Auswirkungen von Tschernobyl und Fukushima

Nach der Explosion im Reaktor 4 am AKW Tschernobyl breitete sich eine radioaktive Wolke aus, die sich nahezu über ganz Europa erstreckte. Regenfälle und Windrichtung taten ihr übriges. Nur Spanien und Portugal wurden dabei „ausgelassen“. . .

26.04.1986, bei der Durchführung einer Testreihe kam es aufgrund von Missverständnissen und einer weiteren Verkettung menschlicher Fehler zu einer heftigen Explosion im Reaktor 4. Dieser brannte 10 Tage lichterloh. Erst danach schaffte es die Feuerwehr ihm zu löschen.

Der Inhalt des graphitmoderierten Reaktors wurde kilometerweit in die Luft geschleudert und weiträumig in der Umgebung verteilt.

    

Bild links: AKW Tschernobyl nach der Explosion in Reaktor 4. Bild rechts: Die evakuierte Stadt Pripyat und das havarierte AKW Tschernobyl in Sichtweite.

 

Die radioaktive Wolke, die sich zunächst sichelförmig ausbreitete erreichte Europa sehr schnell.

Am 29.04.1986 wurden Polen, Deutschland, Österreich und Rumänien sehr stark radioaktiv belastet. Am 30.04.1986 waren vorwiegend die Schweiz und Norditalien durch den Fallout betroffen. Am 01. und 02.05.1986 zog die Wolke über Frankreich, Belgien, Niederlande, Großbritannien und Nordgriechenland.

Auch in Japan und in den USA und Kanada war ein leichter Anstieg der Umweltradioaktivität am 02. bzw. am 05. und 06.05.1986 zu verzeichnen.

Mit Cäsium137 verseuchte Gebiete in der Ukraine und Umgebung. 1000 km-Umkreis um das havarierte AKW Tschernobyl

 

800 000 Liquidatoren wurden verstrahlt. Die ersten wurden schon ins havarierte AKW geschickt, als der Reaktor noch brannte. Sie sollten das heraus geschleuderte Graphit zurück in den Reaktorkrater schaufeln. Die Elektronik der ferngesteuerten Robotter versagte unter der hohen Strahlung; also wurden Menschen eingesetzt.

Eine Aufklärung über die Gefahren gab es nicht. Es wurde alles verharmlost. Man empfahl den Liquidatoren sogar alle 2 Stunden ein Glas Wodka zu trinken.

10 000de sind kurz nach dem Einsatz gestorben. Zahllose weitere Liquidatoren erkrankten und warteten vergeblich auf eine Entschädigung.

  

Liquidatoren auf dem Reaktordach - In Windeseile wurde das heraus geschleuderte Graphit zurück in den Reaktor geschaufelt.

 

Zahlreiche Leute, die vor Ort waren starben kurz darauf durch die Folgen der hohen Strahlung. Zahllose weitere Leute erkrankten. Vor allem unter den Liquidatoren starben die Leute später an den Folgen der hohen Radioaktivität.

Auch heute (04/2014), 28 Jahre nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl erkranken bzw. sterben noch Leute an den Folgen der erhöhten Radioaktivität. Zahllose Kinder wurden mit Missbildungen oder anderen Folgeschäden, die auf die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zurück zu führen sind geboren. Das betrifft nicht nur die Ukraine, sondern auch weite Teile Europas.

Mit den Folgen der Reaktorkatastrophe haben die nächsten Generationen noch lange zu kämpfen. Und das letzte Tschernobyl-Opfer ist noch nicht einmal geboren . . .

Nachfolgend sind hier ein paar Beispiele von Daten, die die Folgen der Reaktorkatastrophe etwas verdeutlichen. Daten, die durch die Behörden gerne verschwiegen werden und nicht unbedingt an die Öffentlichkeit gelangen sollen. Genauso ist es derzeit mit der Reaktorkatastrophe in Fukushima, bei der die WHO im Auftrag der IAEA die Folgen der hohen Radioaktivität ebenfalls verharmlost darstellt.

 

In der EU

1986 traten EU-weit mehr als 10 000 Tod- und schwerwiegende Fehlgeburten auf und es wurden deutlich weniger Mädchen als Jungen geboren.

 

Die Ukraine

1986 bis 1990 gab es in den stärker belasteten Gebieten der Ukraine und Weißrussland eine deutliche Erhöhung von Leukämie, Schilddrüsenkrebs und Lymphomen.

