2014 In Deutschland und dem Umland

aus dem Jahr 2014 in umgekehrter Chronologie. Das heißt: Das aktuellste folgt zuerst.

 

28.12.2014

Ukraine - Erneuter Störfall am AKW Saporischja

Am AKW Saporischja ist es erneut zu einem Störfall gekommen. Der betroffene Reaktor wurde laut dem Betreiber Energoatom nur vorsorglich heruntergefahren, damit er keinen Schaden nimmt. Die Ursache für dem Störfall sei ein technischer Defekt am Transformator gewesen und es sei auch keine Radioaktivität ausgetreten.

Erst Ende November geriet das AKW  Saporischja in den Schlagzeilen, als sich dort ein Störfall ereignete, bei dem man zuerst einen Super-GAU vermutete und auch sofort verheimlichen wollte (antiatom-fuku bewrichtete).

Das AKW  Saporischja, was mit seinen 6 Reaktoren russischer Bauart schon seit 1984 am Netz ist, wird von Jahr zu Jahr immer störanfälliger. Unabhängige Umweltexperten warnen vor den Risiken, vor allem auch davor dort US-amerikanische Brennelemente einzusetzen, da diese nicht kompatibel sind (antiatom-fuku berichtete).   

 

06.12.2014

Ukraine: Störfall am AKW Saporischja – noch viele offene Fragen

Zum Störfall am ukrainischen AKW Saporischja, der sich diese Woche ereignete gibt es noch zahlreiche offene Fragen an die ukrainische Regierung, dem AKW-Betreiber und der IAEA. Unter anderem gib es keine genaueren Informationen, inwieweit der nukleare Teil der Anlage wirklich betroffen gewesen ist.

Als der Störfall eintrat, vermutete man zu erst einen Super-GAU, gab jedoch sehr rasch Entwarnung, da es sich „nur“ um eine technische Störung in nicht nuklearen Anteil der Anlage gehandelt haben soll, wo bei es zu mehreren Stromausfällen kam (antiatom-fuku berichtete).

Der besagte Störfall begann laut den Behörden mit einem plötzlichen Leistungsabfall im Reaktor 3. Was sich aber alles vor dem Leistungsabfall in Reaktor 3 ereignet hatte und ob es da schon zu technischen Störungen mit Stromausfällen gekommen ist, die vielleicht sogar ursächlich für den Leistungsabfall gewesen sind, ist noch völlig unklar. Zu dem gibt es keine genauen Informationen darüber, in wie weit der Reaktor hätte außer Kontrolle geraten können, bzw. kurz davor gewesen ist.

Als mögliche Ursache könnte auch der Gebrauch US-amerikanischer Brennelemente sein. Diese sind für den Gebrauch in russischen Reaktoren dieser Bauart wie am AKW Saporischja, da sie sich verbiegen und somit brüchig werden, nicht geeignet.

Da sich die Ukraine nie um Alternativen zur Energiegewinnung gekümmert hatte und sogar über 50% des Stroms aus Kernenergie bezieht, ist das Land immer noch sehr stark von russischen Brennstoffexporten abhängig.

Um jedoch weniger von Russland abhängig zu sein, bezieht die Ukraine schon seit vielen Jahren Brennelemente aus den USA. Die Herstellerfirma bemüht sich sogar, um dem Problem mit der unzureichenden Kompatibilität der amerikanischen Brennelemente entgegen zu wirken, Brennelemente in russischer Bauweise herzustellen, die sich aber trotz dem verbiegen.

Das ist ein Problem, worauf ukrainische Experten in der Vergangenheit schon hingewiesen haben. Das wurde von den Energiekonzernen und den Behörden jedoch ignoriert. Man wollte davon nichts wissen und machte diese Experten mundtot. Die besagten Brennelemente sind in der Ukraine, kombiniert mit „echten“ russischen Brennelementen weiterhin in allen AKWs im Einsatz.

Es ist sehr stark anzunehmen, dass das man da noch einmal sehr großes Glück gehabt hatte, so dass es „nur“ zu einem Störfall und nicht, wie zu erst angenommen zu einem Super-GAU gekommen ist.

 

03.12.2014

Mehrere Störfälle am AKW Saporischja in der Ukraine

Am ukrainischen AKW Saporischja, südlich von Kiew, nicht weit von den umkämpften Gebieten, ereignete sich ein Störfall am Reaktor 3, der laut den lokalen Behörden und der IAEA als „nicht gefährlich“ eingestuft worden ist. Erhöhte Radioaktivität sei ebenfalls nicht ausgetreten. Schon in den vergangenen Tagen kam es am AKW Saporischja zu mehreren technischen Störungen mit Stromausfällen am Reaktor 3, der dann heruntergefahren worden ist.

Laut dem Betreiber und dem Umweltministerium wäre das Problem jedoch leicht zu beheben und die Störung sei nicht im nuklearen Teil der Anlage. Der Reaktor soll am Freitag wieder angefahren werden.

Anfänglich gab es dazu nur sehr spärliche Informationen seitens der Ukraine und es bestand der Verdacht für einen möglichen Super-GAU, der sich dann wohl doch nicht bestätigt hatte. Über den genauen Unfallhergang gibt es jedoch immer noch keine ausführlichen Informationen.

Die Anlage, bestehend aus 6 Druckwasserreaktoren (DWR) russischer Bauart ist seit 1984 in Betrieb. Ein Atomausstieg war in der Ukraine auch nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl nie vorgesehen. „Man wolle von russischen Rohstoffimporten unabhängig sein, weshalb die Ukraine auf Atomkraft angewiesen sei“, so der ukrainische Umweltminister. Über andere Alternativen, sowie den erneuerbaren Energien wurde in der Ukraine jedoch noch nie großartig nach gedacht.

