2018 Fuku Info

Archiv aus dem Jahr 2018 in umgekehrter Chronologie. Das heißt: Das aktuellste folgt zuerst.

 (Zu den aktuellen Nachrichten)

 

07.04.2018

AKW Sendai, Reaktor 1, Loch im Brennstab

Nachdem sich im März letzten Jahres ein Zwischenfall im Reaktor 1 am AKW Sendai, Präfektur Kagoshima ereignet hatte, wo radioaktives Jod131 ausgetreten ist (antiatom-fuku berichtete), wurde jetzt ein kleines Loch an einem Brennstab entdeckt.

Als der Vorfall im letzten Jahr entdeckt worden ist, erhöhte man lediglich die Messintervalle, um einen etl. weiteren Anstieg zu erfassen. Der Reaktor 1 wurde aber nicht außerplanmäßig heruntergefahren.

Seit Ende Januar befindet sich der Reaktor 1 in der Routinewartung, die auch etwas länger, und zwar bis Ende Mai andauern soll. Es werden nämlich alle 157 Brennelemente auf mögliche Mikrorisse überprüft. Bei dieser Überprüfung wurde jetzt ein kleines Loch an einem Brennstab entdeckt, aus dem das radioaktive Jod131 ausgetreten ist.

Die Brennstäbe, die zu 200 Stück zu einem Brennelement gebündelt sind, sind laufend einer hohen Belastung durch feinschlägige Vibrationen und Neutronenbeschuss ausgesetzt, so dass die Hüllrohre spröde werden, wodurch auch nun das besagte Loch entstanden ist.

An den Rohleitungen des Sekundärkreislaufes sind laut den Kyushu Elektrizitätswerken keine Korrosionen festgestellt worden. Daraufhin überprüft wurden Reaktor 1, der sich in Revision befindet, und Reaktor 2, der ab dem 23.04.2018 in Revision gehen soll.

Anlass für diese zusätzliche Überprüfung war der Vorfall am AKW Genkai, Präfektur Saga, der sich am 30.03.2018 ereignete, nach dem der Reaktor gerade mal eine Woche in Betrieb war. Damals wurden Undichtigkeiten durch Korrosion im Sekundärkreislauf von Reaktor 3 festgestellt (antiatom-fuku berichtete).  

 

06.04.2018

AKW Tokai 2, Tepco übernimmt ein Teil der Kosten für Reaktorsanierung

Wie die Atomaufsichtsbehörde NRA gestern in einer Sitzung bekannt gab, wird die betreibende Japan Atomic Power Company (JAPC) für das AKW Tokai 2, Präfektur Ibaraki eine Laufzeitverlängerung für weitere 20 Jahre erhalten, wenn der Reaktor, ein SWR, der im November 2018 die gesetzlich festgelegte Maximallaufzeit von 40 Jahren erreicht, entsprechend nachgerüstet wird.

Die bisher berechneten Kosten liegen jedoch schon bei etwa 1,3 MRD. Euro, einen Betrag den JAPC definitiv alleine nicht aufbringen kann. Denn der Konzern produzierte ausschließlich Atomstrom, und ist nun, da seine Reaktoren seit der Atomkatastrophe von Fukushima stillstehen nahezu pleite.

Nun kommt aber, wie die NRA mitteilte, finanzielle „Hilfe“ von Tepco und den Hokuriku Elektrizitätswerken, die die Kosten für die Nachrüstung übernehmen wollen. Der Betreiber Tepco, der auch das havarierte AKW Fukushima Daiichi zu verantworten hat, ist seit April 2011 selber insolvent, und wird quasi nur durch Steuergelder am Leben erhalten.  

 

03.04.2018

AKW Genkai, Loch durch Korrosion, mögliche Folgen auch für AKW Sendai

Am AKW Genkai, Präfektur Saga wurde nun die Ursache für das entstandene Loch in der Rohrleitung des Sekundärkühlkreislaufes von Reaktorblock 3 gefunden. Wie die Kyushu Elektrizitätswerke heute mitteilten, ist Regenwasser unter die Isolierung gelangt, so dass die darunterliegende Rohrleitung an der besagten Stelle durchgerostet ist.

Am Abend des 31.03.2018 kam es zum Dampfaustritt im Sekundärkühlkreislauf. Daraufhin wurde die Turbine gestoppt, und somit die Stromproduktion eingestellt. Der Reaktor wurde jedoch nicht vollständig heruntergefahren, so dass die Kernspaltung weiterhin aufrechterhalten wird (antiatom-fuku berichtete).

Die restlichen Rohre des Sekundärkreislaufes werden nun ebenfalls auf Korrosion untersucht. Die betroffene Rohleitung wird ausgetauscht.

Der Termin für Reaktor 4, der Mitte Mai wieder hochgefahren werden sollte, verschiebt sich weiter nach hinten. Denn auch dieser befand sich im Langzeitstillstand und soll nun auf korrodierte Rohrleitungen untersucht werden.

Der Vorfall könnte auch Auswirkungen auf das ebenfalls von den Kyushu Elektrizitätswerken betriebene AKW Sendai, Präfektur Kagoshima haben. Das AKW Sendai ist seit Herbst 2015 mit zwei Reaktoren wieder am Netz.

 

01.04.2018

AKW Genkai: Sekundärkreislauf von Reaktorblock 3 -  1 cm großes Loch

Nach dem es am 30.03.2018 am AKW Genkai, Präfektur Saga zum Dampfaustritt aus einer Rohrleitung des Sekundärkreislaufes gekommen ist (antiatom-fuku berichtete), wurde heute ein etwa 1 cm großes Loch an einer Rohrverbindung entdeckt. Es werde nun fieberhaft nach der Ursache für das Loch gesucht, so ein Sprecher der Kyushu Elektrizitätswerke heute Nachmittag. Wieviel Zeit das in Anspruch nehmen wird, ist noch völlig unklar. Solange bleibt der Reaktor vom Netz. Er wird jedoch weiterhin nicht komplett heruntergefahren, die Kernspaltung wird weiterhin in Gang gehalten.

 

31.03.2018

AKW Genkai: Störfall Reaktor 3

Gestern Abend um ca. 19:00 Uhr ereignete sich im AKW Genkai, Präfektur Saga ein Störfall im Reaktorblock 3. Mitarbeiter bemerkten bei einem Kontrollgang, dass Wasserdampf aus einer Rohrleitung des Sekundärkühlkreislaufs ausgetreten ist. Infolge dessen wurde die Turbine gestoppt und somit die Stromproduktion eingestellt. Laut den betreibenden Kyushu Elektrizitätswerken sei das kein großes Problem, Radioaktivität sei ebenfalls nicht ausgetreten.  

Der Reaktor 3, der nach über 7 Jahren Stillstand und ausgiebiger Sicherheitsüberprüfung durch die Atomaufsichtsbehörde NRA erst am 23.03.2018 wieder hochgefahren worden ist (antiatom-fuku berichtete), weist jetzt schon den ersten Störfall auf!

Nur die Turbine wurde gestoppt, der Reaktor selber wurde jedoch nicht heruntergefahren. Die Steuerstäbe wurden belassen, so dass die Kernspaltung weiterhin in Gang bleibt.

