ist, ihre Arbeit überhaupt beendet hat.

Jetzt stellt sich auch die Frage, ob die neue rot-grüne Regierung in Niedersachsen ihr Wahlversprechen hält oder oder den Endlagersuchgesetz zustimmen wird.

 

03.04.2013

Nordkorea fährt abgeschaltete Atomanlage wieder hoch

Das AKW Yongbyon, was 2007 nach einem internationalen Abkommen abgeschaltet wurden ist soll in Kürze wieder angefahren werden. Mithilfe der Plutoniumproduktion in den Reaktoren ist eine rasche Bereitstellung von Kernwaffen ohne Weiteres möglich. 

Schon vor der Abschaltung wurde in der Anlage kernwaffenfähiges Material hergestellt.

Laut der nordkoreanischen Regierung sollen durch die Wiederinbetriebnahme der Anlage jedoch nur Stromengpässe ausgeglichen werden.

Selbst China, was Nordkorea sonst eher in Schutz genommen hat ist über das derzeitige Atomprogramm besorgt und will Nordkorea wieder an den Verhandlungstisch bringen.

 

Atommüllendlagerdebatte zielt möglicher Weise auf Gorleben ab.

Laut Bundesminister Altmaier (CDU) gibt es nur sehr wenige Möglichkeiten für eine Atommüllendlagerung. Er spricht zwar von einer ,,weißen Landkarte" für die Endlagersuche, bemängelt jedoch den andauernden Widerstand in Gorleben. Derzeit sind die Erkundungsarbeiten im Salzstock Gorleben unterbrochen wurden und es werden zur Zeit auch keine Castoren mehr angeliefert. Unabhängige Experten warnen jedoch schon seit Jahren vor einer Atommülleinlagerung in den Salzstock.

Der SPD-Minister Gabriel kritisiert die Aussagen von Altmaier und befürchtet auch einen möglichen Atommüllexport ins Ausland. Einen Alternativvorschlag kann Gabriel jedoch nicht vorbringen.

Während Gabriel befürchtet, dass es bis zur Bundestagswahl zu keinen Ergebnis kommt, ist Altmaier deutlich zuversichtlicher und sieht ein Vorankommen im Entwurf für das Endlagersuchgesetz.

 

01.04.2013

Endlager: CDU/FDP und SPD/GRU wollen eine schnelle Entscheidung

Wie sich schon in den laufenden Verhandlungen zuvor herauskristallisierte, wollen Regierung und Opposition das Endlagersuchgesetz noch vor der Bundestagswahl 2013 in Kraft setzen.

Somit wird die Arbeit der Expertenkommission, die extra für die unabhängige Klärung wichtiger Fragen und Voraussetzungen zum Endlagerstandort zusammengestellt wurden ist, deutlich eingeschränkt und zu einer schnellen Entscheidung gedrängt. Dem nach liegt der Verdacht nahe, das durch dieses Procedere der Standort Gorleben, in dem schon Unsummen an Geld investiert wurden ist, verstärkt als Endlager angestrebt werden soll.

Hinzu kommt auch, dass die Expertenkommission nur eine beratende aber keine entscheidende Funktion hat. Die letztendliche und verbindliche Entscheidung über den Endlagerstandort wird im Bundesrat gefällt.

Ursprünglich sollte die Endlagersuche erst dann beginnen, wenn die Ergebnisse der Expertenkommission vorgelegen hätten, was in einer so kurzen Zeit jedoch eher schwierig werden dürfte.

 

 

März 2013

 

31.03.2013

Laufzeitverlängerung für das AKW Borssele in Holland

Das niederländische Alt-AKW Borssele, was zu 70% dem Energiekonzern Delta und zu 30% dem RWE gehört, erhält eine weitere Laufzeitverlängerung bis 2033. Somit verlängert sich die Gesamtlaufzeit für das AKW auf 60 Jahre, was laut dem niederländischen Umweltministerium und der Regierung ohne weiteres vertretbar ist.

Alte Meiler, vor allem die, den in den nächsten Jahren eine Abschaltung bevor steht, sind am störanfälligsten und somit eine erhöhte Gefahr für einen Super-GAU.

 

25.03.2013

Atommüllzwischenlager Jülich: Stresstest nicht bestanden

Das Atommülllager Jülich, dessen Genehmigung Ende Juni ausläuft, entspricht nicht den aktuellen Sicherheitsanforderungen. Nun überprüft das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) diese Bewertung. Denn davon hängt eine weitere Lagergenehmigung der 152 Castoren mit Brennelementekugeln ab, die andernfalls bald weggeschafft werden müssen.

