In Deutschland und dem Umland

16.07.2019

Nach Atomwaffentests, Marshallinseln weiterhin radioaktiv belastet

Nach früheren Atombombentests, die zwischen 1946 und 1958, vor allem durch das US-Militär im pazifischen Ozean auf den Marshallinseln durchgeführt worden sind, sind immer noch einige Gebiete, vor allem der nördliche Teil der Inseln stark radioaktiv belastet. Die Lebensmittel, die auf den Marshallinseln erzeugt werden, weisen zum Teil, wie ein US-Forschungsteam der Columbia Universität New York in einer aktuellen Studie zeigt, weiterhin eine erhöhte radioaktive Belastung auf. Einige Inseln sind aufgrund der immer noch erhöhten Radioaktivität weiterhin nicht bewohnbar. Viele der Einheimischen wollen jedoch diese Inseln wieder besiedeln. Um dort einigermaßen sicher leben zu können, sei aber erst eine gründliche Flächendekontamination nötig, so das Forschungsteam.

 

08.07.2019

Iran reichert waffenfähiges Uran an – EU besorgt

Nachdem die USA im vergangenen Jahr aus dem internationalen Atomabkommen ausgestiegen sind und Wirtschaftssanktionen gegen den Iran verhängt hatten, spitzt sich der Konflikt zwischen beiden Staaten zu.  

Einem Bericht der iranischen Nachrichtenagentur Isna zufolge hat der Iran Uran auf über 4,5 Prozent angereichert und wolle dies auch weiterer steigern.   

Siehe dazu den Bericht der ntv.online

 

01.07.2019

Russland: das erste schwimmende AKW

Der Atomkonzern Rosatom hat nun von der russischen Atomaufsichtsbehörde die Betriebsgenehmigung für das erste schwimmende AKW „Akademik Lomonossow“, erhalten, das Ende August zu seinem endgültigen Standort vor dem Hafen der Stadt Pewek im äußersten Nordosten Russlands geschleppt und in Betrieb genommen werden soll.  

Siehe dazu den Artikel der heute.at online    

 

25.06.2019

Südkorea, AKW Hanbit, Bedienungsfehler als Ursache für Temperaturanstieg

Wie die südkoreanische Atomaufsichtsbehörde gestern mitteilte, war ein Bedienungsfehler der Betreibermannschaft Ursache für die stundenlange Temperaturabweichung im Reaktorblock 1. Damals wurden aufgrund fehlerhafter Messdaten, die vom Bedienungspersonal als solche nicht erkannt worden sind, fälschlicherweise Steuerstäbe aus dem Reaktorkern herausgezogen. In Folge dessen ist die Temperatur im Reaktorkern zunächst „nur“ um 5%, dann aber noch weiter angestiegen, was aber vom Bedienungspersonal zwar bemerkt, aber über 11 Stunden lang ignoriert worden ist (antiatom-fuku berichtete im Mai). Ein weiterer Anstieg der Temperatur hätte durchaus in eine nicht mehr beherrschbare Kritikalität, und somit in eine Nuklearkatastrophe münden können! So musste auch erst die Atomaufsichtsbehörde einschreiten, damit der Reaktor sofort heruntergefahren wird. Die betreibende Hydro and Nuklear Company und die südkoreanischen Medien dementieren jedoch ein menschliches Versagen als Ursache.  

 

07.06.2019

Insider deckt auf: weitere massive Baumängel am AKW Mochovce

Die Bilder zeigen Risse im Beton, Löcher in Dächern, unsachgemäß verlegte Stromkabel, mangelhafte Schweißnähte, bis hin zu verformten Stahlträgern. Gravierende Baumängel, die vom Betreiber vertuscht, aber von einem Insider, ein ehemaliger Facharbeiter über zwei Jahre lang dokumentiert worden sind, und nun an die Öffentlichkeit kommen.

Die sich seit den 90er Jahren im Bau befindlichen Reaktoren 3 und 4 am slowakischen AKW Mochovce sollten ursprünglich schon in diesem Sommer ans Netz gehen, als im April erste massive Sicherheitsmängel an die Öffentlich kamen (antiatom-fuku berichtete). Statt das Bauprojekt zu stoppen, wurde lediglich der Termin der Inbetriebnahme auf November, bzw. März 2020 verschoben.

Siehe dazu auch den ausführlichen Bericht der Tiroler Tageszeitung und die Bilder des Insiders, zusammengestellt von Global 2000.

 

23.05.2019

Südkorea, AKW Hanbit, Temperaturanstieg in Reaktor über 11 Stunden ignoriert

Am AKW Hanbit in Südkorea kam es im Reaktorblock 1 zu einer Alarmierung wegen Temperaturanstieg im Druckbehälter, dort, wo sich die Brennelemente befinden. Statt sofort eine Reaktorschnellabschaltung (Resa) einzuleiten, ließ man den Reaktor gestern noch 11 Stunden ungeachtet der zu hohen Temperaturn einfach weiterlaufen. Laut der Südkoreanischen Atomsicherheitsbehörde ist das nicht nur grob fahrlässig, sondern auch ein ganz klarer Verstoß gegen das Atomsicherheitsgesetz, so dass die Behörde die sofortige Abschaltung des Reaktors anordnete.

Nach der Ursache für den Temperaturanstieg im Reaktor werde laut den betreibenden Korea Hydro and Nuklear Company noch gesucht. Klar ist jedoch, dass der von der Betreibermannschaft ignorierte Temperaturanstieg durch aus in eine Nuklearkatastrophe hätte enden können!

Bereits am 10. Mai kam es, wie sich jetzt ebenfalls herausstellte, zu einem ähnlichen Vorfall, bei dem die Temperatur zu hoch war. Auch hier wurde der Reaktor nicht heruntergefahren.