Je nachdem, wie schwerwiegend das Problem wirklich ist, könnte das auch Folgen für den Reaktor 4 haben, der nämlich Mitte Mai wieder hochgefahren werden soll.

 

30.03.2018

Osaka - Erneute Klage gegen das AKW Takahama abgewiesen

Eine erneute Bürgerklage gegen den Weiterbetrieb der Reaktoren 3 und 4 am AKW Takahama, Präfektur Fukui, die heute am Landgericht Osaka verhandelt worden ist, wurde abgewiesen, so dass die o.g. Reaktoren weiterhin am Netz bleiben dürfen. Der Hauptgrund für diese Klage ist die Sorge, dass das AKW Takahama in Anbetracht des Nordkoreakonfliktes von einer Rakete angegriffen werden könnte. Einen möglichen Raketenangriff hält der Richter jedoch für sehr unwahrscheinlich. „Sollte aber tatsächlich Gefahr durch einen nordkoreanischen Raketenangriff drohen, so der Richter, würde die Atomaufsichtsbehörde NRA den Betriebsstopp beider Reaktoren rechtzeitig anordnen“.

Das ist bisher der erste Fall, wo aufgrund eines möglichen Raketenangriffs gegen ein AKW geklagt wird. In all den bisherigen Fällen waren Erdbeben und Tsunami als Hauptgrund für eine Klage angeführt worden.

Gegen das AKW Takahama wurde bereits mehrfach geklagt. Nach einem Urteil vom Landgericht Fukui (04/2015 und vom LG Otsu (03/2016) mussten beide Reaktoren vom Netz. Das Urteil wurde jedoch Anfang 2017 wieder aufgehoben, so dass beide im Mai und Juni 2017 wieder hochgefahren werden durften (antiatom-fuku berichtete).

 

27.03.2018

AKW Ikata, Reaktor 2 – endgültige Stilllegung beschlossen

Der Reaktor 2 am AKW Ikata, Präfektur Ehime soll nach Informationen der betreibenden Shikoku Elektrizitätswerke endgültig Stillgelegt werden. Der Reaktor 2, ein DWR, der 1982 mit einer Leistung von 566 MW ans Netz ging, wurde im Januar 2012 zwecks Routinewartung heruntergefahren und steht seitdem still. Eine Nachrüstung gemäß den aktuellen Sicherheitsanforderungen wäre zu teuer, so dass sich dies in Anbetracht der Restlaufzeit von 4 Jahren, also bis 2022, nach erreichen der maximalen Laufzeit von 40 Jahren, finanziell nicht lohnen würde. Bei der Atomaufsichtsbehörde NRA einen Antrag auf Laufzeitverlängerung für weitere 20 Jahre zu beantragen, wurde zwar überlegt, erschien den Shikoku Elektrizitätswerken jedoch ebenfalls zu unwirtschaftlich, also zu teuer.

Reaktor 2 ist somit der 9. Reaktor, das AKW Fukushima Daiichi (6 Reaktoren) und der Schnelle Brüter Monju ausgenommen, der seit der Reaktorkatastrophe 2011 stillgelegt wird. Reaktor 1 wurde bereits 2016 stillgelegt. Und Reaktor 3, der nach Beendigung der Routinewartung im vergangenen Januar eigentlich wieder angefahren werden sollte, bleibt nach einem Gerichtsurteil (OLG Hiroshima 12/2017) vorerst vom Netz (antiatom-fuku berichtete).   

 

23.03.2018

AKW Genkai: Reaktor 3 wurde hochgefahren

Am AKW Genkai, Präfektur Saga wurde heute Vormittag um 11:00 Uhr der Reaktor 3 wieder angefahren. Laut den betreibenden Kyushu Elektrizitätswerken traten bisher keine Komplikationen auf.

Eine Sammelklage gegen die Wiederinbetriebnahme der Reaktoren 3 und 4 wurde am vergangenen Dienstag abgewiesen (antiatom-fuku berichtete), so dass Reaktor 3 heute wie geplant hochgefahren werden durfte.  

Der Reaktor 3, der bedingt durch die Atomkatastrophe von Fukushima 7 Jahre und 3 Monate stillstand, soll zunächst im Testbetrieb und dann ab Ende April im regulären Leistungsbetrieb laufen. Er ist mit 161 Uran- und 32 MOX-Brennelementen bestückt und nun der 7. Reaktor, der landesweit nach Freigabe durch die Atomaufsichtsbehörde NRA wieder hochgefahren worden ist. Da der Weiterbetrieb des Reaktors 3 am AKW Ikata, Präfektur Ehime, per Gericht untersagt worden ist, und sich Reaktor 1 am AKW Sendai, Präfektur Kagoshima in der Routinewartung befindet, laufen derzeit „nur“ 5 Reaktoren an 4 AKWs (siehe AKW-Status).    

 

20.03.2018

Klage abgewiesen, AKW Genkai darf ans Netz

Nach dem eine Bürgerinitiative aufgrund der erhöhten Gefahren durch die umliegenden Vulkane gegen die Wiederinbetriebnahme der beiden Reaktoren 3 und 4 am AKW Genkai, Präfektur Saga geklagt hatten, wurde der Fall heute am Landgericht Saga verhandelt. Die Klage wurde jedoch abgewiesen, so dass Reaktor 3 am kommenden Freitag, und Reaktor 4 im Mai, wie geplant hochgefahren werden darf. Reaktor 3 ist neben 161 Uranbrennelementen auch mit 32 MOX bestückt.

Obwohl die umliegenden Vulkane vor allem in letzter Zeit vermehrt Aktivität zeigen (antiatom-fuku berichtete), sahen die Richter keinen Handlungsbedarf, so dass das AKW Genkai weiter betrieben werden darf. Auch die räumliche Nähe zur Großstadt Fukuoka und weiteren Ortschaften, sowie den allgemeinen Gefahren bei fehlender Notwendigkeit des AKWs stellt für die Richter jedoch kein Problem dar. Die betreibenden Kyushu Elektrizitätswerke verbuchten das heutige Urteil als Erfolg.

 

18.03.2018

AKW Genkai: Gericht entscheidet über Wiederinbetriebnahme

Ob der Reaktor 3 am AKW Genkai, Präfektur Saga am kommenden Freitag, und der Reaktor 4 im Mai wieder hochgefahren werden darf, wird am kommenden Dienstag, 20.03.2018 am Landgericht Saga erst noch entschieden. Geklagt hatte eine Bürgerinitiative, die nun per einstweiliger Verfügung ein Betriebsverbot beider Reaktoren erwirken will. Begründet wird die Klage aufgrund der erhöhten Gefahr durch umliegende Vulkane, wie z.B. der kürzlich aktiv gewordene Vulkan Shimoedake der Kirishima-Berggruppe (antiatom-fuku berichtete).   

Erst kürzlich wurde der Weiterbetrieb eines AKWs aufgrund aktiver Vulkane per Gericht untersagt. Davon betroffen ist der Reaktor 3 am AKW Ikata, Präfektur Ehime, dessen Wiederinbetriebnahme im Dezember 2017 durch das OLG Hiroshima vorerst bis September 2018 untersagt worden ist (antiatom-fuku berichtete). Denn der immer wieder aktive Vulkan Aso, Präfektur Kumamoto liegt nur 130 km südlich vom AKW Ikata entfernt, und stellt somit eine Gefahr z.B. durch Lavapartikel, die mit der Rauchwolke durch die Luft getragen werden dar.  