Nach ursprünglichen Plänen sollten diese Castoren über die Straße zum Zwischenlager Ahaus transportiert werden, die jedoch aufgrund massiver Proteste wieder verworfen wurden. Danach sollten die Kugeln erst einmal in Jülich verbleiben und dann später in ihr Ursprungsland USA geschickt werden.

Das die Genehmigung für die Lagerung der hochradioaktiven Brennelementekugeln im Juni 2013 ausläuft, ist der NRW-Landesregierung schon sehr lange bekannt; das Problem wurde jedoch laufend auf die lange Bank geschoben.

 

24.03.2013

Einigung von CDU/FDP und SPD/Grüne in Sachen Atommüllendlager in Gorleben

Bei einem Treffen in Berlin einigten sich Bundesumweltminister Altmaier (CDU) und Niedersachsens Ministerpräsident S. Weil (SPD) auf einem gemeinsamen Kompromiss im Entwurf für das Atommüllendlagersuchgesetz.

Ab sofort soll erst mal kein weiterer Atommülltransport nach Gorleben stattfinden. Die hochradioaktiven Rückstände aus den AKWs sollen statt dessen auf andere Zwischenlager umverteilt werden. Hierzu ist allerdings erst noch eine Zustimmung der jeweiligen Bundesländer erforderlich.

Man ist sich allerdings darüber einig, dass der Salzstock Gorleben trotz wissenschaftlich belegter Nichteignung in der Auswahl möglicher Endlager bleibt kann.

Dem nach soll eine Bund-Länderkommission, bestehrend aus 24 Abgeordneten, Umweltexperten und Experten aus der Wirtschaft zusammengestellt werden, die die Grundsatzfragen zur Sicherheit und Eignung für ein Atommüllendlager ausarbeiten soll.

Der endgültige Endlagerstandort soll dann im Bundestag entschieden werden. Das dazugehörige Endlagersuchgesetz soll bis zur Sommerpause stehen.

Auf Bundesebene begrüßen SPD und Grüne den Kompromiss zum Entwurf für das Endlagersuchgesetz ebenfalls und sehen darin mehr Neutralität in der bundesweiten Endlagersuche.

Der Standort Gorleben ist seit Jahrzehnten immer noch der einzige Standort, der laufend zur Endlagersuche erkundet und untersucht wurden ist. Keine Bundesregierung der letzten 25 Jahre hat daran etwas geändert. Es wurde nie ernsthaft nach einer Alternative für Gorleben gesucht.

Somit wurden mittlerweile Unsummen in die Erkundung des Salzstockes in Gorlebens gesteckt, obwohl seine Eignung, wie unabhängige Experten schon mehrfach belegten, sehr fraglich ist.

 

23.03.2013

AKW-Neubauprojekt in Großbritannien geplant

Mit dem französischen Stromkonzern EDF will Großbritannien in Somerset ein neues AKW mit zwei Reaktoren bauen. Damit sollen dann 5 Mio. Haushalte versorgt werden. Derzeit laufen noch letzte Verhandlungen mit der britischen Regierung.

Möglich sind auch Subventionsgelder aus der EU.

 

18.03.2013

Antwort auf Nordkorea: USA rüsten auf

Als Reaktion auf das nordkoreanische Atomprogramm rüsten die USA jetzt auf. In Alaska werden bis 2017 14 neue Stützpunkte für Abwehrraketen eingerichtet.

Das amerikanische Verteidigungsministerium plant auch nach Rücksprache mit der Regierung in Tokyo eine Stationierung von Abwehrraketen in Japan.

Allerdings ist das eher negativ für Japan, da der atomfreundliche Ministerpräsident Abe (LDP) durch so etwas in seinen proatompolitischen Haltung noch bestärkt wird.

 

11.03.2013

Bundesweite Mahnwachen zum zweiten Jahrestag

Bundesweit fanden in vielen Orten Mahnwachen zum Gedenken der Tsunami- und AKW-Opfer der Dreifachkatastrophe vom 11.03.2011 statt.

 

Studie der Verbraucherzentralen zu überhöhten Strompreisen

Das, was sich bereits immer mehr herauskristallisierte, wird nun immer offizieller. Die Verbraucherzentralen können nun mit ihrer Studie offiziell belegen, das die Stromkonzerne, die die laufenden Diskussionen bezüglich der Energiewende als günstige Gelegenheit genutzt haben um ihre Strompreise drastisch zu erhöhen. Tatsächlich sind die Strompreise an der Strombörse jedoch gesunken, was die Stromkonzerne jedoch verschwiegen (Antiatom-fuku berichtete).