Bezüglich der abgelaufenen Reaktorkatastrophe in Tschernobyl ist die Ukraine weiterhin auf internationale Hilfe angewiesen. Derzeit wird dort ein neuer Sarkophag für den havarierten Reaktor 4 gebaut, den die Anlage gilt weiterhin als gefährlich und wird noch lange strahlen und die Folgen für Umwelt und Gesundheit dauern ebenfalls weiterhin an.

 

01.12.2014

Brand am AKW Tihange in Belgien

Nach einer Explosion und einem Brand an einem Transformator am AKW Tihange, der sich gestern morgen schon ereignete, schaltete sich der Reaktor 3 automatisch ab. Dieser soll jedoch, nach dem der Schaden behoben sei schon morgen wieder im Vollbetrieb laufen.

Laut dem Betreiber Electrabell bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung und Radioaktivität sei ebenfalls nicht ausgetreten.

Siehe dazu auch den ausführlichen Artikel vom WDR

 

26.11.2014

Jülicher Atommüll: Gelungenes Satireplakat – NRW-Grüne werden nervös

Im Koalitionsvertrag der Rot-Grünen NRW-Landesregierung steht geschrieben: Der Atommüll aus dem Forschungszentrum Jülich soll umgehend in ein innerdeutsches Endlager, sobald hierfür ein Standort gefunden ist.

Ein Export ins Ausland, in diesem Fall die USA wäre somit eigentlich ausgeschlossen. Aber statt sich an diese Abmachung zu halten, wird derzeit der Transport der 152 Jülicher Castoren in die Atomanlage Savannah River site, USA, in die Wege geleitet. Die Atomfirma Savannah River site will daraus waffenfähiges Material herstellen.

Diese Handlungsweise der heutigen Grünen hat somit überhaupt nichts mehr mit dem Ursprungsgedanken zu Gründerzeiten dieser Partei, also mit dem Atomausstieg, inklusive der Abschaffung der Kernwaffen zu tun, was das äußerst gut gelungene Satireplakat der bundesweiten Antiatomorganisation „ausgestrahlt“ an einem Info-Stand in Hamburg verdeutlicht.

Mehr dazu und zum Plakat in den ausgestrahlt Blogs Atommüll.

Schon in der Vergangenheit ist Rot-Grün diesbezüglich negativ aufgefallen, als die damalige Rot-Grüne Bundes- und Rot-Grüne NRW-Landesregierung der Urananreicherungsanlage in Gronau eine unbefristete Genehmigung erteilte und dessen Ausbau auf die doppelte Kapazität ermöglichte!

 

14.11.2014

Jülich: Bergung des Reaktorbehälters, Lagerung für 70 Jahre

Der betongefüllte und somit 2000 Tonnen schwere und hochradioaktiv belastete Reaktordruckbehälter aus dem stillgelegten Versuchsreaktor Jülich wurde über eine  Entnahmevorrichtung, die extra dafür gebaut worden ist, erfolgreich aus dem Reaktorgebäude gehoben. Er wird nun in einer eigens dafür gebauten Halle auf dem Gelände der FZ Jülich für voraussichtlich mindestens 70 Jahre gelagert.

Ursprünglich war eine Endlagerung im umstrittenen Schacht Konrad vorgesehen.

Was mit den Brennelementekugeln, die derzeit noch in 152 Castoren auf dem Gelände der FZ Jülich lagern ist noch nicht endgültig entschieden. Aktuellen Plänen der rot-grünen NRW-Landesregierung zur Folge sollen diese im Einvernehmen mit der Bundesregierung in die US-Aufbereitungsanlage Savannah River verschofft werden. Dort sollen die Brennelementekugeln dann mit deutscher finanzieller Unterstützung zu waffenfähigen Material „verarbeitet“ werden.

 

11.11.2014

Forschungsreaktor Jülich – Rückbau bürgt große Gefahren in sich

Am havarierten Forschungsreaktor Jülich beginnen nun die Rückbauarbeiten. Dieser wurde 1988 nach einem jahrelang verschleppten Störfall still gelegt. Das umgebene Erdreich ist massiv radioaktiv verseucht.  

Der Reaktor wurde bereits mit Beton verfüllt, um die radioaktiven Partikel im Inneren zu binden. Allerdings besteht nun die Gefahr, dass sich, da die chemischen Reaktionen im Reaktor weiter laufen, radioaktive Gase bilden, die den Beton brüchig machen, bzw. den Reaktor zum Platzen bringen könnten. Denn im Inneren „gärt“ es gewaltig.

Neben den noch anderen Gefahren ist auch der Abtransport ein sehr risikoreiches Vorhaben. Dabei soll der betongefüllte Reaktor aus dem Gebäude gehoben und gekippt werden.

Am Ende der Rückbauaktion müssen dann auch noch umfangreiche Dekontaminationsmaßnahmen erfolgen, bei denen das hoch radioaktiv verseuchte Erdreich großzügig abgetragen werden muss.

Bezüglich der Gefahren bei den Rückbauarbeiten hält sich der Betreiber allerdings bedeckt. Der BUND bohrt jedoch nach und versucht genauere Informationen zu bekommen.

Mehr dazu im ausführlichen Artikel des WDR

 

27.10.2014

Deutscher Katastrophenschutz eine einzige Katastrophe?

Eine Übung aus dem Jahr 2013, bei den ein Super-GAU im AKW Lingen/Emsland simuliert worden ist, funktionierte der Katastropheneinsatz- und Rettungsplan nur sehr mangelhaft. Und während die simulierte radioaktive Wolke über NRW zog, stritten sich 200 Beamte über die Zuständigkeit der zu ergreifenden Maßnahmen. Die betroffene Öffentlichkeit wurde ebenfalls zu spät gewarnt (Eine fiktive Warnung, die zu spät erfolgte).

Eine Katastrophenschutzübung, die eigentlich, wahrscheinlich vor allem wegen dem „Erfolg“ der Übung, nicht an die Öffentlichkeit gelangen sollte, wurde nun durch die Tageszeitung TAZ aufgedeckt.