Die betreibenden Kyushu Elektrizitätswerke, die das AKW Genkai bezüglich der umliegenden Vulkane für absolut sicher halten, sehen dem Gerichtsverfahren am Dienstag eher gelassen entgegen.   

 

17.03.2018

AKW Fukushima, Reaktor 1 – erhöhte Gefahr durch radioaktive Partikel

Am havarierten AKW Fukushima Daiichi werden seit Januar Trümmerteile vom Obergeschoss des Reaktorgebäudes 1 entfernt. Dazu soll auch das Stahlgerippe Stück für Stück abgetrennt werden. Diese Arbeiten sind notwendig, um das darunterliegende Abklingbecken zwecks Entfernung der Brennelemente freizulegen. Allerdings wird nun befürchtet, dass durch die Flexarbeiten das Stahlgerippe laufend vibriert, so dass sich kleine Betonstückchen ablösen, und somit viel radioaktiven Staub umherwirbeln. Wegen der hohen Radioaktivität am Gebäude werden die Arbeiten generell ferngesteuert ausgeführt, wurden aber jetzt, solange das Problem mit dem Stahlgerippe noch nicht gelöst ist, unterbrochen.

Das Dach des Reaktorgebäudes 1 wurde 2011 durch die Wasserstoffexplosion komplett zerstört. Die zunächst errichtete Schutzhülle des Reaktorgebäudes wurde für die Trümmerräumung mittlerweile wieder entfernt. Im Abklingbecken lagern 392 Brennelemente, die bis 2020 entfernt werden sollen.

Der aus Betonsäulen bestehende küstenseitige Schutzwall, der seit längerem undicht ist und sich nach vorne, also in Richtung Hafenbecken neigt, wird zurzeit verstärkt. Dazu sollen noch 1200 Wellenbrecher aus Beton entlang der Küste vor dem AKW platziert werden.     

 

AKW Genkai, Reaktor 3 wird am Freitag hochgefahren

Der Reaktor 3 am AKW Genkai, Präfektur Saga soll nach Angaben der betreibenden Kyushu Elektrizitätswerke am kommenden Freitag (23.03.2018), nach etwa 7 Jahren Langzeitstillstand wieder hochgefahren werden. Die Wiederinbetriebnahme wurde neben technischen Problemen auch aufgrund des Kobe Stahlskandals (antiatom-fuku berichtete) seit Herbst 2017 mehrfach verschoben. Der Reaktor 3, ein DWR aus dem Jahr 1994 wurde mit 32 plutoniumhaltigen MOX- und 161 „normalen“ Uranbrennelementen bestückt.  

 

14.03.2018

AKW Ōi, Reaktor 3 wurde heute hochgefahren

Nach etwa 4½ Jahren Stillstand, wurde heute um 17:00 Uhr der Reaktor 3 am AKW Ōi, Präfektur Fukui (Leistung 118 MW) wieder hochgefahren. Laut der betreibenden Kansai Elektrizitätswerke verlief der Vorgang nach Plan. Der mit 193 Uranbrennelementen bestückte Reaktor läuft zunächst im Testbetrieb und soll dann nach und nach in seiner Leistung gesteigert werden. Ab Anfang April soll er dann im regulären Leistungsbetrieb laufen.

In der kommenden Woche soll auch der Reaktor 3 am AKW Genkai, Präfektur Saga ebenfalls wieder hochgefahren werden.

Beide Reaktoren, die sogar schon Anfang Januar hochgefahren werden sollten, wurden aufgrund des Kobe Stahl-Skandals (antiatom-fuku berichtete), einer gesonderten Überprüfung unterzogen. Laut den jeweiligen Betreibern wurden jedoch keine Mikrorisse im Reaktorstahl nachgewiesen.   

Insgesamt sind nun landesweit 4 Reaktoren an 3 AKWs in Betrieb.

Wie ein Sprecher der Kansai Elektrizitätswerke verkündete, soll, da das AKW Ōi nun wieder ans Netz geht, die Verstromung fossiler Energieträger reduziert und somit die Strompreise zeitnah gesenkt werden.

Unabhängigen Experten stehen solchen Aussagen jedoch sehr kritisch gegenüber, da diese nämlich nur den Eindruck erwecken, als sei die Kernenergie kostengünstig, was aufgrund der Folgekosten aber absolut nicht der Fall ist. Zudem kann Japan weiterhin komplett auf Kernenergie verzichten. Auch der Ausbau der erneuerbaren Energie könnte viel schneller vorangehen, so dass fossile Träger weiter reduziert werden könnten.

 

11.03.2018

7 Jahre nach der Dreifachkatastrophe – Der Zustand in Fukushima

Heute vor 7 Jahren, am 11. März 2011 um 14:46 Uhr wurde der Nordosten Japans von einem verheerenden Erdbeben und einem gewaltigen Tsunami heimgesucht, wodurch auch die Reaktorkatastrophe mit 3 Kernschmelzen am AKW Fukushima Daiichi ausgelöst worden ist. Das Erdbeben mit der Stärke 9,0 ist das bisher schwerste in der Geschichte Japans. Der Tsunami überflutete eine Fläche von 470 km². Mehr als 260 küstennahe Ortschaften wurden zerstört.  

In den offiziellen Gedenkfeiern, die heute vielerorts in Nordostjapan stattfanden, gedachte man zwar den Opfern der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe, ließ aber die Opfer der Reaktorkatastrophe häufig außen vor. Denn seitens der Regierung wird die Reaktorkatastrophe weitestgehend nicht thematisiert.

Häuser, Ortschaften, die nach dem Erdbeben und Tsunami noch intakt geblieben schienen, mussten aufgrund der hohen Radioaktivität verlassen werden. Hunderttausende verloren ihre Heimat.

Die bisher größte Naturkatastrophe in Japans Geschichte forderte rund 15.893 Todesopfer und über 6000 Verletzte. 2554 Leute gelten noch als vermisst. Mehr als eine halbe Millionen Menschen wurden evakuiert, bzw. flüchteten „freiwillig“. Die radioaktiv verseuchten Gebiete um das AKW Fukushima Daiichi sind auf mehrere Jahrzehnte nicht mehr bewohnbar. Diese Gebiete werden aber, auf Anordnung der Regierung, zwecks Senkung der Radioaktivität, einer Flächendekontamination durch Abtragen der obersten Erdschicht unterzogen. Es wird weiterhin konsequent versucht, die Leute zur Rückkehr in ihre immer noch radioaktiv belastete Heimat zu bewegen. Die Dekontaminationsmaßnahmen wirken nämlich nur kurzfristig, da laufend neue radioaktive Partikel mit Wind und Regen wieder herangetragen werden. Alle Flächen, die sich außerhalb von Wohngebieten befinden, landwirtschaftliche Nutzflächen ausgenommen, wurden nicht dekontaminiert und weisen weiterhin eine deutlich erhöhte Strahlung auf.

