2018 In Deutschland und dem Umland

Archiv aus dem Jahr 2018 in umgekehrter Chronologie. Das heißt: Das aktuellste folgt zuerst.

 

29.12.2018

2018: Insgesamt 79 Störfälle an deutschen AKWs

Kurz vor Jahresende wurden für 2018 insgesamt 79 Störfälle gemeldet. Spitzenreiter ist das AKW Brokdorf mit 10, dicht gefolgt von den beiden AKWs Grohnde und Brunsbüttel mit jeweils 8 meldepflichtigen Störfällen.

Zurzeit sind deutschlandweit 7 Reaktoren am Netz.  

Siehe dazu den NDR-Bericht mit Video.   

 

17.12.2018

AKW-Neubauprojekt in England auf Eis gelegt

Der japanische Konzern Hitachi, der sich an einem Neubauprojekt zweier Reaktoren in England beteiligen wollte, hat dieses nun auf Eis gelegt. Grund hier für sind die sprunghaft angestiegenen Kosten. Denn seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima 2011, sind die Sicherheitsstandards für AKWs weltweit verschärft worden, was nun mit entsprechend höheren Kosten, vor allem für AKW-Neubauten verbunden ist. Dies erhöht nun das wirtschaftliche Risiko, das die Nuklearfirma Hitachi, so die Geschäftsführung, nicht weiter eingehen will.

Nicht nur Hitachi, sondern auch die Nuklearfirma Mitsubishi will in Anbetracht der sprunghaft angestiegenen Kosten keine wirtschaftlichen Risiken mehr eingehen, weshalb Mitsubishi aus dem von Machthaber Recep Tayyip Erdoğan (AKP) vorangetriebenen AKW-Neubauprojekt in der Türkei kürzlich ausgestiegen ist.

Japans Ministerpräsident Shinzo Abe (LDP) hält jedoch immer noch, trotz fehlender Wirtschaftlichkeit und der Risiken, weiter an den Exportgeschäften der Nukleartechnologie fest.  

 

08.12.2018

Feuer in Brennelementefabrik Lingen – uranhaltige Flüssigkeit gebrannt?

In einem Labor der Nuklearfirma Framatom in Lingen ist Feuer ausgebrochen. Auch wenn dieses mit einem CO²-Löscher zunächst gelöscht werden konnte, löste dieser Vorfall jedoch einen Großalarm bei der Feuerwehr aus.

Bereits in der vergangenen Woche gab es bei Framatom einem meldepflichtigen   Störfall, der laut Informationen des NDRs auch nicht der erste sei.

Die Firma Framatom, nicht weit vom AKW Lingen-Emsland, stellt Brennelemente her, die u.a. auch an die umstrittenen AKWs Tihange und Doel in Belgien geliefert werden.

Laut Framatom habe während des Brandes keine Gefahr für die Anwohner bestanden. Eine erhöhte Radioaktivität wurde laut der Feuerwehr ebenfalls nicht gemessen. Dennoch warnen Umweltverbände vor den Weiterbetrieb dieser Anlage, zumal die Brandursache angeblich noch unklar sei, aber der Verdacht besteht, dass nämlich ein Gerät mit uranhaltiger Flüssigkeit gebrannt haben soll.

Siehe dazu den Artikel und Video des NDR

 

25.11.2018

Taiwan: weiterhin Importverbot für Lebensmittel aus Fukushima

Nach einer Volksabstimmung, die heute in Taiwan stattfand, sprechen sich Dreiviertel der Wähler gegen die Aufhebung des Importverbotes von Lebensmitteln aus der Präfektur Fukushima aus. Die taiwanesische Bevölkerung ist aufgrund der radioaktiven Belastung der Lebensmittel aus der Präfektur Fukushima weiterhin besorgt, so dass das Importverbot weiterhin bestehen bleiben sollte.

Der Importstopp von Lebensmitteln aus der Präfektur Fukushima, sowie aus den Präfekturen Chiba, Tochigi, Ibaraki und Gunma besteht seit der Reaktorkatastrophe von März 2011.

Die japanische Regierung bat Taiwan schon mehrfach das Verbot zu lockern, so dass sich die taiwanesische Regierung, die das Volk gerne mit in diese Entscheidung einbeziehen wollte, für die heutige Volksabstimmung entschied. Und dem nach bleibt das Importverbot weiterhin bestehen.   

