2017 in Deutschland und dem Umland

aus dem Jahr 2017 in umgekehrter Chronologie. Das heißt: Das aktuellste folgt zuerst.

 

September

 

24.09.2017

Polen plant Nukleartechnologie aus Japan zu importieren

Die japanische Regierung will, wie auf einer Pressekonferenz von heute bekannt wurde, Nukleartechnologie für den Bau von Hochtemperaturreaktoren nach Polen exportieren. Entsprechende Verhandlungen laufen bereits. Denn Polen, das seinen Energiebedarf vorwiegend durch Kohlekraft deckt, will nun, um die CO2-Emission zu senken und der globalen Erwärmung entgegenzuwirken, die Stromproduktion aus Kohle reduzieren und stattdessen mit der Nutzung von Kernenergie beginnen, so die Argumentation der polnischen Regierung.

Von der japanischen Regierung wird der Hochtemperaturreaktor, wovon sich einer als Forschungsreaktor in der Präfektur Ibaraki befindet, als eine weltweit führende innovative Technologie mit höchsten Sicherheitsstandards angepriesen. Japan will nun für Polen die entsprechende Nukleartechnologie liefern und gemeinsam mit Polen diese Entwicklung voranbringen. Laut den Herstellern und führenden Politiker beider Länder ist das die neue Generation der AKWs.

Polen überlegt sogar den Bau von 20 solcher Hochtemperaturreaktoren. Die nordpolnischen Ortschaften Lubiatowo-Kopalino und Żarnowiec werden bereits als mögliche Standorte in Erwägung gezogen. Dort wurde in früherer Zeit schon einmal der Bau eines AKWs mit 4 Druckwasserreaktoren in Kooperation mit der damaligen Sowjetunion geplant. Diese Pläne wurden jedoch nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl wieder verworfen. Bisher ist Polen noch komplett frei von Atomenergie.

 

23.09.2017

USA erwägt Austritt aus Atomabkommen, Iran „testet“ Mittelstreckenrakete

Nach verbalen Angriffen bei der UN-Vollversammlung am vergangenen Dienstag durch den US-Präsidenten Donald Trump, reagierte der Iran nun mit dem Test einer Mittelstreckenrakete, die eine Reichweite von 2000 km aufweist, und gleich mehrere Atomsprengköpfe tragen kann. Das iranische Atomprogramm soll laut dem Ministerpräsidenten Hassan Ruhani ebenfalls ausgebaut werden.

Iran verfügt bereits seit Jahren über zahllose Zentrifugen zur Urananreicherung und einem Plutoniumreaktor in Arak.  

Währenddessen schaukeln sich Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump im „Kräftemessen mit Atomwaffen“ immer weiter hoch. Der einzige Verbündete Handelspartner China hat nun auf internationalen Druck hin den Ölexport nach Nordkorea eingeschränkt, importiert von nun an keine Textilen mehr, und erhöht somit den Druck auf Nordkorea. China, das zuvor noch hinter Pjöngjang stand, will aber nun, auch auf internationalen Druck hin, die verschärften Sanktionen gegen Nordkorea mit umsetzen.

Siehe dazu auch den ausführlichen Artikel der heute online.

 

15.09.2017

Erneuter Raketentest – Nordkorea provoziert weiter

Nach Berichten südkoreanischer und japanischer Medien feuerte Nordkorea heute Morgen um 6:57 Uhr wieder eine Rakete ab, die um 7:04 Uhr Hokkaido überflog und dann um 7:16 Uhr 2200 km östlich von Hokkaido ins Meer stürzte. Machthaber Kim Jong Un, der es anscheinend auf eine militärische Konfrontation anlegt, lässt sich auch durch die bereits verschärften UN-Sanktionen nicht sonderlich beeindrucken.

Siehe dazu den Artikel der Welt24

 

03.09.2017

Atomwaffentest: Nordkorea zündet Wasserstoffbombe

In den frühen Morgenstunden hat es in Nordkorea ein „unnatürliches“ Erdbeben der Stärke 6,3, gefolgt von einem Nachbeben der Stärke 4,3 auf der Richter-Skala gegeben. Südkoreanischen und japanischen Medien zufolge besteht der Verdacht, dass Nordkorea einen Atombombentest durchgeführt hat, der sich kurz darauf auch bestätigte. Der nordkoreanische Staatssender KCNA berichtet über den erfolgreich durchgeführten Test einer Wasserstoffbombe, die im Nordosten des Landes unter Wasser gezündet worden ist.