Nachfolgend ein ausführlicher Bericht des WDR

 

09.10.2014

Großbritannien baut AKW mit freundlicher Unterstützung der EU

Als erstes EU-Land, seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima, erhält Großbritannien EU-Beihilfen für den Bau zwei neuer Reaktoren, die am AKW Hinkley Point in Südengland geplant sind.

Siehe dazu auch den ausführlichen Artikel der DW

 

07.10.2014

Stromkonzerne klagen immer häufiger und machen den Atomausstieg zu Nichte

Die deutschen Energiekonzerne lassen sich immer neue Gründe einfallen, um vor Gericht zu klagen. Es wird alles daran getan, um den Profit minimierenden Atomausstieg zu Nichte zu machen. Zuerst wird wegen der Zwangsstilllegung der 8 gefährlichsten Reaktoren geklagt, dann wegen der Brennelementsteuer und jetzt auch noch gegen den Neustart der Endlagersuche. Denn die Energiekonzerne hatten sich bereits auf den Salzstock Gorleben fixiert. Ein Neustart bei der Endlagerneusuche würde den Konzernen einige „Umstände“ bereiten.

Siehe dazu auch den ausführlichen Artikel der Tageszeitung „Junge Welt“

 

23.09.2014

Großbritannien erhält grünes Licht für AKW-Neubau

Als erstes europäisches Land erhält Großbritannien seit der Reaktorkatastrophe in Fukushima jetzt grünes Licht der EU und dessen Unterstützung für den Neubau eines AKWs.

Siehe dazu den ausführlichen Artikel der „die Presse.com“

 

07.09.2014

AKW Diablo: Droht der US-Westküste das gleiche wie in Fukushima? 

Auch an der Westküste der USA, wo sich das AKW Diablo Canyon befindet, sind die geologischen Verwerfungslinien aktiv. Denn die Westküste der USA gehört, wie Japan auch, zu dem sog. „Pazifischen Feuerring“. Das AKW Diablo Canyon liegt somit in einer seismisch aktiven, bzw. stark erdbebengefährdeten Region und hat auch hat Kontakt zu einer geologischen Verwerfungslinie, die seismisch aktiv ist.

Während der AKW-Betreiber laufend beschwichtigt, schlagen unabhängige Experten Alarm und warnen davor, dass hier das Gleiche passiert wie in Fukushima.

Siehe dazu den ausführlichen Artikel der EcoWatch

August 2014

31.08.2014

Ukrainekrise – Gefahr eines zweiten Tschernobyls

In der Ukraine sind derzeit 15 Reaktoren an 5 AKWs in Betrieb, die in den momentan dort herrschenden politischen Unruhen schnell zu einer großen Gefahr werden könnten.

Hierzu ein ausführlicher Bericht vom WDR-Energieexperten Jürgen Döschner

 

17.08.2014

Ab Morgen 36 Castoren quer durch Deutschland

36 Castoren, wenn nicht so gar mehrere sollen vermutlich ab morgen durch Deutschland rollen. Der Weg führt vom Hamburger Hafen, vermutlich über Bremen, Münster, Köln in Richtung Süddeutschland nach Narbonne in Frankreich.

Ein ausführlicher Bericht und Infos zu vielen weiteren Atom-Transporte, die laufend am Hamburger Hafen umgeschlagen werden, hat die umweltFAIRaendern zusammen gestellt.

 

Mehrere Behälter mit Uranerz verbleiben einen Monat im Hamburger Hafen

Behälter mit Uranerz aus St. Petersburg lagern seit einen Monat im Hamburger Hafen. Diese Behälter wurden bereits vor einem Monat wegen der abgelaufenen Plakette für die Zulassung von Gefahrguttransporte (CSC-Plakette) von der Wasserschutzpolizei beanstandet. Diese Behälter sollten hier nur umgeladen und dann weiter nach Frankreich transportiert werden. Durch einen Behördenfehler sind diese jedoch im Hafen verblieben.

Mehr dazu im ausführlichen Artikel der NDR-Nachrichten.

 

13.08.2014

Gronau: NRW genehmigt möglicherweise Atommüllzwischenlager – Massive Proteste angekündigt

An der Urananreicherungsanlage Gronau soll möglicherweise bald ein neues Atommüllzwischenlagers in Betrieb genommen werden. Die Entscheidung und Genehmigung wird in Kürze durch die rot-grüne NRW-Landesregierung getroffen. Kritiker befürchten diverse Schleichwege und Tricksereien der Atomlobby. Es wurden bereits Proteste angekündigt.

Siehe dazu auch den ausführlichen Bericht im Greenpeace-Magazin online.

 

01.08.2014

USA: Umstrittene Rücknahme der Brennelementekugeln aus Jülich

Während in der US-Bevölkerung der Protest gegen die Rücknahme der Brennelementekugeln aus Jülich weiter wächst, sind die Befürworter eher zuversichtlich, zumal das Material waffentauglich ist.

Entsprechende Verträge wurden bereits unterzeichnet. Somit wird der gefährliche Transport in die USA immer wahrscheinlicher.

Siehe dazu den ausführlichen Bericht des WDRs.

 

 

Juli 2014

 

29.07.2014

AKW Gundremmingen: Höchste Gefahr für eine Kernschmelze

Einer Studie zur Folge ist das ist das AKW Gundremmingen (RWE und Eon) aufgrund seiner technischen „Gegebenheiten“ das am stärksten gefährdete AKW in Deutschland.

Selbst die Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS) beklagt Mängel am AKW Gundremmingen.

Die beiden noch genutzten Siedewasserreaktoren B und C dürfen noch bis 2017 bzw. bis 2021 laufen. In einem der beiden Reaktoren, der die zur Zeit in Wartung befindet, wurde ein defektes Brennelement entdeckt, was angeblich keine zusätzliche Gefahr dar stellt.