 

12.11.2018

Nordkorea – USA vermuten 13 heimliche Raketenanlagen

Entgegen internationalen Abmachungen, die in diesem Jahr getroffen worden sind, als Nordkoreas Machthaber Kim Yong Un eine nukleare Abrüstung propagierte, wurden nun laut US-Medien 13 geheime Raketenanlagen entdeckt, die per Satellit geortet worden sind. Weitere geheime Raketenanlagen werden noch vermutet.

Siehe dazu auch den Bericht von Spiegel online.

 

08.11.2018

AKW Neckarwestheim: Reaktor 2 wieder am Netz

Wie die betreibende EnBW heute mitteilte, wurde der Reaktor 2 heute Morgen wieder angefahren. „Der Reaktor, vor allem die zahllosen Rohrleitungen der Dampferzeuger wurden sehr sorgfältig überprüft. Die Sicherheit sei oberste Maxime“, so die EnBW in der Pressemitteilung auf ihrer Homepage. „Das Material der Rohrleitungen sei besonders robust“, so die EnBW weiter. Unabhängige Experten stehen dem jedoch sehr kritisch gegenüber, da die besagten Rohrleitungen aufgrund der hohen Dauerbelastung ausgedünnt sind und teilweise eine Wandstärke von nur noch 0,1 mm aufweisen, so dass diese jeder Zeit bersten können (antiatom-fuku berichtete).

 

07.11.2018

AKW Neckarwestheim: Grünes Licht für den maroden Reaktor 2

Für den Reaktor 2 am AKW Neckarwestheim, der vor allen wegen der ausgedünnten und maroden Rohrleitungen an den Dampferzeugern heftig umstritten ist (antiatom-fuku berichtete), wurde heute für die Wiederinbetriebnahme „grünes Licht“, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, nämlich durch den Energieminister Franz Untersteller (Grüne) gegeben. Seiner Meinung nach sei der Reaktor ausreichend sicher. Laut der betreibenden EnBW wurden die Schäden, die während der Revision entdeckt worden sind, behoben. Somit wird der Reaktor, der eigentlich schon gestern wieder hochgefahren werden sollte, mit erneuter Verzögerung in den nächsten Tagen wieder hochgefahren.

Der Reaktor 2, ein DWR, darf noch bis Ende 2022 laufen. Reaktor 1, ebenfalls ein DWR, wurde bereits stillgelegt.     

 

01.11.2018

AKW Neckarwestheim – Reaktor 2 soll wieder hochgefahren werden

Trotz der Schäden an zahlreichen Rohrleitungen der Dampferzeuger, will die betreibende EnBW den Reaktor 2 am AKW Neckarwestheim am kommenden Dienstag wieder hochfahren. Der Reaktor befand sich in der Routinewartung, als die Schäden entdeckt worden sind. Hierbei handelt es sich um eine durch Dauerbelastung entstandene Ausdünnung der Rohleitungen, die teilweise eine Wandstärke von nur 0,1 mm aufweisen (antiatom-fuku berichtete). Diese Schäden wurden laut der EnBW behoben, bzw. „geflickt“.

Während die Baden-Württembergische Landesregierung, insbesondere der Umweltminister Franz Untersteller (GRU) keine Einwände gegen die Wiederinbetriebnahme äußern, sehen unabhängige Experten die Wiederinbetriebnahme des Reaktors jedoch sehr kritisch. Dem entsprechend finden unter dem Motto: „Flicken bis zum Super-GAU“ einige Protestaktionen Vorort statt.   

 

23.10.2018

AKW Neckarwestheim, Reaktor 2 – Schäden größer als vermutet

Im Reaktorblock 2, der sich zurzeit in Revision befindet, sind die Schäden an den Rohrleitungen der Dampferzeuger größer, als bisher angenommen. Denn die Wandstärke der Rohre sind aufgrund der Dauerbelastung schon teilweise bis auf 0,1 mm ausgedünnt und weisen ringförmige Risse auf. Diese können im schlimmsten Fall zum Abriss einer Rohrleitung mit fatalen Folgen führen!   

Ende September sprach der Betreiber EnBW noch von „vereinzelten“ Rohrleitungen, die betroffen sein, nun sind aber mittlerweile über 100 solcher schadhaften Rohrleitungen gefunden worden.

Während EnBW zwar ein größeres Ausmaß der Schäden einräumt, aber weiter weiterhin beschwichtigt, warnen unabhängige Experten vor einem möglichen gravierenden Störfall, da es sich bei den zahllosen Rohrleitungen der Dampferzeuger, die die Schnittstelle zwischen Primär- und Sekundärkreislauf bilden, nämlich um sehr sensiblen Bereiche handelt.

Die für Ende September geplante Wiederinbetriebnahme des Reaktors wurde mittlerweile auf Ende November verschoben.

