2015 In Deutschland und dem Umland

aus dem Jahr 2015 in umgekehrter Chronologie. Das heißt: Das aktuellste folgt zuerst.

Dezember

27.12.2015

Belgien, alle 7 Reaktoren jetzt am Netz

Der Reaktor 1 am AKW Tihange bei Lüttich wurde gestern wieder angefahren und läuft nun wieder im Leistungsbetrieb. Dieser musste am 18.12.2015 wegen eines Brandes an einer Schalttafel notfallmäßig heruntergefahren werden (antiatom-fuku berichtete).

Laut dem Betreiber Electrabel und der belgischen Atomaufsichtsbehörde FANC stellten all diese Störfälle, die sich in den vergangenen Tagen an den beiden AKWs Tihange und Doel ereignet haben, keine Gefahr für Mensch und Umwelt dar.

Auch der Reaktor 3 am AKW Doel bei Antwerpen läuft wieder im Leistungsbetrieb. Dieser wurde wegen einer Leckage an einer Wasserleitung gedrosselt, jedoch nicht komplett heruntergefahren. Somit befinden sich alle Reaktoren wieder im Leistungsbetrieb.     

Belgien verfügt über 7 Druckwasserreaktoren, 4 in Doel und 3 in Tihange, die zum Teil schon ziemlich in die Jahre gekommen sind. Darunter befinden sich auch die beiden Reaktoren (Tihange 2 und Doel 3) mit den zahllosen Haarrissen in den Reaktordruckbehältern, die der Electrabel zum Teil sogar seit 2005 bekannt sind.

Belgien bestreitet seine Energieversorgung zum größten Teil aus Atomenergie. Ein Interesse staatlicherseits aus der Atomenergie auszusteigen besteht nicht. Im Falle einer Zwangsstilllegung durch die Regierung hätte die Elektrabel nicht nur Anspruch auf Schadensersatz, sondern auch auf einen finanziellen Ausgleich für den entgangenen Profit bis zum Ende der Restlaufzeit, also bis 2025! Da die Laufzeit für 2 Altreaktoren, die dieses Jahr eigentlich stillgelegt werden sollten, erst kürzlich bis 2025 verlängert worden ist, müsste der Staat bis dahin auch den entgangenen Profit ausgleichen. 

 

25.12.2015 (2) Ergänzung um 14:00 Uhr

Leckage mit Wasseraustritt – Reaktor 3 am AKW Doel

Am Reaktor 3, AKW Doel bei Antwerpen wurde an einem Generator, der sich im nichtnuklearen Anteil der Anlage befindet, ein Wasseraustritt bemerkt. Hierbei handelt es sich um eine Leckage an einem Generator. Der Reaktor wurde, um eine Behebung der Leckage zu ermöglichen, zwar in seiner Leistung gedrosselt, jedoch nicht komplett heruntergefahren. Das sei laut dem Betreiber Electrabel nicht nötig. In ein paar Tagen soll er dann wieder im Leistungsbetrieb laufen.

Reaktor 3, der wie auch Reaktor 2 am AKW Tihange wegen seiner zahllosen Haarrisse heftig umstritten ist, wurde erst vor etwa einer Woche nach anderthalb jähriger Pause wieder in Betrieb genommen.

Laut der Electrabel bestehe keinerlei Gefahr für Mensch und Umwelt. Radioaktivität sei auch nicht ausgetreten.

 

25.12.2015

Belgien, AKW Tihange: Pannenreaktor 1 soll morgen wieder angefahren werden

Der Reaktor 1 am AKW Tihange, der am 18.12.2015 wegen einem Zwischenfall notfallmäßig abgeschaltet worden ist (antiatom-fuku berichtete), soll morgen wieder angefahren werden. Ursache war ein Brand an einer Schalttafel. Laut dem Betreiber Elektrabel und der belgischen Atomaufsichtsbehörde FANC sei der Reaktorblock jedoch technisch einwandfrei, so dass er ohne weiteres wieder angefahren werden könne.

Auch am AKW Doel bei Antwerpen soll ein weiterer Reaktor wieder ans Netz genommen werden. So wurde gestern, am Heiligen Abend der Reaktor 2 wieder angefahren. Laut dem Betreiber Elektrabel sei alles reibungslos verlaufen. Der Reaktor 1 soll am Sonntag ebenfalls wieder angefahren werden. 

Die beiden Reaktoren 1 und 2, beides DRW, die seit 1975 in Betrieb sind, sollten dieses Jahr eigentlich endgültig stillgelegt werden, erhielten jedoch kürzlich durch die FANC eine Laufzeitverlängerung bis 2025.

Die beiden Rektoren mit den zahllosen Haarrissen (Reaktor 2, AKW Tihange und Reaktor 3, AKW Doel) befinden sich zwar im Leistungsbetrieb, laufen jedoch nicht im Vollbetrieb. Warum diese aber nicht, wie sonst üblich unter Volllast gefahren werden, wurde bisher noch nicht genau erläutert.