Hier zu ein ausführlicher Artikel der Jungwelt online.

 

18.07.2014

Notfall am Reaktor: RESA im AKW Brokdorf

Als der Reaktor am AKW Brokdorf, Betreiber Eon, nach Beendigung der jährlichen Revision wieder angefahren werden sollte, funktionierte die Frischwassereinspeisung nicht, so dass es zu einer automatischen Schnellabschaltung „RESA“ des Reaktors kam. Somit wurde der Vorgang des Wiederanfahrens des Reaktors abgebrochen, als dieser 9% erreichte.

Der Vorfall ereignete sich bereits am gestrigen Donnerstag. Er wurde fristgerecht durch den Betreiber Eon an die Atomaufsichtsbehörde gemeldet.

Nachfolgend ein ausführlicher Bericht der 0.2 elf net.

Das AKW Brokdorf verfügt über „nur“ einen Reaktor, einen DWR, der noch bis Ende Dezember 2021 betrieben werden darf.

 

13.07.2014

Iranisches Atomprogramm: Teheran hält sich nicht an die Abmachungen

Unter den Experten im UN-Sicherheitsrat mehren sich die Zweifel, ob sich Teheran an die international vereinbarten Abmachungen bezüglich seinem Atomprogramm hält. Unter anderem wurde entgegen den Vereinbarungen die massive Urananreicherung nicht gestoppt. Iran steht weiterhin unter Verdacht Atombomben zu bauen.

Laut der iranischen Regierung dient die Kerntechnologieausschließlich für zivile Zwecke um unabhängiger von Rohstoffimporten zu sein. „Unangenehme Fragen“ der IAEA, vor allem bezüglich der massenhaften Urananreicherung in hoher Konzentration lässt die iranische Regierung jedoch unbeantwortet.

 

12.07.2014

Heimliche Atomtransporte durch NRW

Umweltschützer decken auf: Über 1000 geheime Atomtransporte über Straße oder Schiene wurden im letzten Jahr getätigt. Davon gingen zahlreiche radioaktive Gefahrguttransporte zur Urananreicherungsanlage Gronau, NRW oder von dort aus zu anderen Standorten. Bei den Gronau-Transporten wurde unter anderem auch Uranhexafluorid in großen Mengen, was nicht nur radioaktiv, sondern auch noch chemisch hochgiftig und ätzend ist über die Straßen von NRW transportiert.

Erst im vergangenen Jahr konnte im Hamburger Hafen eine nukleare Katastrophe mit Uranhexafluorid und weiteren radioaktiven Stoffen in aller letzter Minute noch verhindert werden (antiatom-fuku berichtete).

Als Begründung für die Geheimhaltung der Atomtransporte gab die Bundesregierung (CDU/SPD) unter anderem an, dass somit eventuelle Terroranschläge vorgebeugt werden sollen.

Es wird auch geheim gehalten, wann und durch welche Ortschaften die Atomtransporte erfolgen. Die direkten Anwohner, sowie die weitere Bevölkerung bekommen absolut keine Informationen darüber und wissen nicht, wann sie in Gefahr sind.

Auch die NRW-Landesregierung (SPD/GRU) hat kein Problem damit diese geheimen Atomtransporte quer durch NRW, vor allem von und zur UAA Gronau zu genehmigen und die Bürger ohne ihr Wissen in Gefahr zu bringen.

Unabhängige Kritiker vermuten jedoch, das die Atommülltransporte durch die Geheimhaltung wesentlich bequemer und kostengünstiger für die Behörden und Atomfirmen sind, da teure Polizei-Eskorten etc. weg fallen und keine Auseinandersetzungen mit Atomkraftgegner und unangenehme Fragen der Anwohner zu Stande kommen.

 

02.07.2014

FZ Jülich: Wohin mit den Brennelementekugeln? Die Lage spitzt sich zu

Die Lage im Forschungszentrum Jülich, wo 152 hochradioaktive Castoren mit Brennelementekugeln aus den Forschungsreaktoren lagern, spitzt sich zu. Zu erst schiebt die rot-grüne NRW-Landesregierung das Problem mit den Brennelementekugeln jahrelang vor sich hin, lässt dabei das Ende der Einlagerungsgenehmigung in Jülich verstreichen, plante zu nächst fragwürdige Transporte nach Ahaus und verkündet jetzt, dass die Brennelementekugeln dort verschwinden sollen.

Es gibt seit Längerem auch Pläne diese in das Herkunftsland USA zu verschiffen (antiatom-fuku berichtete).

Für die weitere Zwischenlagerung der Jülicher Brennelementekugeln schwebt der NRW-Landesregierung wohl möglich das neue Atommülllager für Uranoxid in Gronau vor.

Einen weiteren ausführlichen Bericht hat die Antiatom-Organisation „Keinen Castor nach Ahaus“ zusammengestellt.

Juni 2014

 

21.06.2014 (2)

E.on erhält grünes Licht für die Wiederinbetriebnahme des AKW Grohnde

Nach dem die Staatsanwaltschaft keine Unregelmäßigkeiten bei den durchgeführten Wartungs- und Reparaturarbeiten festgestellt haben, wurde das Verfahren eingestellt und der grüne Umweltminister Wenzel gab jetzt grünes Licht für die Wiederinbetriebnahme des Reaktors.

Siehe dazu den folgenden Artikel vom Handelsblatt online.

 

21.06.2014

E.on stellt Eilantrag für die Wiederinbetriebnahme des AKW Grohnde

Nachdem Kernkraftgegner einen möglicherweise gravierenden Mangel, der wohl notdürftig repariert worden sei (einen Riss an einer Armatur) gemeldet hatten, nahm der niedersächsische Umweltminister Wenzel (GRU) seine bereits erteilte Genehmigung zur Wiederinbetriebnahme des Reaktors erst einmal wieder zurück und schaltete die Staatsanwaltschat ein (antiatom-fuku berichtete).