Laut aktueller Gesetzgebung darf der Reaktor noch bis Ende 2022 betrieben werden.

Siehe dazu auch den Bericht von .ausgestrahlt.

 

21.10.2018

Nach Tschernobyl – Bayrische Waldpilze weiterhin stark belastet

Bundesamt für Strahlenschutz warnt: auch 32 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sind einige Wildpilze, vor allem in Bayern immer noch stark mit Cäsium137 belastet. Teilweise weisen die Pilze einen Cäsiumwert von bis zu 1000 Bq/kg auf.

Siehe dazu den Bericht von Stern und die Pressmitteilung des BfS.

 

08.10.2018

Beabsichtigte Verklappung von „Tritiumwasser“ – Proteste in Südkorea

In Südkorea mehren sich die Proteste gegen die von der japanischen Regierung und Tepco beabsichtigten Verklappung des hochradioaktiven Wassers, das zurzeit noch in großen Tanks auf dem Gelände des havariertem AKWs Fukushima Daiichi gelagert wird. Dieses Wasser weist eine sehr hohe Konzentration an Tritium auf, das nicht herausgefiltert werden kann.

So fand auch heute in Soul eine Demonstration gegen die beabsichtigte Verklappung statt. Auf einem großen Banner steht geschrieben „Das Meer hat keine Landesgrenzen!“. Nicht nur in der Bevölkerung Südkoreas, sondern auch in der Politik zeigt man sich besorgt. So äußerte sich auch Südkoreas Ministerpräsident Lee Nak-Yoen auf einer Kabinettssitzung vom 02.10.2018 besorgt über Japans Pläne und appelliert an die japanische Regierung verantwortungsvoll mit dem hochradioaktiven Wasser umzugehen, da Korea nämlich in direkter Nachbarschaft liegt und somit auch direkt durch die Verseuchung des Meerwassers betroffen wäre.

 

22.09.2018

AKW Neckarwestheim – wegen Mängel Revision verlängert

Am AKW Neckarwestheim verzögert sich die Wiederinbetriebnahme des Reaktors 2 um weitere Wochen, da nämlich an einigen Rohrleitungen eine Ausdünnung der Wandstärke entdeckt worden ist. Der Reaktor 2, der sich seit 3 Wochen in Revision befand, sollte in den nächsten Tagen eigentlich wieder hochgefahren werden, als der Mangel entdeckt worden ist. Die Atomaufsichtsbehörde fordert nun genauere Überprüfungen der betroffenen Rohrleitungen.  

Somit werden nun weitere Überprüfungen und Reparaturarbeiten nötig. Betroffen sind Rohrleitungen im Bereich der Dampferzeuger, also dort, wo die Wärme des Primärkühlkreislaufes, der im direkten Kontakt mit den Brennelementen steht, an den Sekundärkreislauf, der die Turbine antreibt, abgegeben wird. Somit handelt es sich bei den Dampferzeugern um sehr sensible, also sicherheitsrelevante Bauteile des Druckwasserreaktors.

Laut der betreibenden EnBW stelle dieses Problem jedoch keine Gefahr dar, die Wandstärke sei noch ausreichend. Die Mängel werden nun behoben, ggf. werden einige der Rohrleitungen außer Betrieb gesetzt, so die EnBW.  

Der Reaktor 2, ein DWR aus dem Jahr 1989 darf noch bis Ende 2022 am Netz bleiben.

Siehe dazu auch den Artikel der Hasepost.

 

16.09.2018

AKW Temelìn – Radioaktives Wasser in die Kanalisation gelangt

Im tschechischen AKW Temelìn ist es bereits am Freitag vergangener Woche zu einem Zwischenfall gekommen, der jedoch erst drei Tage später an die zuständigen Behörden gemeldet worden ist. Dabei wurden aus Versehen etwa 12 m³ radioaktives Wasser in die Abwasserkanalisation geleitet. Laut dem Betreiber ČEZ bestünde jedoch keine Gefahr für die Umwelt. Man sei auf solche Fälle sogar vorbetreitet, so die ČEZ. Die tschechische Atombehörde SUJB sieht das ebenfalls ziemlich gelassen und spricht von einem Mitarbeiterfehler, „der ja mal passieren kann“.  

Österreichische Behörden fordern nun eine lückenlose Aufklärung. Das ohnehin sehr störanfällige AKW Temelìn steht schon seit langem in der Kritik, zumal es auch nur 60 km von der süddeutschen und österreichischen Grenze entfernt ist.