In der Ukraine allgemein wurde ein deutlicher Anstieg von Schilddrüsenkrebs (über1200 Betroffene) und ein Anstieg von Diabetes mellitus verzeichnet.

Weiteren Prognosen zur Folge wird es bis 2056 etwa 92 600 Fälle von Schilddrüsenkrebs geben.

Bis 2002 wurden bei 180 Kindern Hirntumoren diagnostiziert.

In der Region um Tschernobyl wurden bei etwa 83 000 Kindern genetische Schäden seit der Reaktorkatastrophe nachgewiesen.

 

Weißrussland 2011

Weiterhin vermehrte Häufigkeit von Missbildungen, Leukämie und anderen bösartigen Bluterkrankungen.

Etwa 1,5 Mio. Menschen sind schon an den Folgen der radioaktiven Verseuchung gestorben.

23% des Landes sind durch den Fallout stark kontaminiert. Jeder 5. Weißrusse lebt statistisch gesehen auf radioaktiv verseuchtem Gebiet. Das sind 2,1 Mio. Menschen, darunter 700 000 Kinder.

Die Stadt Gomel, etwa 120 km vom havarierten AKW Tschernobyl entfernt ist durch den Fallout am stärksten betroffen. Dort liegt die Sterblichkeit 20% über der Geburtenrate.

 

Belarus/ Weißrussland

Etwa 20% der Leukämiefälle in Belarus wurden mit aller Wahrscheinlichkeit durch die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl verursacht.

 

In Deutschland

Die Böden im Bayrischen Wald und in den Gebieten südlich der Donau sind bis zu

100 000 Bq/m² mit Cäsium137 belastet. In der norddeutschen Tiefebenen ist der Boden bis zu 4000 Bq/m² mit Cäsium137 belastet.

Im gesamten Bundesgebiet gab es eine Zunahme der Säuglingssterblichkeit und eine Zunahme von Schilddrüsenerkrankungen bei Neugeborenen.

Die Böden, vor allem die Waldböden in Bayern sind bis heute noch belastet. Waldpilze und Wildschweine sind bis heute noch (04/2014) stark mit Cäsium137 belastet.

 

Das Meer

Fische in der Ostsee wurden sehr stark mit Cäsium137 belastet. Die höchsten Werte wurden 1993 erreicht und lagen bei 11 Bq/kg. Dieser Wert sank bis 2007 auf etwa 4 Bq/kg. Die Nordsee wurde nicht ganz so stark kontaminiert.

 

Berlin 1986

Deutliche Zunahme der Säuglingssterblichkeit.

Etwa neun Monate nach dem GAU trat bei den Neugeborenen ein deutlicher Anstieg der Trisomie 21 auf.

 

Düsseldorf 1986

Bodenproben von Mai 1986 weisen eine radioaktive Belastung mit Cäsium137, Strontium90 und Jod131  von 50 000 Bq/m² auf.

 

Süddeutschland 1986

Deutliche Zunahme der Säuglingssterblichkeit.

So stieg kurz nach dem GAU die Anzahl der Fehlgeburten, Fehlbildungen und pathologische Veränderungen wie die Trisomie 21 und das Neuroblastom (ein seltener Hirntumor) bei den Neugeborenen deutlich an.

 

Bayern 1986

Die durchschnittliche Kontamination der Böden mit Cäsium137 und Cäsium134 lag im Mai bei 20 300 Bq/m². Zum Teil wurden sogar Werte bis zu 173 000 Bq/m² gemessen. Bis 1991 waren die Werte im Durchschnitt bis auf 15 000 Bq/m² abgesunken.

Die ODL im Bayrischen Wald und im Fichtengebirge lag bei etwa 0,2 bis 0,4 µSv/h. Der gemessene Maximalwert kurz nach dem GAU lag bei 2,0 µSv/h.

 

Die bayrische Bevölkerung nach Tschernobyl, 1986 – 1991

Deutliche Zunahme der Säuglingssterblichkeit und eine Zunahme von Missbildungen. Veränderung im Geschlechterverhältnis, so dass mehr Jungen als Mädchen geboren worden sind.

Zunahme der Totgeburten um 10% bei einer durchschnittlichen radioaktiven Belastung, die „nur“ etwa ein Zehntel der durchschnittlichen Strahlung von Fukushima entspricht.

 

Finnland und Schweden

Anstieg der Säuglingssterblichkeit um 15,8%.