Neben Umweltverbänden und unabhängigen Experten sind zum Teil sogar auch Atombefürworter ein wenig besorgt und empfehlen eine Überprüfung der beiden rissigen Reaktoren in ein paar Monaten.

Die NRW-Landesregierung, die zunächst nur die Bundesregierung in der Pflicht sah, will nun zumindest Gespräche mit der belgischen Atomaufsicht führen. Diese sind jedoch erst im Januar vorgesehen.

Natürlich sind hier Bundes- und Landesregierung gleichermaßen gefordert, allerdings fordern Kritiker ein stärkeres Engagement der rot-grünen NRW Landesregierung, da NRW direkt an Belgien grenzt und das AKW Tihange nur etwa 60 km von Aachen entfernt ist. Das AKW Doel ist auch nicht sonderlich weit weg. Im Falle einer Reaktorkatastrophe wäre NRW u.U. sehr stark betroffen, wie die nachfolgende Animation des WDRs in einem Video zeigt.

 

19.12.2015

Zwischenfall mit RESA am AKW Tihange

Im belgischen AKW Tihange kam es gestern Abend zu einem Brand, infolge dessen eine notfallmäßige Reaktorschnellabschaltung des Reaktors 1 eingeleitet worden ist. Laut dem Betreiber Electrabel habe es sich um einen kurzzeitigen Brand im nichtnuklearen Anteil der Anlage gehandelt. Es habe auch keine Gefahr für Umwelt und Bevölkerung bestanden, so der Betreiber. Die belgische Atomaufsichtsbehörde FANC hat ebenfalls weiterhin keine Bedenken bezüglich der technischen Sicherheit der Anlage.

Zur Brandursache und dem Hergang gibt es jedoch noch keine weiteren Informationen von Electrabel und den Behörden.  

Das AKW Tihange geriet vor allem in letzter Zeit heftig in die Kritik, da diese Woche auch der wegen seiner zahllosen Risse umstrittene Reaktor 2 trotz dieser technischen Mängel wieder ans Netz gehen durfte (antiatom-fuku berichtete).

Das AKW Tihange besteht aus 3 DWR. Der in die Jahre gekommene Reaktor 1 ist schon seit 1975 in Betrieb und soll noch bis 2025 laufen (Gesamtlaufzeit 50 Jahre!). Für den rissigen Reaktor 2, der seit 1983 läuft, ist die Abschaltung erst für 2023 geplant. Reaktor 3 wurde 1985 in Betrieb genommen. Hier ist die Abschaltung für 2025 vorgesehen (nach 40 Jahre).

 

16.12.2015

Trotz technischer Mängel: AKW Doel, Reaktor 3 ab morgen wieder in Betrieb

Auch der ebenfalls wegen zahlloser Haarrisse in der Kritik stehende Reaktor 3 am AKW Doel bei Antwerpen (antiatom-fuku berichtete) soll ab morgen wieder angefahren werden. Eigentlich war die Wiederinbetriebnahme schon für letzte Woche angesetzt, wurde jedoch verschoben. Konkrete Gründe für die Verzögerung nannte der Betreiber Electrabel nicht. Statt dessen werde betont, auch von der Atomaufsichtsbehörde, dass die beiden Anlagen, also Reaktor 2 am AKW Tihange und Reaktor 3 am AKW Doel trotz der Haarrisse im Reaktordruckbehälter „sicher“ sein.

Unabhängige Experten, die über die Wiederinbetriebnahme der maroden Reaktoren besorgt sind, vermuten, dass nicht die Energieversorgung, sondern eher nur das wirtschaftliches Interesse im Vordergrund steht.

Denn bei einer behördlich veranlassten Zwangsstilllegung könnte der Betreiber Electrabel bei der Regierung hohe Schadensersatzansprüche für die entgangene Restlaufzeit der stillgelegten Reaktoren geltend machen (antiatom-fuku berichtete).

 

15.12.2015

AKW Tihange – Reaktor 2 wieder in Betrieb

Der Betreiber Electrabel hat den heftig umstrittenen Reaktor 2 am AKW Tihange bei Lüttich gestern Abend wieder angefahren. Dieser steht, wie auch Reaktor 3 am AKW Doel bei Antwerpen wegen zahlloser Haarrisse im Stahl des Reaktorbehälters in der Kritik.

Laut den belgischen Behörden stelle dies jedoch keine Gefahr dar und laut der Electrabel konnte der Reaktor auch störungsfrei angefahren werden. Seine Leistung soll nun nach und nach bis zum Vollbetrieb gesteigert werden.  

Unabhängige Experten und besorgte Bürger sehen das jedoch kritisch, da es sehr schwer vorstellbar ist, dass rissiges Material auf Dauer standhalten soll.

 

13.12.2015

AKW Tihange – Wiederinbetriebnahme erneut verschoben

Der rissige Reaktor 2 am AKW Tihange bei Lüttich in Belgien, der ursprünglich schon Freitag angefahren werden sollte, dann aufgrund technischer Probleme für gestern angesetzt worden ist (antiatom-fuku berichtete), wurde nun schon wieder verschoben. Der neue Termin ist laut dem Betreiber Electrabel jetzt für morgen Vormittag geplant.

