Sayonara Genpatsu Düsseldorf und antiatom-fuku

Atomkraftfreie Welt – Sayonara Genpatsu Düsseldorf e.V.

 

Atomkraftfreie Welt – Sayonara Genpatsu Düsseldorf e.V., 2012 - 2018

Unsere japanische Gruppe „Atomkraftfreie Welt – Sayonara Genpatsu Düsseldorf e.V.“ bestand bis zum Frühjahr 2018. Nach gravierenden Veränderungen kann die Gruppe in der bisherigen Form nicht mehr weitergeführt werden. Wir, einige ehemalige Mitglieder sind jedoch weiterhin gegen Atomkraft in Japan und weltweit aktiv.

Unser Leitbild in 6 Jahren „Sayonara Genpatsu Düsseldorf“

Der Kampf mit der Atomlobby und der Regierung für einen sofortigen Atomausstieg in Japan geht weiter. Und während die Anwohner in der Präfektur Fukushima weiterhin auf die noch ausstehende Entschädigung von Tepco, dem Bertreiber des havarierten AKWs Fukushima Daiichi warten, boxte die Regierung im Juli 2012 aus Profitgründen den Neustart zweier Reaktoren am AKW Ōi durch.

Die Antiatom-Proteste in Japan sind weiterhin sehr massiv und finden u.a. auch regelmäßig jeden Freitag im Regierungsviertel in Tokyo statt.

Langsam kann die japanische Regierung das alles nicht mehr ignorieren und lenkte nun ein kleines bisschen ein, indem das Thema Atomausstieg nun in der Politik offiziell geworden ist. Allerdings ist der Atomausstieg erst für 2040 geplant. Bis dahin sollen alle AKWs die den Pseudo-Stresstest bestanden haben, weiterlaufen. Stand: 09/2012.

Die Gefahren durch Erdbeben, aktive geologische Verwerfungen, Tsunami und den allgemeinen Gefahren der Kernkraft werden weiterhin verharmlost.

Nach all den Schauermärchen und Geschichten vertraut kaum noch einer der Regierung in Japan, die sich mit dem späten Atomausstieg im Jahre 2040 einige Hintertürchen für den Fortbestand der Kernenergie offenlässt. Stand: 10/2012.

Die jetzige Regierung unter Shinzo Abe (LDP), die seit Dezember 2012 im Amt ist, hat den Atomausstiegsbeschluss der Vorgängerregierung rückgängig gemacht und will die Kernkraft sogar weiter ausbauen.

Anstatt das man aus den Konsequenzen der Reaktorkatastrophe in Fukushima lernt, sollen nur die Atomkonzerne, Aktien, der Staat etc. auf Kosten der Steuerzahler saniert werden. Die Probleme und Folgen der erhöhten Radioaktivität wollen die Politiker gerne unter dem Tisch kehren und bemühen sich um Normalität in der Präfektur Fukushima. Stand: 06/2013.

Leider hat darunter auch die Anti-AKW-Bewegung gelitten, dessen Zulauf in den letzten 6 Monaten nachgelassen hat. Sehr viele Leute lassen sich von Ministerpräsidenten Abe, der die Wirtschaft wieder in Schwung bringen, die Deflation des starken Yens eindämmen will und einiges verspricht, was dem Bürger zu Gute kommen soll, ziemlich leicht um den Finger wickeln. Stand: 06/2013.

Dadurch wird das Atom-Problem jedoch nur in den Hintergrund gedrängt. Es ist also nur eine Frage der Zeit, wie lange die künstliche „Ent-Deflation’’ des Yens und der wirtschaftliche Aufschwung überhaupt aufrechterhalten werden kann und wer da letztendlich auf der Strecke bleibt.

Noch immer leben sehr viele Leute, darunter zahlreiche Kinder in „leichtgradig“ verstrahlten Gebieten. Die Dekontaminationsversuche in der Präfektur Fukushima sind eher ineffektiv und der Zustand am AKW Fukushima Daiichi ist immer noch kritisch.

Die Städte Fukushima, EW 290 000 und Koriyama, EW 350 000 (Stand: 04/2011) weisen eine ODL* von derzeit 0,450 - 0,800 µSv/h im Schnitt auf

(Stand: 09/2012), und gelten somit als „leichtgradig“ verstrahlt. Gesundheitliche Folgen, vor allem bei Kindern sind somit schon vorprogrammiert.

Diese Problematik wird jedoch durch internationale Studien verharmlost und klein geredet.

Im Februar 2013 wurde dazu eine Studie der WHO über die gesundheitlichen Folgen durch die erhöhte Radioaktivität in der Präfektur Fukushima veröffentlicht, die zum Ergebnis kommt, dass alles „nicht so dramatisch ist“ wie die Leute denken. Und im Herbst folgt eine noch ausführlichere Studie der Unscear, die das alles noch einmal belegt.