 

Grenzwerte für Lebensmittel in der EU seit Tschernobyl

Die Obergrenze einer radioaktiven Belastung von Lebensmitten (allgemein) mit Cäsium134 und Cäsium137, die nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl fest gelegt worden ist und bis heute gilt liegt bei 600 Bq/kg. Für Kinder gelten niedrigere Grenzwerte.

Selbst in der Ukraine, wenn auch nicht gravierend, ist die Obergrenze niedriger. Sie liegt bei 560 Bq/kg.

In Japan liegt die Obergrenze für Cäsium134 und Cäsium137 mit „nur“ 100 Bq/kg deutlich niedriger als in der EU. Stand: 04/2014

Die empfohlene Obergrenze für Erwachsene wurde bei 30 bis 40 Bq/kg und für Kinder bei 10 bis 20 Bq/kg angesetzt. Grundsätzlich gilt jedoch: Je niedriger, desto besser. Am besten unbelastet!, da es keine Untergrenze gibt, ab wo die Radioaktivitätsdosis als ungefährlich eingestuft werden könnte.

Vor der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl traten in Weißrussland bei 100 000 EW im Durchschnitt etwa 82 Krebserkrankungen auf. 1996, also 10 Jahre nach der Reaktorkatastrophe stieg die Zahl auf 600 Fälle pro 100 000 Einwohner an und ist somit um 23,5 % gestiegen.

    

Links: Warnschild am Rande der 30 km-Sperrzone. Rechts: AKW Tschernobyl mit Sarkophag

 

Radioaktive Wolke in Japan

Am 15.11.2011 zog eine radioaktive Wolke über Tokyo. Dadurch dass es nicht geregnet hatte, hielt sich die Kontamination mit radioaktiven Partikeln in Grenzen.

Am 20. und am 22. 03.2011 zog erneut eine radioaktive Wolke über die Hauptinsel Honshu hinweg, die allerdings Regen mit sich brachte. Sie zog über den Norden, dann in Richtung Süden bis nach Osaka. Durch den Regen wurden diese Gebiete, Tokyo mit inbegriffen, mit Cäsium137 und weiteren radioaktiven Partikeln kontaminiert.

 

Radioaktive Wolke aus Fukushima

Nach dem Super-GAU am AKW Fukushima dai ichi vom 11.03.2011 erreichte die radioaktive Wolke Nordamerika, am 15.03.2011 und am 23.03.2011 Europa.

Aufgrund der Atombombensperrverträge wurde ein weltweites Radioaktivitätsmessnetz installiert. Dieses reagierte sofort auf die ansteigende Radioaktivität, die durch die  Reaktorkatastrophe von Fukushima verursacht worden ist. Auch der Weg der Wolke, die nachweislich aus Fukushima kam und unter anderem auch durch Europa zog, konnte problemlos verfolgt werden.

Diese Informationen, die im folgenden Video (Sender Flügel TV) von der IPPNW in einem Vortrag sehr schön dargestellt werden gelangten jedoch kaum an die Öffentlichkeit. 

Videoausschnitt: Der Weg der radioaktiven Wolke aus Fukushima, die unter anderem auch durch Europa zog. Das Video ist mit japanischen Untertitel.

 

Absterben der Flora und Fauna

Wissenschaftliche Studien prognostizieren eine erhebliche Belastung für die Flora und Fauna in den Gebieten um das havarierte AKW Fukushima dai ichi. Das bedeutet eine 10 bis 100fach höhere radioaktive Belastung für die Wälder, Vögel, Würmer, Insekten, Nagetieren und den küstennahen „Wasserbewohnern“.

Zum Teil ist das Wasser, was aus der havarierten Anlage läuft mit einer radioaktiven Kontamination von bis zu

300 000 Bq/l belastet, womit es den gesetzlich festgelegten Grenzwert um das 7,5 Millionenfache übersteigt.

Eine japanische Forschergruppe entdeckte im Sommer 2011 Mutationen an Schmetterlingen, sowie an weiteren Insekten, die sie auf den Super-GAU zurück zu führen sind.

 

Rückgang der Geburten

Im Dezember 2011 und Januar 2012 wurde in der Präfektur Fukushima ein deutlicher Rückgang der Geburtenrate festgestellt. Als Ursache sind Spontanaborte, die sich kurz nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima aufgrund der erhöhten Radioaktivität ereigneten.

 

Studie aus Norwegen

Laut einer norwegischen Studie von Oktober 2011 wurden bei der Reaktorkatastrophe in Fukushima 2½ Mal so viel radioaktives Xenon133 freigesetzt als in Tschernobyl. Die Freisetzung erfolgte hauptsächlich im Zeitraum von 11.03., direkt nach dem Erdbeben bis zum 15.03.2011.