                                               

                                                 27.08.2018

USA testet die sogenannte Allround-Atombombe B61-12

Nach US-Medien testete das Pentagon eine neue, technisch hochmoderne Serie kleiner Atombomben, also der sogenannten Allround-Atombombe B61-12.

Siehe dazu den Artikel und das Video der Telepolis.

 

 

21.07.2018

Russland treibt Entwicklung neuer Atomwaffen voran

Russlands Präsident Wladimir Putin treibt die Entwicklung neuer Atomwaffen massiv voran. Diese verfügen über eine Hochleitungstechnologie, so dass auch unter Wasser Ziele präzise angesteuert werden können. „Das Verhalten der USA mache solche Schritte notwendig“ so Putin.

Siehe dazu den Artikel und Video der Welt online.

 

Finnland, Brand am Kernkraftwerk Olkiluoto

Am Mittwoch dieser Woche geriet am AKW Olkiluoto ein Transformator in Brand. Der Reaktor 2 schaltete sich automatisch ab, der Reaktor 1 musste im Zuge der Reparaturarbeiten ebenfalls abgeschaltet werden. Radioaktivität sei wohl nicht ausgetreten, und für die Bevölkerung habe ebenfalls keine Gefahr bestanden, so die Verantwortlichen. Zur Brandursache gab es bisher noch keine Informationen.

 

01.07.2018

Verdacht geheimer Urananreicherung in Nordkorea

Nach Informationen der US-Geheimdienste, reichert Nordkorea, entgegen den jüngsten Bekundungen des Machthabers Kim Jong Un, wonach er das Atomwaffenprogramm zurückzufahren wollte, waffenfähiges Uran an. US-Geheimdienste berichten von geheimen Urananreicherungsanlagen, die gesichtet worden sind.

Somit stellt sich die Lage nun ganz anders dar, als im Treffen mit dem US-Präsidenten Donald Trump dargestellt. Darin wurde eine komplette Beendigung des Atomwaffenprogramms in Nordkorea vereinbart.

Siehe dazu den Bericht der DW online.

 

27.06.2018

Großbritannien: Regierung investiert vermehrt in Atomenergie

Obwohl mittlerweile im Vergleich zur Kernenergie sauberer Strom aus erneuerbarer Energie produziert werden kann, hält Großbritannien weiter am AKW-Ausbauprojekt Hinkley Point 3 fest, und treibt es sogar mithilfe der japanischen Atomfirma Hitachi voran.  

Siehe dazu die Zusammenfassung zur gegenwärtigen Energiepolitik Großbritanniens auf der HP der Windenergie Hamburg.

 

19.06.2018

SIPRI-Studie – Atomare Aufrüstung geht weiter

Nach einer aktuellen Studie der Friedensorganisation SIPRI, schreitet das atomare Wettrüsten weiter voran. Auch wenn die Gesamtzahl der Atomwaffen insgesamt reduziert wird, und somit der Eindruck eines weltweiten Abrüstens entsteht, darf man sich nicht darüber hinwegtäuschen lassen, dass die „modernen“ Atomwaffen wesentlich „wirkungsvoller“ geworden sind. Denn die Technologie der Atomwaffen wird immer weiter „verbessert“; also alles andere als Abrüstung.

Siehe dazu den Bericht der DW.

 

30.04.2018

Störfall AKW Doel, Reaktor 1, Leckage im Primärkreislauf

Im Reaktor 1 am AKW Doel, Belgien kam es, wie jedoch erst jetzt bekannt wurde, bereits in der vergangenen Woche zum Zwischenfall, bei dem radioaktives Wasser aus einer Leckage in einer Wasserleitung des zum Primärkreislauf gehörigen Notkühlsystems ausgetreten ist. Laut den Betreiber Electrabel und der belgischen Atomaufsichtsbehörde FANC bestehe angeblich keine Gefahr für Mensch und Umwelt.

Siehe dazu auch den Audiobericht vom WDR 2 Aachen

 

26.04.2018

Nordkorea, Atomwaffentestgelände: Mutmaßliche Havarie

Eine mögliche Erklärung für das plötzliche Einlenken Nordkoreas, das bisherige Atomprogramm zu beenden, könnte der Einsturz eines ausgehöhlten Bergs auf dem Atomwaffentestgelände im nordöstlichen Teil Nordkoreas sein.      

Erst in der vergangenen Woche kündigte Machthaber Kim Jong Un überraschend an, dass er sein Atomprogramm beenden wolle. „Die Tests sein erfolgreich abgeschlossen“ (antiatom-fuku berichtete).

