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Die Atompolitik in Japan

Trotz Reaktorkatastrophe im eigenem Lande und der fehlenden Notwendigkeit für Atomstrom, will die japanische Regierung an der Kernenergie festhalten und einige AKWs wieder ans Netz nehmen.

Seit September 2013, als der letzte Reaktor vom Netz ging, ist Japan frei von Atomstrom, ohne das es zum Blackout gekommen ist. Die Stromversorgung ist gewährleistet. Die erneuerbaren Energien sind auf den Vormarsch. Und würde die Regierung die erneuerbaren Energien besser unterstützen, wäre diese auch schon viel weiter ausgebaut und der Rohstoffimport wäre mittlerweile auch deutlich geringer.

Denn Japan braucht, wie sich jetzt gezeigt hat, keine AKWs!!

Japan, was als rohstoffarm gilt, hat wesentlich mehr Potential für erneuerbare Energien als man glauben mag.

Die Reaktorkatastrophe und ihre Folgen werden von der Regierung herunter gespielt. Eine freie Berichterstattung durch die Medien wird durch das neue Geheimhaltungsgesetz, was seit 2014 in Kraft getreten ist, deutlich eingeschränkt. Pannen am havariertem AKW Fukushima dai ichi können somit auch besser verschleiert werden.

Der öffentlich rechtliche Fernsehsender NHK steht schon seit Ewigkeiten unter dem Pantoffel der Atomlobby und der Regierung. Von daher war der Aufschrei groß, als kurz nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima, in einer Nachrichtensendung das Wort ,,Kernschmelze" benutzt worden ist . . . Zumal zu diesem Zeitpunkt noch krampfhaft versucht worden ist, die dreifache Kernschmelze und die Gefahr aus dem Abklingbecken von Reaktor 4 zu verheimlichen.

Auch einige große Tageszeitungen, wie z.B. die Yumiuri Shinbun, berichten stets atomlobbyistengerecht und helfen sogar mit Gehirnwäsche zu betreiben.

Die Wiederinbetriebnahme der AKWs dient nur einer militärischen Stärke, zwecks rascher Bereitstellung von Atomwaffen, damit die japanische Regierung im ostasiatischen Raum, vor allem gegenüber Nordkorea und China die Muskeln spielen lassen kann.

Passend hinzu kommt auch noch die Änderung im Artikel 9 des Militärgesetzes, so dass Japan, nicht nur wie bisher im Falle einer notwendigen Verteidigung bei einem Angriff aktiv werden darf. Das ist eine Gesetzesänderung, die zu Ungunsten des Friedens ausfällt.