Da sich die Rückkehrbereitschaft aus Sorge um die Gesundheit, sehr stark in Grenzen hält, lockt die Regierung sogar mit Prämien. Im Ort Iitate, der sehr stark radioaktiv verseucht worden ist, wurde sogar eine ganz neue Schule gebaut, um Familien mit Kinder zurück zu locken.

Am havarierten AKW Fukushima Daiichi läuft seit 2011 kontinuierlich radioaktiv verseuchtes Wasser ins Meer. Eine besondere Schwierigkeit stellt das Tritium dar, das so gut wie gar nicht herausgefiltert werden kann. Insgesamt ist die Situation am AKW Fukushima Daiichi ist weiterhin schwierig. Der Rückbau wird laut Schätzungen des Betreibers Tepco noch 40 Jahre andauern.

 

10.03.2018

Kyushu, Vulkan Shimoedake: Erneuter heftiger Ausbruch

Nach Informationen des Wetterdienstes, kam es heute in den frühen Morgenstunden wieder zu explosionsartigen Ausbrüchen des Vulkans Shimoedake der Kirishima-Berggruppe in der Präfektur Miyazaki. Gleich zwei explosionsartige Ausbrüche, einmal um 1:54 und dann um 4:25 Uhr mit einer 4500 Meter hohen Rauchsäule. Dabei wurden sogar auch größere Lavapartikel über 1,8 km durch die Luft geschleudert.

Seit dem 01.03.2018 zeigt der Vulkan Shimoedake vermehrt Aktivität, und brach bereits am 06.03.2018 mehrfach aus (antiatom-fuku berichtete).

Die Anwohner wurden erneut gewarnt, die Warnstufe 3 (von 5) wird aufrechterhalten. Das AKW Sendai, zurzeit mit einem Reaktor am Netz, befindet sich in nur 60 km Entfernung.

 

09.03.2018

Fisch aus Fukushima nach Thailand exportiert

Seit der Reaktorkatastrophe von vor 7 Jahren, wurde erstmals wieder Fisch, der vor der Küste von Fukushima gefangen worden ist, ins Ausland exportiert. So wurden nämlich Schollen aus Fukushima nach Thailand geliefert. Laut den Behörden sei die radioaktive Belastung der gefangenen Fische unterhalb des Grenzwertes, so diese in den Handel gebracht werden dürfen. Zudem wurden in den Stichproben wurden seit 2015 keine signifikant hohen Werte mehr gemessen, so die Behörden.   

 

06.03.2018

Kyushu, Berg Shimoedate: Explosionsartiger Vulkanausbruch

Auf der südlichen Hauptinsel Kyushu kam es heute Nachmittag um 14:30 Uhr zum explosionsartigen Ausbruch des Vulkans Shimoedake der Kirishima-Berggruppe in der Präfektur Kagoshima/Miyazaki. Bis kurz nach 22:00 Uhr kam es sogar 6 Mal zu weiteren explosionsartigen Ausbrüchen, bis sich der Berg wieder beruhigte. Neben der 2800 Meter hohen Rauchsäule wurde die feine Lavaasche weiträumig in der Umgebung verteilt.

Schon in den Tagen zuvor zeigte der Vulkan vermehrt Aktivität (antiatom-fuku berichtete). Der letzte explosionsartige Ausbruch ereignete sich im März 2011.  

Zum heutigen Ereignis siehe auch das Video der Ashhi Shinbum online.

 

AKW Sendai, Reaktor 1: Wiederinbetriebnahme verzögert sich

Die Wiederinbetriebnahme des Reaktors 1 am AKW Sendai, Präfektur Kagoshima, der sich zurzeit in Revision befindet, wurde um 3 Wochen auf Ende Mai verschoben. Die „Reinigung“ des Primärkreislaufs der Reaktorkühlung zur Reduzierung der radioaktiven Partikel dauern länger, als zunächst geplant. Anlass der „gründlicheren“

Reinigung ist der Vorfall von vor einem Jahr, bei dem radioaktives Jod im laufenden Betrieb aus dem Primärkühlkreislauf entwichen ist. Laut den betreibenden Kyushu Elektrizitätswerken komme dafür Mikrorisse in den Brennstäben infrage.

Reaktor 1 soll nach einem vierwöchigen Testlauf ab Ende Juni im regulären Leistungsbetrieb laufen.

 

03.03.2018

Vulkan 60 km nördlich vom AKW Sendai zeigt vermehrt Aktivität

Wie der Wetterdienst diese Woche mitteilte, zeigen gleich mehrere Vulkane einer Berggruppe an der Grenze zwischen den beiden Präfekturen Kagoshima und Miyazaki auf der südlichen Hauptinsel Kyushu vermehrt Aktivität. So kam es bereits am Donnerstagvormittag zum Ausbruch einer der Vulkane. Dort zeigte sich eine 400 Meter hohe Rauchsäule. Die Behörden gaben die Warnstufe 3 (von 5) heraus, so dass vor allem die Bevölkerung im 3 km-Umkreis zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen worden ist.  

Die o.g. Berggruppe liegt nur 60 km nördlich vom AKW Sendai, das mit 2 Reaktoren (einer zurzeit in Revision) in Betrieb ist.

 

Fukushima: Umfrage bezüglich erhöhter Radioaktivität

Nach einer telefonischen Umfrage zum Thema „erhöhte Radioaktivität seit der Reaktorkatastrophe von vor knapp 7 Jahren“, die in der Präfektur Fukushima am 24. und 25.02.2018 durchgeführt worden ist, haben 21% der Befragten sehr große und 45% mäßig große Sorgen um ihre Gesundheit. 2017 antworteten 63% mit „ja“, so dass der Anteil der Besorgten in der Präfektur Fukushima, jetzt 66% im Vergleich zum Vorjahr um 3% anstieg.

Die Wiederinbetriebnahme einiger AKWs lehnen 75% der Befragten in der Präfektur Fukushima ab. 11% befürworten diese jedoch. Nach einer landesweiten Umfrage von Februar, lehnen 61% die Wiederinbetriebnahme der AKWs ab.

Nach fast 7 Jahren seit der Reaktorkatastrophe glauben 78% der Befragten in der Präfektur Fukushima, dass diese immer mehr in Vergessenheit gerät, während 18% anderer Meinung sind.

Die Frage, ob man das hochradioaktiv verseuchte Wasser, dass in Tanks auf dem AKW-Gelände lagert, wie von der Atomaufsichtsbehörde NRA empfohlen, bedenkenlos ins Meer verklappt werden kann, wird von 67% der Befragten verneint. 19% befürworten diese Maßnahme.       

 

26.02.2018

AKW Fukushima: Ungeklärter Anstieg von Grundwasser

Am havarierten AKW Fukushima Daiichi wurde, wie der Betreiber Tepco heute mitteilte, seit Anfang Februar ein massiver Anstieg der Wassermenge (Regen- und Grundwasser), die in die hochradioaktiv verseuchten Reaktorkellerräume eindringt festgestellt. Teilweise stieg die eindringende Wassermenge im Vergleich zu Januar sogar um fast das 4fache. Laut Tepco kommen für den Anstieg möglicherweise Reparaturarbeiten infrage, die an nahegelegenen Abwasserleitung durchgeführt worden sind.