Machthaber Kim Jong Un lobte den „technischen Fortschritt“ in den höchsten Tönen.

Eine Wasserstoffbombe hat eine vielfach höhere Zerstörungskraft als eine „herkömmliche“ Atombombe.

Dies ist nun der 6. und auch stärkste Atombombentest, der seit 2006 in Nordkorea durchgeführt worden ist. Allein im vergangenem Jahr 2016 wurden zwei dieser Tests durchgeführt (antiatom-fuku berichtete). Zu den „arbeitet“ Nordkorea an Langstreckenraketen mit atomaren Sprengköpfen, die eine Reichweite bis in die USA haben.

 

August

14.08.2017

Nordkoreakonflikt – China in der Zwickmühle

US-Präsident Donald Trump setzt im Konflikt mit Nordkorea auf China, dem wichtigsten Verbündeten von Nordkorea. Unabhängige Experten sind jedoch skeptisch, ob China im Atomkonflikt mit Nordkorea, das sich völlig uneinsichtig zeigt, überhaupt etwas bewirken kann. Auch die noch härteren Sanktionen gegen Nordkorea dürften die Lage eher schwieriger machen.

Siehe dazu den Artikel des n-tv.

 

09.08.2017

USA droht Nordkorea mit Atombombenangriff

Ausgerechnet heute am 72. Jahrestag, als die USA nach Hiroshima eine weitere Atombombe auf Nagasaki abwarf, droht US-Präsident Donald Trump indirekt mit einem Atomkrieg gegen Nordkorea. Die Reaktion aus Pjöngjang ließ nicht lange auf sich warten. Machthaber Kim Jong Un drohte seinerseits ebenfalls mit einem Atomwaffenangriff. Als mögliches Ziel wurde der US-Militärstützpunkt Guam, eine Hochseeinsel im Pazifik genannt.

Vermutungen zufolge sei Nordkorea in seinem Atomprogramm deutlich vorangeschritten. Auch von kleineren Atomsprengköpfen ist die Rede.

Siehe dazu den ausführlichen Artikel der DW online.  

 

07.08.2017

Nordkorea Atomprogramm - trotz scharfer Sanktionen kein Einlenken

Trotz der nun erteilten UN-Sanktionen, die Nordkorea sehr hart treffen, verweigert Pjöngjang jegliches Einlenken in puncto Atomprogramm. Stattdessen zeigt sich Machthaber Kim Jong Un sogar sehr empört über die nun verhängten UN-Sanktionen und ist absolut nicht gesprächsbereit.  

Auslöser für die verschärften Sanktionen ist der Test zweier Mittelstreckenraketen von Ende Juli, die ohne weiteres die US-Küste erreichen könnten (antiatom-fuku berichtete).

Siehe dazu den Artikel und Video der Zeit online.

 

Juli

29.07.2017

Nordkorea droht den USA mit Atomraketenangriff

Nordkorea hat am gestrigen Freitag wieder eine ballistische Interkontinentalrakete abgefeuert und droht nun den USA mit einem atomaren Angriff. Der US-Außenminister appellierte an China und Russland auf Pjöngjang einzuwirken. Präsident Trump bezeichnete den jüngsten Raketentest als "rücksichtslos und gefährlich". Vom Machthaber Kim Jong Un wird dieser wieder einmal als „Erfolg“ gefeiert. Experten zufolge könnten diese Raketen durchaus das Festland der USA erreichen.

Siehe dazu den ausführlichen Bericht der heute-online und das Video „Geheimakte Kim Jon Un“.    

 

15.07.2017

Nordkorea verfügt über mehr Atomwaffen als bisher angenommen

Auswertungen von Satellitenbilder lassen den Verdacht aufkommen, dass Nordkorea aktiv an der Bereitstellung von Atomwaffen arbeitet. Wärmebildaufnahmen, die im Zeitraum von September 2016 bis Juni 2017 per Satellit aufgenommen worden sind, weisen laut den US-Behörden auf Aktivitäten in der Atomanlage Yongbyon hin. Möglicherweise verfügt Nordkorea über mehr Plutonium als bisher angenommen.

