In Deutschland und dem Umland

11.01.2018

Tschechisches AKW: Sicherheitsmängel werden in Kauf genommen

Das tschechische AKW Dukovany, nahe der österreichischen Grenze soll um zwei weitere Reaktoren erweitert werden. Das bereits über 4 Reaktoren sowjetischer Bauart verfügende AKW Dukovany ist wegen seiner enormen Sicherheitsmängel vor allem im Nachbarland Österreich heftig umstritten. Denn die 4 Reaktoren aus den Jahren 1985 bis 1987 verfügen über keinen Sicherheitsbehälter! Zudem wurde entgegen aller Sicherheitsbedenken die Leistung der 4 Reaktoren, um den Profit zu maximieren, deutlich erhöht. Die ursprüngliche Laufzeit, die in ein paar Jahren eigentlich enden sollte, wurde bis 2030 verlängert.

Die beiden neuen Reaktoren, die nun gebaut werden sollen, verfügen über eine Gesamtleistung von 2400 MW.

Die 4 bestehenden Altreaktoren müssen laufend wegen Störfälle außerplanmäßig abgeschaltet werden. Der letzte Störfall liegt keine 2 Wochen zurück. Ein weiteres Problem für den AKW-Standort, vor allem in Bezug die geplante Erweiterung um 2 weitere Reaktoren, ist die Gefahr, dass das Wasser aus dem angrenzenden Fluss Jihlava u.U. für die Reaktorkühlung gar nicht ausreichend ist.  

 

31.12.2017

AKW Gundremmingen: Reaktor B endgültig vom Netz

Am AKW Gundremmingen, Bayern, wurde heute Reaktor B, ein SWR aus dem Jahr 1984, nach fast 34jähriger Betriebszeit endgültig vom Netz genommen und heruntergefahren.

Ab heute Vormittag wurde die Leistung des Reaktors nach und nach gedrosselt. Um 12:00 Uhr stand die Anzeige der Reaktorleistung bei 0 MW. Laut dem Betreiber RWE verlief die Abschaltung komplikationslos.

Reaktor B ist, wie auch Reaktor C, neben den „normalen“ Uran-, zu einem Drittel mit plutoniumhaltigen MOX-Brennelementen bestückt!

Nach Eintritt der Reaktorkatastrophe in Fukushima 2011 beschloss die damalige Bundesregierung (CDU/FDP) die jeweiligen Abschalttermine aller Reaktoren in Deutschland, die nun gestaffelt bis Ende 2022 erfolgen. Von den landesweit 17 laufenden Reaktoren gingen etwa die Hälfte sogar noch im selben Jahr vom Netz.

Für den Reaktor B am AKW Gundremmingen bedeutet dies nun, dass die Betriebsgenehmigung mit dem heutigen Tag endet. Reaktor C hingegen darf allerdings noch bis Ende 2021 weiterlaufen. Hierbei handelt es sich ebenfalls um einen SWR, der nur wenige Monate nach Reaktor B in Betrieb ging. Reaktor A, ein SWR aus dem Jahr 1967 wurde 1977 nach einem Störfall stillgelegt.

Somit sind bundesweit noch 7 Reaktoren an 7 AKWs am Netz. Der letzte Reaktor soll Ende 2022 abgeschaltet werden.  

Vor dem Haupttor des AKWs Gundremmingen versammelten sich einige Kernkraftgegner zum Abschaltfest und Mahnwache. Während die endgültige Abschaltung des Reaktors B freudig begrüßt wird, wird jedoch zu Recht kritisiert, dass Reaktor C, obwohl er die gleichen Gefahrenpunkte aufweist wie Reaktor B, noch einige Jahre weiterlaufen darf.

   

22.12.2017

Erhielt Nordkorea alte Waffenbestände aus Sowjet-Zeiten?

Möglicherweise stammen die Waffen, die in Nordkorea laufend „getestet“ werden, größten Teils gar nicht aus eigener Produktion, sondern aus alten Sowjet-Beständen. Darüber sind sich die Experten ziemlich sicher. Zudem mehrt sich der Verdacht, dass neben Russland auch der einzige Verbündete China mit dahinterstecken könnte.

Siehe dazu auch den Artikel der Süddeutschen Zeitung.

 

03.12.2017

Erneute Drohungen aus Nordkorea

Wegen einer bevorstehenden Militärübung, einem Luftwaffenmanöver, dass Südkorea gemeinsam mit dem USA ab Morgen beginnen wollen, fühlt sich Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un wieder verstärkt provoziert und drohte nun erneut mit einem atomaren Gegenschlag. Unter dessen sieht der nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, H.R. Mc Master eine täglich wachsende Gefahr für Amerika.

Nordkorea hatte in den vergangenen Monaten, trotz verschärfter Sanktionen weitere Raketentests durchgeführt und somit die Weltgemeinschaft, auch mit einem möglichen Atomkrieg, immer wieder provoziert (antiatom-fuku berichtete).

 

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