Im Zeitraum vom 01.01. bis zum 08.02.2018 drangen 48t/Tag, vom 08.02 bis zum 15.02.2018, obwohl es nicht geregnet hatte, sogar 131t/Tag, und am 19.02.2018 wurde mit 179t/Tag der Spitzenwert erreicht. Ab dem 20.02.2018 wurde dann wieder eine rückläufige Tendenz festgestellt.

Das eindringende Grundwasser vermischt sich in den Reaktorkellerräumen mit dem hochradioaktiven Kühlwasser, das zum Teil täglich ins Meer gelangt.  

 

25.02.2018

Niigata, AKW Kashiwazaki Kariwa – weiterhin keine Genehmigung

Bezüglich der vom Stromkonzern Tepco gewünschten Genehmigung zur Wiederinbetriebnahme zweier Reaktoren am AKW Kashiwazaki Kariwa, Präfektur Niigata, will der amtierende Präfekturgouverneur Ryuichi Yoneyama bis zum Ende seiner Amtszeit im Oktober 2020, eine schriftliche Stellungnahme vorlegen. Diese soll dann die Begründung für die Genehmigung, bzw. der Nichtgenehmigung zur Wiederinbetriebnahme genau darlegen. Das verkündete Yoneyama auf einer Konferenz Ende dieser Woche.

Da zur Unfallursache am AKW Fukushima Daiichi noch zahlreiche Unklarheiten seitens des Betreibers Tepco bestehen, und es auch für die aktuellen Probleme, wie z.B. das auf dem Gelände gelagerte hochradioaktive Abwasser bisher keine Lösung gefunden werden konnte, will Yoneyama, wie in der Vergangenheit schon mehrfach geäußert, einer Wiederinbetriebnahme der Reaktoren 6 und 7 am AKW Kashiwazaki Kariwa so lange nicht genehmigen, solange die o.g. Punkte noch nicht geklärt sind.

Die o.g. Stellungnahme wird voraussichtlich bis zum Sommer 2020 vorliegen, so Yoneyama.

Die beiden Reaktoren 6 und 7 wurden von der Atomaufsichtsbehörde NRA im Dezember 2017 zwar für „sicher“ befunden, dürfen aber, auch wenn einige lokale Behörden dem Betreiber Tepco ihr „o.k.“ schon zugesichert haben, ohne die Genehmigung der Präfekturverwaltung nicht hochgefahren werden.   

 

21.02.2018

AKW Fukushima Daiichi: Abdichtung zur Eindämmung der Radioaktivität

Nach Informationen des Betreibers Tepco, sollen am havarierten AKW Fukushima Daiichi die Reaktor- und Turbinengebäude besser vor eindringendem Regenwasser geschützt werden. Die Dächer der Gebäude, bzw. was davon noch übriggeblieben ist, sind marode und weisen Löcher und Risse auf. Das eindringende Regenwasser spült hochradioaktive Partikel bis in die Kellerräume, die ohnehin schon hochradioaktiv kontaminiert sind. Da das eindringende Regenwasser mit als Ursache für die zusätzliche Kontamination des Wassers in den Kellerräumen infrage kommt, will der Betreiber Tepco die Gebäude nun entsprechend abdichten. Die Dächer der Turbinengebäude sollen, nach dem die Trümmerteile entfernt worden sind, mit einer Betonschicht abgedeckt werden. Diese Abdichtungsarbeiten, die laut Tepco bis 2023 andauern sollen, müssen aufgrund der hohen Radioaktivität über ferngesteuertes Gerät erfolgen.

Am Reaktor 1 soll nach Entfernen der Trümmerteile wieder eine Schutzhülle gebaut werden. Die halbrunde Schutzhülle am Reaktor 3 wurde jetzt komplett fertiggestellt. Darunter befindet sich eine Entnahmevorrichtung zur Bergung der Brennelemente aus dem Abklingbecken (antiatom-fuku berichtete).

 

AKW Genkai: Reaktor 3 mit Brennelementen bestückt

Der Reaktor 3 am AKW Genkai, Präfektur Saga, wurde mit 193 Brennelementen bestückt. Darunter befinden sich auch 32 plutoniumhaltige MOX-Brennelemente. Laut den betreibenden Kyushu Elektrizitätswerken verliefen die Arbeiten, die sogar einen Tag schneller abgeschlossen werden konnten als geplant, ohne Zwischenfälle. Der Reaktor soll Mitte/Ende März hochgefahren werden.  

 

15.02.2018

AKW Genkai, Reaktor 3: Bestückung auch mit MOX-Brennelementen

Am AKW Genkai, Präfektur Saga laufen zurzeit die Vorbereitungen für die Wiederinbetriebnahme des Reaktors 3. Dieser wird ab früh mit 161 „normalen“ und 32 plutoniumhaltigen MOX-Brennelementen bestückt. Die Arbeiten dauern voraussichtlich 5 Tage. Der Reaktor soll dann nach 7 Jahren Stillstand Mitte März hochgefahren werden. Für Reaktor 4 ist die Wiederinbetriebnahme im Mai geplant.

 

AKW Genkai: Vulkangefahr durch Berg Aso

Die Wiederinbetriebnahme des AKWs Genkai ist in der lokalen Bevölkerung und bei einigen Lokalpolitikern sehr heftig umstritten. So sprachen sich auf einer Konferenz Anfang der Woche 3 Bürgermeister strikt gegen die Wiederinbetriebnahme aus. Nicht nur aufgrund der allgemeinen Gefahren, vor allem im Einsatz von MOX-Brennelementen, sondern auch wegen der Erdbebengefahr und der Gefahr durch Vulkane und des unzureichenden Katastropheneinsatzplans im Falle einer radiologischen Notfallsituation. Dazu befinden sich im Radius von 30 km gleich mehrere größere Städte, wie z.B. Nagasaki und Fukuoka.  

Anfang der Woche fand auch eine Begehung durch den Präfekturgouverneur Yoshinori Yamaguchi am AKW Genkai statt, die von der Atomaufsichtsbehörde NRA begleitet worden ist. Anlass hierfür war die Erdbebenserie von Kumamoto im April 2016 (antiatom-fuku berichtete), und die Gefahr durch nahegelegener Vulkane, die vermehrt Aktivität zeigen, sowie die aktuellen Vulkanausbrüche am Berg Aso im Norden der Präfektur Kumamoto. Laut NRA-Chef Toyoshi Fuketa ginge vom Vulkan Aso jedoch keine Gefahr für das AKW Genkai aus. Auch die kürzlich durchgeführte Nachrüstung an der Kaltluftansaugvorrichtung der Notstromaggregate mittels Partikelfilter sei ausreichend. Laut der betreibenden Kyushu Elektrizitätswerke und der NRA wird dadurch das Eindringen von Vulkanstaub verhindert, der andernfalls die Notstromaggregate möglicherweise außer Betrieb setzen könnte.