Der nun verärgerte Betreiber E.on stellte jetzt, um die Wiederinbetriebnahme so schnell wie möglich durch zu boxen einen Eilantrag beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg.

Der Reaktor, der ursprünglich am Donnerstag schon wieder angefahren werden sollte, bleibt jetzt solange vom Netz, bis die Angelegenheit geklärt ist.

Geäußert wurde der Verdacht einer Vertuschung und Verschleierung bei den Reparaturarbeiten am Reaktor, indem der besagte Riss an der Armatur eilig verschweißt wurden ist, anstatt die Armatur auszutauschen, was jedoch wesentlich aufwendiger gewesen wäre.

 

20.06.2014

AKW Grohnde: Weitere Mängel am Reaktor?

Nach Beendigung der Revision und der Reparaturarbeiten gibt es nach Meinung des niedersächsische Umweltministers Wenzel (GRU) keinerlei Sicherheitsbedenken, die gegen eine Wiederinbetriebnahme des Reaktors am AKW Grohnde sprechen würden, so dass Wenzel grünes Licht für die Wiederinbetriebnahme gab.

Allerdings wurde die für heute geplante Wiederinbetriebnahme erneut verschoben, da nach Informationen von Umweltschützern möglicherweise ein weiterer Mangel an einer Armatur vorliegt. Hier handelt es sich um einen Riss, der eilig unter Zeitdruck geschweißt worden ist. Der Fall wurde vom Umweltministerium an die Staatsanwaltschaft übergeben, um zu klären, ob da eine Straftat vorliegt. Bis dahin, zum Ärgernis des Betreibers E.on darf der Reaktor nicht ans Netz.

 

19.06.2014

AKW Grohnde: Maroder Reaktor soll morgen wohl möglich wieder ans Netz

Noch immer ist die Frage offen, ob das AKW Grohnde, nicht weit von Hannover wieder ans Netz gehen darf oder nicht. Der niedersächsische Umweltminister Wenzel (GRU) lässt die Welt zappeln. „Die Gespräche, die das Umweltministerium mit dem Betreiber E.on, die die Wiederinbetriebnahme des einzigen Reaktors beantragt, müssten erst einmal bewertet werden“, so die wohl möglich faule Ausreden von Wenzel.

Hier liegt der Verdacht nahe, dass die Entscheidung des niedersächsischen Umweltministeriums nicht gerade zu Gunsten der Bevölkerung ausfallen wird.

Das AKW Grohnde befand sich in Revision, die dieses Mal länger dauerte als geplant, da im Reaktorkern Maschinenteile, sogenannte Drosselkörper entdeckt worden sind, die dort hinein gefallen sind. Der Schaden sei nun laut E.on behoben. Der Reaktor soll morgen wieder angefahren werden.

Das Problem mit den Drosselkörpern und weiteren Maschinenteile betrift nit nur das AKW Grohnde. Auch in den anderen bundesdeutschen AKWs können solche Probleme auftreten.

Am vergangenen Samstag protestierten 300 bis 400 Kernkraftgegner gegen die Wiederinbetriebnahme des AKW Grohnde. Dazu wurden Unterschriften gesammelt und gestern an das Umweltministerium in Hannover überreicht.

 

09.06.2014

Atommüll – Wohin mit den Überresten der deutschen AKWs?

Noch ist unklar, wo das radioaktive Erbe gelagert werden soll.

Eine Dokumentation des Fernsehsenders SWR.

 

02.06.2014

Biel in der Schweiz – hohe Radioaktivität durch Altdeponien

In einem Wohngebiet in Biel, etwa 20 km südlich von Basel wurden große Mengen an Radium mit einer Strahlung bis zu 300 µSv/h entdeckt. Informationen seitens der Behörden gab es bisher nicht.

Hier befand sich in früherer Zeit eine Mülldeponie, wo in den 60er Jahren möglicherweise Abfälle mit radioaktiven Rückständen entsorgt worden sind.

Siehe dazu den ausführlichen Artikel der 20-minuten.ch.

 

Mai 2014

12.05.2014

Bequeme Entledigung - Atomkonzerne wollen ihre AKWs an den Bund abdrücken

Die Stromkonzerne RWE, Eon und EnBW wollen nach gemeinsamer Absprache untereinander ihre AKWs, die mittlerweile nicht mehr rentabel sind und immer mehr Kosten verursachen, an den Bund abdrücken.

Dank der laufenden Subventionen durch den Staat war die Atomenergie stets gewinnbringend für die Stromkonzerne. Jetzt, wo die AKWs immer maroder und anfälliger werden und die Entsorgungsfrage für den Atommüll noch nicht geklärt ist, versuchen die o.g. Atomkonzerne die Verantwortung und die noch entstehenden Kosten an den Bund abzudrücken, der dieses jedoch „dankend“ ablehnte.

Siehe dazu auch den Bericht der Tagesschau online.

 

06.05.2014

Isar 2, das leistungsstärkste AKW der Welt – Nichts, wo man drauf stolz sein könnte

Ganz stolz berichtet der technische Leiter Dr. Willibald Kohlpaintner des Eon AKWs Isar, dass Reaktor 2 jetzt schon zum 10. Male zum weltweit leistungsstärksten Reaktor der Welt „gekürt“ worden ist und 13% der bayrischen Stromversorgung übernimmt.

Mehr dazu im Artikel der Passauer Neuen Presse.

Dazu sind auch noch zwei weitere deutsche Anlagen im internationalen Ranking „ausgezeichnet“ worden, die die Plätze 3 und 4 belegen. Somit können sich die Stromkonzerne Vattenfall, AKW Brokdorf und RWE, AKW Emsland ebenfalls mit einem Peis brüsten. Siehe dazu den Artikel der finanzen.net.