Wie jetzt erst bekannt wurde, ist das nukleare Testgelände, also der Berg mit seinem Tummelsystem, infolge der Erschütterungen durch die Atomtests möglichen weise schon im September 2017 eingestürzt.

Siehe dazu auch den ausführlichen Artikel des Nachrichtensenders ntv.

 

21.04.2018

Nordkorea: Fragliches Ende des Atomprogramms

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un kündigt die Beendigung des Atomwaffenprogramms an. „Die Tests sein abgeschlossen“. Ein plötzlicher Sinneswandel des Machthabers ist es eher nicht, wahrscheinlich die immer schärferen Sanktionen, die aufgrund weiterer Raketentests und Drohungen in der Vergangenheit verhängt worden sind. Denn vom Rückbau der Atomwaffenbestände ist nämlich nicht die Rede.

Siehe dazu den ausführlichen Artikel der DW online.

 

25.03.2018

Atomwaffen Nordkorea – Trump will sich mit Kim Jong Un treffen

US-Präsident Donald Trump will sich in Kürze mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un treffen, und über ein mögliches Ende des nordkoreanischen Atomprogramms verhandeln. Ob das gelingt, ist laut dem Nordkorea-Experten Gerhard Mangott jedoch eher unwahrscheinlich. Ein Scheitern der Verhandlungen könnte sogar einen Atomkrieg auslösen.

Mehr dazu im Artikel der Web.de.

 

05.03.2018

IAEA warnt die USA vor Beendigung des Atomabkommens mit Iran

Direkt zur Eröffnung des Gouverneursrats, der heute in Wien begann, warnte die IAEA den US-Präsidenten Donald Trump vor eine eventuelle Beendigung des Atomabkommens mit dem Iran. Denn somit wäre eine Überwachung Irans bezüglich des nuklearen Materials äußerst schwierig. Das im Januar 2016 in Kraft gesetzte Atomabkommen sah für den Iran strenge Auflagen zur Nutzung der Atomkraft für mindestens zehn Jahre vor. Nun erwägen die USA jedoch eine Aufkündigung des Abkommens.

Der Iran verfügt über zahllose Zentrifugen zur Herstellung von waffenfähigen hochangereichertem Uran und einem Plutoniumreaktor am AKW Arak.

Siehe auch den Artikel der wallstreet-online.

 

01.02.2018

AKW Tihange – gefährlicher als bisher angenommen

Bisher unveröffentlichte Dokumente der belgischen Atomaufsicht FANC, die nun verschiedenen Medien vorliegen, zeigen, dass es zwischen 2013 und 2015 acht sogenannte „Precursor“ am Reaktor 1, AKW Tihange gegeben hat. Bei diesen Vorfällen handelt es sich um mögliche Vorboten für gravierende Schäden im Reaktor, die ggf. zu einer Nuklearkatastrophe führen könnten.

Bisher galt immer der Reaktor 2, aufgrund seiner zahllosen Haarrisse als erhöhtes Sicherheitsrisiko. Nun stellt sich aber heraus, dass Reaktor 1 möglicherweise noch gefährlicher ist.

Dazu mehr im ARD-Magazin „Monitor“ heute Abend um 21:45 Uhr, bzw. in der Mediathek der ARD.

 

11.01.2018

Tschechisches AKW: Sicherheitsmängel werden in Kauf genommen

Das tschechische AKW Dukovany, nahe der österreichischen Grenze soll um zwei weitere Reaktoren erweitert werden. Das bereits über 4 Reaktoren sowjetischer Bauart verfügende AKW Dukovany ist wegen seiner enormen Sicherheitsmängel vor allem im Nachbarland Österreich heftig umstritten. Denn die 4 Reaktoren aus den Jahren 1985 bis 1987 verfügen über keinen Sicherheitsbehälter! Zudem wurde entgegen aller Sicherheitsbedenken die Leistung der 4 Reaktoren, um den Profit zu maximieren, deutlich erhöht. Die ursprüngliche Laufzeit, die in ein paar Jahren eigentlich enden sollte, wurde bis 2030 verlängert.

Die beiden neuen Reaktoren, die nun gebaut werden sollen, verfügen über eine Gesamtleistung von 2400 MW.

Die 4 bestehenden Altreaktoren müssen laufend wegen Störfälle außerplanmäßig abgeschaltet werden. Der letzte Störfall liegt keine 2 Wochen zurück. Ein weiteres Problem für den AKW-Standort, vor allem in Bezug die geplante Erweiterung um 2 weitere Reaktoren, ist die Gefahr, dass das Wasser aus dem angrenzenden Fluss Jihlava u.U. für die Reaktorkühlung gar nicht ausreichend ist.  

 

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