 

11.02.2018

Fukushima: 14,8% Rückkehrer in radioaktiv verseuchte Gebiete

Laut örtlichen Behörden, sind in 9 AKW-nahen Ortschaften und Gemeinden, die aufgrund der Reaktorkatastrophe von Fukushima 2011 evakuiert, und nach einer Flächendekontamination ab April 2014, nach und nach wieder freigegeben worden sind, „nur“ 14,8%, also knapp 7300 von 49000 der geflüchteten Einwohner zurückgekehrt. Bei den Rückkehrern handelt es sich auch vorwiegend um ältere Menschen, die ihren Lebensabend in ihrer gewohnten Umgebung, also in ihrer Heimat verbringen wollen.

Obwohl die Behörden sich sehr stark bemühen, den Anreiz für eine Rückkehr zu stärken, bleibt die Rückkehrerquote weiterhin niedrig. Begründet wird dies mit einer geringen Perspektive für Arbeit und der denkbar schlechten Voraussetzungen, d.h. der radioaktiven Belastung der Umwelt, in der die Kinder dann aufwachsen müssten. So ist auch eine einst belebte Einkaufsstraße, die nun schön gestaltet, mit neuen, hell leuchtenden Laternen ausgestattet ist, nahezu menschenleer.        

 

09.02.2018

AKW Ōi und Genkai: Bestückung mit Brennelementen, auch mit MOX

Wie die betreibenden Kansai Elektrizitätswerke Anfang dieser Wochen ankündigten, wird der Reaktor 3 am AKW Ōi, Präfektur Fukui, der Mitte März hochgefahren werden soll, seit heute Vormittag mit 193 Uranbrennelementen bestückt. Die Arbeiten dauern voraussichtlich 4 Tage.

Auch am AKW Genkai, Präfektur Saga bereiten sich die Kyushu Elektrizitätswerke auf die Wiederinbetriebnahme des Reaktors 3 vor. Dieser soll ab dem 16.02.2018 mit 193 Brennelementen, unter anderem auch mit plutoniumhaltigen MOX-Brennelementen bestückt werden. Bezüglich der Anzahl der MOX-Brennelemente haben sich die Kansai Elektrizitätswerke noch nicht festgelegt.

Wie auch der Reaktor 4 am AKW Genkai, und der Reaktor 3 und 4 am AKW Ōi, verschob sich die Wiederinbetriebnahme des Reaktors 3 am AKW Genkai, die ja eigentlich schon für den Herbst 2017 geplant gewesen ist, wegen technischer Probleme und wegen des Kobe-Stahlskandals mehrfach (antiatom-fuku berichtete). Außerdem wird der o.g. Reaktor 3 am AKW Genkai neben dem kommerziellen Betrieb auch zu Forschungszwecken für den seit Jahren umstrittenen „geschlossenen Brennstoffkreislauf“ genutzt. Siehe dazu die Zusatzinfo der japanischen Botschaft (deutsch) aus dem Jahr 2006. Damals wurde das sogenannte „Plutonium-Thermal-Nuklearprogramm“ noch als großen Fortschritt angepriesen.  

 

06.02.2018

AKW Tokai 2 – erneute Materialprüfung nötig, JAPC unter Zeitdruck

Im Rahmen einer zusätzlichen Materialprüfung soll nun das AKW Tokai 2, Präfektur Ibaraki noch einmal gesondert auf Verschleißerscheinungen untersucht werden. Beim Reaktor Tokai 2 handelt es sich um einen SWR, der im kommenden November die gesetzlich festgelegte Laufzeitobergrenze von 40 Jahren erreicht. Die betreibende JAPC hatte zwar eine Laufzeitverlängerung beantragt, die auch im vergangenen November von der Atomaufsichtsbehörde NRA, unter der Voraussetzung einer Nachrüstung bewilligt worden ist, jedoch wieder zurückgezogen werden musste. Denn es stellte sich heraus, dass die Prüfdokumente gravierende Lücken aufweisen, die nun Anlass für die erneute Überprüfung des Reaktors sind.

Da eine Genehmigung für den Weiterbetrieb eines Altreaktors noch vor dem Erreichen der Maximallaufzeit erfolgen muss, gerät die JAPC nun unter Zeitdruck. Denn das bedeutet nämlich, dass die erneute Überprüfung der NRA bis spätestens November abgeschlossen sein muss. Andernfalls müsste der Reaktor endgültig stillgelegt werden.

 

04.02.2018

AKW Ōi, Reaktor 3 und 4: Reaktorstahl, angeblich keine Mängel

Wie die betreibenden Kansai Elektrizitätswerke Ende dieser Woche bekannt gaben, soll der Reaktor 3 am AKW Ōi, Präfektur Fukui ab dem 09.02.2018 mit 193 Uranbrennelementen bestückt, und Mitte März hochgefahren werden. Die Wiederinbetriebnahme des Reaktors 4 ist für Mitte Mai geplant.

Die Wiederinbetriebnahme beider Reaktoren wurde seit dem vergangenen Herbst aufgrund technischer Mängel und dem Stahlskandal vom vergangenen Oktober laufend verschoben (antiatom-fuku berichtete).

Damals sind Ungereimtheiten in der Dokumentation der Materialüberprüfung aufgefallen, die bisher verschleiert worden sind. Demnach wurde im Stahlwerk Kobe bei der Fertigung der Reaktoren Stahl verarbeitet, der anders als angegeben, den Qualitätsanforderungen nämlich überhaupt nicht entspricht. Diese Daten wurden nämlich regelrecht gefälscht! Davon betroffen sind mehrere Reaktoren landesweit.

Laut eigenen Ermittlungen der Kansai Elektrizitätswerke hat sich jedoch herausgestellt, dass der besagte Stahl in den Reaktoren 3 und 4 angeblich nicht verbaut worden sei. Somit sei nach Meinung des Betreibers kein Sicherheitsrisiko vorhanden. Ein entsprechender Abschlussbericht wurde der Präfekturverwaltung Fukui bereits vorgelegt.

Ein weiterer Punkt, der die Wiederinbetriebnahme beider Reaktoren am AKW Ōi infrage stellen sollte, ist die von der Atomaufsichtsbehörde NRA attestierte Erdbebensicherheit, die nämlich durch unabhängige Experten ziemlich stark angezweifelt wird. Denn neben einer 900 m langen Bruchzone, die das AKW-Gelände durchzieht, verlaufen auch unterhalb aller vier Reaktoren geologische Verwerfungslinien, die zum Teil sogar seismisch aktiv sind.

 

31.01.2018

Umweltministerium legt weitere Standorte für Zwischenlager fest

Für das radioaktive Erdreich, das außerhalb der Präfektur Fukushima, also südlich in der Kanto-Region und nördlich in der Tohoku-Region abgetragen worden ist, wurden jetzt vom Umweltministerium 2 Zwischenlagerstandorte ausgewählt. So soll nun in der Stadt Nasu, Präfektur Tochigi und in Tokai, Präfektur Ibaraki jeweils ein Standort entstehen, wo radioaktives Erdreich, Laub und Dreck in einer Grube gelagert werden soll. Um die Strahlung abzuschirmen, sollen die Säcke mit den radioaktiven Abfällen durch nicht kontaminiertes Erdreich abgedeckt werden, so die Pläne des Umweltministeriums. Bei der Standortauswahl und der Einlagerung der radioaktiven Abfälle würde der Schutz der Arbeiter und der Umwelt an oberste Stelle stehen, so das Umweltministerium weiter.