 

09.03.2013

Bundesweite Antiatomdemonstrationen

Anlässlich der AKW-Katastrophe in Fukushima vor zwei Jahren, dem größten Reaktorunfall seit Tschernobyl gingen heute trotz Regenwetter Tausende auf die Straße, um für eine atomkraftfreie Zukunft zu demonstrieren. Sowohl an einigen AKW-Standorten als auch an der Urananreicherungsanlage UAA/Urenco in Gronau fanden Großveranstaltungen gegen den Fortbestand der Kernenergie statt.

Auch in Düsseldorf wurde demonstriert. Die Deutsch-Japanische Antiatom-Gruppe

,,Sayonara Genpatsu Düsseldorf" wies auf die derzeitigen Zustände in Japan hin und stellte die Proatompolitik der neuen Regierung an den Pranger. 

 

Atommacht Nordkorea - Die Lage spitzt sich zu

Nordkorea baut sein Atomwaffenprogramm weiter aus. Neue Atomtests sind nicht ausgeschlossen. Die Regierung in Pjöngjang begründet ihr Atomwaffenprogramm mit der ,,feindseligen" Politik der USA, die Nordkorea durch die UN-Sanktionen angeblich schädigen wollen. Um seine militärische Stärke zu demonstrieren will Nordkorea weitere Atomtests durchführen.

07.03.2013

Ein Atomkrieg zwischen Nordkorea und USA möglich

Nordkorea reagiert jetzt mit Drohungen auf die UN-Sanktionen, die als Konsequenz des von Nordkorea kürzlich durchgeführten Atombombentests (Antiatom-fuku berichtete).

Zudem wächst die Sorge, dass Nordkorea Technik zur Herstellung von Atomwaffen importiert, was durch das Inkrafttreten der UN-Sanktion unterbunden werden soll.

Als Reaktion auf die geplanten UN-Sanktionen droht Nordkorea den USA mit einem nuklearen Militärschlag.

 

 

Februar 2013

  

27.02.2013

Atommüllexport nach Russland als ,,kostengünstige Lösung'' geplant

Geheimen Dokumenten der Nuklearindustrie zur Folge, soll deutscher Atommüll nach Russland exportiert werden. Schon vor Jahren wurde eine ,,Alternative'' zur Atommüllendlagerung in Deutschland erarbeitet. Dazu hat die Nuklearindustrie bereits Gespräche mit Russland geführt. Unter dem Strich soll der strahlende Müll einfach nur ,,kostengünstig'' und ,,unkompliziert'' entsorgt werden. In Russland sind die Auflagen und Umweltgesetze bei weitem nicht so streng als in Deutschland.

Schon beim Gesetzentwurf der Bundesregierung im Januar 2013, wobei nur eine EU-Richtlinie für die Atommüllendlagerung umgesetzt werden sollte, ließ den Verdacht aufkommen, dass hiermit eine Möglichkeit für Atommüllexporte geschaffen werden sollte (Antiatom-fuku berichtete).

Auch der Stromkonzern EnBW ist in der Vergangenheit schon durch dubiose Geschäfte mit Russland aufgefallen, als die Entsorgung alter Reaktorteile stillgelegter Meiler, gebrauchte Brennelemente und weiterer hochradioaktiv strahlender Schrott ,,kosten-günstig'' und ,,unkompliziert'' in Russland entsorgt werden sollte.

 

23.02.2013

USA: Leckagen in Tanks - Atommüll verseucht das Erdreich

Im Atommülllager Hanford Nuclear Reservation im US-Bundesstaat Washington wurden an sechs unterirdischen Tanks für radioaktive Abfälle Leckagen festgestellt. Die austretende radioaktive Flüssigkeit verseucht somit das gesamte Erdreich inklusive Grundwasser in der Umgebung.

Laut der US-Atomaufsichtsbehörde besteht keine Gefahr für die Bevölkerung.

Allerdings hat es schon in der Vergangenheit Probleme mit undichten Behältern gegeben und es ist auch fraglich, in welchen Zustand sich die anderen 149 Atommüllbehälter befinden, da alle 155 Behälter nur einwandig statt doppelwandig sind.

