In Deutschland und dem Umland

12.11.2020

Iran: nicht deklarierter Atomstandort, IAEA verlangt Aufklärung

In einer Einrichtung, die nicht als Atomstandort deklariert wurden ist, wurden Uranteilchen gefunden. Erklärungsversuche seitens der iranischen Regierung sind jedoch unglaubwürdig, so die IAEA.  

Siehe dazu den Bericht der DW online.

 

02.11.2020

Hafen Nordenham: Castoren aus Sellafield angekommen

Heute ist das Schiff mit den 6 Castoren aus Sellafield im Hafen Nordenham eingelaufen. Die Castoren sollen nun über den Schienenweg zum Zwischenlager am AKW Biblis transportiert werden. Der Castortransport wurde zunächst wegen der Coronapandemie verschoben (antiatom-fuku berichtete).

Siehe dazu den Bericht und das Video des NDR.

26.10.2020

Klimawandel als Argument für den Fortbestand der AKWs?

Die Zeit drängt. Deutschland hat sich beim Kampf gegen den Klimawandel viel vorgenommen und will die CO2-Emmission deutlich senken. Wäre es da nicht sinnvoll an der Kernenergie festzuhalten? Dieser Frage, dessen Antwort ganz klar „nein“ lautet, ist der Nachrichtensender ntv in seinem Artikel „Kernenergie gegen Klimawandel - Wäre es klüger, bei Atomkraft zu bleiben?“ einmal genau nachgegangen.

 

20.10.2020

Castor-Transport durch Deutschland wegen „Corona“ ggf. abgesagt

Für Ende dieses Monats ist der Transport von 6 Castoren von Niedersachsen nach Bayern geplant, also einmal quer durch Deutschland. Hier sollen abgebrannte Brennelemente zum Zwischenlager am AKW Biblis transportiert werden.

Unter Atomkraftgegner sind solch gefährliche Atommülltransporte bei fehlendem Endlager, also nur eine Verschiebung von Zwischenlager zu Zwischenlager ohnehin nicht vertretbar. Nun kann es jedoch sein, dass die Transporte möglicherweise wieder abgesagt werden. Grund dafür sind jedoch nicht die nuklearen Gefahren, sondern die wieder deutlich ansteigenden Coronazahlen.

Siehe dazu Artikel und Video des NDR.

 

28.09.2020

Deutschland, Zwischenbericht für Endlagersuche liegt vor

Laut dem Zwischenbericht, den die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) heute Vormittag vorstellte, haben 90 Gebiete in Deutschland, bzw. 54% der Landesfläche günstige geologische Voraussetzungen für ein mögliches Atommüllendlager. Auch wenn die Vorgehensweise der BGE teilweise umstritten ist, ist man dort aber zumindest zu der Einsicht gekommen, dass sich der über viele Jahre favorisierte Salzstock Gorleben nicht als Endlager eignet. Gorleben war quasi schon vor vielen Jahren als Endlager vorgesehen, entsprechende Umbauarbeiten liefen bereits, allerdings hatten unabhängige Experten schon mehrfach belegt, dass der Salzstock Gorleben geologisch unsicher ist, was in der Politik jedoch über viele unterschiedliche Bundesregierungen hinweg dementiert worden ist.

„Die geologischen Voraussetzungen sein in Deutschland sehr günstig, so dass man einen sicheren Standort mit allen nötigen Voraussetzungen finden wird“, so ein Sprecher der BGE. Das bedeutet jedoch noch keine konkrete Standortauswahl. Als nächster Schritt werden nun die sogenannten möglichen Gebiete untersucht und weiter eingegrenzt. Bis 2031 soll dann ein Standort gefunden sein und ab 2050 der erste Atommüll unterirdisch eingelagert werden.

Siehe dazu auch den Bericht und Video der Tagesschau online.

 

27.09.2020

„Mögliche“ Standorte für Atommüllendlager in Deutschland

Nach dem die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) über drei Jahre hinweg ein Konzept erarbeitet hat, soll am morgigen Montag nun bekannt gegeben werden, welche Gebiete sich für ein Atommüllendlager „eignen“ würden.

Siehe dazu den Artikel von Spiegel Wissenschaft online.

