2017 in Deutschland und dem Umland

aus dem Jahr 2017 in umgekehrter Chronologie. Das heißt: Das aktuellste folgt zuerst.

 

März

05.03.2017

China & Südkorea – Bedenken wegen hoher Strahlung in Japan

In China und Südkorea sind die Bedenken wegen der erhöhten Radioaktivität in Japan wieder neu aufgeflammt. Dies wirkt sich bereits negativ auf den Tourismus in Japan aus. Auch zur allseits beliebten Kirschblütensaison planen dieses Mal deutlich weniger Chinesen und Südkoreaner eine Reise nach Japan, so dass im Vergleich zum Vorjahr ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen ist.

Ausschlaggebend für die wiederaufflammenden Bedenken sind die extrem hohen Strahlenwerte, die Anfang Februar am havarierten AKW Fukushima dai ichi im Sicherheitsbehälter von Reaktor 2 gemessen worden sind (antiatom-fuku berichtete). Verschiedene Medien in China und Südkorea warnten vor Reisen nach Japan, insbesondere in den Nordosten (Tohoku-Region), bzw. rieten zur Vorsicht. Eine koreanische Fluggesellschaft fliegt seit Februar auch nicht mehr den Flughafen von Fukushima an. Laut koreanischen Experten sei dies jedoch ein wenig überzogen, da die am Flughafen Fukushima (57 km westlich vom AKW Fukushima dai ichi) gemessene Strahlung sogar niedriger ist, als in Seoul.  

Februar

13.02.2017

Nordkorea provoziert -  internationale Gemeinschaft alarmiert

Nach dem Raketentest von gestern, womit Machthaber Kim Jong Un wieder einmal die internationale Gemeinschaft provoziert, fordern USA, Japan und Südkorea eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats. Auch Russlands Ministerpräsident Putin zeigt sich besorgt.

Mehr dazu im ausführlichen Bericht der Wirtschaftswoche

 

12.02.2017

Nordkorea – Raketentest, Provokation in Richtung Japan und USA

Südkoreanischen Medien zufolge hat Nordkorea wieder einen sogenannten Raketentest durchgeführt und eine ballistische Rakete in Richtung japanisches Meer abgeschossen. Machthaber Kim Jong Un überlegt sogar den Test einer Langstreckenrakete. Internationale Medien vermuten, dass Kim Jong Un vor allem die Reaktion des neuen US-Präsidenten Donald Trump testen will. Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe, der zurzeit in den USA zu Besuch bei Trump ist, verurteilt diesen Ratentest aufs schärfste. Trump sagt Abe „Unterstützung“ zu und Südkorea kündigt eine „empfindliche Strafe“ für Nordkorea an.

Mehr dazu im ausführlichen Bericht der DW.

 

04.02.2017

USA/Japan: Nach iranischen Raketentests – harsche Kritik an Teheran

Bei einer Pressekonferenz in Tokyo traf sich die japanischen Verteidigungsministerin Tomomi Inada (LDP) mit dem amerikanischen Verteidigungsminister James Mattis. Bezugnehmend auf den Raketentest, den Iran in der vergangenen Woche durchführte, fordert Mattis nun weitere Sanktionen für Iran. Die Regierung in Teheran, die sich nicht an das Atomabkommen gehalten hat, zeigt sich trotz allem sehr uneinsichtig. Zu dem steht Iran auch unter Verdacht, den Terror zu unterstützen.

Nicht nur Iran, sondern auch Nordkorea stellt wegen seinem Atomprogramm und bereits durchgeführten Raketentests, zuletzt 2016 (antiatom-fuku berichtete), laut den beiden Verteidigungsministern eine ernsthafte Bedrohung dar.

Siehe dazu auch den Artikel und Video der FAZ

 

Januar

17.01.2017

Konsequenz aus Fukushima - Taiwan beschließt Atomausstieg

Taiwan hat aus der Reaktorkatastrophe von Fukushima gelernt und will nun bis 2025 komplett aus der Atomkraft aussteigen. Zurzeit sind in Taiwan drei AKWs am Netz und decken 16% des Strombedarfs. Die Pläne eines vierten AKW wurden bereits 2014 auf Eis gelegt. Als Ersatz sollen nun die erneuerbaren Energien, die zurzeit nur bei 4% liegen, massiv ausgebaut werden. Diese sollen in den nächsten Jahren mindestens 20% des Strombedarfs decken.

Das beschloss jetzt die Regierung unter Ministerpräsidentin Tsai Ing-Wen (Demokratischen Fortschrittspartei), die im Wahlkampf den zeitnahen Atomausstieg versprach, daraufhin im Mai 2016 die Wahl gewann und nun ihr Versprechen einlöst.

Denn seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima 2011 hat die Kernenergie enorm an Akzeptanz in der Bevölkerung verloren.  

 

Weiter zurückliegende Nachrichten: Archiv 2016