 

27.02.2013

Atommüllexport nach Russland als ,,kostengünstige Lösung'' geplant

Geheimen Dokumenten der Nuklearindustrie zur Folge, soll deutscher Atommüll nach Russland exportiert werden. Schon vor Jahren wurde eine ,,Alternative'' zur Atommüllendlagerung in Deutschland erarbeitet. Dazu hat die Nuklearindustrie bereits Gespräche mit Russland geführt. Unter dem Strich soll der strahlende Müll einfach nur ,,kostengünstig'' und ,,unkompliziert'' entsorgt werden. In Russland sind die Auflagen und Umweltgesetze bei weitem nicht so streng als in Deutschland.

Schon beim Gesetzentwurf der Bundesregierung im Januar 2013, wobei nur eine EU-Richtlinie für die Atommüllendlagerung umgesetzt werden sollte, ließ den Verdacht aufkommen, dass hiermit eine Möglichkeit für Atommüllexporte geschaffen werden sollte (Antiatom-fuku berichtete).

Auch der Stromkonzern EnBW ist in der Vergangenheit schon durch dubiose Geschäfte mit Russland aufgefallen, als die Entsorgung alter Reaktorteile stillgelegter Meiler, gebrauchte Brennelemente und weiterer hochradioaktiv strahlender Schrott ,,kosten-günstig'' und ,,unkompliziert'' in Russland entsorgt werden sollte.

 

23.02.2013

USA: Leckagen in Tanks - Atommüll verseucht das Erdreich

Im Atommülllager Hanford Nuclear Reservation im US-Bundesstaat Washington wurden an sechs unterirdischen Tanks für radioaktive Abfälle Leckagen festgestellt. Die austretende radioaktive Flüssigkeit verseucht somit das gesamte Erdreich inklusive Grundwasser in der Umgebung.

Laut der US-Atomaufsichtsbehörde besteht keine Gefahr für die Bevölkerung.

Allerdings hat es schon in der Vergangenheit Probleme mit undichten Behältern gegeben und es ist auch fraglich, in welchen Zustand sich die anderen 149 Atommüllbehälter befinden, da alle 155 Behälter nur einwandig statt doppelwandig sind.

 

20.02.2013

Atommüll soll aus dem havarierten Atommülllager Asse geborgen werden

Nach aktuellen Verhandlungen in der Politik soll der Atommüll, der im Salzstock Asse lagert so schnell wie möglich geborgen werden. Allerdings liegt hierzu noch keine umsetzbare Strategie vor, wie man den strahlenden Atommüll einigermaßen sicher bergen soll. Unabhängige Experten warnen jedoch davor.

Täglich dringen über 12 000 Liter Wasser in das Bergwerk ein. Die Atommüllfässer, die dort seit den 1970er Jahren unachtsam hinein geschmissen wurden sind, rosten vor sich hin und der Inhalt läuft aus. 

Mittlerweile herrscht dort eine extrem hohe radioaktive Strahlung die ein weiteres Vorgehen mit jeden Tag erschweren. 

Überlegungen bezüglich einer Rückholung der Atommüllfässer gibt es schon seit einiger Zeit, da auch die Wasserproblematik schon seit Jahren bekannt ist. Unabhängige Experten raten jedoch dringend von solchen Vorhaben ab, da neben den enormen technischen Aufwand auch ein zusätzlicher Schacht zur Bergung der verrosteten Atommüllfässer ausgehoben werden müsste, was wiederum das Einstürzen der Schachtkammer hervorrufen könnte.

Eine Bergung der Fässer wäre somit erst in 10 Jahren möglich.

 

17.02.2013

AKW Tschernobyl: Einsturz des Turbinengebäudes unter der Schneelast

Vor dem Wochenende stürzte das marode Turbinengebäude, was zum havarierten Reaktors 4 gehört unter der Scheelast ein. Laut einer Kraftwerkssprecherin und der ukrainischen Katastrophenschutzbehörde sei jedoch keine Radioaktivität ausgetreten und es bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung.

Unabhängige Experten und auch Greenpeace sind allerdings beunruhigt und haben Sorge, dass weitere marode Gebäudeabschnitte, vor allem am havarierten Reaktor 4 einstürzen und somit erneut radioaktive Partikel freisetzen könnten. 

Durch die Explosion im Reaktor 4 vom 26.04.1986 sind bis heute noch große Gebiete, vor allem in der Ukraine und in Weißrussland aber auch in Europa, wie z.B. in Süddeutschland radioaktiv verseucht. 