Grund für die erneute Verschiebung sind wieder einmal technische Probleme mit Tests im Vorlauf.  

Siehe dazu auch den Artikel der Aktuellen Stunde vom WDR.

AKW Tihange. Bild: Screenshot Archiv

 

11.12.2015

Marode Reaktoren Tihange 2 und Doel 3 werden jetzt wieder angefahren

Trotz enormer Kritik und Bedenken seitens unabhängiger Experten und der Bevölkerung werden die beiden umstrittenen Reaktoren Tihange 2 und Doel 3 jetzt wieder angefahren. Diese beiden Reaktoren, die zehntausende feine Haarrisse aufweisen, standen anderthalb Jahre still und wurden vor etwa 3 Wochen durch die belgische Atomaufsichtsbörde als „sicher“ deklariert und zur Wiederinbetriebnahme freigegeben (antiatom-fuku berichtete).

Reaktor 2 am AKW Tihange bei Lüttich sollte ursprünglich heute schon angefahren werden, was aus technischen Gründen jedoch auf den morgigen Samstag verschoben worden ist. Der baugleiche Reaktor 3 am AKW Doel bei Antwerpen soll in der kommenden Woche hochgefahren werden.

Siehe dazu den Bericht und das Video der Lokalzeit Aachen vom WDR 

 

November

17.11.2015

Zwei belgische Reaktoren: Trotz Haarrisse bald wieder am Netz

Die beiden Reaktoren, Reaktor 3 am AKW Doel bei Antwerpen und Reaktor 2 am AKW Tihange nähe Lüttich, die vor allem wegen zahlloser feiner Haarrisse in der Kritik stehen, dürfen nun wieder in Betrieb genommen werden. Die Haarrisse wurden vor etwa anderthalb Jahren entdeckt. Seit dem stehen die Reaktoren still. Laut der Atomaufsichtsbehörde AFCN bestehe jedoch keine Gefahr.  

Die AFCN, die die Reaktoren trotz der Mängel für ausreichend sicher hält, erteilte dem Betreiber Electrabel heute die Genehmigung zur Wiederinbetriebnahme.

Die Genehmigung zur Wiederinbetriebnahme steht aber auch im Widerspruch mit der Sicherheitsüberwachung kerntechnischer Anlagen, die laut den Behörden nach dem islamistischen Anschlag in Paris verschärft worden sei.      

Die beiden Reaktoren werden in Kürze angefahren und sollen dann laut Electrabel in 2 bis 3 Wochen im Vollbetrieb laufen und Strom liefern.

 

07.11.2015

Abschaltung AKW Biblis – RWE uneinsichtig, fordert Schadensersatz

Nach Eintritt der Reaktorkatastrophe in Fukushima von 2011 wurden in Deutschland auf Anordnung der Bundesregierung die 8 gefährlichsten Reaktoren von insgesamt 17 abgeschaltet, darunter auch die Reaktoren 1 und 2 am AKW Biblis in Hessen. Der Betreiber RWE zeigte sich, wie auch die anderen „betroffenen“ Stromkonzerne eher uneinsichtig und fordert nun 235 Mio. Euro Schadensersatz vom Bund und vom Land Hessen.

Die RWE-Power AG, die die Zwangsabschaltung als „fehlerhaft“ bezeichnet, wurde zum Zeitpunkt der Anordnung quasi damit „überfallen“, so dass angeblich keine Einwände mehr möglich waren. Auch die Opposition, vor allem die Grünen, die schon in der Vergangenheit die Vorgehensweise der Bundesregierung in puncto Abschaltung kritisierten und auf eine juristisch schlecht durchdachten Vorgehensweise „aufmerksam machten“, hätten ihre Bedenken besser mal zum Zeitpunkt der Anordnung geäußert, was hilfreicher gewesen wäre; zumal die Grünen die ja Stilllegung der Reaktoren doch sicherlich befürworten würden. Schon damals hätten all diese Kritiker auf mögliche Fehler, bzw. juristische Probleme hinweisen und die Bundesregierung entsprechend darauf aufmerksam machen können. Die Einwände der Opposition kamen jedoch etwas zu spät.  

Das AKW Biblis, dessen Abschaltung RWE als „fehlerhaft“ bezeichnet, besteht aus 2 DWR, die 1974 und 1976 in Betrieb gingen. Die Reaktoren 3 und 4 waren schon in Planung, wurden jedoch nie gebaut.

1987 kam es in Reaktor 1 zu einer sehr kritischen Situation, die fast zu einem GAU geführt hätte, den die Betreibermannschaft gerade eben noch abwenden konnte. Dieser Zwischenfall wurde durch den Betreiber RWE zwei Jahre lang verheimlicht. Auch wegen zahlreichen weiteren Störfälle war das AKW schon heftig umstritten. Die Hessische Landesregierung forderte bereits 1997 dessen Stilllegung.