Das AKW Hanbit an der Westküste Südkoreas besteht aus 6 DWR. Die störanfälligen Altreaktoren 1 und 2, die seit 1986 in Betrieb sind sollen jedoch erst 2026 abgeschaltet werden.

 

12.05.2019

AKW Leibstadt: Störfall mit Notabschaltung

Im schweizerischen AKW Leibstadt, Kanton Aargau an der deutschen Grenze ereignete sich heute Nacht um 2:16 Uhr ein erneuter Störfall mit Resa (notfallmäßige Reaktorschnellabschaltung). Grund hierfür ist wieder eine technische Störung an einem Vordruckregler. Der Störfall wurde mit „0“ in der INES-Skala eingestuft. Radioaktivität sei laut der schweizerischen Atombehörde ENSI nicht ausgetreten.

Bereits Ende April wurde der Reaktor wegen eines Störfalls mit gleicher Ursache notfallmäßig abgeschaltet. Laut des Betreibers KKL wurde die Störung jedoch behoben, so dass der Reaktor nach anderthalb Tage wieder hochgefahren worden ist.

Das AKW Leibstadt besteht einen SWR, aus dem Jahr 1984 mit bisher unbefristeter Laufzeit.

 

09.05.2019

Nordkorea: weitere Raketentests durchgeführt

Wie das südkoreanische Militär mitteilte, hat Nordkorea heute zwei Kurzstreckenraketen Richtung Osten abgefeuert, die dann ins Meer stürzten. Erst am vergangenen Wochenende hatte Nordkorea Testraketen abgefeuert (antiatom-fuku berichtete). Beobachter befürchten nun eine erneute Verschärfung im Nordkorea-Konflikt.

Siehe dazu auch den Artikel der Tagesschau online.

 

04.05.2019

Nordkorea hat erneut Raketen abgefeuert

Südkoreanischen Medien zufolge hat Nordkorea heute Morgen erneut Testraketen in Richtung Osten abgefeuert. Diese flogen 70 bis 200 km weit und stürzten dann ins Meer. Nach einer Ruhephase sind das nun die ersten Raketentests, die seit 2017 wieder durchgeführt worden sind. Japan sei laut dem japanischen Verteidigungsministerium nicht bedroht gewesen. Die südkoreanische Regierung vermutet, dass Pjöngjang als Reaktion auf die gescheiterten Gespräche zwischen Machthaber Kim Yong Un und Donald Trump, mit den Raketentests von heute Morgen ein Signal in Richtung USA senden wollte.

Bei einem Treffen beider Regierungen im Februar kam es zu keiner Einigung, da Nordkorea sein Atomprogramm weiterhin nicht, wie von den USA gefordert, beenden will (antiatom-fuku berichtete).

Siehe dazu auch den ausführlichen Bericht der Tagesschau online.

 

02.05.2019

Iran: Atomabkommen vor dem Aus?

Die USA verschärfen ihre Sanktionen gegen den Iran. Als Gegenreaktion könnte Teheran möglicherweise das Atomwaffenabkommen, das 2015 geschlossen worden ist, aufkündigen. Folglich wären keine internationalen Kontrollen mehr möglich, die die Entwicklung iranischer Atomwaffen nämlich unterbinden soll.

Siehe dazu den Bericht des ntv

 

26.04.2019

Tschernobyl – 33 Jahre nach der Reaktorkatastrophe

Die verheerende Explosion des Reaktors 4 am AKW Tschernobyl ereignete sich heute vor 33 Jahren. Die Folgen des Super-GAUs dauern bis heute an. Verstrahlte Gebiete, die weiterhin unbewohnbar sind, weitreichende gesundheitliche Probleme aufgrund der erhöhten Radioaktivität und Nahrungsmittel, die weiterhin hohe Cäsiumwerte aufweisen, sind ebenfalls absolut gegenwärtig.

Siehe dazu die beiden Videos „Tschernobyl: 33 Jahre nach dem verheerenden Super-Gau“ (Tagesschau.de) und „Tschernobyl und die Folgen: Besuch in der Sperrzone“ (Sputnik Deutschland).

 

05.04.2019

AKW Mochovce, Slowakei: Reaktor mit Löchern als “tickende Zeitbombe“

Die sich seit den 90er Jahren im Bau befindlichen Reaktoren 3 und 4 am slowakischen AKW Mochovce sollen im kommenden Sommer ans Netz gehen. Allerdings sind diese aufgrund der langen Bauzeit mit vielen Unterbrechungen technisch nicht nur veraltet, sondern haben auch gravierende Sicherheitsmängel. Denn der Stahl des Sicherheitsbehälters beider Reaktoren weist deutliche Qualitätsmängel auf, so dass dieser im Falle eines Erdbebens oder eines anderen Störfalls einreißen könnte.

Siehe dazu auch den Artikel der Tiroler Zeitung

Video: „Schwere Baumängel im AKW Mochovce 3“  Global 2000

 

20.03.2019

Österreich: illegal gelagerter Atommüll aufgetaucht

Auf dem Gelände einer Spedition im Österreich wurde ein Container mit radioaktiven Abfällen entdeckt, der dort illegal deponiert worden ist. Ähnliche Vorfälle, die als „Transnuklear-Skandal“ bekannt worden, gab es bereits in den 80er Jahren. Nun wurde wieder illegal gelagerte Atommüllfässer entdeckt, über dessen Inhalt man aufgrund fehlender Dokumente nicht genaueres weiß. Auch über die Anzahl der Fässer, sowie weiterer Lagerstätten gibt es bisher noch keine genauen Informationen.

Siehe dazu auch den Artikel von ausgestrahlt.

 

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