Siehe dazu auch den Artikel vom Spiegel online.  

 

08.07.2017

Nordkoreakonflikt – USA befürchtet atomaren Angriff

Nach dem Nordkorea am vergangenen Dienstag, also am Unabhängigkeitstag der USA und kurz vor dem G20-Gipfel in Hamburg eine Interkontinentalrakete abgefeuert hatte, befürchtet US-Präsident Donald Trump einen möglichen Angriff mit Atomsprengköpfen. Die erstmals getestete Interkontinentalrakete hat eine Reichweite bis nach Alaska, und wäre auch in der Lage atomaren Sprengstoff zu transportieren.

Machthaber Kim Jong Un propagierte den gegenwärtigen Raketentest, wie schon bei den vorausgegangenen Raketenstarts, medienwirksam als großen Erfolg.

Als Reaktion auf den Raketentest drohten die USA nun mit drastischen Maßnahmen und flogen Ende der Woche gemeinsam mit der südkoreanischen Luftwaffe ein Manöver nahe der nordkoreanischen Grenze.

Siehe dazu auch den ausführlichen Artikel der Tagesschau online.

 

Juni

26.06.2017

AKW Tihange: 90 km Menschenkette von Tihange bis Aachen

Die Menschenkette vom gestrigen Sonntag, eine sehr gut gelungene Aktion, an der etwa 50.000 Leute teilnahmen, reichte über 90 km vom AKW Tihange in Belgien, über Maastricht, Holland bis nach Aachen. Mit dieser Aktion machten die Teilnehmer auf die rissigen Reaktoren an den AKWs Tihange und Doel in Belgien aufmerksam, die in diesem Zustand eine außerordentliche Gefahr für die Bevölkerung darstellen.

Neben dem Bürgermeister von Aachen, Marcel Philipp (CDU) fordert auch der angehende Ministerpräsident von NRW, Armin Laschet (CDU) eine sofortige Abschaltung der Pannenreaktoren.

Siehe dazu auch den Artikel und Video vom n-tv

 

08.06.2017

Nordkorea: Gleich mehrere Raketenabschüsse

Nordkorea hat wieder erneut Raketentests durchgeführt und gleich mehrere Raketen abgefeuert, mit denen problemlos Schiffe angegriffen werden könnten. Damit verstößt Pjöngjang wieder einmal gegen die UN-Resolution.

Ausführlich im Artikel der Tagesschau online.

 

Mai

29.05.2017

Nordkorea provoziert mit erneuten Raketentest

Trotz internationaler Warnungen hat Nordkorea wieder eine Rakete in Richtung Japan abgefeuert. Als Reaktion wollen Japan und USA nun „Maßnahmen“ gegen Nordkorea ergreifen.

Mehr dazu im Ausführlichen Bericht und Video der DW

 

Südkorea: Störfall im AKW

Am AKW Wolsong, Südkorea ereignete sich gestern ein Störfall mit Reaktorschnellabschaltung (Resa) im Reaktor 1, der zum fraglichen Zeitpunkt wegen einer bevorstehenden Wartung in seiner Leistung nach und nach gedrosselt worden ist. Der plötzliche Ausfall zweier Kühlpumpen des Reaktors führte zur Resa. Laut dem Betreiber sei keine Radioaktivität ausgetreten. Der Ausfall der beiden Kühlpumpen hätte laut dem Betreiber ebenfalls keine Gefahr dargestellt, da der Reaktor mit insgesamt 4 Kühlpumpen ausgestattet ist.

 

14.05.2017

Nordkorea: Erneuter Raketentest

Südkoreanische Medien berichten, dass heute Morgen in der Frühe eine ballistische Rakete, die in der Provinz P’yongan-buk-do, Nordkorea gezündet, in Richtung Japan geschossen worden ist und dann nach 400 km ins Meer stürzte.

Pjöngjang hatte im letzten und in diesem Jahr schon häufiger mit Raketentests provoziert.

Kim Jong Un signalisierte diese Woche zwar eine Bereitschaft für Gesprächen mit dem USA, scheint aber dennoch weiterhin sehr uneinsichtig, womit die Ausgangslage möglicher Gespräche eher schwierig sein dürfte.