Zum weiteren Hintergrund der Schadensersatzforderung und den Vorwürfen der Politiker untereinander siehe auch den Artikel und Video vom Deutschlandfunk und den Artikel und Video der DW, in dem auch das Atommüllproblem und die unzureichende Rückstellung der Atomkonzerne angesprochen wird.

 

Oktober

25.10.2015

Nordkorea – Plutoniumreaktor Yongbyon weiterhin in Betrieb

Nach Berichten der IAEA ist der umstrittene Plutoniumreaktor am AKW Yonbyon in Nordkorea, wie die Auswertung aktueller Satellitenbilder belegen, weiterhin in Betrieb. Die Anlage, die ursprünglich zur Produktion von Plutonium für militärische Zwecke und Forschung gebaut worden ist, sollte 2007 im gegenseitigen Einvernehmen mit der IAEA eigentlich stillgelegt werden. Nordkorea, was weiterhin unter Verdacht steht, an einer Atombombe zu arbeiten, hielt sich jedoch nicht an das Abkommen und nahm die Anlage heimlich wieder in Betrieb. Das wurde ebenfalls anhand von Sattelitenbildern festgestellt (antiatom-fuku berichtete).  

Der in Betrieb genommene Reaktor hat eine Leistung von 5 MW und produziert bis zu 8 kg Plutonium pro Jahr.

Vor allem Südkorea ist wegen dem nun laufenden Plutoniumreaktor am AKW Yongbyon, vor allem wegen der atompolitischen Haltung der nordkoreanischen Diktaturregierung besorgt, da der regierende Ministerpräsident Kim Jong-un ja stets gerne mit seinem Waffenarsenal protzt und schon mehrfach in der Vergangenheit im ostasiatischen Raum mit seinen Kernwaffen gedroht hat.

Auch bezüglich der aktuellen Abkommen im iranischen Atomprogramm zwischen Iran und den Westmächten ist Südkorea besorgt. Denn nach Abschluss der Atomverhandlungen mit den Westen vor einigen Wochen, verbietet Khamenei, das geistliche Oberhaupt von Iran weitere Gespräche mit den USA. „Amerika sei der große Satan", so Khamenei.  

Siehe dazu den Artikel der Tagesschau online vom 07.10.2015  

 

September 2015

 

18.09.2015

Erdbeben und Tsunami - Atomkraft und Energiepolitik in Chile

Nach dem verheerenden Erdbeben mit einer Stärke von 8,5 und einem nachfolgenden Tsunami in einer Höhe von 8,4 Metern, was sich gestern in Chile ereignete, werden nicht nur Erinnerungen an die Dreifachkatastrophe von Japan 2011 wach, sondern stellt auch die Energie- und Atompolitik von Chile erneut infrage.

In Chile, ein Land was ebenfalls auf dem pazifischen Feuerring liegt und seismisch aktiv ist, wurde trotz allem ab 1960 der Einstieg in die Atomenergie angestrebt. Bis auf einen Forschungsreaktor sind weitere bereits angelaufene Projekte für AKW-Bauten rechtzeitig gestoppt worden. (Nähere Informationen)

Nach einem starken Erdbeben von 2008 und der Reaktorkatastrophe von Fukushima lehnt jedoch 84% der Bevölkerung die kommerzielle Nutzung der Kernenergie ab.

 

01.09.2015

Europas größter Kernreaktor bald inmitten der Kampfzone?

Der Krieg in der Ukraine wütet weiter und einige Kernkraftwerke, vor allem das AKW Saporischschja, was auch das größte AKW Europas ist und etwa 250 km vom Kampfgebiet im Donezbecken entfernt ist, könnten in die Schusslinie geraten, was somit eine ernst zu nehmende Gefahr für Deutschland bedeuten würde.

Siehe dazu nachfolgenden Artikel des Nachrichtenmagazins Focus (Bei zu viel störender Werbung noch einmal zurück und dann erneut auf den Link klicken)

noch einmal zurück und dann erneut auf den Link klicken)

13.08.2015

AKW Tihange, Resa im Reaktor 3

Im Reaktor 3 am belgischen AKW Tihange kam es heute aufgrund einer technischen Störung zu einer Reaktorschnellabschaltung (Resa).  Eine Störung im nuklearen Anteil der Anlage ist hier nicht ausgeschlossen. Der Betreiber Electrabel sucht noch nach der Ursache. Während die belgische Atomaufsichtsbehörde von technischen Versagen spricht, beschwichtig der Betreiber. „Die Notfallabschaltung habe ja schließlich funktioniert“.

AKW Tihange (Bild: AF Archiv)

Das AKW Tihange, was in der letzten Zeit verstärkt in die Kritik geriet, wurde auch schon in der Vergangenheit aufgrund tausender feiner Haarrisse in den Reaktoren bekannt. Dennoch will die belgische Regierung die Anlage nicht stilllegen, da der Betreiber sonst einen Anspruch auf finanzielle Entschädigung für den Verdienstausfall geltend machen kann. Laut dem belgischen Gesetz gilt der Anspruch sogar bis zum Ende der geplanten Laufzeit des AKWs, was erklärt, warum die Regierung da keinen Riegel vorschiebt.