 

05.09.2020

Iran besitzt 8 Mal mehr Uran als laut Vertrag erlaubt

Nach Informationen der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA verfügt die Islamische Republik Iran über acht Mal so viel angereichertes Uran, als im Atomabkommen von 2015 als maximale Höchstmenge „vereinbart“. Dem entsprechend ist die internationale Gemeinschaft nun sehr besorgt, zumal die Regierung in Teheran auch keine Kontrollen durch die IAEA zulässt.

Siehe dazu den Artikel der DW

 

21.08.2020

US-Bericht: Nordkorea besitzt neben Atom- auch Chemie- und Biowaffen

Nach einem Bericht des US-Verteidigungsministeriums verfüge Nordkorea aktuell über knapp 60 Nuklearwaffen und ein großes Chemiewaffenarsenal, sogar dem drittgrößten der Welt. Darunter auch Biowaffen, wie dem Milzbranderreger, der als Waffe eingesetzt flächendeckend Leute auslöschen kann.

Siehe dazu den Bericht des KBS World Radio.

 

04.08.2020

Nordkorea verfügt wahrscheinlich über neuentwickelte Atomsprengköpfe

Aktuellen UN-Berichten zufolge, wird sehr stark vermutet, dass Nordkorea über neuentwickelte Atomsprengköpfe verfügt, die auch problemlos auf ballistische Raketen transportiert werden können.

Trotz der internationalen Sanktionen setzt Machthaber Kim Jong Un sein Atomprogramm fort.

Siehe dazu den ausführlichen Artikel der Tagesschau online.

 

13.07.2020

AKW Neckarwestheim, Reaktor 2 – sicherheitsrelevante Schäden!

Im Reaktorblock 2 am AKW Neckarwestheim, der sich zurzeit in der jährlichen Revision befindet, wurden, wie von unabhängigen Experten bereits vermutet, erneut Korrosionsschäden an den Heizrohren der Dampferzeuger festgestellt. Bei sieben Rohrleitungen handelt es sich sogar um sicherheitsrelevante Schäden! 19 weitere Rohre hingegen weisen „nur“ kleinere Korrosionsschäden auf.

Die sieben stark korrodierten Rohre wurden außer Betrieb genommen. „Im Vergleich zum Vorjahr die Anzahl der schadhaften Rohrleitungen der Dampferzeuger deutlich abgenommen, so dass der Reaktor weiterhin sicher betrieben werden könne“, so die betreibende EnBW.

 

30.06.2020

Geschafft! AKW Fessenheim endgültig vom Netz

Das in die Jahre gekommene französische AKW Fessenheim, das direkt an der deutschen Grenze liegt, ist nun nach 43 Jahren endgültig vom Netz. Der Reaktor 2, wurde heute Nacht heruntergefahren, Reaktor 1 ist schon seit Februar vom Netz.

Das AKW geriet schon mehrfach wegen verschiedener Störfälle in die Kritik, zuletzt bei einem Zwischenfall 2014, der durchaus als Super-GAU hätte enden können.

Siehe auch den Artikel der DW.

25.05.2020

AKW Neckarwestheim, Reaktor 2 – Sicherheitsmängel durch Risse

Schon seit mehreren Jahren stehen die EnBW, die das AKW Neckarwestheim betreiben, wegen der zahllosen Risse in den Rohrleitungen der Dampferzeuger von Reaktor 2 in der Kritik. Bisher wurden diese bei der jährlichen Revision immer nur ausgebessert, bzw. geflickt, aber nie ausgetauscht.

Unabhängige Experten befürchten jedoch, dass genau diese maroden Rohre im laufenden Betrieb bersten und somit einen Super-GAU herbeiführen könnten, so dass nun mehrere Antiatomorganisationen von der Baden-Württembergischen Landesregierung fordern, dass die betroffenen Rohre entweder ausgetauscht werden sollen, bzw. der Reaktor nach Beendigung der laufenden Revision nicht wieder hochgefahren werden darf.

Der Reaktor 2, ein DWR, der 1989 in Betrieb ging, ist zurzeit zwecks jährlicher Revision vom Netz. Der Reaktor 1, ebenfalls ein DWR, der seit 1976 am Netz war, wurde im März 2011 stillgelegt. Der Reaktor 2 hingegen darf jedoch noch bis Ende 2022 betrieben werden.

Siehe dazu auch den Artikel und Video des SWR.

 

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