 

15.02.2013

Haarrisse im Reaktor: Kein Problem für belgische Behörden

Der umstrittene Reaktor 2 am AKW Tihange in Belgien, nicht weit von Aachen, stellt laut der belgischen Atombehörde keine Gefahr dar. Dort wurden vor einigen Monaten, wie am am AKW Doel, ebenfalls in Belgien tausende von feinen Haarrissen an der Reaktorhülle festgestellt Antiatom-fuku berichtete). Und obwohl noch nicht einmal die Ursache für die Entstehung dieser Haarrisse geklärt ist, darf der Reaktor wieder ans Netz gehen.

Unabhängige Experten warnen allerdings eindringlich vor der Wiederinbetriebnahme von Reaktor 2 am AKW Tihange.

 

12.02.2013

Erneuter Atombombentest in Nordkorea

In der der nuklearen Versuchsanlage Punggye Ri, Nordkorea wurde in 1 km Tiefe zu Testzwecken eine Atombombe gezündet. Der Test sei sicher und nach Plan verlaufen.

Das ist der dritte und stärkste Atombombentest innerhalb der letzten sieben Jahren.

Laut der nordkoreanischen Regierung dient das alles nur der nationalen Sicherheit. Die Nato, USA, EU, Russland und China haben da aber eher Bedenken und kritisierten diese Versuche sehr stark. Zudem ist zu befürchten, dass Nordkorea entsprechende Daten an Iran, die ebenfalls ein undurchsichtiges Atomprogramm führen, weitergibt. Schon zuvor hatte Nordkorea seine Raketentechnologie an Iran weitergegeben.

 

09.02.2013

Sturm ,,Nemo'' verursacht Schäden am AKW Pilgrim an der US-Ostküste

Bei dem Schneesturm ,,Nemo'', der zur Zeit an der Ostküste der USA wütet, brach bei einem der Reaktoren des AKWs Pilgrim bei Plymouth in Massachusetts die Stromversorgung zusammen. Der Reaktor schaltete sich automatisch ab und die Situation konnte laut dem Betreiber stabilisiert werden. Nach Angaben der amerikamischen Atomaufsichtsbehörde NRC besteht keine Gefahr für die Bevölkerung.

 

 

Januar 2013

  

29.01.2013

Nukleare Explosion in der Urananreicherungsanlage Fordo/Iran

Wie erst jetzt nach und nach bekannt wurde, hat sich bereits letzte Woche eine nukleare Explosion in der unterirdisch angelegten Urananreicherungsanlage Fordo ereignet, die die Anlage sehr stark beschädigte. Dabei wurden auch alle Ausgänge blockiert, so dass die Mitarbeiter, dessen Anzahl unbekannt ist, in 90 Meter Tiefe festsaßen.

Wachleute, die die Anlage oberirdisch bewachen berichteten über eine heftige Explosion. Auch noch in 500 Meter Entfernung bebten Häuser.

Bezüglich der ausgetretenen radioaktiven Strahlung gibt es derzeit keinerlei Angaben. Somit ist auch nicht bekannt, welche Dosis die Arbeiter vorort erhalten haben.

Während die Informationen nach und nach aus verschiedenen Quellen ans Licht kommen, ist die iranische Regierung sehr um eine Geheimhaltung des Vorfalls bemüht.

Und obwohl dort hochkonzentriertes, also waffenfähiges Uran angereichert wird, Kontrollen durch die IAEA ungern gesehen sind, dient die Anlage angeblich nur zur ,,friedlichen Nutzung'' der Kernenergie. 

Es liegt auch der Verdacht nahe, dass die Explosion durch einen Sabotageakt verursacht wurden ist, um das iranische Nuklearprogramm zu unterbinden.

 

23.01.2013

Atommülltransporter in Frankreich entgleist

Wie erst jetzt bekannt wurde ist am Montag gegen 17:30 Uhr bei Saint-Rambert d' Albon in Frankreich ein Zug mit uranhaltigen Atommüll entgleist. Als Unfallursache kommt eine Fehlstellung einer Weiche infrage.

Die Informationen über den Unfallhergang sind sehr dürftig, da der Vorfall eigentlich nicht an die Öffentlichkeit gelangen sollte.

 

Atomarer Pendelverkehr zwischen Gronau und und Alemo in Frankreich

Mehrere 1000 Tonnen Uranhexaflorid, was extrem gefährlich ist, wird laufend nach Frankreich transportiert, wo es zu Uranoxid umgewandelt und dann zur Urenco/UAA Gronau transportiert wird. Dort wird zur Zeit eine Halle gebaut, in der ab nächstes Jahr der Uranoxid-Atommüll gelagert werden soll. Das ist alles durch die NRW-Landesregierung genehmigt wurden.

