In Deutschland und dem Umland

24.02.2021

Atomprogramm, Iran will Kooperation mit der IAEA einschränken

Die iranische Regierung treibt ihr Atomprogramm weiter voran und will gleichzeitig die Kontrollen durch die internationale Atomaufsichtsbehörde IAEA einschränken. Das bedeutet u.a. auch, dass die IAEA-Inspektoren kaum noch Zugang zu den iranischen Nuklearanlagen erhalten wird. Somit wächst die Sorge, dass Iran wieder verstärkt an einer Atombombe arbeitet.

Siehe dazu den Bericht der DW online.

 

04.02.2021

AKW Neckarwestheim, radioaktives Wasser ausgetreten

Im Reaktorblock 2 am AKW Neckarwestheim, Baden-Württemberg ist radioaktives Wasser aus einer undicht gewordenen Armatur ausgetreten und in einen benachbarten Raum gelaufen. Der Zwischenfall wurde bei einem Routinerundgang entdeckt. Nach Angaben der betreibenden EnBW Kernkraft GmbH wurden bereits Ende Januar Ablagerungen im Bereich des Gehäusedeckels der Armatur entdeckt. Die besagte Armatur ist Teil einer Anlage zur Behandlung radioaktiver Flüssigabfälle.

Laut der EnBW Kernkraft GmbH sei jedoch nichts in die Umwelt gelangt. Die betroffene Bodenfläche habe man auch dekontaminiert.

Bei Reaktor 2 handelt es sich um einen DWR, der seit 1989 in betrieb ist und Ende 2022 endgültig abgeschaltet werden soll. Der Reaktor 1, ebenfalls ein DWR, wurde im März 2011 abgeschaltet.

 

06.01.2021

Belgien, AKW Tihange, Reaktor 2 bald wieder am Netz

Der Reaktor 2 am AKW Tihange in Belgien, der wegen seiner zahllosen Risse heftig umstritten ist, darf nun nach zweimonatigem Stillstand wieder ans Netz genommen werden. Während der jetzigen Revision sein zu den bereits bekannten Haarrissen keine weiteren Schäden festgestellt worden, so dass die belgische Atomaufsichtsbehörde den Reaktor für die Wiederinbetriebnahme freigegeben hat. Nach Plänen der betreibenden Electrabel soll er dann am 18.01.2021 wieder hochgefahren werden.

Siehe dazu auch den Bericht und weitere Informationen des WDR.

 

29.12.2020

Stärkeres Erdbeben, Notabschaltung im AKW Krsko, Slowenien

In Kroatien hat sich heute Nachmittag ein Erdbeben der Stärke 6,4 auf der Richterskala ereignet. Das Epizentrum lag in der Nähe von Zagreb. Auch in den Nachbarländern, vor allem in Slowenien, war das Beben deutlich zu spüren. Dort kam es im AKW Krsko zu einer Notabschaltung, die laut dem Betreiber jedoch „nur vorsichtshalber“ ausgeführt worden sei.

Das AKW Krsko, bestehend aus einem DWR, der schon seit 1981 in Betrieb ist, befindet sich auf seismisch aktivem Gebiet, weshalb es nicht nur im benachbarten Österreich heftig umstritten ist. Allerdings soll der bereits in die Jahre gekommene störanfällig gewordene Reaktor noch bis 2043! am Netz bleiben.

Siehe dazu auch den Bericht der österreichischen Nachrichtenagentur Krone

 

12.11.2020

Iran: nicht deklarierter Atomstandort, IAEA verlangt Aufklärung

In einer Einrichtung, die nicht als Atomstandort deklariert wurden ist, wurden Uranteilchen gefunden. Erklärungsversuche seitens der iranischen Regierung sind jedoch unglaubwürdig, so die IAEA.  

Siehe dazu den Bericht der DW online.

 

02.11.2020

Hafen Nordenham: Castoren aus Sellafield angekommen

Heute ist das Schiff mit den 6 Castoren aus Sellafield im Hafen Nordenham eingelaufen. Die Castoren sollen nun über den Schienenweg zum Zwischenlager am AKW Biblis transportiert werden. Der Castortransport wurde zunächst wegen der Coronapandemie verschoben (antiatom-fuku berichtete).

