antiatom-fuku

antiatom-fuku stellt sich vor

In einem hochentwickelten Land, wo man auch in kerntechnischen Anlagen höchste Sicherheit erwarten würde, ist es im März 2011 zum Super-GAU gekommen.

Etwas, was undenkbar erschien, bzw. der Bevölkerung als unmöglich einsuggeriert worden ist, ist eingetreten; womit die Gefährlichkeit der Kernenergie wieder einmal bestätigt worden ist!

 

Tschernobyl hätte schon als letzte Warnung gelten sollen. Ab da hätte schon Schluss sein müssen mit der gefährlichen Kernenergie! Aber auch die Warnung aus Fukushima, die selbst durch die japanische Regierung fleißig heruntergespielt wird, hindert viele Länder nicht an den Einstieg in die Kernenergie bzw. an den Weiterbetrieb kerntechnischer Anlagen.

 

Weite Landstriche in Fukushima sind verstrahlt, das havarierte AKW ist immer noch instabil und die Langzeitfolgen der Katastrophe sind noch nicht absehbar. Die Bevölkerung in Fukushima wird von der Regierung alleine gelassen, steht vor massiven wirtschaftlichen Schwierigkeiten und ist der hohen Strahlenbelastung ausgesetzt.

 

Zudem sind in Sachen Kernenergie noch sehr viele Informationsdefizite in der weltweiten Bevölkerung vorhanden, so dass der Eindruck entsteht ,,die Kernenergie sei weitgehend sicher''. 

Daraus entstand die Idee für Antiatom-fuku, einer privaten Initiative, die ehrenamtlich ,,betrieben" wird. Denn die Zustände in Japan sind nicht hinnehmbar, Fukushima darf nicht in Vergessenheit geraten und benötigt weiterhin Hilfe von Außen.

 

Antiatom-fuku wägt das Für und Wider der Kernenergie ab, informiert über dessen Risiken und Folgen, bietet interessante Hintergrundinformationen und berichtet über sehr brisante Zwischenfälle in AKWs und in weiteren kerntechnischen Anlagen, die in der Öffentlichkeit eher weniger bekannt sind.

 

Mit aktuellen Informationen aus den japanischen Nachrichten berichtet Antiatom-fuku

regelmäßig über die Zustände im AKW Fukushima dai ichi und in der Präfektur Fukushima; sowie über die Probleme mit der Strahlenbelastung, dem atompolitischen Procedere der Regierung uvm. Dazu gibt es noch Auszüge aus atombezogenen Nachrichten, die sich in Deutschland und dem Umland ereignen.

 

Anhand der aufgezeigten Strahlenmesswerte, die auch als Echtzeitmesswert für Japan abgerufen werden können, gibt Antiatom-fuku eine Vergleichsmöglichkeit zu Deutschland. Zudem bietet Antiatom-fuku eine Zusammenstellung an wertvollen Informationen über die gesundheitlichen Gefahren, die nicht nur durch hohe Strahlendosen, sondern auch schon durch Niedrigstrahlung zu befürchten sind.

 

Durch die Insider-Berichte von  Anwohnern und  AKW-Mitarbeitern, auch der sogenannten ,,Wegwerfarbeiter“ bietet Antiatom-fuku ein genaueres Bild über die Menschen, die mit den Hinterlassenschaften, die der AKW-GAU mit sich bringt, kämpfen müssen.

 

Neben interessanten und informativen Buch-Tipps und Video-Links weist Antiatom-fuku auf Vorträge, Veranstaltungen, mit denen Fukushima unterstützt wird, sowie auf Antiatom-Veranstaltungen und Demos hin.

 

Antiatom-fuku kooperiert mit japanischen Gruppen und stellt Hilfsorganisationen (NPO) vor, die die Betroffenen vor Ort genau dort unterstützen, wo es am nötigsten ist. Vor allem die Schwächsten, d.h. die Kinder, die jetzt unverschuldet in einem verstrahlten Umfeld leben müssen.

 

 

Ziele

Antiatom-fuku hat sich zum Ziel gesetzt, objektiv über das Für und Wider der Kernenergie,

dessen Gefahren und die bereits eingetretenen Folgen der Kerntechnik/Kernenergie  zu informieren; und zwar ohne in eine bestimmte politische Richtung zu lenken.

 

Japan, vor allem die betroffenen Bevölkerung im Landkreis Fukushima zu unterstützen. D.h.: Bekanntmachung und Unterstützung lokaler Organisationen durch Antiatom-fuku, die Hilfe vor Ort leisten, z.B. die Organisation von Erholungsreisen für Kinder, die in den verstrahlten Gebieten leben müssen.

 

Antiatom-fuku möchte eine kritische Haltung gegenüber der Kernenergie in Deutschland und Japan zu stärken.

Denn Sicherheit ist nicht verhandelbar!

Dazu leistet Antiatom-fuku Aufklärungsarbeit, z.B. die Widerlegung verschiedener Thesen der Atomlobby, wie etwa ,,die bald nötig werdenden Stromimporte aus dem Ausland aufgrund der abgeschalteten AKWs".

