In Deutschland und dem Umland

16.09.2018

AKW Temelìn – Radioaktives Wasser in die Kanalisation gelangt

Im tschechischen AKW Temelìn ist es bereits am Freitag vergangener Woche zu einem Zwischenfall gekommen, der jedoch erst drei Tage später an die zuständigen Behörden gemeldet worden ist. Dabei wurden aus Versehen etwa 12 m³ radioaktives Wasser in die Abwasserkanalisation geleitet. Laut dem Betreiber ČEZ bestünde jedoch keine Gefahr für die Umwelt. Man sei auf solche Fälle sogar vorbetreitet, so die ČEZ. Die tschechische Atombehörde SUJB sieht das ebenfalls ziemlich gelassen und spricht von einem Mitarbeiterfehler, „der ja mal passieren kann“.  

Österreichische Behörden fordern nun eine lückenlose Aufklärung. Das ohnehin sehr störanfällige AKW Temelìn steht schon seit langem in der Kritik, zumal es auch nur 60 km von der süddeutschen und österreichischen Grenze entfernt ist.

                                               

                                                 27.08.2018

USA testet die sogenannte Allround-Atombombe B61-12

Nach US-Medien testete das Pentagon eine neue, technisch hochmoderne Serie kleiner Atombomben, also der sogenannten Allround-Atombombe B61-12.

Siehe dazu den Artikel und das Video der Telepolis.

 

 

21.07.2018

Russland treibt Entwicklung neuer Atomwaffen voran

Russlands Präsident Wladimir Putin treibt die Entwicklung neuer Atomwaffen massiv voran. Diese verfügen über eine Hochleitungstechnologie, so dass auch unter Wasser Ziele präzise angesteuert werden können. „Das Verhalten der USA mache solche Schritte notwendig“ so Putin.

Siehe dazu den Artikel und Video der Welt online.

 

Finnland, Brand am Kernkraftwerk Olkiluoto

Am Mittwoch dieser Woche geriet am AKW Olkiluoto ein Transformator in Brand. Der Reaktor 2 schaltete sich automatisch ab, der Reaktor 1 musste im Zuge der Reparaturarbeiten ebenfalls abgeschaltet werden. Radioaktivität sei wohl nicht ausgetreten, und für die Bevölkerung habe ebenfalls keine Gefahr bestanden, so die Verantwortlichen. Zur Brandursache gab es bisher noch keine Informationen.

 

01.07.2018

Verdacht geheimer Urananreicherung in Nordkorea

Nach Informationen der US-Geheimdienste, reichert Nordkorea, entgegen den jüngsten Bekundungen des Machthabers Kim Jong Un, wonach er das Atomwaffenprogramm zurückzufahren wollte, waffenfähiges Uran an. US-Geheimdienste berichten von geheimen Urananreicherungsanlagen, die gesichtet worden sind.

Somit stellt sich die Lage nun ganz anders dar, als im Treffen mit dem US-Präsidenten Donald Trump dargestellt. Darin wurde eine komplette Beendigung des Atomwaffenprogramms in Nordkorea vereinbart.

Siehe dazu den Bericht der DW online.

 

27.06.2018

Großbritannien: Regierung investiert vermehrt in Atomenergie

Obwohl mittlerweile im Vergleich zur Kernenergie sauberer Strom aus erneuerbarer Energie produziert werden kann, hält Großbritannien weiter am AKW-Ausbauprojekt Hinkley Point 3 fest, und treibt es sogar mithilfe der japanischen Atomfirma Hitachi voran.  

Siehe dazu die Zusammenfassung zur gegenwärtigen Energiepolitik Großbritanniens auf der HP der Windenergie Hamburg.

 

19.06.2018

SIPRI-Studie – Atomare Aufrüstung geht weiter

Nach einer aktuellen Studie der Friedensorganisation SIPRI, schreitet das atomare Wettrüsten weiter voran. Auch wenn die Gesamtzahl der Atomwaffen insgesamt reduziert wird, und somit der Eindruck eines weltweiten Abrüstens entsteht, darf man sich nicht darüber hinwegtäuschen lassen, dass die „modernen“ Atomwaffen wesentlich „wirkungsvoller“ geworden sind. Denn die Technologie der Atomwaffen wird immer weiter „verbessert“; also alles andere als Abrüstung.

Siehe dazu den Bericht der DW.

