Archiv AKW-Status/Zusatzinfo

 

2014

November 2014

AKW Sendai - Verschiebung der Wiederinbetriebnahme

Die Wiederinbetriebnahme am AKW Sendai, die ursprünglich für Oktober 2015 geplant gewesen ist, konnte bisher verhindert werden.

Jetzt gilt es daran zu arbeiten, dass Japan auch 2015 frei von Atomenergie bleibt.

Der starken Anti-AKW-Bewegung haben wir es zu verdanken, dass Japan schon seit über einem Jahr frei von Atomstrom ist.

Leider hält die Regierung, ungeachtet der Folgen nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima weiter an der Atomkraft fest und will die Wiederinbetriebnahme der AKWs.

 

Juli 2014

Genpatsu-Alarm !!  NRA-Sicherheitsprüfsiegel für zwei Reaktoren !! 

Das AKW Sendai, Präfektur Kagoshima in Südjapan erhielt Mitte Juli 2014 für die beiden Reaktoren 1 und 2 das NRA-Prüfsiegel für Sicherheit. Es ist somit landesweit das erste AKW, das den neuen Sicherheitsvorschriften, die von der Regierung als äußerst streng propagiert werden, entspricht.

AKW  Ōi, Präfektur Fukui, Elektrizitätswerke Kansai

Seit der Reaktorkatastrophe in Fukushima 2011 gingen bis Mai 2012 alle AKWs nach und nach vom Netz. Nach zwei Monaten wurden jedoch zwei Reaktoren am AKW Ōi, Präfektur Fukui, unter dem Vorwand Stromengpässen entgegen wirken zu müssen, wieder angefahren. Das AKW Ōi ging jedoch im September 2013 wegen Wartung wieder vom Netz. Nach dem Bürger wegen der Sicherheitsmängel geklagt hatten, wurde im Mai 2014 per Gerichtsurteil die sofortige Stilllegung der Anlage angeordnet.

Seit dem ist Japan frei von Atomstrom, ohne dass es zu Versorgungsengpässen gekommen ist.

Die Entsprechung der gesetzlich festgelegten Sicherheitsanforderungen der überprüften AKWs erhöht bei weitem nicht dessen reale Sicherheit!

Erdbeben, geologische Verwerfungslinien, die zum Teil seismisch aktiv sind, die zahlreichen zum Teil aktiven Vulkane in der Umgebung und die allgemeinen Gefahren nukleartechnischer Anlagen bleiben weiterhin bestehen!

Nach dem die NRA dem AKW Sendai nun die Sicherheit ihrer Reaktoren attestiert hat, sind jetzt die Behörden und die Präfekturverwaltung gefragt, die die endgültige Entscheidung treffen sollen, ob das AKW wieder ans Netz darf.

Ministerpräsident Shinzo Abe (LDP) und die Atomkonzerne begrüßen das NRA-Ergebnis und können es kaum abwarten, bis die Reaktoren (frühestens im Oktober) wieder ans Netz gehen.

Der Wunsch der Regierung wieder in die Kernkraft zurück zu kehren, liegt nicht nur im Profit, sondern auch darin, um militärisch besser die Muskeln spielen lassen zu können. Zumal auch jetzt der Artikel 9 (Lockerung im Militärrecht) zu Ungunsten des Friedens geändert worden ist.

Der Großteil der Bevölkerung, vor allem in der näheren Umgebung zum AKW Sendai und viele Lokalpolitiker, sowie unabhängige Experten lehnen eine Wiederinbetriebnahme strikt ab.

Die Stromversorgung ist ebenfalls problemlos gewährleistet. Die noch immer zahlreichen Rohstoffimporte könnte man deutlich reduzieren, wenn die Regierung den Ausbau der erneuerbaren Energien in Japan besser voran bringen würde.

Jetzt gilt es daran zu arbeiten, die Wiederinbetriebnahme der von der NRA frei gegebenen Reaktoren zu verhindern. Das könnte nämlich sonst der Anfang für die Freigabe der restlichen 17 Reaktoren sein, die sich noch in der NRA-Überprüfung befinden.

Japan muss atomfrei bleiben!! Leben geht vor Profit!!

Denn die Folgen in Fukushima sind verheerend und dauern weiterhin an.

 

Juni 2014

Japan: (bereits vollzogener) Atomausstieg noch sehr instabil 

Noch ist Japan atomfrei! Und damit es weiterhin so bleibt, ist weiterhin Widerstand gegen die Wiederinbetriebnahme der AKWs dringend geboten!