In Anbetracht der Gefahren, die vor allem ein „leistungsstarkes“ AKW bietet, ist das Kritikern zur Folge absolut kein Grund stolz darauf zu sein.

 

 

April 2014

 

28.04.2014

Taiwan: Massiver Widerstand gegen ein neues AKW

Obwohl Taiwan genauso wie Japan sehr stark erdbebengefährdet ist, wird dort ein weiteres AKW gebaut. Einer der Reaktoren wurde schon fertig gestellt.

Die Proteste gegen die geplanten AKW-Neubauten sind seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima jedoch sprunghaft angestiegen. Dabei kommt es immer häufiger zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, die von der Regierung die Anordnung hat, diese Protestveranstaltungen aufzulösen.

Zur Zeit besteht der taiwanesische Energiemix aus etwa 5% aus Kernenergie, was nach Plänen der Regierung sogar noch weiter ausgebaut werden soll.

Für den umstrittenen AKW-Neubau wurde jedoch erst einmal ein Baustopp verhängt, bis eine weitere Entscheidung getroffen worden ist.

 

27.04.2014

Reaktorkatastrophe von Tschernobyl jährte sich zum 28. Male

Vieler Orts wurde gestern, auch im Rahmen vieler Antiatomveranstaltungen, die bundesweit statt fanden, auch der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, die sie am 26.04.1986 ereignete und gestern zum 28. Male jährte gedacht.

Noch heute leiden vor allem in der Ukraine, in Gomel und der weiteren Umgebung an den Folgen der immer noch erhöhten Radioaktivität. In Deutschland ist Bayern am stärksten durch den Fallout betroffen. Noch immer weisen Pilze, Wildschweine oder Bodenproben hohe Radioaktivitätswerte auf. Siehe dazu auch den Bericht des Nachrichtensenders n-tv.

 

24.04.2014

Kurzschluss im AKW Brokdorf

Im sogenannten Zwischenkühlsystem der Reaktorkühlung am AKW Brokdorf ist es heute Nachmittag zu einem Kurzschluss gekommen. Dieser konnte laut dem Betreiber Eon jedoch schnell behoben werden. Bei diesem Störfall handelt es sich um ein meldepflichtiges Ereignis der Kategorie „N“. Laut Eon bestand jedoch keine Gefahr für die Bevölkerung. Über die genaue Ursache des Kurzschlusses gibt es noch keine Angaben.

 

13.04.2014

Klimawandel – Energiewende duldet keinen Aufschub mehr

Im Kampf gegen die Erderwärmung ist der Umstieg auf erneuerbare Energien dringend geboten! Die CO2-Emmissionen müssen deutlich reduziert werden. Um dieses Ziel zu erreichen empfehlt der Weltklimarat neben den Ausbau der erneuerbaren Energien allerdings auch den Fortbestand der Kernenergie! um den CO2-Ausstoß zu reduzieren.

In Anbetracht der Gefahren, die die Kernenergie mit sich bringt und der fehlenden Möglichkeit die radioaktiven Abfälle sachgerecht zu entsorgen, ist laut unabhängigen Experten von der Weiternutzung der Kernenergie dringend abzuraten. Zumal der Uranabbau und die Herstellung der Brennelemente neben weiteren Umwelt- und Gesundheitsschäden absolut nicht frei von CO2-Emmissionen sind.

Somit zieht auch das Argument der AKW-Betreiber nicht, dass die Kernenergie klimafreundlich sei.

 

09.04.2014

Neue EU-Leitlinien zu Gunsten der Industrie

Bundesregierung, Bundesländer und die EU-Kommission sind sich einig und die Industrie wird weiterhin geschont, während der Privatkunde weiterhin zur Kasse gebeten wird.

Weiter im ausführlichen Artikel der Tagesschau online

 

März 2014

 

26.03.2014

Erneut Probleme an den AKWs Doel und Tihange in Belgien

Reaktor 3 am AKW Doel bei Antwerpen und Reaktor 2 am AKW Tihange bei Lüttich mussten wegen technischer Probleme, die bei Sicherheitskontrollen entdeckt worden sind abgeschaltet werden.

Diese beiden Reaktoren gerieten schon im letzten Jahr unter heftiger Kritik, da sie tausende von feinen Haarrisse aufweisen, was laut dem Betreiber Electrabel und laut den belgischen Behörden angeblich keine Gefahr darstellen würde (antiatom-fuku berichtete).

Die Instandsetzungsarbeiten der betroffenen Reaktoren sollen voraussichtlich bis zum Sommer andauern, so dass diese nach Plänen des Betreibers Electrabel im Juni wieder in Betrieb gehen können.

 

23.03.2014

Bundesweite Demo zur Rettung der Energiewende

30 000 Leute beteiligten sich an der gestrigen Demo zur Rettung der Energiewende in sechs großen Städten. Schon allein  in Düsseldorf lag die Teilnehmerzahl bei 5000.

Appelliert wurde nicht nur an die Bundesregierung, sondern auch an die Landesregierungen, die gleichermaßen in der Verantwortung stehen.

Derzeit wird die zuvor eingeleitete Energiewende durch Politik und Lobbyisten ausgebremst um die Kohle- und Atomkraft über die Hintertür zu „erhalten“.

Hier bei wurde auch die rot-grüne NRW Landesregierung kritisiert, die unter anderem weiter an der Kohlekraft fest hält und somit den großflächigen RWE-Tagebau, wodurch schon viele ihre Heimat verloren haben weiterhin gewähren lässt.

            

Demo in Düsseldorf zur Rettung der Energiewende. Bild: P. Alt 

 

21.03.2014

Bericht der Bundesregierung über die Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung 2012 in Deutschland

=> Zum Bericht

 

FZ Jülich hält weiter am Kugelhaufenreaktor fest

Trotz der Probleme, einer Beinahekatastrophe in der Vergangenheit und den Folgen durch die Forschungsreaktoren am Forschungszentrum Jülich wird weiterhin auf dem Gebiet der Kugelhaufenreaktoren geforscht und die „Expertise“ an China, wo derzeit ein solcher Kugelhaufenreaktor gebaut wird, weiter gegeben.