Allerdings löst die laufende Atommüllverschiffung quer durch Europa keine Endlagerprobleme. Es verschleiert diese nur.

 

17.01.2013

EU: In Brüssel will man nicht auf die Kernenergie verzichten

Es werden weiterhin keine Konsequenzen aus den EU-weiten AKW-Stresstests gezogen, obwohl viele AKWs sehr schlecht abgeschnitten haben (Antiatom-fuku berichtete).

Für EU-Kommissar Oettinger kommt ein EU-weites Abschalten der AKWs gar nicht infrage. Andernfalls wäre man laut Oettinger zu sehr von den fossielen Energien abhängig.

Er steht sogar hinter den Plänen der AKW-Neubauten z.B. in Finnland und Polen.

Oettinger ist sehr stark bestrebt, dass Image der Kernenergie wieder zu verbessern und als saubere, umweltfreundliche Energie anzupreisen. Auch das Projekt der Kernfusion will er voran bringen. Derzeit läuft in Südfrankreich ein Kernfusionsreaktor zu Forschungszwecken.

 

15.01.2013

Deutschland 2012: Massive Stromexporte trotz abgeschalteter AKWs

Allen Warnungen der Stromkonzerne zum Trotz gab es aufgrund der Energiewende und der 8 von 17 abgeschalteten Reaktoren in Deutschland keine Blackouts. Auch die von den Stromkonzernen und der Industrie propagierte Notwendigkeit massiver Stromimporte blieb aus.

Statt dessen hat Deutschland 2012 sogar, dank dem starken Ausbau der erneuerbaren Energien wie z.B. Wind-und Sonnenkraft einen neuen Rekordwert von 23 Mrd. KW erreicht, wovon 9200 MW ins Ausland exportiert wurden sind, was einer     Produktionsmenge zweier AKWs entspricht. Zudem sank der Strompreis an der Strombörse EEX im letzten Jahr um 16%, was jedoch weiterhin nicht an die Endverbraucher weitergegeben wird. Statt dessen sind die Stromkonzerne weiterhin bestrebt, diesen Trend zu kippen und für den Erhalt der AKWs zu kämpfen.

2012 war die Produktion an Atomstrom in Deutschland auf den niedrigsten Stand seit 1984. Das bedeutet einen Rückgang von 8,4%. Auch nach weiteren Abschaltungen der restlichen AKWs werden die Börsenpreise an der Strombörse EEX stabil bleiben.

 

09.01.2013

Altmaier: Kein Atommüllexport ins Ausland

Während die rot-grüne Opposition die Meinung vertritt, der hochradioaktive Atommüll solle nach entsprechender Gesetzesanpassung des deutschen Atommüllgesetzes in das Ausland verbracht werden, beteuert Bundesumweltminister Altmaier (CDU), dass der Atommüll auf jeden Fall in Deutschland und nicht im Ausland entsorgt werden soll.

Für Ende Februar strebt Altmaier erneut parteiübergreifende Gespräche bezüglich der Endlagersuche an. Diese wurden zuletzt in Oktober durch Rot-Grün, mit der Begründung fehlender Gesprächsgrundlagen boykottiert. Eine weitere Verzögerung, wohlmöglich bis nach der Bundestagswahl im Herbst soll laut dem Bundesumweltministerium allerdings vermieden werden.

 

04.01.2013

Legalisierung von Atommüllexporten ins Ausland geplant?

Mit der neuen Atommüllgesetzesnovelle, die die Bundesregierung zur Umsetzung der EU-Richtlinien plant, soll vermutlich auch die Möglichkeit geschaffen werden, hochradioaktiven Atommüll legal ins Ausland, zwecks Endlagerung zu exportieren. Anders als in den EU-Richtlinien regelt das neue deutsche Atommüllgesetz nicht klar genug, wo die Atommüllendlagerung zu erfolgen hat.

Während Umweltschützer Alarm schlagen, dementiert Bundesumweltminister Altmaier das möglicherweise versteckte Hintertürchen für den Atommüllexport ins Ausland.

Ein möglicher Abnehmerstaat wäre Russland, was den importierten Atommüll im unsicheren und hochverstrahlten Endlager Majak einlagern würde.

Laut Bundesumweltminister sei ein Export jedoch nicht beabsichtigt. Auch die zuvor gescheiterte parteiübergreifende Endlagerfrage soll nach der Landtagswahl in Niedersachsen wieder aufgenommen werden.