Siehe auch das Video des Senders NHK (japanisch):

 

April

28.04.2017

Nordkorea provoziert mit Kriegsvideo

Der nordkoreanische Nachrichtensender „Arirang-Meari“ stelle am Mittwoch eine Videoanimation mit dem Titel „Im Rahmen der Zerstörung“ ins Netz, bei der ein US-Schiff im Fadenkreuz ist: Es ist Nordkoreas trotzige Antwort auf die Reaktion des Westens in Bezug auf Nordkoreas jüngsten Raketentests.

Siehe dazu den Artikel der N24

 

16.04.2017

Nordkorea – erneut Rakete abgeschossen

Allen Warnungen zum Trotz hat Nordkorea einen neuen Raketentest durchgeführt. Dieser verlief jedoch erfolglos, da die Rakete unmittelbar nach dem Start explodierte.

Siehe dazu den ausführlichen Artikel der Tagesschau. 

 

14.04.2017

Nordkorea: Geplanter Atomtest – USA überlegt militärischen Eingriff

Nach Angaben der US-Behörden bereitet Nordkorea einen neuen Atomtest vor und verschärft somit seine Provokationen gegenüber dem Westen. Als Reaktion darauf erwägt US-Präsident Donald Trump einen Militärschlag gegen Nordkorea. „Notfalls“ will Trump, wenn Nordkoreas einziger Verbündeter China nicht deeskalierend auf Pjöngjang einwirken will, das Problem im Alleingang „lösen“.

Siehe dazu den ausführlichen Artikel des Schweitzer Tagesanzeiger.

 

05.04.2017

Nordkorea provoziert mit erneuten Raketentests

Heute Morgen feuerte Nordkorea wieder einmal eine Rakete in Richtung Japan ab.  Laut südkoreanischen und US-Medien ist die erneute Provokation aus Pjöngjang wahrscheinlich eine Reaktion auf das geplante Treffen zwischen USA und China. Denn Präsident Donald Trump fordert von Chinas Regierung ein konsequentes Vorgehen gegen Nordkoreas Atomprogramm und drängt China auch dazu, bestehende Handelsbeziehungen zu Nordkorea einzuschränken. Andernfalls würde die US-Regierung das „Problem mit Nordkorea selbst in die Hand nehmen“.

Siehe dazu den ausführlichen Bericht und beide Videos der Süddeutschen Zeitung.    

 

März

26.03.2017

Nordkorea baut Atomproramm aus – Yukiya Amano, IAEA besorgt

Der IAEA Chef Yukiya Amano äußerte sich diese Woche sehr besorgt wegen dem Atomprogramm in Nordkorea, dass durch Machthaber Kim Yong Un weiter vorangetrieben wird. So wurde z.B. die Kapazität der Urananreicherungsanlage auf das Doppelte erhöht. Erst am vergangenen Wochenende wurde wieder ein Raketentest durchgeführt.

Das ist eine Entwicklung, die nicht nur die IAEA, sondern die internationale Gemeinschaft insgesamt beunruhigt. Das nordkoreanische Atomprogramm sei in eine "neue Phase" getreten, so Amano.

Siehe dazu den ausführlichen Bericht der DW mit Hintergrundinformationen.

 

17.03.2017

Nordkorea droht den USA mit atomaren Langstreckenraketen

Nordkoreas Diktator Kim Jong Un provoziert weiter und den USA mit Atomschlägen. Als Reaktion darauf erwägen die USA ebenfalls Militärschläge.

Wie wird der neue US-Präsident Donald Trump damit umgehen? – Eine Analyse des Handelsblatts online

 USA: Militärschläge gegen Nordkorea sind "eine Option" – Ein Bericht der DW

 

05.03.2017

China & Südkorea – Bedenken wegen hoher Strahlung in Japan

In China und Südkorea sind die Bedenken wegen der erhöhten Radioaktivität in Japan wieder neu aufgeflammt. Dies wirkt sich bereits negativ auf den Tourismus in Japan aus. Auch zur allseits beliebten Kirschblütensaison planen dieses Mal deutlich weniger Chinesen und Südkoreaner eine Reise nach Japan, so dass im Vergleich zum Vorjahr ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen ist.