 

03.08.2015

Belgien: Der marode Reaktor 2 am AKW Tihange soll wieder ans Netz

Das AKW Tihange geriet, genauso wie auch das AKW Doel immer wieder in die Kritik, wegen seiner maroden Uralt-Reaktoren, die lauter feine Haarrisse aufwiesen. Reaktor 2, der seit einiger Zeit vom Netz ist, werde saniert, so der Betreiber Electrabel. Auch die belgische Atomaufsicht, die bekanntlich aus Atombefürwortern besteht, hat keine Bedenken.

Das AKW Tihange liegt nur etwa 60 km westlich von Aachen entfernt. Ein Super-GAU würde somit auch NRW auf jeden Fall treffen. Einen brauchbaren Katastrophenschutz gibt es jedoch weder in Aachen, Erkelenz und weiteren Ortschaften, die im „Einzugsgebiet“ liegen. Auch seitens der rot/grünen NRW-Landesregierung gibt es keine konkreten Eingreifmaßnahmen für den Fall einer radiologischen Notfallsituation, die vom AKW Tihange ausgeht.

Siehe dazu auch den WDR-Bericht und Video.

 

Juli 2015

14.07.2015

Nach zähen Verhandlungen Einigung im Atomkonflikt mit Iran

Nach langen zähen Verhandlungen haben sich die 5 Vetomächte und Deutschland mit dem Iran auf ein Abkommen geeinigt. Demnach darf der Iran die Atomkraft für zivile Zwecke nutzen, aber kein waffentaugliches Uran anreichern. Im Gegenzug sollen wirtschaftliche Sanktionen gelockert werden.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu steht dem Verhandlungsergebnis jedoch eher skeptisch gegenüber.

Siehe auch den ausführlichen Bericht der Tagesschau.

 

06.07.2015

Iran, Atomprogram – gefährliche Parallelen zu Nordkorea

Zur Zeit laufen wieder einmal Atomverhandlungen zwischen Iran und den UN Vetomächten 5 + 1. Iran soll sicherstellen, dass Iran keine Atomwaffen baut und die Kernenergie nur für zivile Zwecke nutzt. Im Gegenzug sollen Sanktionen gelockert werden.

Es wird sich in den nächsten Tagen zeigen, ob Irans Ministerpräsident Präsident Hassan Ruhani einlenkt oder ob er sich, wie schon zuvor Nordkorea vom Verhandlungstisch entfernt. Seit 2008 herrscht Funkstille zwischen Nordkorea und dem Westen. Und die Situation hat sich unter dem Diktator Kim Jong un, der mit seinen Atomwaffen auch noch „Stärke“ zeigt, mit Sicherheit nicht gebessert.

Siehe dazu auch nachfolgenden Bericht der welt.de „Parallelen zu Nordkorea“

 

Juni 2015

 

28.06.2015

AKW Grafenrheinfeld ist jetzt vom Netz

Der einzige Reaktor am AKW Grafenrheinfeld in Bayern ist nun endgültig vom Netz gegangen, was von den Umweltschützern und Kernkraftgegnern als Schritt in die richtige Richtung begrüßt worden ist.

Am gestrigen Abend begann die E.on-Betreibermannschaft damit den Reaktor herunterzufahren. Um seine Leistung, also die Kernspaltung zu drosseln, wurde Borsäure eingeleitet und die Steuerstäbe nach und nach zwischen die Brennelemente eingelassen. Um Mitternacht endete die Stromproduktion und in den frühen Morgenstunden zum heutigen Sonntag, war der Reaktor dann vollständig heruntergefahren. Die elektronische Anzeige der Reaktorleistung, die im Vollbetrieb noch bei 1345 MW stand, zeigt jetzt „0“ an. Der Reaktor ist vom Netz!

Symbolfoto: Reaktoranzeige, die jetzt auf ,,Null" steht

Der Reaktor, ein DWR, der nun seit 33 Jahren in Betrieb gewesen ist, wird jetzt endgültig stillgelegt. Allerdings verbleiben bundesweit noch 8 weitere Reaktoren, wovon die letzten drei noch bis Ende 2022 laufen dürfen.

Der Betreiber E.on, der diesen Schritt nur widerwillig befolgt, propagiert, das das AKW Grafenrheinfeld mit seinem einzigen Reaktor etwa 11% der Bayrischen Stromversorgung übernommen hätte und bei weiten nicht so viel CO2 emittieren würde wie ein Kohlekraftwerk. Auch in die „Sicherheit“ habe man viel investiert, so E.on.

Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima 2011 wurden von den 17 noch laufenden Reaktoren die 8 gefährlichsten durch die damalige Bundesregierung (CDU/FDP) vom Netz genommen. Die restlichen sollen, im Zuge der Energiewende bis 2022 stillgelegt werden.