Die Atomkonzerne, Regierung und weitere Lobbyisten wollen einige AKWs, die von der Atomaufsichtsbehörde NRA als „sicher“ deklariert werden, so schnell wie möglich wieder ans Netz nehmen.

Das AKW Sendai, Präfektur Kagoshima/Kyushu in Südjapan, Betreiber Kyushudenryoku hat nach einer groborientierenden Einschätzung der Behörden die besten Aussichten, die scheinbar strenge NRA-Sicherheitsüberprüfung zu bestehen und somit wieder in Betrieb gehen zu dürfen. Genau deshalb wurde dieses AKW auch bevorzugt in die NRA-Überprüfung genommen.

Es befinden sich jedoch Vulkane und eine pyroklastische Strömung in der Nähe, die dem AKW gefährlich werden könnten. Ganz zu schweigen von den zahllosen geologischen Verwerfungslinien, wovon einige seismisch aktiv sind und die Erdbebenanfälligkeit sogar noch verstärken.

Man darf nicht vergessen, dass 20% der weltweiten Erdbeben in Japan statt finden und die Lage am havariertem AKW Fukushima Daiichi immer noch sehr gefährlich ist.

Neben den Unmengen an radioaktiv verseuchtem Wasser, das schon seit Beginn der Katastrophe ins Meer läuft, wird jetzt auch, da man nicht mehr weiß wo hin mit dem verseuchten Wasser, noch weiteres radioaktives Wasser in großen Mengen ins Meer verklappt.

Die Regierung versucht weiterhin mit aller Macht die Reaktorkatastrophe und dessen Folgen unter den Teppich zu kehren. Der aktuellste UNSCEAR-Bericht der IAEA verharmlost die Folgen ebenfalls. Selbst in Fukushima gibt es sogenannte Experten, die sich unters Volk mischen und durch vorsätzliche Falschaussagen fleißig Gehirnwäsche betreiben.

Etwa 80% der japanischen Bevölkerung sind weiterhin für den Ausbau der erneuerbaren Energien, um von Rohstoffimporten unabhängiger zu werden und für einen endgültigen Atomausstieg. Dieser wäre ja schon quasi geschafft, wenn die Regierung sich nicht quer stellen würde. Von daher sind weiterhin Proteste nötig und es gilt zu verhindern, dass das AKW Sendai im Herbst wieder ans Netz geht. Denn Japan braucht keine gefährliche Kernenergie. Das gleiche gilt auch für Europa und den Rest der Welt!!

Anti AKW-Demo in Tokyo 2014 (Bild: Sato)

Die Proteste gehen weiter. Fukushima darf nicht in Vergessenheit geraten. Denn die Folgen der immer noch andauernden Reaktorkatastrophe sind schon deutlich spürbar. Selbst Tschernobyl ist nach fast 30 Jahren immer noch gefährlich. Auch dort dauern die Folgen noch weiterhin an. 

Eine der bundesweiten Demo für eine ernst gemeinte Energiewende ohne Pseudoargumente, die die Energiewende nur ausbremsen. Düsseldorf Mai 2014 ( Bild: P. Alt)

 

Januar 2014

Alarmstufe orange 

Die Lage am AKW Fukushima Daiichi ist weiterhin gefährlich und die radioaktive Verseuchung im Pazifik nimmt stetig zu. Die US-Westküste und Alaska wurden schon erreicht.

Die Folgeerkrankungen, wie Schilddrüsenveränderungen, die zum Teil entarten, sowie weitere Krebserkrankungen grassieren wie ein Erkältungsvirus der um sich greift.

Nahrungsmittel sind radioaktiv kontaminiert und Landflächen weiträumig verstrahlt…

…und das alles durch nur ein einziges Kernkraftwerk!

… „wäre bei ’nem Gaskraftwerk nicht passiert“…

Auch die jüngsten Gesetzesbeschlüsse, wie das Geheimhaltungsgesetz der atomfreundlichen Regierung unter Shinzo Abe sind mehr als bedenklich. Hierdurch können Missstände und Zwischenfälle am AKW Fukushima Daiichi, jetzt auch mit „freundlicher Unterstützung“ der IAEA wesentlich besser verheimlicht werden.