Beide Studien, die mithilfe der Atomlobby erstellt worden sind, werden durch unabhängige Experten zu Recht kritisiert. Stand: 06/2013).

Das ist alles nicht mehr hinnehmbar und wir fordern den sofortigen Atomausstieg in Japan, das nachweislich ohne Atomstrom zurechtkommt.

Daraus entstand unsere Antiatom-Gruppe ,,Atomkraftfreie Welt – Sayonara Genpatsu Düsseldorf e.V.’’, die im Juli 2012 durch eine Hand voll in Düsseldorf lebender Japaner ins Leben gerufen wurde.

Denn um die Atomlobby weiterhin weich zu klopfen, benötigt die japanische Regierung auch Druck aus dem Ausland. Durch unsere Gruppe haben die in Deutschland lebenden Japaner und die deutschen Japan-Liebhaber die Möglichkeit die Antiatom-Proteste, die in Japan vor Ort laufen, tatkräftig zu unterstützen.

Somit wird Japan auch Vorreiter für Deutschland und den Rest der Welt!

Denn der schnellste Atomausstieg innerhalb von nur 14 Monaten war schon quasi vollzogen, wenn die Regierung im Juli 2012 durch die unnötige Wiederinbetriebnahme zweier Reaktoren nicht alles wieder kaputt gemacht hätte und ein bisschen mehr hinter ihrem japanischen Volk stehen würde.

Weitere japanbezogene Antiatom-Gruppen gibt es auch in Berlin, England und Frankreich.

Während die Ukraine und alle anderen kernenergiebetreibenden Länder aus dem GAU im AKW Tschernobyl quasi gar nichts gelernt haben, sollte zumindest nach dem GAU im AKW Fukushima Daiichi das große Erwachen kommen.

                         Denn Sicherheit ist nicht verhandelbar!

 

*ODL= Ortsdosisleistung ist der gemessene Wert der radioaktiven Strahlung an einem bestimmten Ort. Gemessen wird in µSv/h (Mikro Sievert pro Stunde)

 

Stand: 06/2018

 

 

Die Artikel „Aktuelles" (1 bis 2-monatliche Berichte zu Fukushima und Atompolitik)

Die Artikel „Aktuelles“, die wie alle anderen Artikel und Berichte, aufgrund der  „Nichtöffentlichmachung" der Homepage „Sayonara Genpatsu Düsseldorf“ nicht mehr eingesehen werden können, sind ab sofort hier auf antiatom-fuku zu finden. Die „Nichtöffentlichmachung" der HP „Sayonara Genpatsu Düsseldorf" wurde Mitte Juni 2018 durch den gegenwärtigen Vorstand getätigt. Das bedeutet, dass der Inhalt der HP ab sofort nur noch nach Eingabe eines Passwortes eingesehen werden kann. Warum sich der Vorstand zu diesem Schritt entschloss, ist uns jedoch völlig unklar.  

Aktuelles 2016 bis 2018

 

Anmerkung zu den Artikeln „Aktuelles“

Da die Homepage der Sayonara Genpatsu nun nicht mehr zugänglich ist, haben wir die Artikel, die unter „Aktuelles“ zu finden gewesen sind, hier auf antiatom-fuku eingefügt. Alle „Aktuelles-Berichte“ und die dazugehörigen Bilder sind Eigentum von antiatom-fuku. Diese Berichte wurden alle durch Petra Alt, antiatom-fuku erstellt und für den Gebrauch beider Homepages (antiatom-fuku und Sayonara Genpatsu Düsseldorf) zur Verfügung gestellt.

Da keine anderen Vereinbarungen mit dem damaligen, bzw. jetzigen Vorstand der Sayonara Genpatsu Düsseldorf getroffen worden sind, bleiben die Artikel „Aktuelles“ Eigentum der antiatom-fuku und dürfen somit von der Homepage der Sayonara Genpatsu „übernommen“ werden.  

 

Demo zum Fukushima Jahrestag 2015 in Düsseldorf. Bild: SGD
Regenschirm ,,Fukushima mahnt". Bild: aaa-West
Demo Fukushima Jahrestag 2015 in Düsseldorf. Bild: AF

Die Sonnenblumenaktion 2012

Unsere erste Antiatomaktion in Düsseldorf. Sonnenblumen an der Rheinbrücke, die dann nach alter japanischer Tradition, stellvertretend für Dinge, die sich nicht mehr wiederholen dürfen in den Fluss geschmissen werden. In diesem Fall ist es die Atomkraft, die verworfen werden soll, bzw. der Atomunfall von Fukushima, der sich nicht wiederholen darf.