Neben den Steuergeldern, die durch die Anlage weiterhin verschlungen werden, müssen die hochradioaktiven Reaktoren rück gebaut und auch noch die zahlreichen Castoren, auf dem Gelände in einer Leichtbauhalle lagern und mittlerweile keine Lagergenehmigung mehr haben noch an einen anderen (sichereren) Standort gebracht werden.

All diese Probleme sind der NRW-Landesregierung seit langen hinreichend bekannt. Eine suffiziente Intervention erfolgte jedoch noch nicht.

Der Jülicher Reaktor wies häufig Störfälle auf, lief über Jahre hinweg zu heiß und wurde dadurch rissig, so das der Boden und das Grundwasser sehr stark mit Strontium90 und weiteren radioaktiven Partikeln verseucht worden ist.

Hier zu hat der WDR einen sehr interessanten Video-Beitrag.

 

13.03.2014

Fukushima Gedenktag – Demos und Gedenkveranstaltungen in 220 Städten

Im gesamten Bundesgebiet wurden in 220 Städten den Opfern der Reaktorkatastrophe in  Fukushima gedacht und für einen sofortigen demonstriert. Die Reaktorkatastrophe jährte sich am 11. März zum dritten Mal und die Folgen sind nicht beherrschbar.

An der Mahnwache und Kundgebung des Anti-Atom-Netzes Trier, bei der auch Hayato Fujii, ein Japaner aus erster Hand berichtete, kamen rund 200 Menschen.

Erfahren Sie mehr im Bericht der Trierer Lokalzeitung „Volksfreund“

 

10.03.2014

Deutsche AKWs – Katastrophenschutz soll verbessert werden

Der Katastrophenschutz/ das Procedere im Falle einer radiologischen Notfallsituation in Deutschland wurde schon häufig von unabhängigen Experten bemängelt. Dem nach ist, neben zahlreichen weiteren Mängeln auch der Evakuierungsradius um das betroffene AKW nicht ausreichend.

Nach Überarbeitung des Katastropheneinsatzplans wurden die Evakuierungszonen erweitert. Am AKW Isar liegt jetzt z.B. München mit in der 100 km-Zone.

Einen weiteren Bericht dazu hat die Tagesschau online zusammen gestellt.

 

Bundesweit und in Frankreich große Antiatomdemos

Anlässlich der Reaktorkatastrophe am AKW Fukushima dai ichi vor drei Jahren fanden am Wochenende in Deutschland an vielen Orten und im französischen Fessenheim, wo ein altes marodes AKW am Rhein steht, zum Teil sehr große Antiatomproteste statt.

Dabei wird auch die schleppend laufende Energiewende und eine möglicherweise erneute Laufzeitverlängerung der deutschen AKWs kritisiert und für einen rascheren Ausbau der erneuerbaren Energien plädiert, die jetzt ohne den ständigen Hinderungen voran gebracht werden soll.

Antiatom-Demo. Bild: P. Alt

 

05.03.2014

Europäische AKWs - Mit dem Alter wächst das Risiko

Einen heute veröffentlichten Report der Umweltorganisation Greenpeace zur Folge, wird belegt, dass die Störanfälligkeit und das Unfallrisiko mit zunehmenden Alter der Reaktoren drastisch ansteigt. Somit wächst das EU-weite Risiko für einen Reaktorunfall enorm an.

Siehe dazu den aktuellen Greenpeace-Report.

 

02.03.2014

Bei einem Atomunfall: Deutscher Katastrophenschutz weiterhin unzureichend

Nach einer Stellungnahme der Strahlenschutzkommission und weiterer Experten ist der Katastrophenschutz im Falle einer radiologischen Notfallsituation, also bei Reaktorkatastrophe weiterhin unzureichend.

Dem nach müssen die Evakuierungskonzepte sowie weitere Vorgänge dringend überarbeitet werden. Siehe dazu den Artikel der Zeitung „Wochenblatt“.

Dieses Problem wurde jedoch schon mehrfach durch verschiedene Fachleute und Umweltverbände angesprochen, fand jedoch weder bei der Bundesregierung noch bei den Landesregierungen ausreichend Gehör.

 

 

Februar 2014

 

27.02.2014

US Navy Dokumente – Gefahr für die Soldaten bewusst verschwiegen?

Internen Dokumenten zur Folge soll die US Marine über die Gefahren und der hohen Strahlung am havariertem AKW Fukushima dai ichi Bescheid gewusst haben, als die Besatzung der „USS Roland Reagan“ 2011 in der japanischen Krisenregion vor Ort gewesen ist. Somit wurde wissentlich in Kauf genommen, dass die betroffenen Marinesoldaten während ihrer dreimonatigen Einsatzzeit einer hohen Strahlenbelastung ausgesetzt gewesen sind.

Siehe dazu den englischsprachigen Artikel der Ecowatch

„Documents Say Navy Knew Fukushima Dangerously Contaminated the USS Reagan“

 Bereits 79 der betroffenen Soldaten sind aufgrund der Strahlenbelastung erkrankt und fordern Schadensersatz vom AKW-Betreiber Tepco (antiatom-fuku berichtete mehrfach).

 

14.02.2014

US-Marinesoldaten - Erneute Sammelklage gegen Tepco

79 US-Marinesoldaten im Alter zwischen 20 und 30, die nach Beginn der Dreifachkatastrophe von 2011 infolge der Strahlenbelastung erkrankt sind haben nun erneut eine Klage gegen den Stromkonzern Tepco, der das AKW Fukushima dai icchi zu verantworten hat erhoben. Gefordert werden 1 Billionen US-Doller Schadensersatz.