 

27.06.2015

AKW Grafenrheinfeld geht heute vom Netz

Heute Abend geht das E.on-AKW Grafenrheinfeld bei Schweinfurt in Bayern, was „nur“ über einen einzigen Reaktor verfügt, endgültig vom Netz. Stromengpässe oder dergleichen sind laut unabhängigen Experten nicht zu befürchten. Selbst wenn man heute auch die restlichen 8 Reaktoren, die bundesweit noch in Betrieb sind, ebenfalls abschalten würde, käme es nicht, wie eine aktuelle Studie der bundesweiten Antiatomorganisation .ausgestrahlt belegt, zu Stromengpässen oder ähnlichen Problemen.

Atomkraftgegner begrüßen das Szenario mit verschiedenen Aktionen und einer „Abschalt-Party“ vor Ort.

Der Reaktor am AKW  Grafenrheinfeld, ein DWR mit einer Bruttoleistung von 1345 MW, wurde 1981 in Betrieb genommen und ist somit der älteste in Deutschland. Zudem betreibt das AKW seit 2006 ein separates Zwischenlager für Brennelemente.

 

20.06.2015

Vier mögliche Standorte für Atommüllzwischenlager – Bayern stellt sich quer

Die Bundesregierung und die Atomkonzerne haben sich nun auf vier Standorte in Deutschland für ein neues Atommüllzwischenlager geeinigt. Bayern fühlt sich jedoch von der Bundesregierung (CDU/SPD) „übergangen“ und will auf keinen Fall, obwohl es ja den meisten Atommüll produziert, als einer der vier bundesweiten Standorte auserwählt werden. Siehe dazu den ausführlichen Bericht der DW.

 

Mai 2015

 

23.05.2015

Reaktor Jülich – Mission erfolgreich

Am Forschungszentrum Jülich wurde heute der hochradioaktiv verseuchte Reaktorbehälter erfolgreich in sein Zwischenlager, eine extra dafür konzipierte Halle gebracht.

Dazu wurde er mit einem eigens dafür gebauten Spezialfahrzeug, was eine Haltevorrichtung für den Reaktorbehälter hat, auf eine Strecke von 600 Metern einmal quer über das Gelände zum Zwischenlager transportiert.

Die Aktion wurde erfolgreich ohne Zwischenfälle abgeschlossen. Laut den Betreiber des FZ Jülich habe keinerlei Gefahr bestanden.

Die Lagerung und Überwachung des Reaktors wird voraussichtlich 250 000 Euro pro Jahr kosten.

Als nächster Schritt soll nun der Boden, worauf der Reaktor stand saniert werden. Man verspricht sich sogar den Zustand „einer grünen Wiese“ für das Jahr 2022, was laut unabhängigen Experten jedoch sehr optimistisch gedacht ist. Denn im Erdreich des Reaktors befindet sich das größte „Strontiumvorkommen“ der Welt!

Zum Transport siehe auch den Bericht der Tagesschau

 

22.05.2015

Jülich – Reaktor wird morgen ins Zwischenlager transportiert

Der stillgelegte Reaktor am Forschungszentrum Jülich soll morgen per Schwerlasttransport in eine Lagerhalle, die eigens dafür auf dem Werksgelände gebaut worden ist, transportiert werden. Dazu wurde der Reaktor gekippt und auf den Spezialtransporter gelegt. Er wiegt über 2000 Tonnen, ist hochradioaktiv verseucht und soll nun über eine kurvenreiche Strecke, quer über das Gelände des FZ Jülich in sein Zwischenlager transportiert werden, wo er dann für etwa 60 Jahre zwischengelagert werden soll. Wie gut diese Lösung ist, wird sich morgen zeigen.

Siehe dazu den ausführlichen Bericht des WDR, Studio Aachen

 

06.05.2015

Nordkorea – AKW Yongbyon wohl möglich wieder in Betrieb

Möglicherweise hat Nordkorea das umstrittene AKW Yongbyon, ein Plutoniumreaktor, wieder in Betrieb genommen. Aktuellen Sattelitenbildern zur Folge, könnte dieses durch aus der Fall sein. Denn laut den US-Behörden zeigen diese Luftbilder, dass der vorhandene Schnee rund um den Reaktor rasch geschmolzen ist, was auf Wärmeentwicklung schließen lässt. Auch weitere Anzeichen, die auf dem Gelände aus der Luft zu erkennen sind, weisen darauf hin.

Nordkorea steht immer wieder unter Verdacht, im Besitz von Atomwaffen zu sein. Der Diktator Kim Yong Un hat schon des Öfteren mit Atomwaffen die Muskeln spielen lassen und indirekt gedroht. Atomtests wurden in der Vergangenheit ebenfalls schon durchgeführt.