Ausschlaggebend für die wiederaufflammenden Bedenken sind die extrem hohen Strahlenwerte, die Anfang Februar am havarierten AKW Fukushima dai ichi im Sicherheitsbehälter von Reaktor 2 gemessen worden sind (antiatom-fuku berichtete). Verschiedene Medien in China und Südkorea warnten vor Reisen nach Japan, insbesondere in den Nordosten (Tohoku-Region), bzw. rieten zur Vorsicht. Eine koreanische Fluggesellschaft fliegt seit Februar auch nicht mehr den Flughafen von Fukushima an. Laut koreanischen Experten sei dies jedoch ein wenig überzogen, da die am Flughafen Fukushima (57 km westlich vom AKW Fukushima dai ichi) gemessene Strahlung sogar niedriger ist, als in Seoul.  

 

Februar

13.02.2017

Nordkorea provoziert -  internationale Gemeinschaft alarmiert

Nach dem Raketentest von gestern, womit Machthaber Kim Jong Un wieder einmal die internationale Gemeinschaft provoziert, fordern USA, Japan und Südkorea eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats. Auch Russlands Ministerpräsident Putin zeigt sich besorgt.

Mehr dazu im ausführlichen Bericht der Wirtschaftswoche

 

12.02.2017

Nordkorea – Raketentest, Provokation in Richtung Japan und USA

Südkoreanischen Medien zufolge hat Nordkorea wieder einen sogenannten Raketentest durchgeführt und eine ballistische Rakete in Richtung japanisches Meer abgeschossen. Machthaber Kim Jong Un überlegt sogar den Test einer Langstreckenrakete. Internationale Medien vermuten, dass Kim Jong Un vor allem die Reaktion des neuen US-Präsidenten Donald Trump testen will. Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe, der zurzeit in den USA zu Besuch bei Trump ist, verurteilt diesen Ratentest aufs schärfste. Trump sagt Abe „Unterstützung“ zu und Südkorea kündigt eine „empfindliche Strafe“ für Nordkorea an.

Mehr dazu im ausführlichen Bericht der DW.

 

04.02.2017

USA/Japan: Nach iranischen Raketentests – harsche Kritik an Teheran

Bei einer Pressekonferenz in Tokyo traf sich die japanischen Verteidigungsministerin Tomomi Inada (LDP) mit dem amerikanischen Verteidigungsminister James Mattis. Bezugnehmend auf den Raketentest, den Iran in der vergangenen Woche durchführte, fordert Mattis nun weitere Sanktionen für Iran. Die Regierung in Teheran, die sich nicht an das Atomabkommen gehalten hat, zeigt sich trotz allem sehr uneinsichtig. Zu dem steht Iran auch unter Verdacht, den Terror zu unterstützen.

Nicht nur Iran, sondern auch Nordkorea stellt wegen seinem Atomprogramm und bereits durchgeführten Raketentests, zuletzt 2016 (antiatom-fuku berichtete), laut den beiden Verteidigungsministern eine ernsthafte Bedrohung dar.

Siehe dazu auch den Artikel und Video der FAZ

 

Januar

17.01.2017

Konsequenz aus Fukushima - Taiwan beschließt Atomausstieg

Taiwan hat aus der Reaktorkatastrophe von Fukushima gelernt und will nun bis 2025 komplett aus der Atomkraft aussteigen. Zurzeit sind in Taiwan drei AKWs am Netz und decken 16% des Strombedarfs. Die Pläne eines vierten AKW wurden bereits 2014 auf Eis gelegt. Als Ersatz sollen nun die erneuerbaren Energien, die zurzeit nur bei 4% liegen, massiv ausgebaut werden. Diese sollen in den nächsten Jahren mindestens 20% des Strombedarfs decken.

Das beschloss jetzt die Regierung unter Ministerpräsidentin Tsai Ing-Wen (Demokratischen Fortschrittspartei), die im Wahlkampf den zeitnahen Atomausstieg versprach, daraufhin im Mai 2016 die Wahl gewann und nun ihr Versprechen einlöst.

Denn seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima 2011 hat die Kernenergie enorm an Akzeptanz in der Bevölkerung verloren.  

 

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