Siehe dazu auch den ausführlichen Artikel der „Voice of Russia

Die nun betroffenen Soldaten waren zu Beginn der Dreifachkatastrophe für drei Monate im Einsatz und lagen mit ihrem Schiff „USS Roland Reagan“ an der Küste der Präfektur Fukushima vor Anker (antiatom-fuku berichtete).

Januar 2014

 

Die nun betroffenen Soldaten waren zu Beginn der Dreifachkatastrophe für drei Monate im Einsatz und lagen mit ihrem Schiff „USS Roland Reagan“ an der Küste der Präfektur Fukushima vor Anker (antiatom-fuku berichtete).

 

 

Januar 2014

 

28.01.2014

Terrorgefahr für ukrainische AkWs

Der ukrainische Geheimdienst warnte vor einer erhöhten Terrorgefahr für die ukrainischen AKWs. Die Behörden vermuten, dass es Terrordrohungen im Zusammenhang mit dem zunehmenden Extremismus stehen.

Hierzu hat die „Rianovosti“ einen ausführlichen Artikel.

Trotz der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sind in Ukraine 4 AKWs mit insgesamt 15 Druckwasserreaktoren (DWR) am Netz. Zwei weitere sind im Bau und neun in Planung. Die Atomstromproduktion der Ukraine liegt somit bei 47,2 %.

 

17.01.2014

Unfassbar! Hessen muss wohl möglich Entschädigung an RWE zahlen

Nach dem aufgrund der Reaktorkatastrophe 2011 in Fukushima die acht gefährlichsten Reaktoren in Deutschland durch die Bundesregierung, bzw. durch die jeweiligen Landesregierungen abgeschaltet worden sind, sah der Energiekonzern RWE nur den schwindenden Profit und klagte auf Schadensersatz, da RWE auch am AKW Biblis die Reaktoren 1 und 2 vom Netz nehmen musste. Diese Klage wurde auch schon sehr frühzeitig und zwar Ende März 2011 eingereicht.

Hierzu wurde diese Woche am Bundesgerichtshof Leipzig das Urteil gefällt. Angeblich fehlte für die Zwangsabschaltung des AKWs Biblis, Betreiber RWE die entsprechende Rechtsgrundlage. Der Punkt „Sicherheit“ bleibt hier wohl außen vor.

Einen ausführlichen Bericht hier zu hat die Frankfurter Allgemeine zusammen gestellt.

Das AKW Biblis, was schon seit 1970 in Betrieb ist, verfügt über zwei Druckwasserreaktoren (DWR). Die Reaktoren 3 und 4, ebenfalls DWR, die schon in Planung waren, wurden nie gebaut. Im Dezember 1987 wäre es am AKW Biblis fast zu einem Super-GAU gekommen, was der Betreiber RWE jedoch zu erst verschwiegen hatte.

 

13.01.2014

Atomprogramm Iran: Umsetzung des Übergangsabkommen

Nach einem Übergangsabkommen mit den UN-Vetomächten will Teheran nun im gegenseitigen Einvernehmen die Urananreicherung auf 20% deutlich drosseln. Diese hohe Konzentration ist durch aus tauglich für den Bau von Atombomben.

Im Gegenzug will der Westen die Sanktionen gegen den Iran lockern und ein Teil eingefrorener Gelder frei geben.

Das Übergangsabkommen beginnt Ende Januar und soll für die nächsten 6 Monate gelten. Während dessen laufen weitere Verhandlungen.

 

09.01.2014

Störfallspitzenreiter 2013 ist das AKW Philippsburg

Im Reaktor 2 am AKW Philippsburg, Betreiber EnBW ereigneten sich 2013 siebzehn meldepflichtige Störfälle die bekannt geworden sind. Hierbei handelt es sich um einen Druckwasserreaktor, der schon seit 1984 in Betrieb ist und noch bis Ende 2019 am Netz bleiben darf.

Diese Störfälle betrafen vor allem das Reaktorkühlsystem und die Notstromversorgung.

Das AKW Neckarwestheim, ebenfalls EnBW wies 2013 acht meldepflichtige Störfälle auf. Auf Platz drei liegen die AKWs Emsland, RWE und Isar II, Eon mit je fünf Störfällen.

Der jüngste Störfall ereignete sich im AKW Gundremmingen, Betreiber RWE. Im Reaktor B kam es zum wiederholten Male zu einer Tropfleckage an einer Messlanze des Reaktordruckbehälters. Dieser wurde jetzt Anfang der Woche heruntergefahren um den Schaden zu beheben.

 

04.01.2014

Gabriel will Energiewende reformieren

Der neue *GroKo Wirtschaftsminister S. Gabriel (SPD) will die Energiewende komplett reformieren. Dazu will er bis zum Frühjahr ein neues Konzept vorlegen, bei dem auch die Ausnahmeregelungen für die meisten Großunternehmen weg fallen. Dem nach soll dann nur noch die energieintensive Industrie von der Ökostromumlage befreit werden. Andere Unternehmen wie z.B. Golfplätze etc. fallen dann raus und müssen dann, wie die Einzelverbraucher auch ihren Anteil für die EEG-Umlage entrichten.

*GroKo = Große Koalition (CDU und SPD).

 

02.01.2014

Nordkorea droht mit einem nuklearen Angriff

Der nordkoreanische Diktator Kim Yong drohe in seiner Neujahrsansprache mit einen nuklearen Angriff auf Südkorea. Auch gegenüber den USA zeigte er sich kampfbereit und provozierte.

Dabei sprach Kim Yong auch Bezug nehmend auf die Hinrichtung seines Onkels in Dezember von einer „politischen Säuberung“.

Siehe dazu den ausführlichen Artikel der „Kleine Zeitung“

Schon im vergangenen Jahr zeigte sich der nordkoreanische Diktator mehrfach von seiner gefährlichen Seite.