 

28.01.2018

AKW Fukushima, Reaktor 1: Bergung von Trümmern begonnen

Am havarierten AKW Fukushima Daiichi wurde diese Woche mit der Trümmerräumung im Obergeschoss von Reaktorblock 1 begonnen. Entfernt wird nun der ganze Stahl- und Betonschutt, der bei der Wasserstoffexplosion 2011 in das Abklingbecken gefallen ist. Denn dieser würde nämlich sonst die Bergung der Brennelemente aus dem darunterliegenden Abklingbecken behindern. Wegen der hohen Strahlung müssen die Arbeiten mittels ferngesteuertem Kran durchgeführt werden. Voraussichtliche Dauer bis 2021. Danach erfolgt dann die Bergung der 392 Brennelemente aus dem Abklingbecken.

Das Abklingbecken von Reaktor 4 wurde bereits 2014 entleert. Der Reaktorblock 3 ist mittlerweile mit einer Schutzhülle und Entnahmevorrichtung versehen (antiatom-fuku berichtete). Dort soll die Bergung der Brennelemente aus den Abklingbecken ab Mitte des Jahres beginnen. Die Bergung der Brennelemente aus den Abklingbecken der Reaktoren 1 und 2 soll ab 2023 erfolgen.

 

27.01.2018

AKW Sendai, Reaktor 1 ab Montag in Revision

Wie die betreibenden Kyushu Elektrizitätswerke gestern bekannt gaben, soll der Reaktor 1 am AKW Sendai, Präfektur Kagoshima am kommenden Montag (29.01.2018) zwecks Revision heruntergefahren werden. Dieses Mal ist jedoch ein längeres Intervall, und zwar bis Anfang Mai geplant, da nämlich alle 157 Brennelemente auf mögliche Mikrorisse überprüft werden sollen. Grund hierfür sind erhöhte Jod131-Werte, die im März 2017 am Reaktor 1 gemessen worden sind.

In der Regel erfolgt die Revision, die normalerweise 2 Monate dauert, alle 13 Monate. Ab den 23.04.2018 soll dann Reaktor 2 in Revision gehen.   

 

24.01.2018

Ibaraki: AEC empfiehlt Nutzung von MOX-Brennelementen

Die japanische Atomkommission (AEC), die die Regierung u.a. auch in Sachen Energiegewinnung berät, befürwortet den Weiterbetrieb des von der JAEA betriebenen Forschungsreaktors STACY, Präfektur Ibaraki. STACY wurde bereits im November 2017 von der Atomaufsichtsbehörde NRA für „sicher“ befunden und zur Wiederinbetriebnahme freigegeben (antiatom-fuku berichtete). Dies ist jedoch sehr stark umstritten, da er nämlich mit MOX-Brennelementen betrieben werden soll. Mit STACY soll die „Wiederverwertbarkeit“ von gebrauchtem Kernbrennstoff erprobt werden. Dabei handelt es sich um den Reaktortyp „HOMOG“, wo der entsprechend vorbereitete Kernbrennstoff in gelöster Form eingesetzt wird.

Die Atomkommission betonte mehrfach, dass der Forschungsreaktor „STACY“ ausschließlich für friedliche Zwecke dienen soll. „Es mache jedoch nur Sinn, so die AEC auf einer Konferenz von Anfang der Woche, wenn der Reaktor mit MOX-Brennelementen betrieben wird“.

Unabhängige Experten, sowie ein Großteil der lokalen Bevölkerung stehen dem jedoch sehr kritischen gegenüber.

 

19.01.2018

AKW Fukushima, Reaktor 2: erste Bilder der heutigen Erkundungsmission

Heute Morgen wurde, wie Anfang der Woche angekündigt (antiatom-fuku berichtete), mit der Erkundungsmission des Reaktors 2 am havarierten AKW Fukushima Daiichi begonnen. Dazu wurde eine Teleskopstange, die sich auf 16 m Läge ausfahren lässt, über einen geschaffenen Zugang in den Sicherheitsbehälter von Reaktor 2 eingebracht. Am vorderem Ende der Stange ist eine Kamera befestigt, die über ein Führungskabel bis 1 m über dem Grund des Sicherheitsbehälters abgelassen worden ist. Die Videobilder zeigen dunkle Klumpen, die auf Teile der geschmolzenen Brennelemente, sowie weitere Metallteile schließen lassen. Ein L-förmiges Metallstück wurde ebenfalls gesichtet. Vermutlich handelt es sich hier um den Greifhaken, der am Brennelement oben angebracht ist.  

Die nun erhobenen Daten, so der Betreiber Tepco, müssen jedoch noch genau ausgewertet werden. Über die ersten Ergebnisse der Mission berichtete Tepco auf einer Pressekonferenz, die noch am Abend stattfand.

Siehe dazu auch das Video der news24. Das Video ist zwar auf Japanisch, zeigt aber leicht verständlich eine Animation zum Arbeitsvorgang mit der Teleskopstange und erste Bilder aus den Inneren des Sicherheitsbehälters.   

 

16.01.2018

AKW Fukushima, Reaktor 2: Beginn der Mission am Freitag

Die geplante Erkundungsmission, die mittels mit Kamera ausgerüsteter Teleskopstange im Reaktor 2 des AKWs Fukushima Daiichi durchgeführt werden soll, soll nun am Freitag, den 19.01.2018 beginnen. Hierdurch sollen weitere Daten über den Zustand der geschmolzenen Brennelemente und über den Boden des Reaktorsicherheitsbehälters erhoben werden, da die Daten aus der Robotermission von Februar 2017 keine genaue Auskunft darüber geben, ob die Kernschmelze in das darunterliegende Betonfundament und Erdreich eingedrungen ist, oder nicht (antiatom-fuku berichtete).   

 

14.01.2017

AKW Fukushima, Tritiumwasser: NRA befürwortet Verklappung ins Meer

Am gestrigen Samstag besuchte Toyoshi Fuketa, Chef der Atomaufsichtsbehörde NRA die Präfektur Fukushima und sprach mit dem Bürgermeister der Stadt Okuma und Futaba, wo sich auch das havarierte AKW Fukushima Daiichi befindet. Thema der Konferenz war die Frage, was mit dem hochradioaktiven Wasser, das eine sehr hohe Tritiumkonzentration aufweist und in Tanks auf dem AKW-Gelände lagert, passieren soll. Eine Verklappung ins Meer wurde bereits von Seiten des Betreibers Tepco und der Regierung diskutiert, quasi schon beschlossen, jedoch noch nicht terminiert. Seitens der NRA werden diese Pläne aber auch nicht abgelehnt, eher im Gegenteil. Denn die Lagerung des Tritiumwassers in den Tanks sei nur 2 bis 3 Jahre möglich, so dass Tepco eine Verklappung bis Mitte des Jahres in Betracht ziehen sollte, so Fuketa. Das hochkonzentrierte Tritium würde sich in den Weiten des Ozeans ausreichend verdünnen, so die Einstellung der Regierung, Tepco und der NRA; zumal der Platz für die Lagertanks auf dem Gelände begrenzt ist. Die Fischer, Fischereigenossenschaft und lokale Bürger hingegen lehnen eine Verklappung des Trituimwassers ins Meer jedoch strikt ab.

