Messprotokolle 2014

Messprotokoll vom 13.02.2014

Die Strahlenmessung erfolgte in der Stadt Iwaki, 40 km, im Ort Hisanohama, und im Ort Hirono, der nur 20 km vom AKW Fukushima dai ichi entfernt liegt. Die gemessenen Strahlenwerte weisen im Schnitt eine deutliche Tendenz nach oben auf, je näher man zum AKW kommt. Teilweise sogar bis 0,65µS/h bei 10 cm Schnee. Anmerkung: Eine geschlossene Schneedecke schirmt die Strahlung, die vom Boden her kommt zum Teil ab, so dass die Messwerte dem entsprechend niedriger ausfallen.  

 

Messprotokoll vom 17.02.2014

Die Strahlenmessung erfolgte in der Stadt Kōriyama (55 km vom AKW Fukushima dai ichi) am Hauptbahnhof, an Schulen und Kindergärten. Kōriyama liegt genauso wie Fukushima-City auf einer wichtigen Shinkansen-Strecke.

Die durchschnittlichen Strahlenwerte liegen bei 0,20 bis 0,29µSv/h in 1m Höhe. Im Vergleich zu den fest installierten Messsonden liegen deutliche Abweichungen vor. Überall eine geschlossene Schneedecke von 20 bis 30 cm. Die Wege wurden nur stellenweise und sehr notdürftig geräumt (ist in Japan nicht verpflichtend). Die geschlossene Schneedecke schirmt die Strahlung, die vom Boden her kommt zum Teil ab, so dass die Messwerte dem entsprechend niedriger ausfallen.

Eine Stichprobe (0,18µSv/h) in der Stadt Utsunomiya, 140 km vom AKW und weitere Messungen in Tokyo bei 10 cm Schnee, ergaben Werte von 0,08 bis 0,13µSv/h.   

Messprotokoll vom 19.02.2014

Die Stadt Shizuoka liegt 350 km südlich vom havarierten AKW Fukushima dai ichi entfernt. Die Region Shizuoka war schon in früherer Zeit sehr berühmt für den Anbau von grünen Tee. Die Ernte von 2011 war jedoch komplett hinüber und musste verworfen werden. Denn in den ersten Tagen der Reaktorkatastrophe zog auch dort die radioaktive Wolke hinweg und hinterließ ihre Spuren. Die gemessenen Strahlenwerte in der Stadt Shizuoka liegen im Schnitt bei 0,12 bis 0,15µSv/h. Am Fluss Abe zum Teil sogar bis 0,20µSv/h. Die behördlichen Messwerte (online abrufbar) lagen zum Protokollierungszeitpunkt bei etwa 0,045µSv/h.  

Messprotokoll vom 20.02.2014

Die Strahlenmessung erfolgte in Fukushima-City am Hauptbahnhof, an Schulen, Kindergärten, im Wohnviertel Watari und am Fluss Abukuma. Das Komu Komu Center ist eine große Kindertagesstätte in der Nähe des Hauptbahnhofes. Die durchschnittlichen Strahlenwerte liegen bei 0,28 bis 0,50µSv/h. Im Vergleich zu den fest installierten Messsonden liegen deutliche Abweichungen vor. Überall eine geschlossene Schneedecke von 20 bis 40 cm. Die Wege wurden nur stellenweise und sehr notdürftig geräumt (ist in Japan nicht verpflichtend). Die geschlossene Schneedecke schirmt die Strahlung, die vom Boden her kommt zum Teil ab, so dass die Messwerte dem entsprechend niedriger ausfallen.  

Messprotokoll vom 06.10.2014

Die Strahlenmessung erfolgte im Wohngebiet Tokyo Asagaya, Tokyo Ogikubo, was sehr zentral liegt und in Tokyo Shinjuku, eines der Stadtzentren von Tokyo. Tokyo liegt 230 km südlich vom havarierten AKW Fukushima dai ichi. Abgesehen von der festinstallierten Messsonde, die sich im Ortsteil Ogikubo befindet und stets einen Wert von durchschnittlich 0,032µSv/h anzeigt, liegen die Werte im Durchschnitt bei 0,14 bis 0,16µSv/h in 1 m Höhe. Im Gestrüpp teilweise bei 0,20µSv/h. Die o.g. Messsonde in Ogikubo hat kein Display und kann nur Online abgelesen werden.

Messprotokoll vom 08.10.2014

Die Strahlenmessung erfolgte in Tatsuta, was innerhalb der 20-km-Sperrzone des havariertem AKWs Fukushima dai ichi liegt. Tatsuta wurde im Sommer 2014 zur Wiederbesiedelung freigegeben (s. dazu auch den Fukushima heute Bericht von Oktober 2014).

Messprotokoll vom 12.10.2014

Die Strahlenmessung erfolgte in Tokai (Tokaimura), 120 km nördlich von Tokyo. 1999 geriet Tokai sogar bis nach Deutschland in die Schlagzeilen, als sich der Kritikalitätsunfall in der Urananreicherungsanlage JCO ereignete. Dabei wurden drei Arbeiter verstrahlt, die dann in den folgenden Wochen qualvoll an einer schweren Strahlenkrankheit starben.

Tokai ist eine regelrechte Atomstadt mit AKW, Kernforschungszentrum, Urananreicherungsanlage und Zwischenlager für Atommüll.  

Die zum Teil recht hohen Strahlenwerte könnten durchaus auch im Zusammenhang mit dem damals abgelaufenen Kritikalitätsunfall stehen. Natürlich ist hier auch das havarierte AKW Fukushima dai ichi, was nur 110 km nördlich von Tokai liegt für den Anstieg der Strahlung verantwortlich.  

 

Messprotokoll vom 15.10.2014

Die Strahlenmessungen erfolgten in Fukushima-City und in Matsukawa bei Nihonmatsu, Präfektur Fukushima.

Mitten in der Stadt, auf der Straße, an Schulen und Kindergärten herrscht zum Teil eine hohe Radioaktivität, die mit der Gesundheit nicht mehr vereinbar ist.

Der ländliche Ort Matsukawa bei Nihonmatsu lebte vor allem durch die Landwirtschaft, wie Obst- und Gemüseanbau. Der Ertrag ging in alle Teile Japans. Denn die Präfektur Fukushima galt bis zur Reaktorkatastrophe als das fruchtbarste Gebiet in Japan. Jetzt allerdings sind all die appetitlich aussehenden Früchte, vor allem die zahlreichen Kakibäume nicht mehr genießbar. Siehe dazu auch den Fukushima Heute Bericht von Oktober 2014.