Frei werdendes Xenon133 ist ein Hinweis für eine eingetretene Kernschmelze.

Die größte Freisetzung an Cäsium137 war im März und April 2011. Davon gingen aufgrund der Wetterlage 80% über dem Pazifik und „nur“ 20% über Japan nieder.

Im damaligen computergestützten Frühwarnsystem „SPEEDI“ der japanischen Behörden wurden die Wetterdaten und die vorausberechneten Zugrichtungen der radioaktiven Wolken exakt und auch frühzeitig erfasst. Allerdings wurden diese Informationen erst deutlich verspätet an die Öffentlichkeit weiter gegeben. Die Bevölkerung wurde zu spät gewarnt. Dadurch wurden sogar Leute, die aus der Sperrzone flüchten mussten aus Versehen in stärker kontaminierte Gebiete evakuiert.

In den Orten Namie, 8 km vom AKW und Minamisoma, ebenfalls nicht weit vom AKW entfernt, wurde Plutonium in einer Menge von 4 bis 15 Bq/m² nachgewiesen.

Strontium90 wurde sogar noch in 80 km Entfernung im Boden nachgewiesen.

 

Energiepolitik – Die Ukraine und Japan

Wenn die Ukraine schon nicht aus den Folgen einer Reaktorkatastrophe lernt, warum soll man das dann von Japan erwarten?

In Sachen Kernenergie steht Japan der Ukraine in nichts nach. Beide haben versucht den Vorfall zu verheimlichen. Beide verharmlosen die Folgen und beide haben auch kein Problem damit, die noch heilen Reaktoren an ihren havarierten AKWs weiterlaufen zu lassen und die anwesenden Mitarbeiter einer permanenten hohen Strahlung auszusetzen.

Das AKW Tschernobyl war noch bis 2001 am Netz! Die noch heilen Reaktoren 5 und 6 am AKW Fukushima dai ichi und das AKW Fukushima dai ni sollten nach Plänen des Betreibers Tepco ebenfalls wieder ans Netz gehen. Die endgültige Stilllegung des AKWs Fukushima dai ni und der Reaktoren 5 und 6 am AKW Fukushima dai ichi wurden erst im Dezember 2013 endgültig beschlossen. Das war ein Beschluss, den Tepco nur sehr widerwillig zugestimmt hat.

Ursprünglich verfügte Japan über 54 Reaktoren für die kommerzielle Stromerzeugung. Derzeit liegt die Atomstromproduktion in Japan bei 0% (04/2014).

Die Ukraine verfügt über 4 AKWs mit insgesamt 15 Druckwasserreaktoren (DWR), zwei weitere sind im Bau und neun in Planung. Die Atomstromproduktion der Ukraine liegt somit bei 47,2 % (Stand 08/2013).

Auch die Regierung in Japan will trotz der massiven Folgen weiter an der Kernenergie, (genau wie die Ukraine natürlich nur zur kommerziellen Stromerzeugung) festhalten, obwohl die Erzeugung von Atomstrom absolut nicht nötig ist.

Die japanische Regierung will einige der AKWs wieder ans Netz nehmen (04/2014).

 

Tschernobyl-Studie zu wahrheitsgemäß – Nie veröffentlicht

Die Wissenschaftlerin Prof. Dr. Elisabeth Cardis erstellte im Auftrag der WHO eine Studie über die Folgen nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Diese Studie wurde jedoch von der WHO nie veröffentlicht, da sie zu wahrheitsgemäß gewesen ist.

Nebeninformation: Die WHO ist der IAEA, die die Atomenergie unterstützt und fördert unterstellt und darf somit nur Informationen veröffentlichen, die von der IAEA abgesegnet worden sind.

 

Zahlen und Fakten

Nach einer IPPNW-Studie von 2011 sind über 600 Mio. Menschen in Europa durch die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl gesundheitlich betroffen.

Von den eingesetzten Liquidatoren sind bereits über 90% aufgrund der hohen Strahlung erkrankt und etwa 8% sind nach und nach an den Folgen der Strahlenbelastung verstorben.