 

30.04.2018

Störfall AKW Doel, Reaktor 1, Leckage im Primärkreislauf

Im Reaktor 1 am AKW Doel, Belgien kam es, wie jedoch erst jetzt bekannt wurde, bereits in der vergangenen Woche zum Zwischenfall, bei dem radioaktives Wasser aus einer Leckage in einer Wasserleitung des zum Primärkreislauf gehörigen Notkühlsystems ausgetreten ist. Laut den Betreiber Electrabel und der belgischen Atomaufsichtsbehörde FANC bestehe angeblich keine Gefahr für Mensch und Umwelt.

Siehe dazu auch den Audiobericht vom WDR 2 Aachen

 

26.04.2018

Nordkorea, Atomwaffentestgelände: Mutmaßliche Havarie

Eine mögliche Erklärung für das plötzliche Einlenken Nordkoreas, das bisherige Atomprogramm zu beenden, könnte der Einsturz eines ausgehöhlten Bergs auf dem Atomwaffentestgelände im nordöstlichen Teil Nordkoreas sein.      

Erst in der vergangenen Woche kündigte Machthaber Kim Jong Un überraschend an, dass er sein Atomprogramm beenden wolle. „Die Tests sein erfolgreich abgeschlossen“ (antiatom-fuku berichtete).

Wie jetzt erst bekannt wurde, ist das nukleare Testgelände, also der Berg mit seinem Tummelsystem, infolge der Erschütterungen durch die Atomtests möglichen weise schon im September 2017 eingestürzt.

Siehe dazu auch den ausführlichen Artikel des Nachrichtensenders ntv.

 

21.04.2018

Nordkorea: Fragliches Ende des Atomprogramms

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un kündigt die Beendigung des Atomwaffenprogramms an. „Die Tests sein abgeschlossen“. Ein plötzlicher Sinneswandel des Machthabers ist es eher nicht, wahrscheinlich die immer schärferen Sanktionen, die aufgrund weiterer Raketentests und Drohungen in der Vergangenheit verhängt worden sind. Denn vom Rückbau der Atomwaffenbestände ist nämlich nicht die Rede.

Siehe dazu den ausführlichen Artikel der DW online.

 

25.03.2018

Atomwaffen Nordkorea – Trump will sich mit Kim Jong Un treffen

US-Präsident Donald Trump will sich in Kürze mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un treffen, und über ein mögliches Ende des nordkoreanischen Atomprogramms verhandeln. Ob das gelingt, ist laut dem Nordkorea-Experten Gerhard Mangott jedoch eher unwahrscheinlich. Ein Scheitern der Verhandlungen könnte sogar einen Atomkrieg auslösen.

Mehr dazu im Artikel der Web.de.

 

05.03.2018

IAEA warnt die USA vor Beendigung des Atomabkommens mit Iran

Direkt zur Eröffnung des Gouverneursrats, der heute in Wien begann, warnte die IAEA den US-Präsidenten Donald Trump vor eine eventuelle Beendigung des Atomabkommens mit dem Iran. Denn somit wäre eine Überwachung Irans bezüglich des nuklearen Materials äußerst schwierig. Das im Januar 2016 in Kraft gesetzte Atomabkommen sah für den Iran strenge Auflagen zur Nutzung der Atomkraft für mindestens zehn Jahre vor. Nun erwägen die USA jedoch eine Aufkündigung des Abkommens.

Der Iran verfügt über zahllose Zentrifugen zur Herstellung von waffenfähigen hochangereichertem Uran und einem Plutoniumreaktor am AKW Arak.

Siehe auch den Artikel der wallstreet-online.

 

01.02.2018

AKW Tihange – gefährlicher als bisher angenommen

Bisher unveröffentlichte Dokumente der belgischen Atomaufsicht FANC, die nun verschiedenen Medien vorliegen, zeigen, dass es zwischen 2013 und 2015 acht sogenannte „Precursor“ am Reaktor 1, AKW Tihange gegeben hat. Bei diesen Vorfällen handelt es sich um mögliche Vorboten für gravierende Schäden im Reaktor, die ggf. zu einer Nuklearkatastrophe führen könnten.

Bisher galt immer der Reaktor 2, aufgrund seiner zahllosen Haarrisse als erhöhtes Sicherheitsrisiko. Nun stellt sich aber heraus, dass Reaktor 1 möglicherweise noch gefährlicher ist.

Dazu mehr im ARD-Magazin „Monitor“ heute Abend um 21:45 Uhr, bzw. in der Mediathek der ARD.

 

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