Und obwohl Japan problemlos auf Kernenergie verzichten könnte, hält die Regierung weiter an der Atomkraft fest. Die Stromkonzerne, die ebenfalls profitgierig sind, haben für insgesamt 16 Reaktoren an 9 AKWs die Wiederinbetriebnahme bei der NRA beantragt. Unter den Antragstellern ist auch der Stromkonzern Tepco, der das AKW Fukushima Daiichi zu verantworten hat und nun die Wiederinbetriebnahme zweier Reaktoren am AKW Kashiwazaki Kariwa beantragt hat.

Schild mit der Aufschrift „Sicherheit versus Profit  Kansaidenryoku“ (Ein Stromkonzern, der einige AKWs in der Präfektur Fukui betrebt). Im Wort „Kann-sai-den-ryoku“ wurde das 2. Schriftzeichen „sai“ (Bedeutung: Westen) gegen das Schriftzeichen „sai“ (Bedeutung: Katastrophe) ausgetauscht. (Bild: Petra Alt)

 

Folgende AKWs haben bis Ende Dezember 2013 eine Sicherheitsüberprüfung der NRA zur Wiederinbetriebnahme beantragt:

AKW Tomari, Hokaidodenryoku, Reaktoren 1 bis 3, alles Druckwasserreaktoren (DWR)

AKW Onagawa, Tohokudenryoku, Reaktor 2, ein Siedewasserreaktor (SWR)

AKW Kashiwazaki Kariwa, Tepco, Reaktoren 6 und 7, beides SWR

AKW Ōi, Kansaidenryoku, Reaktoren 3 und 4, beides DWR

AKW Takahama, ebenfalls Kansaidenryoku, Reaktoren 3 und 4, beides DWR

AKW Shimane, Chuobudenryoku, Reaktor 2, ein SWR

AKW Genkai, Kyushudenryoku, Reaktoren 3 und 4, beides DWR

AKW Sendai, ebenfalls Kyushudenryoku, Reaktoren 1 und 2, DWR

AKW Ikata, Shikokudenryoku, Reaktor 3, ein DWR  

Insgesamt sind das 16 Reaktoren an 9 AKWs. Darunter sind auch 4 SWR, die noch schlechter gesichert sind als die DWR.

Der Betreiber Tepco, der auch das havarierte AKW Fukushima Daiichi zu verantworten hat, will sogar auch für die Reaktoren 1 und 5 ebenfalls zwei SWR am AKW Kashiwazaki Kariwa einen Antrag auf Sicherheitsüberprüfung bei der NRA stellen.  

 

2013

September 2013

Japan ist zum zweiten Mal frei von Atomstrom!

Am 15.09.2013 ging der letzte laufende Reaktor (Reaktor 4 am AKW Ōi, Präfektur Fukui) wegen der bevorstehenden Wartung, die alle 13 Monate vorgeschrieben ist vom Netz. Japan ist wieder frei von Atomstrom! Und auch dieses Mal blieben die Lichter weiterhin an!

Der Reaktor 3 am AKW Ōi ging schon am 02.09.2013 auch wegen nötiger Wartung vom Netz.

Das Kepco-AKW Ōi, in der Präfektur Fukui, war mit den Reaktoren 3 und 4 das einzige AKW in Japan, das nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima nach der letzten Wartung wieder ans Netz ging und dann bis September 2013 in Betrieb war.

Sonntag, 16:40 Uhr Ortszeit: Die Kepco-Betreibermannschaft beginnt damit, den einzigen noch verbleibenden Reaktor 4 am AKW Ōi in der Präfektur Fukui herunterzufahren. Um seine Leistung, also die Kernspaltung zu drosseln, wird Borsäure eingeleitet und die Steuerstäbe nach und nach zwischen die Brennelemente eingefahren.

23:00 Uhr: Beendigung der Stromproduktion.

Montag, 1:30 Uhr Ortszeit: Der Reaktor ist jetzt komplett heruntergefahren. Die elektronische Anzeige der Reaktorleistung, die im Vollbetrieb noch bei 1180 MW stand, zeigt jetzt „0“ an. Reaktor 4 ist vom Netz! Weiter. . .

 

 

Ende Mai 2013

Genpatsu-Alarm !!

Wenn es um Profit geht, wird Sicherheit ganz gerne zur Nebensache und die nuklearen Folgeprobleme in Fukushima werden da ebenfalls ausgeblendet.

Gleich vier Stromkonzerne beantragten Ende Mai 2013 eine Genehmigung für den Neustart mehrere Reaktoren nach dem die neuen Sicherheitsstandards der Atomsicherheitsbehörde NRA im Juli 2013 in Kraft treten wird. Das sind insgesamt acht Reaktoren an vier AKWs.