Im vergangenen Dezember sprach Fuketa auch schon mit den Bürgermeistern von Minamisoma und Iitate und weiteren AKW-nahen Ortschaften.

  

AKW Fukushima: Zustand im Reaktor 2

Um den Zustand der geschmolzenen Brennelemente von Reaktor 2 am AKW Fukushima Daiichi genauer zu ermitteln, plant der Betreiber Tepco eine weitere Erkundungsmission, die ab Mitte kommender Woche beginnen soll.

Über ein Bohrloch im Sicherheitsbehälter von Reaktor 2 soll eine Teleskopstange eingeführt werden, an dessen vorderem Ende eine Kamera hängt, die dann über ein Führungskabel herabgelassen werden kann. Erkundet werden soll der Zustand der geschmolzenen Brennelemente, die sich auf den Boden des Sicherheitsbehälters befinden, bzw. durch den Boden in das darunterliegende Betonfundament gedrungen sind.

Das Ganze wurde zwar schon im Februar 2017 mit einem ferngesteuerten Roboter versucht, dessen Elektronik jedoch unter der hohen Strahlung versagte, so dass die erhobenen Daten nicht ausreichend waren (antiatom-fuku berichtete). Denn es ist immer unklar, ob die Kernschmelze bis in das darunterliegende Betonfundament eingedrungen ist oder nicht.

Bei der jetzigen Mission sollen neben den Videoaufnahmen auch die Temperatur und die Strahlung gemessen werden.

 

07.01.2018

Treibhauseffekt – Klimaziele der Regierung

Nach der 23. Weltklimakonferenz, die im November 2017 in Bonn stattfand, will die Regierung nun, um den Treibhauseffekt durch die CO2-Emisson bis 2050 um 80% zu senken, bis zum kommenden Sommer einen erneuten Energiefahrplan festlegen. Dazu wurde durch das Ministerium für Wirtschaft und Industrie (METI) ein Entwurf vorgelegt. Demnach soll nun, entgegen früheren Planungen, der Anteil an erneuerbaren Energien bei 24 statt bisher 22%, und der Anteil an Kernenergie bei 20 statt bisher 22% bis zum Jahr 2030 liegen. Die Verstromung aus Kohle und weiteren fossilen Energieträgern soll von gegenwärtig 80% auf 56% reduziert werden.

Beim Erreichen der Klimaziele stehen für die Regierung die erneuerbare Energie und die Kernenergie im Fokus. Die erneuerbare Energie soll zwar weiter ausgebaut werden, aber trotzdem sei die Kernenergie laut der Regierung ein unverzichtbarer Träger für die Grundlast in der Stromversorgung. Unabhängige Experten hingegen rechnen jedoch vor, dass Japan seine Klimaziele durchaus auch ohne Kernenergie und Kohle erreichen könnte.

 

Gefahr durch Vulkane – fraglicher Vierstufenplan für AKWs

Nach dem Ikata-Urteil vom 13.12.2017 (antiatom-fuku berichtete) hat die Atomaufsichtsbehörde NRA nun einen Vierstufenplan für die Vorgehensweise bei zunehmender Vulkanaktivität in Bezug auf AKWs in der Umgebung erstellt.

Der Weiterbetrieb des AKWs Ikata, Präfektur Ehime wurde aufgrund der Gefahren durch aktive Vulkane in der Umgebung, (Vulkan Aso, Kyushu) durch das OLG Hiroshima per einstweiliger Verfügung untersagt.

Laut dem Stufenplan ist bei Stufe 1 und 2 erhöhte Aufmerksamkeit geboten. Stufe 3 bedeutet Warnung. Alarmbereitschaft, eine eventuelle Reaktorabschaltung soll vorbereitet werden. Stufe 4 tritt ein, wenn der Vulkan droht auszubrechen, also höchste Alarmstufe! Der Reaktor soll dann laut des Stufenplans der NRA sofort heruntergefahren und die Brennelemente entnommen werden.

Nach Meinung unabhängiger Experten ist die Entnahme frisch benutzter Brennelemente aus dem Reaktor jedoch nicht ganz ungefährlich, zumal auch noch Eile geboten ist.  

 

03.01.2018

Weitere undichte Säcke mit radioaktiven Abfällen

Nach dem in den vergangenen Tagen an einem Lagerplatz in Iitate nicht ordnungsgemäß verschlossene Säcke mit radioaktiv verseuchtem Erdreich entdeckt worden sind (antiatom-fuku berichtete), wurden nun wie befürchtet, auch an 7 weiteren Lagerplätzen unsachgemäß verschossene Säcke entdeckt.

Da schon beim befüllen der Säcke der wasserdichte Innensack nicht verschossen, bzw. beim einfüllen des Erdreichs heruntergedrückt worden ist, ist Regenwasser eingedrungen, so dass radioaktive Partikel mit dem austretenden Regenwasser in die Umwelt gelangen.

Diese unsachgemäße Vorgehensweise bestätigten auch einige ehemalige Dekontaminationsarbeiter.  

Vor allem in Minamisoma, einem Ort, der ganz besonders von den Behörden als „erfolgreich“ flächendekontaminiert angepriesen wird und „revitalisiert“ werden soll, wurden ebenfalls solche Missstände entdeckt. Für die geflüchteten Einwohner, die nun wieder zurückkehren sollen, sind diese Nachrichten jedoch nicht gerade vertrauenserweckend. Zumal die Rückkehr in einem immer noch radioaktiv belasteten Ort nahe des havariertem AKWs Fukushima Daiichi generell infrage gestellt werden sollte.

 

01.01.2018

Säcke mit radioaktiven Abfall nicht ordnungsgemäß verschlossen

In einem Zwischenlager für radioaktiv verseuchtes Erdreich, Laub und Dreck in Iitate, 30 km nordwestlich vom havarierten AKW Fukushima Daiichi, wurden jetzt etwa 1000 Säcke entdeckt, die nicht ordnungsgemäß verschlossen wurden, und somit undicht sind.

Neben den allseits bekannten schwarzen Außensack, verfügen diese Säcke über einen wasserdichten Innensack, damit dort kein Regenwasser eindringt, bzw. kontaminierte Feuchtigkeit nicht nach außen gelangt.

Eine Dekontaminationsfirma aus Iitate hatte diese Säcke im Oktober 2015 befüllt und nicht ordnungsgemäß verschlossen. Die Säcke wurden dann unter freiem Himmel gelagert.

Das schlampige Vorgehen beim befüllen und lagern der Säcke fiel jedoch erst jetzt auf, weil das angesammelte Regenwasser jetzt nach und nach aus den Säcken läuft. Dadurch dass der wasserabweisende Innensack nicht verschlossen gewesen ist, ist Regenwasser in den Sack eingedrungen, hat sich mit dem radioaktiv verseuchten Erdreich vermischt und angesammelt. Das nun überlaufende und kontaminierte Regenwasser gelangt jetzt in den Boden.

Es wird sogar befürchtet, dass dieser Skandal kein Einzelfall ist. Möglicherweise haben andere Dekontaminationsfirmen genauso schlampig gearbeitet.

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