Oft traten die Folgen der Strahlung erst nach Jahren auf oder machten sich erst bei den nachfolgenden Generationen bemerkbar, so dass die offiziellen Behörden keinen Zusammenhang zwischen der Reaktorkatastrophe und der daraus resultierenden Folgeerkrankungen sehen (wollten). Denn es ist auch zu berücksichtigen, dass nach einer Strahlenbelastung im Niedrigbereich die Folgen erst viel später, also nach Jahren auftreten (längere Latenzzeit).

Unabhängigen Experten zur Folge werden in ganz Europa bis zu 240 000 zusätzliche Krebsfälle bis 2056 erwartet, die aufgrund der Radioaktivität durch die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl noch zusätzlich auftreten werden.

 

TSCHERNOBYL – ERINNERUNGEN

Erfahrungsberichte – zusammengestellt von Paul Koch

Anlässlich des 30. Jahrestags der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, wurde das Online-Projekt „TSCHERNOBYL – ERINNERUNGEN“, in dem Zeitzeugen berichten, wie sie die erste Zeit danach erlebt hatten. Vor allem auch, wie die Katastrophe zum Beispiel in Deutschland wahrgenommen worden ist und wie man damit umging.

All diese Erfahrungsberichte stellt der frühere evangelische Sozialdiakon Paul Koch aus Wolfenbüttel auf der Seite „TSCHERNOBYL – ERINNERUNGEN“ zusammen.

Ziel des Projektes ist, Erinnerungen an dieses folgenschwere Ereignis für die Nachwelt zu erhalten. Im ukrainischen AKW Tschernobyl kam es am 26.04.1986 zu einer Explosion im Reaktorblock 4. Dabei wurden große Mengen radioaktiver Stoffe freigesetzt. In Deutschland, vor allem in Bayern ging radioaktiver Regen nieder, dessen radioaktive Stoffe bis heute noch nachweisbar sind. 

 

Ihr Bericht zu Tschernobyl

Sie möchten auch einen Zeitzeugenbericht schreiben und ihre Eindrücken schildern, die Sie in den ersten Tagen nach Beginn der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl erlebt haben, wie die Nachrichten auf Sie wirkten und wie man damit umgegangen ist. . .

Weitere Infos nachfolgend: Mitmach-Projekt: „Meine Erinnerungen an Tschernobyl“  

Tschernobyl – Eine Chronik der Zukunft

Buch-Tipp

Tschernobyl – Eine Chronik der Zukunft

Von Swetlana Alexijewitsch

                

26. April1986, AKW Tschernobyl Explosion in Reaktor 4 . . . Kinder der nahe gelegenen Stadt Pripyat sind fasziniert und radeln zum brennenden Reaktor um das Feuer zu bestaunen. Die Eltern sind ebenfalls völlig uninformiert und ahnen nichts von den Gefahren der austretenden Radioaktivität. Die Liquidatoren arbeiten direkt am brennenden Reaktor und erkranken, bzw. sterben kurz danach. . .

Zeitzeugen, ahnungslose Anwohner, die die Gefahren nicht einschätzen konnten, Liquidatoren und dessen Angehörigen berichten haut nah in einer packenden Weise.

5. Auflage, Oktober 2013, Berlin Verlag

ISBN: 978-3-8333-0357-9

Auch nach über 30 Jahren - Leukämie bei Tschernobyl-Kinder

Noch immer erkranken Kinder in der Ukraine an Krebs und Leukämie – eine Folge der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl. Zwar gibt es heute bessere Behandlungsmethoden, doch die Medikamente sind für viele Eltern unbezahlbar

Weierlesen und helfen auf dem Spendenaufruf der Global 2000

 

Die österreichische Antiatomorganisation Global 2000

Auch wenn in Österreich die Inbetriebnahme des ersten AKWs noch in letzter Minute verhindert worden ist und die Österreicher in einer Volksentscheidung gegen den Einstieg in die Kernenergie gestimmt haben, ist es trotz dem nicht frei von den Gefahren und Folgen der Kernenergie. Denn in den Nachbarländern drum herum laufen zum Teil marode AKWs, die das atomfreie Österreich im gleichen Maße bedrohen. . . Hier wäre Österreich aber komplett unverschuldet!

Österreich hat vorausschauend und völlig richtig gehandelt, in dem es erst gar nicht in die Kernenergie eingestiegen ist.

Die GLOBAL 2000 ist Österreichs führende, unabhängige Umweltschutzorganisation. Als aktiver Teil von Friends of the Earth International (FOEI) kämpft Global 2000 für eine intakte Umwelt, eine zukunftsfähige Gesellschaft und nachhaltiges Wirtschaften.

 

Letzte Änderung 01/2017