Das AKW Ōi, dessen Reaktoren 3 und 4, die im Herbst 2013 wegen anstehender Wartung heruntergefahren werden müssen, ist das derzeit einzige aktive AKW. Es wurde im Juli 2012 entgegen massiven Protesten und bei fehlender Notwendigkeit wieder angefahren. Nach der Wartung ist eine erneute Wiederinbetriebnahme eher fraglich, da sich auf dem Gelände zwei aktive geologische Verwerfungen befinden, die auch unterhalb der Reaktoren verlaufen.

Wenn die neue Atomaufsichtsbehörde NRA, von der stets behauptet wird, das sie unabhängig arbeiten würde, eine erneute Wiederinbetriebnahme des AKWs Ōi nach Beendigung der Revision untersagt, dann kann man davon ausgehen, dass dort schon ein richtig großes Gefahrenpotential vorliegt, das auch für den Laien leicht zu erkennen ist.

Denn erst in Dezember 2012 fielen mehrere Entscheidungsträger der ohnehin schon IAEA-getriggerten NRA auf, dessen ,,Mühe" mittels finanzieller ,,Sonderzuwendungen" durch die Atomlobby ,,unterstützt" werden sollte.

Bild: NHK, Der Neustart acht Reaktoren an vier AKWs wird angestrebt. Von links nach rechts: AKW Takahama, AKW Ikata, AKW Sendai, AKW Tomari.

Nach Wünschen des Betreibers Kansaidennryoku sollen ab Juli 2013 die Reaktoren 3 und 4 des AKWs Takahama, Präfektur Fukui, wo sich auch das einzige aktive AKW Ōi (Reaktor 3 und 4) befindet rasch wieder ans Netz gehen. Am AKW Ikata, Präfektur Ehime, Betreiber Shikokudenryoku soll der Reaktor 3, am AKW Sendai, Präf. Kagoshima, Betreiber Kyushudenryoku, die Reaktoren 1 und 2, und am AKW Tomari auf Hokkaido, Betreiber Hokkaidodenryoku, die Reaktoren 1 bis 3 wieder ans Netz gehen.

 

2012

Sommer 2012

Japan produziert wieder Atomstrom

Nach dem Super-GAU im AKW Fukushima Daiichi, der am 11.03.2011 durch ein starkes Erdbeben ausgelöst und durch den nachfolgenden Tsunami verschlimmert wurde, gingen alle Reaktoren nach und nach vom Netz. Die Atomkonzerne erhielten keine Genehmigung der örtlichen Präfekturverwaltung mehr, um die Reaktoren nach einer durchgeführten Revision wieder anfahren zu dürfen. 

Denn nach dem GAU wollten sämtliche Lokalpolitiker der Bevölkerung ihrer Präfektur den Weiterbetrieb der gefährlichen AKWs nicht mehr zumuten.

Während die Bevölkerung und die Lokalpolitiker aus den Folgen des nuklearen Unfalls in Fukushima gelernt haben, halten die Stromkonzerne und die Regierung weiterhin an der Kernenergie fest. Sie drohen sogar mit massiven Stromengpässen, möglichen Blackouts und Strompreiserhöhungen (06/2012).

Am 05.05.2012 ging der letzte Reaktor vom Netz und die Lichter blieben an! Die erneuerbaren Energien sind sehr stark auf dem Vormarsch.

Dennoch hat die atomfreie Zeit, ,,Dank'' der Regierung nur zwei Monate angehalten.

Auch wenn anfangs (2011, teilw. 2012) etwas Strom gespart werden musste und zurzeit vermehrt Öl und Gasimporte nötig sind, ist der Wiedereinstieg in die gefährliche Kernenergie in keinerlei Hinsicht mehr vertretbar!

Japan ist reichlich gesegnet mit Erdbeben und dem entsprechend mit geologischen Verwerfungen, die zum Teil aktiv sind, durchzogen. Diese verlaufen natürlich auch unterhalb der Reaktoren. Am AKW Tsuruga wurden im April 2012 wieder einmal zwei aktive Verwerfungen, die unterhalb zweier Reaktoren verlaufen entdeckt.

Im Endbericht über den Unfallhergang am AKW Fukushima Daiichi wird menschliches Versagen, Unachtsamkeit, Fahrlässigkeit und Planlosigkeit, auch aus der zurückliegenden Vergangenheit sichtbar. Wichtige Dokumente, Aufzeichnungen der Strahlung unmittelbar nach Beginn der Kernschmelze fehlten. Wartungsbücher wurden ebenfalls nicht korrekt geführt.