Der Reaktor am AKW Yongbyon lief bereits im Oktober 2013, wurde jedoch dann kurz darauf wieder heruntergefahren (antiatom-fuku berichtete). Ursprünglich sollte der Reaktor auf internationalen Druck hin 2007 sogar stillgelegt werden, was letztendlich dann doch nicht geschah.

Nordkorea steht unter internationalen Verdacht weitere Atomwaffen zu produzieren. Die Atomanlage in Yongbyon ist dafür bestens geeignet.

 

April 2015

 

26.04.2015

Tschernobyl: 29 Jahre nach der Reaktorkatastrophe und immer noch kein Ende

Heute jährt sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zum 29. Male und auch dort dauern die Probleme weiterhin an. Vor allem stellt die Bergung der porös gewordenen Brennelemente, die immer noch in den Abklingbecken der Reaktoren 1 bis 3 lagern, eine große Herausforderung dar, an der schon einige, auch internationale Firmen gescheitert sind.

Die neue Schutzhülle für den explodierten Reaktor 4 ist immer noch im Bau und die weitere Finanzierung für das Projekt, insbesondere auch wegen der jetzigen Krise in der Ukraine, ist nicht gesichert. Stürzt der alte Sarkophag ein, kommt es erneut zu einer massiven Verbreitung radioaktiver Partikel.

Siehe dazu auch den ausführlichen Bericht der Sayonara Genpatsu Düsseldorf, Aktuelles 2015 April 2015

In Deutschland wurde an diesem Wochenende vieler Orts den Opfern der Tschernobyl-Katastrophe gedacht, die Folgen der Kernenergie verdeutlicht und für eine endgültige Energiewende mit endgültigen Atomausstieg ohne Pseudoversprechen plädiert.

Die ehemaligen Liquidatoren des AKWs Tschernobyl, die bis jetzt noch überlebt haben und die Einwohner in den verstrahlten Gebieten kämpfen mit den gesundheitlichen Folgen.

Igor Kostin berichtet in „Tschernobyl Nahaufnahme“ über die damaligen Zustände am havariertem AKW und unter welchen Bedingungen die Liquidatoren arbeiten mussten.

„Es ist unmenschlich, Menschen dort hin zu schicken   … 11 Stunden nach der Explosion in Reaktor 4 … „sie stiegen auf das Dach, schaufelten, teilweise mit bloßen Händen das Brennmaterial zurück in den Reaktor“.  Nachfolgend mehrere Videos des dctp-TV

 

22.04.2015

Weiterhin keine Lösung für Atommüll - Werden deutsche Zwischenlager später kurzerhand zu Endlager?

Antiatom-Gruppen schlagen Alarm: Eine Arbeitsgruppe der Atommüllkommission stellt das Atommüllproblem so dar, als wäre bald eine Lösung für eine sichere Endlagerung in Sicht. Der dafür angesetzte Zeitraum ist allerdings erst zwischen 2075 bis 2130. Daraus könnte man jetzt interpretieren: „Sollen sich doch unsere Enkelkinder mit unseren atomaren Hinterlassenschaften herumschlagen“.

Siehe dazu den ausführlichen Bericht im .ausgestrahlt-Blog

 

04.04.2015

Störfall am AKW Lingen-Emsland

Nach dem gestern am AKW Lingen Emsland, Niedersachsen, Messgeräte am Reaktor 1 alarmierten, wurde eine kleine Leckage am Primärkreislauf der Reaktorkühlung festgestellt. Laut dem Betreiber RWE handelt es sich hier „nur“ um eine kleine Leckage, die an einer Messleitung aufgetreten sei. Der Reaktor wurde „vorsorglich“ heruntergefahren. Nach der Ursache für die Leckage werde noch gesucht. Radioaktivität sei laut RWE nicht ausgetreten.

Der Reaktor1, auch der einzige Reaktor am AKW Lingen Emsland, ist ein in die Jahre gekommener DWR, der schon seit 1988 in Betrieb ist und noch bis 2022 laufen darf.  

Siehe dazu den Artikel des NDR

 

März 2015

 

30.03.2015

Störfall am AKW Gundremmingen – Betreiber RWE verstrickt sich in Widersprüche

Bezüglich der Ursachen, die am vergangenen Mittwoch im Reaktor C, am bayrischen AKW Gundremmingen zu einer Reaktorschnellabschaltung (Resa) führten (antiatom-fuku berichtete), sind noch nicht gänzlich geklärt. Stattdessen verstrickt sich der Betreiber RWE in Widersprüche. Siehe dazu den Artikel oekonews.at

 

28.03.2015

AKW Gundremmingen – Reaktor C trotz ungeklärter Ursache wieder im Vollbetrieb

Nach einer Störung kam es am Reaktor C, einem SWR, AKW Gundremmingen, Betreiber RWE Mitte der Woche zu einer Reaktorschnellabschaltung (Resa). Obwohl die Ursache noch nicht gefunden war, ging der Reaktor noch am selben Tag wieder ans Netz und läuft jetzt wieder im Vollbetrieb. Laut dem Betreiber RWE werde derzeit nach der Ursache gesucht.