 

Sicherheit ist nicht verhandelbar

Wenn sich ein Medikament nach Markteinführung in der breiten Anwendung als gefährlich erweist, oder sogar Todesfälle aufgrund der Nebenwirkungen auftreten, ist es sofort wieder vom Markt verschwunden. Es wird sofort verboten!
Wäre das Atomgesetz genauso streng wie das Arzneimittelgesetz, dann wäre spätestens seit 1986/1987 kein einziges AKW mehr am Netz!
Aber da die Atomlobby sehr mächtig ist und die Politiker, auch diejenigen die den Atomausstieg eigentlich forcieren wollten, sehr gut im Griff hat, steht das finanzielle Outcome der Stromkonzerne weit vor der Sicherheit der Bevölkerung.

Man tut sich also keinen Gefallen damit, wenn man „beim nächsten Mal“ eine Partei wählt, die den Atomausstieg zwar lautstark propagiert und eine wunderbar klingende Energiepolitik verspricht, sich aber selber nicht daranhält, und wohl möglich auch bei all den anderen wichtigen Themen, wie z.B. „innere Sicherheit“ oder „Wirtschaft“, eine eher verantwortungslose Politik vertritt.

Beim Atomausstieg und Energiewende müssen wir alle aktiv bleiben und die erneuerbare Energie vorantreiben! Siehe hierzu auch „Alternativen zum Atomstrom“.

Atomkatastrophen werden heruntergespielt bzw. verheimlicht. Z.B. AKW Tschernobyl, worauf man erst aufmerksam wurde, als in Schweden erhöhte radioaktive Strahlung gemessen wurde, die nicht aus dem eigenen AKW hervor ging.

Die nahe des AKWs Tschernobyl gelegene Stadt Pripyat wurde erst verspätet evakuiert. Nach der Explosion brannte der Reaktor 4 im AKW Tschernobyl 10 Tage lang lichterloh. Die radioaktive Wolke zog über Europa. Nur Spanien und Portugal wurden „ausgelassen".

So mancher Waldboden in Bayern ist bis heute noch mit Cäsium137 und anderen radioaktiven Substanzen belastet.

Eine abschreckende Wirkung zeigte die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl jedoch eher weniger. Es werden noch in vielen Ländern weiterhin fleißig AKWs gebaut.
Die Auswirkungen der Strahlenbelastung in der Ukraine zeigen sich auch heute noch in aller Deutlichkeit, z.B. Schilddrüsenkrebs, Leukämie, Missbildungen etc..

 

Vor dem GAU im AKW Fukushima dai ichi plante Japan sogar die Kernenergie von 33% (Stand 02/2011) auf 50% bis 2040 aufzustocken.
Nach dem GAU gingen alle Reaktoren nach und nach zwecks Wartung vom Netz und wurden aufgrund der massiven Widerstände in der Bevölkerung nicht wieder angefahren.
Der letzte Reaktor ging Anfang Mai 2012 vom Netz; und das alles ganz ohne Blackout! (Stand: 06/2012).

In Deutschland sind noch 9 von 17 Reaktoren am Netz. Und in Januar 2012 gab es bereits 3 meldepflichtige Störfälle (INES 0) (Stand: 06/2012).

Die deutschen Stromkonzerne versuchen die Leute zu verunsichern, das es bei weiteren Abschaltungen von AKWs zu Stromengpässen oder zu möglichen Blackout kommen könnte....

 

Ob die Menschheit jetzt mal endlich daraus lernt... 
....denn Sicherheit ist nicht verhandelbar !!

 

 

Japan ist verwundet

Koi Karpfen, auch ein typisches Markenzeichen einer schönen Tradition in Japan. Koi Karpfen in einen angelegten Becken 2010 in Kawagoe, nähe Tokyo, 6 Monate vor dem GAU, als die Welt noch in Ordnung schien.

Koi Karpfen in Karuizawa. Bild: Petra Alt

Japan verfügt über eine Vielfalt schöner Traditionen und einer einzigartigen Kultur. Die traditionelle japanische Kunst, Architektur etc. überzeugen durch ihre phantasievolle Einzigartigkeit und Schönheit.

Das ist etwas ganz besonderes und wertvolles, was man sich und vor allem der Nachwelt erhalten sollte. Seit dem GAU ist vieles nicht mehr so wie früher. Kawagoe ist zwar ,,verschont" geblieben, aber weite Landstriche in der Präfektur Fukushima sind verstrahlt...

Die Kernenergie hat nach Tschernobyl mal wieder einen Schaden, der bis ins unermessliche geht angerichtet. Japan ist verwundet. Hier kann nur noch für eine Schadensbegrenzung gesorgt werden, was wir auch mit allen Kräften machen sollten. Das heißt: Eine weltweite Stilllegung aller kerntechnischen Anlagen!

Hintergrundinformationen zu Japan, dem GAU am AKW Fukushima dai ichi, Gefahren der Kernenergie und Radioaktivität allgemein und weitere Probleme der Kernenergie erfahren Sie auf dieser Homepage.