Siehe dazu den Bericht und das Video des NDR.

26.10.2020

Klimawandel als Argument für den Fortbestand der AKWs?

Die Zeit drängt. Deutschland hat sich beim Kampf gegen den Klimawandel viel vorgenommen und will die CO2-Emmission deutlich senken. Wäre es da nicht sinnvoll an der Kernenergie festzuhalten? Dieser Frage, dessen Antwort ganz klar „nein“ lautet, ist der Nachrichtensender ntv in seinem Artikel „Kernenergie gegen Klimawandel - Wäre es klüger, bei Atomkraft zu bleiben?“ einmal genau nachgegangen.

 

20.10.2020

Castor-Transport durch Deutschland wegen „Corona“ ggf. abgesagt

Für Ende dieses Monats ist der Transport von 6 Castoren von Niedersachsen nach Bayern geplant, also einmal quer durch Deutschland. Hier sollen abgebrannte Brennelemente zum Zwischenlager am AKW Biblis transportiert werden.

Unter Atomkraftgegner sind solch gefährliche Atommülltransporte bei fehlendem Endlager, also nur eine Verschiebung von Zwischenlager zu Zwischenlager ohnehin nicht vertretbar. Nun kann es jedoch sein, dass die Transporte möglicherweise wieder abgesagt werden. Grund dafür sind jedoch nicht die nuklearen Gefahren, sondern die wieder deutlich ansteigenden Coronazahlen.

Siehe dazu Artikel und Video des NDR.

 

28.09.2020

Deutschland, Zwischenbericht für Endlagersuche liegt vor

Laut dem Zwischenbericht, den die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) heute Vormittag vorstellte, haben 90 Gebiete in Deutschland, bzw. 54% der Landesfläche günstige geologische Voraussetzungen für ein mögliches Atommüllendlager. Auch wenn die Vorgehensweise der BGE teilweise umstritten ist, ist man dort aber zumindest zu der Einsicht gekommen, dass sich der über viele Jahre favorisierte Salzstock Gorleben nicht als Endlager eignet. Gorleben war quasi schon vor vielen Jahren als Endlager vorgesehen, entsprechende Umbauarbeiten liefen bereits, allerdings hatten unabhängige Experten schon mehrfach belegt, dass der Salzstock Gorleben geologisch unsicher ist, was in der Politik jedoch über viele unterschiedliche Bundesregierungen hinweg dementiert worden ist.

„Die geologischen Voraussetzungen sein in Deutschland sehr günstig, so dass man einen sicheren Standort mit allen nötigen Voraussetzungen finden wird“, so ein Sprecher der BGE. Das bedeutet jedoch noch keine konkrete Standortauswahl. Als nächster Schritt werden nun die sogenannten möglichen Gebiete untersucht und weiter eingegrenzt. Bis 2031 soll dann ein Standort gefunden sein und ab 2050 der erste Atommüll unterirdisch eingelagert werden.

Siehe dazu auch den Bericht und Video der Tagesschau online.

 

27.09.2020

„Mögliche“ Standorte für Atommüllendlager in Deutschland

Nach dem die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) über drei Jahre hinweg ein Konzept erarbeitet hat, soll am morgigen Montag nun bekannt gegeben werden, welche Gebiete sich für ein Atommüllendlager „eignen“ würden.

Siehe dazu den Artikel von Spiegel Wissenschaft online.

 

05.09.2020

Iran besitzt 8 Mal mehr Uran als laut Vertrag erlaubt

Nach Informationen der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA verfügt die Islamische Republik Iran über acht Mal so viel angereichertes Uran, als im Atomabkommen von 2015 als maximale Höchstmenge „vereinbart“. Dem entsprechend ist die internationale Gemeinschaft nun sehr besorgt, zumal die Regierung in Teheran auch keine Kontrollen durch die IAEA zulässt.

Siehe dazu den Artikel der DW

 

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