Die Verantwortung ist so geschickt auf viele Institutionen verteilt, so dass die Schuld problemlos hin und her geschoben werden kann; ohne das jemand wirklich richtig zur Rechenschaft gezogen wird (07/2012).

Seit Juli 2012 produziert Japan wieder Atomstrom. Das AKW Ooi, Präfektur Fukui ist als erstes wieder ans Netz gegangen. Die anderen sollen bald folgen. Auch Tepco, der Betreiber des AKWs Fukushima Daiichi ist ebenfalls mit in der Warteschleife.

Die großen Stromkonzerne, die vorwiegend nur in die Kernenergie investiert haben, wollen rasch ihre roten Zahlen wieder ausgleichen, da die Banken und der Staat mal langsam ihr Geld, vor allem von Tepco zurück haben wollen. Auch weitere Einbußen in der Finanzwelt wie z.B. der Wertverlust von Aktien bereiten dem Staat große Sorgen, falls das schnelle Geld aus den AKWs weg bleibt.

Da bleibt die Sicherheit der Bevölkerung bzw. die Belange der Anwohner in der Präfektur Fukushima schon mal ganz gerne außen vor.

Weitere Anlässe, weshalb die Regierung über die Köpfe der Präfekturverwaltungen hinweg und entgegen den massiven Protesten der Bevölkerung den Wiedereinstieg in die Kernenergie durchgeboxt hat, führen auch in die USA. Die USA übt nämlich Druck auf Japan aus, das weiterhin den nuklearen Rohstoff und das Zubehör aus Amerika importieren soll. Auch die für die USA wichtigen Aktien sollen stabil bleiben.

Schon der Einstieg in die Kernenergie, trotz Abwurf zweier Atombomben durch die Amerikaner auf Hiroshima und Nagasaki, wurde kurz darauf durch die USA forciert. Denn Japan sollte Atombomben bauen; was auch die enormen Plutoniumvorräte in Japan erklärt.

 

Mai 2012

Der letzte Reaktor ist vom Netz !

Japan ist jetzt frei von Atomstrom. Die erneuerbaren Energien sind stark auf dem Vormarsch. Bleibt es dabei, dann ist das der schnellste Atomausstieg in der Geschichte der Kernenergie.

AKW Tomari auf Hokkaido, Reaktor 3, der letzte verbliebene Reaktor ist nun vom Netz. Der 05.05.2012, ein gesetzlicher Feiertag, der Tag der Kinder, der jetzt noch einen zusätzlichen Feiertagstatus erhalten hat.

Am Samstag, den 05.05.2012 ging der letzte von 54 Reaktoren vom Netz und die Lichter sind noch an!

Bevor die gewarteten Reaktoren wieder angefahren werden dürfen, müssen die AKW-Betreiber eine Genehmigung bei der Präfekturverwaltung einholen, die jedoch seit der Katastrophe im AKW Fukushima Daiichi von keiner Präfektur mehr erteilt wurde.

Die erneuerbaren Energien sind stark auf den Vormarsch.
Maßnahmen zum ,,Setsuden-Verhalten’’ (Maßnahmen zur Stromeinsparung) wurden frühzeitig eingeleitet und zeigten Wirkung.

Setsuden = Strombegrenzung, also Strom sparen.
Klimaanlagen laufen nicht mehr auf volle Leistung. In den S- und Regio-Bahnen bleibt jede 3. Leuchtstoffröhre aus. Auch die Leuchtreklame wird über Tag nicht eingeschaltet.

Stromengpässe, vor allem in den heißen Sommermonaten, konnten somit ausgeglichen werden.

Das ist ein eindeutiger Beweis, das Japan, bezüglich Strom ein eher verschwenderisches Land, von jetzt auf gleich sogar, ganz ohne Atomstrom auskommen kann!

Das ist etwas, was Deutschland ebenfalls problemlos schaffen könnte!

 

April 2012 :

Genpatsu Alarm !!!

Japans Strombetreiber und die Regierung drängen auf den Neustart der AKWs. Sie suggerieren der Bevölkerung massive Stromengpässe ein, wenn die AKWs weiterhin vom Netz bleiben. Der wahre Grund jedoch ist, die Banken, die Tepco sehr viel Geld geliehen haben, wollen es jetzt langsam zurück. Auch die anderen Stromkonzerne sind in den roten Zahlen und die Aktienkurse liegen im Keller, da das schnelle Geld durch die AKWs zur Zeit nicht gegeben ist.