Siehe dazu den ausführlichen Artikel der Heidenheimer Zeitung.

 

15.03.2015

Fukushima-Tag und Demo in Düsseldorf

Anlässlich der Reaktorkatastrophe in Fukushima, die sich diese Woche zum vierten Male jährte und der innerdeutschen, sowie der europaweiten Atomprobleme fand gestern unter dem Motto: „Fukushima mahnt - Atomausstieg weltweit, auch in NRW“ eine Antiatom-Demo mit etwa 350 Teilnehmern in Düsseldorf statt.

Behandelt worden Themen wie der ehemalige Forschungsreaktor in Jülich, das weiterhin ungelöste „Entsorgungsproblem“ für Atommüll, Ahaus, die von der EU bewilligte Finanzhilfe für den Neubau zweier Reaktoren am AKW Hinkley Point in Großbritannien.  

Demo zum vierten Fukushima Jahrestag (Bild: Petra Alt)

Vom Ort der Auftaktkundgebung an der Zufahrtsstraße zum Stromkonzern E.on zog der Demo-Zug dann durch die Straßen zur Altstadt, dem Ort der Zwischenkundgebung, die speziell für Fukushima gewidmet gewesen ist und zog dann weiter, entlang der Reinuferpromonade zum Wirtschaftsministerium.

In der Abschlusskundgebung wurden weitere innerdeutsche atombezogene Missstände zur Sprache gebracht. Begleitet wurde die ganze Aktion durch musikalische Beiträge und einiger Infostände am Ort der Abschlusskundgebung.

Organisiert wurde die Aktion durch mehrerer Antiatom-Gruppen aus NRW, der japanischen Gruppe Sayonara Genpatsu Düsseldorf und der BUND. Die Redner bei der Auftaktkundgebung waren unter anderem Jochen Stay, der bundesweiten Antiatom-Organisation „ausgestrahlt“, Stefan Kubel von SofA Münster. Bei der Zwischenkundgebung am Burgplatz hatte Shin Sugok, einer Koreanerin, die in dritter Generation in Japan lebt das Wort. Sie brachte vor allem die schlechte Behandlung der Strahlenopfer durch die Regierung und die Diskriminierung der Betroffenen durch andere Leute zur Sprache. Anschließend wurde im Gedenken an die Opfer Reaktor- und Tsunamikatastrophe eine Schweigeminute eingelegt.

Bei der Abschlusskundgebung hatte Kerstin Ciesla vom BUND das Wort für einige innerdeutsche Atomthemen.

 

08.03.2015

Bundesweite Antiatom-Demos zu 4. Fukushima Jahrestag

Anlässlich der Reaktorkatastrophe in Fukushima, die sich in der kommenden Woche zum 4. Male jährt, der innerdeutschen und europaweiten Atomprobleme fanden bundesweit Antiatom-Demos und Mahnwachen statt.

In Neckarwestheim gingen etwa 3 000 Teilnehmer auf die Straße und zogen zum AKW Neckarwestheim, Betreiber EnBW, dessen Reaktor 2, ein DWR noch bis 2022 am Netz bleiben darf. Reaktor 1, ebenfalls ein DWR, wurde 2011 zwar schon still gelegt, allerdings gibt es sicherheitsrelevante Unstimmigkeiten bei der geplanten Vorgehensweise für den Rückbau des Reaktors und der „Entsorgung“ der radioaktiven Materialien, wie Bauschutt, Metalle etc., die bei den Kundgebungen hervor gehoben worden sind.

 

Februar 2015

 

08.02.2015

Atomskandal: Politik ebnet den Weg für die Atomkonzerne für eine Millionenklage

„Monitor“ deckt auf, wie es die Politik den Stromkonzernen ermöglicht Schadensersatz in Millionenhöhe einzufordern, die natürlich am Schluss am Steuerzahler hängen bleiben. Ein sehr informatives Video vom Fernsehsender WDR.

 

Januar 2015

 

28.01.2015

RWE will seine AKWs „retten“, will volle Laufzeit für Gundremmingen

RWE will, wie auch E.on und einige Stadtwerke die Laufzeit seiner Kohle- und Atomkraftwerke verlängern und hofft auf Unterstützung von der Bundesregierun. Denn die Konzerne sehen ihre Gewinne schwinden, wenn die Drecksschleudern vom Netz gehen sollen.

Hierzu hat der Nachrichtendienst Reuters einen sehr interessanten Bericht zusammengestellt:

INTERVIEW - RWE will volle Laufzeit von AKW Gundremmingen

 

12.01.2015

Terrorgefahr für französische AKWs ?

Nach der hinterhältigen Terroratacke auf die Satireredaktion Charlie Hebdo und der Tatsache, dass Frankreichs AKWs im Oktober 2014 von unbekannten Drohnen umflogen worden sind, stellt sich nun die Frage, wie terrorgefährdet die AKWs in Frankreich, bzw. in Europa sind.

Zu diesem Thema hat die Telepolis einen informativen Artikel zusammengestellt.